Foto © Canor Audio

Canor CD1.10 CD-Player mit integriertem DAC für PCM und DSD

Einen CD-Player der ganz besonderen Art hat Canor mit dem Canor CD1.10 im Angebot. Dieser setzt nicht nur auf eine Röhren-Ausgangsstufe, sondern weist zudem einen integrierten D/A-Wandler auf, sodass dessen Signalverarbeitung auch für externe digitalen Quellen genutzt werden kann, bis hin zu Daten im DSD-Format.

Kurz gesagt...

Als ultimativen Röhren CD-Player mit integriertem audiophilem D/A-Wandler für PCM als auch DSD bezeichnet Canor den neuen Canor CD1.10.

Wir meinen...

Der Canor CD1.10 verbindet zwei Welten, er erlaubt die Wiedergabe von Audio CDs in bester Qualität, aber ebenso die Einbindung digitaler Quellen, bis hin zu PCs und Macs, sodass man ein modernes HiFi-System aufbauen kann, ohne auf die bisherigen Möglichkeiten verzichten zu müssen.

Von Michael Holzinger (mh)
17.02.2014

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Man mag fast den Eindruck erhalten, dass klassische Quellen wie etwa allen voran Audio CD-Player immer mehr in den Hintergrund rücken und an Bedeutung verlieren. Tatsächlich setzen viele Unternehmen selbst im hochwertigen HiFi-Segment allen voran auf D/A-Wandler, die als zentrale Schnittstelle einer HiFi-Kette fungieren, und Daten von etwa Streaming-Lösungen oder etwa eines PCs oder Macs als primäre Quelle entgegen nehmen.

Damit trifft man durchaus einen Nerv bei den Konsumenten, die in derartigen Lösungen überaus flexible Systeme sehen, und gerne nutzen. Zumal der Absatz optischer Datenträger tatsächlich seit einigen Jahren stagniert oder gar zurück geht.

Allerdings, komplett auf einen CD-Player verzichten, dies wollen dann doch nur wenige Kunden, selbst wenn es um die Anschaffung neuer Komponenten geht. Auch dann sollte ein CD-Player nach wie vor zur Verfügung stehen, denn allen voran bei ambitionierten Musik-Liebhabern füllen Audio CDs Regale, und die will man natürlich auch weiterhin nutzen können.

Ein sehr kluger Schritt der Industrie ist es daher, die Funktionalität eines CD-Players zu erweitern, und somit beide Anwendungs-Szenarien zu verbinden, also klassische Wiedergabe vom optischen Datenträger, als auch die Möglichkeit, digitale Datenströme anderer Quellen verarbeiten zu können. Und gerade bei CD-Playern ist es ja vergleichsweise einfach, dessen Signalverarbeitung nicht nur für Daten vom optischen Datenträger zu nutzen, sondern diese über weitere Schnittstellen anderen Quellen zur Verfügung zu stellen.

Genau diesen Weg schlägt das Unternehmen Canor beim neuen Canor CD1.10 CD-Player ein, denn dieser erlaubt nicht nur die Wiedergabe von Audio CDs, er weist zudem einen integrierten D/A-Wandler auf, sodass über alle relevanten Schnittstellen dessen Signalverarbeitung auch weiteren Quellen in der HiFi-Kette zur Verfügung steht. Im konkreten Fall handelt es sich zudem um eine durchaus sehr feine Signalverarbeitung, denn getreu der Unternehmensphilosophie setzt Canor auch beim Canor CD1.1 auf eine Röhren-Ausgangsstufe.

Um seiner nach wie vor primären Aufgabe bestmöglich gerecht zu werden, weist der Canor CD1.1 nach Herstellerangaben ein besonders hochwertiges Laufwerk auf, das perfekt entkoppelt sein soll, sodass ein stets akkurates Auslesen der Daten von optischen Datenträgern, sei es nun von Audio CD oder Super Audio CD, gewährleistet ist.

Für die Signalverarbeitung setzten die Entwickler auf doppelt ausgeführte DACs des Typs BurrBrown PCM1792 mit 24 Bit und 192 kHz. Jedem Kanal steht somit ein separater DAC zur Verfügung. Dieser bezieht seine Daten jedoch nicht nur vom integrierten Laufwerk, wie bereits klar dargelegt, stehen beim Canor CD1.10 zudem digitale Schnittstellen zur Verfügung. So bietet dieser neben einer optischen als auch koaxialen S/PDIF-Schnittstelle allen voran eine USB 2.0 Schnittstelle auf. Damit kann der Canor CD1.10 direkt mit einem PC oder Mac verbunden werden, und diesem als externes Audio-Interface dienen.

Selbstverständlich handelt es sich hierbei um eine asynchrone USB-Schnittstelle, sodass allein der Canor CD1.10 über den Datentransfer wacht, und keinesfalls der Computer den Takt vorgibt.

Der Canor CD1.10 kann nach Angaben des Herstellers nicht nur Daten im Linear PCM-Format mit bis zu 24 Bit und 192 kHz verarbeiten, er versteht sich zudem auf Daten im DSD-Format, und zwar sowohl DSD 2.8 als auch DSD 5.6.

Am Ende der Signalverarbeitung steht hier eine Röhren-Ausgangsstufe, wobei Audio-Daten sowohl über symmetrische XLR-Ausgänge als auch unsymmetrische Cinch-Ausgänge ausgegeben werden.

Die Entwickler setzten beim Canor CD1.10 auf die so genannte Canor PCB Milling Technology, kurz auch als CMT bezeichnet. Diese soll erstmals ein präzises Fräsen von Leiterbahnen in Printplatten erlauben, um zwei wesentliche Vorteile lukrieren zu können, und zwar vergleichsweise massive Leiterbahnen, ähnlich wie bei freiverdrahteten Röhrengeräten, gleichzeitig aber die hohe Sicherheit herkömmlichen Printplatten. Bei der Stromversorgung kommt zudem die so genannte Canor Vacuum Tube Rectifier-Technologie zum Einsatz, um auch hierdurch eine in Summe bestmögliche Klangqualität zu erzielen.

Auch das Auftreten des Canor CD1.10 ist durchaus bemerkenswert. Immerhin 430 x 170 x 370 mm weist dessen Gehäuse auf und bringt satte 15 kg auf die Waage. Die Front ziert allen voran ein zentral angeordneter Drehgeber, aber auch ein sehr großzügig dimensioniertes, kontrastreiches Matrix-Display. Die Bedienung kann nicht nur direkt am Gerät vorgenommen werden, sondern ebenso über eine aus Metall gefertigte Fernbedienung, die sich im Lieferumfang findet.

Wahlweise kann man den Canor CD1.10 in Schwarz als auch Silber erwerben. Dieser soll ab sofort zu einem empfohlenen Verkaufspreis von € 3.990,- im Fachhandel erworben werden.

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