CES 2012: : Der Cambridge Audio NP30 Network Music Player erhält einen großen Bruder, den Cambridge Audio Stream Magic 6 Network Player." /> Sempre Audio

Cambridge Audio Stream Magic 6 Network Player

CES 2012: : Es war absehbar, dem Cambridge Audio NP30 Network Music Player der Cambridge Audio Sonata-Serie musste eine Lösung für oberen HiFi-Serien des englischen Herstellers folgen. Diese präsentierte die englische HiFi-Schmiede nunmehr in Form des Cambridge Audio Stream Magic 6 Network Player erstmals in Las Vegas.

Von Michael Holzinger (mh)
10.01.2012

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Cambridge Audio präsentierte im letzten Jahr mit dem Cambridge Audio NP30 Network Music Player einen überaus vielseitigen Streaming-Client, der trotz seines erstaunlich attraktiven Preises zudem mit seiner hervorragenden Klangqualität zu überzeugen wusste.

Schon seit einiger Zeit ist klar, dass dem für die Cambridge Audio Sonata-Serie entwickelten Streaming Client eine Lösung für die HiFi-Systeme der oberen Preisklasse folgen muss, was Vertreter des englischen Herstellers bereits im September im Gespräch mit sempre-audio.at durchblicken ließen.

Nun also ist es soweit: im Rahmen der Consumer Electronics Show in Las Vegas präsentierte Cambridge Audio erstmals den so genannten Cambridge Audio Stream Magic 6, der sich im Gegensatz zum bereits angesprochenen NP30 mit den typischen HiFi-Gardemaßen präsentiert. Während der NP30 allein als Streaming-Client fungiert, so kann der neue Cambridge Audio Stream Magic 6 zudem als überaus flexibler D/A-Wandler eingesetzt werden.

Entwickelt wurde der neue Cambridge Audio Stream Magic 6 Network Player von dem im letzten Jahr neu formierten und deutlich erweiterten Research & Development-Team in London, das bereits teilweise für die Entwicklung des NP30 Network Music Player sowie den damit einhergehenden Diensten wie etwa Cambridge Audio UuVol sowie der Anbindung an mobile Devices verantwortlich zeichnete. Die dabei gesammelten Erfahrungen flossen natürlich unmittelbar in die Entwicklung des Cambridge Audio Stream Magic 6 mit ein, wobei es zudem galt, die ohnedies bereits sehr gute Qualität des NP30 für das neue Device nochmals zu verbessern. Schließlich sieht Cambridge Audio den neuen Stream Magic 6 als High-end Lösung, die selbst anspruchsvollste Anwender zufrieden stellen soll.

Auf den ersten Blick aber könnte man meinen, die Engländer hätten den NP30 ein wenig in die Mangel genommen und in die Länge gezogen. Die Front präsentiert sich auch hier mit einem zentral angeordneten Display, das links und rechts von einer Reihe an Tasten flankiert wird. An der rechten Seite steht ein großzügig dimensionierter Drehgeber, und auf der linken Seite stehen einige Status LEDs sowie ein USB-Anschluss zur Verfügung. Das alles wirkt recht aufgeräumt und übersichtlich. Deutlich gedrängter geht‘s an der Rückseite zu, denn hier findet man nicht nur die Antenne für das integrierte WiFi Modul nach IEEE 802.11n und eine Ethernet-Schnittstelle, sondern zahlreiche digitale Ein- und Ausgänge. So steht hier ein weiterer USB-Port für Speicher-Sticks und externe Festplatten zur Verfügung, aber ebenso ein USB-Anschluss für einen PC oder Mac, der über einen Ground/Lift-Schalter verfügt, um Masseschleifen zu verhindern. Der Cambridge Audio Stream Magic 6 Network Player verfügt zudem über eine optische als auch koaxiale S/PDIF-Schnittstelle als Eingänge für digitale Signale. Die gleiche Kombination gibt‘s auch als Ausgänge, um Signale des Network Players an weitere Komponenten weiter reichen zu können. Analoge Signale verlassen das Gerät entweder über ein Cinch-Buchsenpärchen oder über symmetrische Ausgänge in Form von XLR-Buchsen. Schnittstellen für einen Infrarot-Transmitter sowie Control Bus zur Integration in Steuerungslösungen komplettieren die Anschlüsse an der Rückseite des Geräts.

