Responsive image Audio

Dali OBERON 3 im Test - Einstiegsdroge frei von Nebenwirkungen...

Foto © Dali Speaker A/S

Als wahre Allround-Lösungen sind sie konzipiert, die Lautsprecher-Systeme der neuen Dali OBERON Serie. Und sie treten ein schweres Erbe an, schließlich sollen sie die überaus erfolgreiche Dali ZENSOR Serie ersetzen, und zwar in Form der Dali OBERON 1, Dali OBERON 3, Dali OBERON 5, Dali OBERON 7, sowie dem Center-Speaker Dali OBERON VOKAL und dem On-wall Speaker Dali OBERON ON-WALL. sempre-audio.at hat sich zum Einstieg das wohl universellste Modell heraus gepickt, wie wir meinen, das Regal-Lautsprecher-System Dali OBERON 3.

Kurz gesagt...

Ein kompaktes Regal-Lautsprecher-System, das alle Tugenden der Dali OBERON Serie in sich vereint, so präsentiert sich die neue Dali OBERON 3, die wir zum Test geladen haben.

Wir meinen...

Betrachtet man ganz nüchtern den ausgerufenen Preis für die Dali OBERON 3, der fürs Stück nicht mehr als € 279,- beträgt, so ist es wohl einer dieser magischen Momente, die Dali Speaker A/S für die neue Dali OBERON Serie insgesamt verspricht, wenn man die dargebotene Qualität erleben kann. Da fällt es sehr schwer zu glauben, dass dies „nicht mehr“ als die neue Einstiegsserie der Dänen ist, die da aufspielt. Es fehlt an nichts, ganz im Gegenteil. Die Dali OBERON 3 überzeugt mit einer Souveränität, die in dieser Klasse ihres Gleichen sucht, und die Musik auf den Punkt bringt, sei es nun die Detailzeichnung im obersten Frequenzbereich, die Natürlichkeit von Instrumenten und Stimmen im mittleren, sowie die präzise vermittelte Kraft im untersten Frequenzbereich.
Hersteller:Dali Speaker A/S
Vertrieb:Audiophil GbR
Deutschand:Dali Deutschland GmbH
Preis:€ 279,- pro Stück

Von Michael Holzinger (mh)
17.10.2018

Share this article


Seit Jahr und Tag ist in der HiFi-Welt das Wehklagen mehr oder weniger stark zu vernehmen, dass man Menschen nicht mehr für hochwertige Musikwiedergabe gewinnen könne. Verschiedenste Faktoren und Umstände werden aufgeführt, die Menschen davon „abhalten“, in ein feines HiFi-System zu investieren. Zugegeben, vieles davon hat durchaus seine Richtigkeit und Berechtigung, wie etwa dass heutzutage viel mehr Sparten um die Gunst der potentiellen Kunden werben, und die allesamt den Hauch von Luxus, von modernem Lifestyle für sich in Anspruch nehmen. Ein Blick in eine x-beliebige Illustrierte reicht aus, um zu erkennen, womit HiFi dieser Tage in Konkurrenz treten muss, angefangen von Wellness, edler Mode, Reisen, Uhren… die Liste würde sich endlos fortsetzen lassen.

Allein, Wehklagen ist kein dienlicher Ansatz, die Situation zu ändern, zumal man klar attestieren muss, dass die HiFi-Branche selbst nicht ganz unschuldig an der beklagten Situation ist. So wirkt es etwa geradezu paradox, dass einerseits so viel Musik wie noch nie konsumiert wird, allen voran durch die Möglichkeiten die Smartphones und Tablets mit Streaming in allen Varianten eröffnen, die HiFi-Branche davon aber nur bedingt oder nur in teilen profitieren kann. Dies könnte etwa daran liegen, dass die klassische HiFi über Jahre hinweg die Bedürfnisse einer breiten Kundenschicht schlichtweg aus den Augen verloren hat, sich viel zu sehr auf exklusive Lösungen konzentrierte, die für eine immer kleinere Zielgruppe relevant sind. Was vor Jahren als Einstieg galt, nämlich ein kleines, feines und vor allem auch leistbares klassisches Stereo HiFi-System, wurde somit von Bluetooth Speakern und Soundbar-Systemen abgelöst. Nicht umsonst spricht man vielfach schon davon, dass wir in einer neuen „Mono-Welt“ leben…

Unter anderem das dänische Unternehmen Dali Speaker A/S hat sich vorgenommen, sich nicht mit dieser Situation abzufinden, sondern den Kunden echte Alternativen anbieten zu können.

