Foto © D´Agostino LLC

D‘Agostino Momentum Phonostage - Die ultimative Phono-Vorstufe…

Wenn sich Daniel D´Agostino eines Projekts annimmt, so kann man davon ausgehen, dass als Ergebnis nichts weniger als etwas Herausragendes entsteht. Ein Beleg dafür ist einmal mehr die neue D‘Agostino Momentum Phonostage, die die Entwickler-Legende als Ultra High-end, state-of-the-art Phono-Vorstufe bezeichnet.

Kurz gesagt...

Bereits im Rahmen der High End 2015 präsentierte Dan D´Agostino mit der D‘Agostino Momentum Phonostage eine in jeder Beziehung herausragende Phono-Vorstufe, erste Geräte sind nun dieser Tage erhältlich.

Wir meinen...

Nicht weniger als zwei MC- und ebenfalls zwei MM-Eingänge, jeweils individuell konfigurierbar und symmetrisch als auch unsymmetrisch ausgelegt, stehen bei der D‘Agostino Momentum Phonostage zur Verfügung, die nicht weniger sei, als die beste Phono-Vorstufe, die jemals von der Entwickler-Legende Daniel D´Agostino entwickelt wurde.
Hersteller:D´Agostino LLC.
Vertrieb:Audio Tuning Vertriebs GmbH
Preis:€ 29.900,-

Von Michael Holzinger (mh)
21.10.2015

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„Ich habe bereits über Jahrzehnte Phono-Vorstufen entwickelt, aber die neue Momentum Phonostage ist in jeder Beziehung besser, als alles was ich in der Vergangenheit konzipierte“, gab Daniel D´Agostino bereits im Rahmen der High End 2015 im Mai diesen Jahres zu Protokoll. Da nämlich hatte die US-amerikanische Entwickler-Legende die neue D‘Agostino Momentum Phonostage erstmals mit im Reisegepäck.

„Da mein neues Unternehmen völlig darauf fokussiert ist, Produkte ohne Kompromisse zu fertigen, konnte ich hier noch mehr als bisher wirklich alles daran setzen, um jedwedes Detail abzubilden und eine bessere Dynamik bei gleichzeitig geringeren Störeinflüssen zu erzielen. Zudem war es möglich, ein Höchstmaß an Einstelloptionen zu realisieren, bei gleichzeitig besonders einfacher Bedienung“, so der Unternehmensgründer und Chef-Entwickler von Dan D´Agostino Master Audio Systems LLC. über die neue D‘Agostino Momentum Phonostage, die nunmehr verfügbar ist.

Damit konnte die High-end HiFi-Schmiede nicht ganz die in München geäußerten Prognosen zur Verfügbarkeit der neuen Phono-Vorstufe mit Juni 2015 einhalten. Doch selbst wenn sich diese zu optimistische Annahme nicht ganz eingehalten werden konnte, auf ein derartiges Produkt wartet man ja ohnedies gerne, zumal man eine Lösung auf derart hohem Niveau ohnedies nicht alltäglich findet…

Dass bei der D‘Agostino Momentum Phonostage einiges anders ist, als bei anderen Produkten dieser Klasse, ist bereits auf den ersten Blick ersichtlich, denn schon das Auftreten der neuen Phono-Vorstufe muss als geradezu mächtig beschrieben werden.

In bewährter Art und Weise setzt Daniel D´Agostino auch hier auf ein Gehäuse aus Metall mit akkurat oberflächenbehandeltem Finish. Ein aus dem Vollen gefräster Aluminium-Block wirkt eben jedesmal aufs Neue beeindruckend, vor allem in dieser Größe und in dieser Form mit den Seitenteilen aus Kupfer. Die eigentliche Phono-Vorstufe thront zudem förmlich auf einem massivem Sockel, der ebenfalls aus Aluminium gefertigt ist, und in dem die Stromversorgung untergebracht ist, um jedweden negativen Einfluss auf die empfindlichen Schaltungen zu garantieren.

