CES 2012: : Erstmals präsentiert Canonical im Rahmen der CES 2012 eine für Fernseher optimierte Variante der Linux-Distribution Ubuntu." /> Sempre Audio

Canonical Ubuntu TV - Der Pinguin am Fernseher...

CES 2012: : Den Anfang machte Microsoft mit der so genannten Windows Media Center Edition nebst entsprechenden Clients und scheiterte damit ebenso kläglich, wie bislang Apple mit dem Apple TV und Google mit Google TV. Es ist offenbar ein sehr steiniger Weg für die IT-Welt, den Fernsehmarkt zu erobern. Dennoch probiert‘s nun auch der Pinguin, und zwar in Form von Ubuntu TV, das Canonical erstmals in Las Vegas präsentiert.

Von Michael Holzinger (mh)
09.01.2012

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Es ist ja keineswegs so, als würde Linux in den verschiedensten „Geschmacksrichtungen“ nicht bereits längst auch bei multimedialen Diensten rund ums TV-Gerät mitspielen. Die Open Source-Community bastelte sich längst verschiedenste Lösungen, die sich zumeist nicht hinter kommerziellen Systemen verstecken müssen. Mehr noch, viele der angebotenen Werkzeuge übertrumpfen so manches hochgelobte System renommierter Hersteller um Welten, allein schon auf Grund ihrer offenen Schnittstellen und der damit einhergehenden breiten Unterstützung verschiedenster Inhalte und Formate.

Ganz nebenbei sei zudem erwähnt, dass ja auch so manche Settop-Box und zahlreiche Streaming-Lösungen ebenfalls eigentlich auf Linux basieren, auch wenn es deren Kunden gar nicht realisieren.

Selbst für die wohl unter Consumern am weitesten verbreitete Linux-Distribution Ubuntu gibt es bereits zahlreiche Lösungen, um einen PC mit dem Betriebssystem Ubuntu als flexible Settop-Box für den Empfang von TV-Inhalten samt einer direkten Verknüpfung mit Online-Informationen und direktem Zugriff auf Daten im lokalen Netzwerk einzusetzen. Ein sehr gutes Beispiel hierfür wäre etwa das Projekt Mythbuntu.

Dennoch ist das Unternehmen Canonical bestrebt, die von ihm vertriebene Linux-Distribution unmittelbar in TV-Geräte zu integrieren und somit als Open Source-Alternative zu positionieren.

Erstmals präsentierte Canonical daher im Rahmen der Consumer Electronics Show 2012 in Las Vegas Ubuntu TV und somit eine speziell an Fernseher angepasste Version der Linux-Distribution. Ubuntu TV soll im Prinzip vor allem die so genannten Smart TV-Funktionen eines Fernsehers abbilden und somit den Kontext zwischen normalen Fernsehinhalten, Online-Angeboten wie Informationen und On-demand-Diensten, aber auch Inhalten im lokalen Netzwerk herstellen. Für den normalen Fernsehempfang sei das Betriebssystem sowohl für DVB-T, also terrestrischen Empfang, aber ebenso für Kabel TV als auch Satellit geeignet.


Neben einer möglichst breiten Unterstützung verschiedenster Formate sowie einem möglichst umfangreichen Angebot an Online-Diensten soll nach Angaben des Unternehmens auch die möglichst einfache Bedienung im Mittelpunkt der Entwicklung rund um Ubuntu TV stehen. Auch die direkte Integration sowie der nahtlose Datenaustausch mit mobilen Devices wie Smartphones und Tablets steht im Fokus der Entwickler, die bereits im Laufe dieses Jahres erste Fernseher mit Ubuntu TV in Aussicht stellen. Um welche Partner es sich dabei handelt, wollte das Unternehmen bislang jedoch nicht verraten. Canonical gibt an, dass Ubuntu TV unter der GPLv3 oder LGPLv3 an Partner lizenziert werde.

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