So kann der renommierte Lautsprecher-Spezialist für sich in Anspruch nehmen, ein immens breites Produktsortiment aufzubieten, dass eine sehr breit aufgestellte Zielgruppe anspricht. Ganz wichtig ist dabei seit jeher, auch am untersten Ende dieses Spektrums feine Lösungen offerieren zu können, die zwar alle relevanten Tugenden des Herstellers aufweisen, aber zu einem besonders günstigen Preis angeboten werden können.

Bislang übernahm allen voran die Dali ZENSOR Serie diese heikle Aufgabe, und sie erwies sich dabei als überaus erfolgreich, wie etwa Lars Worre, CEO von Dali Speaker A/S mit Stolz im Rahmen des 1. Dali Deutschland Mediapartner Meeting in Bensheim verkündete.

Abertausende Stück wurden von der Dali ZENSOR Serie allein in Deutschland verkauft, bekräftig Frank Hagemann, Geschäftsführer Dali GmbH dieses Statement.

Besonders bemerkenswert dabei ist, dass sich die Dali ZENSOR Serie über sieben Jahre im Angebot von Dali Speaker A/S findet, und nach wie vor sehr erfolgreich ist, dennoch, oder gerade deshalb erachtete man nun die Zeit als gekommen, einen würdigen Nachfolger an den Start zu bringen, und zwar die neue Dali OBERON Serie.

Familienbande…

Die Dali OBERON Serie präsentiert sich einmal mehr überaus breit aufgestellt und somit bestens gerüstet, um in verschiedensten Anwendungszenarien zum Einsatz zu kommen. Dies beginnt bei klassischem Stereo in sehr kompakter und kompakter Form, und reicht hin bis zu Home CInema mit einem umfangreichen Multichannel-Setup für neueste Surround-Formate.

Damit entspricht die Dali OBERON Serie ganz und gar der Unternehmensphilosophie des dänischen Lautsprecher-Produzenten, nicht umsonst gibt dieser zu Protokoll, dass die Dali OBERON Serie als Essenz von 35 Jahren Entwicklung angesehen werden kann, selbst wenn es sich hierbei um eine ausgewiesene Einsteiger-Produktlinie handelt.

Wir haben uns für den „ersten Kontakt“ mit der neuen Produktlinie die Dali OBERON 3 auserkoren, neben der kleinen Schwester Dali OBERON 1 eines der beiden so genannten Regal-Lautsprecher-Systemen der Serie. Diese bietet, soviel vorweg, bereits alle Merkmale, die die Lösungen der neuen Dali OBERON Serie auszeichnen sollen. Und dies, und auch damit nehmen wir bereits einen Teil des Fazits vorweg, in tadelloser Form zum überaus attraktiven Preis. Bezogen auf unsere Einleitung also offensichtlich eine perfekte Lösung, die das Zeug hat, neue Kunden für HiFi insgesamt zu gewinnen…

Desweiteren, um dies hier der Vollständigkeit wegen anzuführen, stehen bei der Dali OBERON Serie noch die beiden Stand-Lautsprecher-Systeme Dali OBERON 5 und Dali OBERON 7, der Center Speaker Dali OBERON VOKAL, sowie der Dali OBERON ON-WALL als Lautsprecher-System für die Wandmontage zur Verfügung.

Was macht die Dali OBERON Serie so besonders…

Für Dali Speaker A/S stellt die neue Dali OBERON Serie eine ganz wichtige Produktreihe dar, denn erstmals wagt man damit den Schritt, alle wesentlichen Technologien, die Dali Speaker A/S über die Jahrzehnte hinweg entwickelte, in einer ausgewiesenen Einsteigerlinie zu integrieren. Selbst wenn man da und dort natürlich den ein oder anderen Kompromiss eingehen musste, um den anvisierten günstigen Preispunkt auch tatsächlich zu erzielen, sollen damit Lautsprecher-Systeme zur Verfügung stehen, die geradezu typisch für Dali Speaker A/S sind, die die Philosophie und Klangkultur auf den Punkt bringen. Nicht umsonst verspricht man „Magische Momente“ und speziell ab unserem Testkandidat, der Dali OBERON 3, nicht weniger als audiophile Lautsprecher-Systeme, die neue Maßstäbe in ihrer Klasse setzen.