Zunächst ist der Cambridge Audio Stream Magic 6 Network Player natürlich ein Audio-Streaming-Client, der Inhalte aus dem lokalen Netzwerk von UPnP bzw. dlna-zertifizierten Speicherlösungen abruft, gleichgültig, ob dies nun ein PC, Mac oder eine entsprechende NAS-Lösung ist. Darüber hinaus kann mittels des Stream Magic 6 auch auf diverse Online-Dienste zugegriffen werden, wie etwa Pandora, Rhapsody oder Aupeo!. Ebenso stehen Internet Radio-Stationen zur Verfügung, wobei über 20.000 in bewährter Weise von Cambridge Audio bereits vorprogrammiert sind, sodass man direkt vom Start weg auf ein sehr umfangreiches, ausgetestetes Angebot zugreifen kann.

All diese Dienste kann der Anwender übrigens laut Cambridge Audio nunmehr besonders komfortabel verwalten Dafür wird das englische Unternehmen zum Marktstart des Geräts das so genannte Cambridge Audio Stream Magic Home Web Portal starten. Mit Hilf dieses Portals kann der Anwender laut Cambridge Audio Streaming-Services und Presets verwalten und erhält stets aktualisierte Informationen über Download-Angebote mit hochauflösenden Inhalten.

Genauso wesentlich sind natürlich Steuerungsoptionen über mobile Devices wie Smartphones und Tablets. Auch wenn man bereits für beide führenden Plattformen Apple iOS und Google Android aus einer Vielzahl an entsprechenden Apps zur Kontrolle von UPnP-Streaming-Lösungen wählen kann, so wird Cambridge Audio dennoch eigene Apps für Apple iPhone sowie iPad anbieten, die das Unternehmen Cambridge Audio Stream Magic Remote nennt. Diese soll auch dazu geeignet sein, etwa die Lautstärke anderer AV- oder HiFi-Komponenten aus der Cambridge Audio Azur-Serie zu steuern.

Schließt man den Cambridge Audio Stream Magic 6 Network Player über USB direkt an einen PC oder Mac an, so profitiert man von einer asynchronen Datenübertragung des Interfaces. Dies bedeutet, nicht der PC oder Mac kontrolliert die Datenübertragung, vielmehr gibt der Cambridge Audio Stream Magic 6 den Takt an, sodass das Timing stets perfekt und der gefürchtete Jitter vermieden wird. Wer auf einen PC mit Microsoft Windows setzt, der kann Audio-Daten mit einer Auflösung von bis zu 24 Bit und 96 kHz ohne spezielle Treiber übertragen. Mit Hilfe eines kostenlos von Cambridge Audio angebotenen Treibers (Kernel Streaming und ASIO inklusive) können auch Daten mit 24 Bit und 192 kHz genutzt werden. Apple MacOS X erfordert keinen Treiber, da das Betriebssystem Audio-Daten mit bis zu 24 Bit und 192 kHz unterstützt.

Über die bereits angeführten weiteren USB-Schnittstellen an der Front- sowie Rückseite des Geräts kann man entsprechende Speicher-Sticks, externe Festplatten, aber auch Apples iPhone, iPod touch oder iPad anschließen.

Gleichgültig, wie digitale Signale im Cambridge Audio Stream Magic 6 Network Player landen, in jedem Fall erfolgt deren Verarbeitung mit Hilfe der zweiten Generation der Anagram Technologies ATF2 24 Bit/384 kHz Audio Up-sampling-Technologie sowie zwei im Dual Differential-Mode geschalteter Wolfson WM8740 DACs.

An Audio-Daten werden alle gängigen Formate unterstützt. Das Spektrum reicht also von MP3, AAC bis hin zu WAV, Ogg Vorbis und FLAC.

Nach Angaben des Herstellers wurde beim neuen Cambridge Audio Stream Magic 6 Network Player im Vergleich zum Cambridge Audio NP30 auch die Bedienung in einigen Bereichen verbessert, wenngleich die Menüstruktur recht ähnlich ist. So bietet das Gerät unter anderem eine neue Fast Scroll-Funktion, die es selbst bei größeren Libraries erlauben soll, direkt am Gerät schnell und einfach zu den gewünschten Musiktiteln zu gelangen.

Laut Cambridge Audio soll der neue Cambridge Audio Stream Magic 6 Network Player bereits ab April 2012 im Fachhandel erhältlich sein. Bislang fehlt leider eine Angabe des Preises für Österreich. Diese werden wir ehestmöglich nachliefern, sobald wir diese vom Vertrieb Audio Tuning Vertriebs GmbH erhalten. Daher müssen wir Sie an dieser Stelle mit den Angaben für den US-amerikanischen Markt vertrösten. So soll der neue Cambridge Audio Stream Magic 6 Network Player in den USA zum Preis von US$ 1.149,- angeboten werden. Für den englischen Markt gibt das Unternehmen 699,95 an.

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