Wobei, ganz korrekt ist diese Beschreibung auch nicht, denn im Sockel der D‘Agostino Momentum Phonostage ist nur ein Teil der Spannungsversorgung, nämlich die Stromgleichrichter und Spannungsregler untergebracht. Der Transformator und weitere Komponenten der Spannungsversorgung sind in einem weiteren Gehäuse untergebracht. Der Hersteller spricht daher nicht unbegründet von einer der wohl akkuratesten, „saubersten“ Spannungsversorgung, die je für eine Phono-Vorstufe entwickelt wurden.

Eine Besonderheit der D‘Agostino Momentum Phonostage zeigt sich ebenfalls gleich zu Beginn, denn die Front der Phono-Vorstufe ist geradezu übersät mit LEDs, und zwar nicht weniger als insgesamt sechs Stück an der Zahl, sowie entsprechender Taster und Drehgeber. Hintergrund dieser wahren Flut an Displays ist, dass die D‘Agostino Momentum Phonostage nicht weniger als zwei Eingänge für MM- und zwei weitere für MC-Tonabnehmer-Systeme aufweist, wobei jeder davon sowohl symmetrisch als auch asymmetrisch ausgeführt ist, also sowohl XLR- als auch Cinch-Eingänge aufweist. Damit soll sichergestellt sein, dass selbst besonders ambitionierte Vinyl-Liebhaber wirklich jede Spielart offen steht, Laufwerke mit mehreren Tonarmen, den unterschiedlichsten Tonabnehmer-Systemen allein mit der D‘Agostino Momentum Phonostage nutzen können.

Diese Flexibilität war D‘Agostino ein ganz besonderes Anliegen, denn er selbst könne es einfach nicht leiden, wenn die „Technik“ der Realisierung seiner Wünsche und Vorstellungen im Wege stünden, wie er im persönllichen Gespräch mit sempre-audio.at in München im Mai diesen Jahres ausdrücklich betonte.

Daher war es zudem das Ziel des Entwicklers, diese Flexibilität auch bei der Bedienung zur Verfügung zu haben, womit auch der Grund für die üppige Ausstattung an LEDs an der Front erklärt wäre. Hier kommen nämlich keinerlei DIP-Switches oder Jumper zum Einsatz, um die Phono-Vorstufe zu konfigurieren, alles solle direkt im Zugriff sein, und zwar jederzeit, und für jeden der vier Eingänge. Die D‘Agostino Momentum Phonostage sei ganz bewusst so ausgelegt, dass der Anwender hier jederzeit experimentieren könne, einfach auf Knopfdruck jeden Parameter sofort und unmittelbar beeinflussen kann.

Die Kontrolle der Parameter erfolgt bei der D‘Agostino Momentum Phonostage somit auf digitaler Ebene, die eigentliche Signalverarbeitung aber findet selbstverständlich allein auf analoger Ebene statt, wobei Signale die D‘Agostino Momentum Phonostage letztlich über symmetrische Ausgänge in Form von XLR-Buchsen verlassen. Und natürlich setzt Dan bei seinem neuesten Spross der Momentum-Serie ausschließlich auf allerfeinste Komponenten, wobei ein Entwickler seines Kalibers und seiner Erfahrung wohl ganz genau darüber bescheid weiss, wie man nicht weniger als optimale Ergebnisse erzielen kann.

Darum lässt er es sich auch nicht nehmen, bei der Endfertigung jeder D‘Agostino Momentum Phonostage selbst nach wie vor Hand anzulegen, denn schließlich werden alle Komponenten der Momentum-Serie ausschließlich in Handarbeit im Werk im US-Bundesstaaat Arizona gefertigt, nur ein paar Schritte entfernt vom Schreibtisch von Daniel D´Agostino, wie das Unternehmen betont.

All dieser Aufwand hat natürlich seinen Preis. Nicht weniger als € 29.900,- werden für die D‘Agostino Momentum Phonostage aufgerufen, die ab sofort im Fachhandel zu finden ist.

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