Eine Lösung, die problemlos ihren Platz finden, selbst wenn dieser knapp bemessen ist…

Unser Testkandidat Dali OBERON 3 ist als so genannter Regal-Lautsprecher und Zweiwege-Bassreflex-System ausgelegt, soweit zur prinzipiellen Einordnung.

Ganz wesentlich ist, dass es sich, wie bereits zuvor angedeutet, um ein sehr kompaktes System handelt. Die Dali OBERON 3 misst somit nicht mehr als 350 mm in der Höhe, 200 mm in der Breite, und 315 mm in der Tiefe und bringt damit 6,3 kg auf die Waage. Dieses Lautsprecher-System findet somit problemlos seinen Platz, selbst wenn Platz ein rares Gut ist. Zudem, und dies sei auch gleich zu Beginn erwähnt, ist die Dali OBERON 3 bewusst so ausgelegt, dass sie sich sehr „gutmütig“ gibt, und damit flexibel auch an nicht ganz so optimaler Stelle aufgestellt werden kann. Dies geht gar soweit, dass der Einsatz nicht nur auf einem Lowboard, einem Sideboard oder frei stehend auf Standfüssen möglich ist, sondern tatsächlich in einem Regal, die Dali OBERON 3 somit mit Fug und Recht als Regal-Lautsprecher-System bezeichnet werden kann. Einzig einen gewissen Mindestabstand von der Wand sollte man dem Speaker schon zugestehen, dieser beträgt allerdings lediglich 5 cm. Bei frei stehender Aufstellung hingegen sollte man diesen Begriff nicht allzu wörtlich nehmen, schließlich sollte das nach hinten wirkende Bassreflex-System nicht gänzlich seiner Kraft beraubt werden und der Speaker somit nicht weiter als 50 cm entfernt von der Wand platziert werden.

Zudem sollte man darauf achten, dass der Hochtöner für beste Ergebnisse in etwa auf Höhe der Ohren ist

Auf Grund einer sehr breiten Abstrahlcharakteristik besteht keine Veranlassung, die Lautsprecher-Systeme einzuwinkeln, man kann diese also durchaus gerade ausgerichtet aufstellen.

Um diesen Punkt abzuschließen, sei noch der Hinweis angeführt, dass man bei der korrekten Aufstellung durchaus ein wenig experimentieren sollte, da sich hier wirklich erstaunliche Unterschiede ergeben und es das eine Patentrezept ohnedies nicht gibt. Gerade bei einem derart kompakten System hat man ja dazu im wahrsten Sinne des Wortes entsprechenden Spielraum…

Zur Technik… Erstmals SMC in Einsteigerlinie

Wenn es um die technische Ausstattung der neuen Dali OBERON Series geht, so sticht allen voran die so genannten SMC Technology hervor, eine von Dali Speaker A/S entwickelte und patentierte Technologie im Zusammenhang mit dem Antrieb der Chassis.

Wie bereits erwähnt, hat sich Dali Speaker A/S bei der neuen Dali OBERON Serie dazu entschieden, wirklich alle herausragenden Technologien erstmals in einer Einsteigerlinie einzusetzen, und da ist besagte Dali SMC Technology geradezu essentiell, denn damit lasse sich ein besonders effektiver, gleichzeitig besonders akkurater Antrieb der Chassis realisieren.

Erklärtes Ziel bei der Entwicklungen rund um die Dali SMC Technology ist es, ein Antriebssystem zu entwickeln, bei dem Verzerrungen auf ein absolutes Minimum reduziert werden, und das sowohl „Strom“- bzw. Pegel- als auch Frequenz-unabhängig gleichmässige magnetische Bedingungen geschaffen werden, um letztlich stets akkurate Ergebnisse zu liefern.

Erzielt wird dies durch einen völlig neu entwickelten, weichmagnetischen Werkstoff, einem so genannten Soft Magnetic Compound, eben kurz SMC genannt, der anstelle von Eisen als Werkstoff für den Polkern zum Einsatz kommt. Hierbei handelt es sich um ein Pulver, dass in einem aufwendigen Verfahren von einem externen Spezialisten geformt wird, um als Polkern eingesetzt zu werden. Damit wird sichergestellt, dass die Modulationen des Luftspalt-Flusses keinen neuen konkurrierenden Fluss im Luftspalt erzeugen, sobald Strom durch die Schwingspulen-Windungen fließt. Zwei Aluminium-Ringe rund um den Polkern sorgen für eine deutlich reduzierte Schwingspuleninduktivität die zudem über die gesamte Auslenkung hinweg bei nur sehr geringen Abweichungen konstant bleibt.

Zum Einsatz kommt diese SMC Technology bei der Dali OBERON 3 in Form eines 180 mm Tiefmitteltöner, der, wie könnte es anders sein, über einen ganz speziellen, für Dali Speaker A/S längst typischen Werkstoff verfügt. Hierbei handelt es sich um ein ganz spezielles Papier- und Holzfaser-Gemisch, das gleich eine Reihe von herausragenden Eigenschaften mit sich bringt. Zunächst ist es sehr leicht und gleichzeitig sehr steif, sodass schon dadurch eine überaus exakte Abbildung garantiert ist. Dies wird durch die chaotische Oberfläche der Membran, die sich durch das Fasergemisch ergibt, zusätzlich unterstützt. Natürlich präsentiert sich die Membran in charakteristischen Rotbraun…

Damit die hohe Leistung des Antriebs auch tatsächlich vollends genutzt werden kann, weisen die Chassis eine besonders weiche Sicke aus Gummi auf, die einen langen, aber dennoch kontrollierten Hub ohne nennenswerten Widerstand garantieren.

Großzügig dimensionierter Tweeter

Auffallend ist, dass die Dali OBERON 3 einen wirklich sehr großzügig dimensionierten Hochtöner aufweist. Dieser ist leicht nach hinten in die Schallwand mittels einer Metall-Umrand eingelassen und misst nicht weniger als 29 mm und ist als besonders leichte Gewebe-Kalotte ausgeführt. Allen voran der Tweeter soll dafür Sorge tragen, dass die Dali OBERON 3 eine sehr breite Abstrahlung aufweist, der so genannte Sweetspot, also jener Punkt mit der besten Darbietungsqualität, somit nicht zu stark fokussiert, sondern vergleichsweise weit ist.

Technische Eckdaten…

Die Frequenzweiche der Dali OBERON 3 ist auf 2.4 kHz ausgelegt, das nach hinten hin abstrahlende Bassreflex-System ist auf 49 Hz abgestimmt.

Die Dali OBERON 3 soll in der Lage sein, einen Frequenzbereich zwischen 47 Hz und 26 kHz abzubilden, weist eine Impedanz von 6 Ohm und einen Wirkungsgrad von 88 dB auf, und eignet sich für Verstärker mit einer Leistung zwischen 30 und 150 Watt.

Natürlich begnügte man sich bei der Dali OBERON 3 damit, das Anschluss-Panel mit einem einzigen Paar Schraubklemmen zu bestücken, alles andere wäre in dieser Preisklasse geradezu vermessen zu erwarten und wohl auch gar nicht gefordert.

Neue Wege beim Design…

Die harten, nüchternen Fakten gleich vorweg, natürlich setzt man bei der Dali OBERON 3 auf ein ganz besonders stabiles Gehäuse aus MDF, das im Inneren, mit Ausnahme der Rückseite der Schallwand, sorgfältig bedämpft wurde. Dies garantiert eine präzise Wiedergabe, denn es ist die beste Voraussetzung dafür, dass die Treiber ihren Dienst akkurat verrichten können.

Dass die Entwickler bei Dali Speaker A/S in dieser Preisklasse natürlich anstatt Holzfurnieren auf Vinyl-Folie beim Korpus und matte Lackierung der Schallwand zur Veredelung setzen, ist nachvollziehbar, aber kein Anlass dafür, an dem wirklich eleganten Auftreten der Lautsprecher-Systeme zu zweifeln. Vielmehr zeigt sich unser Testkandidat geradezu tadellos verarbeitet, sodass man allein durch die Optik als auch Haptik nicht wirklich auf den erfreulich günstigen Preis schließen kann.

Ein Zugeständnis an den günstigen Preispunkt war auch, dass man die neue Dali OBERON Serie nicht in Aberdutzenden Design-Varianten offerieren kann, sich vielmehr auf vier Varianten konzentriert. So steht unser Testkandidat, wie alle Speaker der Dali OBERON Serie, in den Versionen Esche Schwarz, Weiss, Dunkles Walnuss und Helle Eiche zur Verfügung. Je nach Ausführung ist die Schallwand entweder in mattem Weiss oder mattem Schwarz lackiert.

Ganz besonders sticht der neu konzipierte Lautsprecher-Grill hervor, der mittels Stiften und entsprechenden Bohrungen in der Schallwand in Position gehalten wird.

Dieser Lautsprecher-Grill weist nunmehr abgerundete Kanten auf. Zugegeben, nur eine Kleinigkeit, die aber immens wirkungsvoll ist. Speziell dann, wenn man sich etwa für die Ausführung in Walnuss, Helle Eiche oder Weiss entscheidet. Ganz besonders markant tritt der Lautsprecher-Grill bei den Varianten Weiss und Helle Eiche in Erscheinung, denn dann ist dieser nicht Schwarz, sondern in Mountain Grey ausgeführt. Eine Design-Variante, die, warum auch immer, sofort den Eindruck erstklassigen skandinavischen Designs vermittelt.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass Dali Speaker A/S als Option auch einen Lautsprecher-Grill in Weiss offeriert, und zwar tatsächlich reinem Weiss.

Aus der Praxis

Dass die Dali OBERON 3 sich als überaus flexibles Lautsprecher-System erweist, haben wir ja schon mehrfach angeführt, es sei aber nochmals an dieser Stelle ausdrücklich festgehalten. Gerade für all jene, die ein feines, kleines HiFi-System wünschen, ist dies ein immens wichtiger Punkt, schließlich soll sich das HiFi-System einfach und harmonisch ins Wohnumfeld integrieren lassen.

Die Dali OBERON 3 ermöglicht dies natürlich zunächst durch ihre kompakten Abmessungen, zudem aber auch durch ihr elegantes Erscheinungsbild. Damit werden Lautsprecher-Systeme nicht als „Störfaktor“ empfunden, selbst wenn man sie nicht ins Regal stellt, was ja hier durchaus möglich ist, sondern auf einem Lowboard oder Sideboard oder etwa gar freistehend auf den passenden Lautsprecher-Ständern.

Auch ihre Charakteristik mit einer sehr breiten Abstrahlung garantiert diese flexible Aufstellung, denn man muss hier nicht gar so genau darauf achten, dass die Speaker auch tatsächlich auf dem bestmöglichen Platz stehen.

In unserem ausführlichen Test ist uns einmal mehr sehr positiv aufgefallen, dass die Dali OBERON 3, wie nahezu jedes Lautsprecher-System aus dem Hause Dali Speaker A/S mit verschiedenster Elektronik eingesetzt werden kann, sich hier als geradezu „gutmütig“ erweist, und selbst bei Lösungen der unteren Preisklasse bereits mit sehr feiner Darbietung aufhorchen lässt.

Dies ist natürlich gerade bei einem System der Einstiegsklasse von hoher Bedeutung, schließlich kann man geradezu davon ausgehen, dass hier nicht die exklusive Elektronik im Spiel sein wird. sondern ebenfalls eher Lösungen aus dem günstigen Einstiegssegment. Erweisen sich Lautsprecher-Systeme dann als Diven, so kann dies bitter enden…

Bei der Dali OBERON 3 aber ist es vielmehr so, dass sie sich sehr bescheiden zeigt, und aus den zur Verfügung stehenden „Mitteln“ stets das Optimum heraus holt. Investiert man in der Kette davor ein paar Euro mehr, so nimmt die Dali OBERON 3 dies dankend zur Kenntnis und schraubt auch ihre Darbietungsqualität entsprechend höher. Man hat bei der Dali OBERON 3 also durchaus Luft nach oben, um über die Jahre die Kette insgesamt zu verfeinern. Das darf man durchaus als Investitionssicherheit bezeichnen…

Betrachtet man ganz nüchtern den ausgerufenen Preis für die Dali OBERON 3, der fürs Stück nicht mehr als € 279,- beträgt, so ist es wohl einer dieser magischen Momente, die Dali Speaker A/S für die neue Dali OBERON Serie insgesamt verspricht, wenn man die dargebotene Qualität erleben kann. Da fällt es sehr schwer zu glauben, dass dies „nicht mehr“ als die neue Einstiegsserie der Dänen ist, die da aufspielt. Es fehlt an nichts, ganz im Gegenteil. Die Dali OBERON 3 überzeugt mit einer Souveränität, die in dieser Klasse ihres Gleichen sucht, und die Musik auf den Punkt bringt, sei es nun die Detailzeichnung im obersten Frequenzbereich, die Natürlichkeit von Instrumenten und Stimmen im mittleren, sowie die präzise vermittelte Kraft im untersten Frequenzbereich.

Ein derart souveränes Auftreten ist es auch, die es im Einstiegssegment braucht, um tatsächlich neue Kunden für HiFi im Allgemeinen zu gewinnen. Der Musik-Liebhaber muss vom ersten Takt an erleben, dass da ein entscheidender Unterschied ist zu Bluetooth Speakern und Soundbar-Systemen, selbst wenn diese von noch so prestigeträchtigen Marken stammen.

Unserer Bescheidenen Einschätzung nach sollte der Fachhandel genau derartige Lösungen viel mehr in den Mittelpunkt rücken, denn damit kann man Menschen viel eher begeistern, als mit möglichst kostspieligen Systemen. Natürlich haben auch diese ihren Reiz, natürlich haben auch diese ihre Berechtigung und ihre Zielgruppe, aber wenn wir wieder mehr Menschen für hochwertige HiFi begeistern wollen, die fasziniert und dennoch leistbar ist, dann stellen Lösungen wie die Dali OBERON Serie, und hier speziell derart kompakte Lösungen wie die Dali OBERON 3, die erste Wahl dar.

Zumal die Dali OBERON 3 unserer Einschätzung nach derzeit ganz klar eines der besten Systeme in der Einstiegsklasse insgesamt darstellt, und wir daher soweit gehen wollen, unseren Test mit einer klaren Empfehlung der Redaktion als neue Referenz in diesem Preissegment abzuschließen. Hier passt einfach alles: Design, flexibel in der Aufstellung, beeindruckende Klangqualität und ein ganz besonders attraktiver Preis!

Auf den Punkt gebracht

Dali Speaker A/S ist mit der neuen Dali OBERON Serie ein wirkliches Meisterstück gelungen. Durch mehr als 35 Jahre Erfahrung haben die Entwickler es gekonnt verstanden, Technologien aus den oberen Produktlinien in eine Einsteigerserie zu übernehmen, dafür an den richtigen Stellen Kompromisse einzugehen, um letztlich einen besonders attraktiven Preispunkt erzielen und somit möglichst viele Musik- und Home Cinema Liebhaber begeistern zu können. Ganz klar lautet damit das Testergebnis: Herausragend, die neue Referenz bei Regal-Lautsprecher-Systemen in der Einstiegsklasse!

9,0 (Herausragend)

The Good

  • Sehr flexible Aufstellung
  • sehr kompakt
  • überaus elegantes Design
  • Verarbeitung
  • erstaunlicher Klang in der Einstiegsklasse

The Bad

  • kein Nachteil ersichtlich
8 Klang
8 Design
10 Preis/Leistung

Share this article

Testurteil

sempre-audio.at Empfehlung der Redaktion

Testumfeld

Pro-Ject Maia DS
Cyrus Audio One HD
Bluesound NODE 2
Roon

Photo highlights

Angespielt

„Leonard
Leonard Cohen - Live in London

„Leonard
Leonard Cohen - Old ideas

„Roger
Roger Waters - Is this the life we really want?

„David
David Gilmour - Rattle that lock

„John
John Hiatt - The open road

„Hans
Hans Theessink - Bridges



„Eric
Eric Clapton - Unplugged

„Van
Van Morrisson - Versatile

„David
David Gilmour - Live at Pompeii



Jeff Lynne's ELO -Wembley or bust
Jeff Lynne's ELO -Wembley or bust

Neil Young - The Visitor
Neil Young - The Visitor

Robert Plant - Carry Fire
Robert Plant - Carry Fire

a-ha - MTC Unplugged Summer Solstice
a-ha - MTC Unplugged Summer Solstic

Related posts