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Dali OBERON 7 im Test - Ein würdiges Flaggschiff als neue Klassen-Referenz…

Foto © Dali Speaker A/S

Allein die besten „Zutaten“ kommen bei der als Allround-Lösung konzipierten Dali OBERON Series zum Einsatz, so lautet das Versprechen des dänischen Lautsprecher-Spezialisten Dali Speaker A/S zur Markteinführung der neuesten Produktlinie, und tatsächlich konnte man dieses einmal mehr auf bemerkenswerte Art unter Beweis stellen. Dies belegt das Flaggschiff der Serie, die Dali OBERON 7, auf besonders beeindruckende Art und Weise.

Kurz gesagt...

Für die Dali OBERON Series hat sich Dali Speaker A/S viel vorgenommen: universell einsetzbar, tadellos verarbeitet, ansprechender Klang, und all dies zum attraktiven Preis, bis hin zum Flaggschiff der Serie, der Dali OBERON 7.

Wir meinen...

Dali Speaker A/S bietet mit der Dali OBERON 7 ein würdiges Flaggschiff der OBERON Serie, gleichzeitig eines der besten Stand-Lautsprecher-Systeme und damit die neue Referenz in der Einstiegsklasse überhaupt an. Die Messlatte wurde somit von Dali Speaker A/S in diesem Bereich einmal mehr ein gutes Stück höher gelegt, denn neben dem beeindruckenden Klang, einer tadellosen Verarbeitung und einem flexiblen Einsatz, nicht zuletzt im Zusammenspiel etwa mit weiteren Speakern der Dali OBERON Serie, besticht hier der günstige Preispunkt.
Hersteller:Dali Speaker A/S
Vertrieb:Audiophil GbR
Deutschand:Dali Deutschland GmbH
Preis:€ 499,- pro Stück

Von Michael Holzinger (mh)
21.03.2019

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Seit Jahr und Tag versteht es der dänische Lautsprecher-Spezialist Dali Speaker A/S sich gekonnt auf eigentlich recht dünnem Eis zu bewegen. Die Unternehmensstrategie sieht vor, dass man tunlichst viele Kunden adressieren will, sich also nicht allein auf diesen oder jenen Bereich spezialisiert, sondern vielmehr darauf achtete, dass das Produktsortiment sich möglichst breit aufgestellt präsentiert. Und zwar zu möglichst attraktiven Preisen bei gleichzeitig sehr hohem Anspruch an die gebotene Qualität.

Warum aber sprechen wir in diesem Zusammenhang von dünnem Eis, auf dem sich das dänische Unternehmen mit dieser Strategie bewegt? Nun, die Antwort ist ebenso simpel wie naheliegend, denn damit ist Dali Speaker A/S bei weitem nicht alleine auf dem Markt tätig. Vielmehr verhält es sich so, dass genau diese Marktsegmente, die Dali Speaker A/S primär bedient, genau die am härtesten umkämpften sind. Zahllose Anbieter sind hier tätig, und der Markt an Lautsprecher-Systemen ist insgesamt kein einfacher, weder für ausgewiesene Spezialisten in diversen Segmenten, und schon gar nicht für sehr breit aufgestellte Unternehmen. Und auch wenn nach außen gerne alles als Eitel und Wonne dargestellt wird, speziell die letzten Jahre nagten bei so manchem Unternehmen bereits gehörig an der Substanz…

Dali Speaker A/S aber konnte sich bislang überaus erfolgreich behaupten, was wohl allen voran daran liegt, wie man hier die eben skizzierte Strategie tatsächlich umsetzt.

Dali Speaker A/S versteht sich als ausgewiesen innovatives Unternehmen, bei dem Entwicklung, allen voran die die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung von Produkten oberste Priorität hat. Um dies zu gewährleisten, ist es Dali Speaker A/S ein großes Anliegen, alle Bereiche der Entwicklung und Fertigung selbst in der Hand zu belassen. So setzt man etwa auf ein eigenes Entwickler-Team, das auf eine mehr als 35jährige Erfahrung verweisen kann. Ihr erklärtes Ziel ist es, Lösungen zu entwickeln, die ein beeindruckendes Musik-Erlebnis und all die damit einhergehenden Emotion und Freude garantieren. Ihre Ergebnisse können unmittelbar in die Fertigung übernommen werden, wobei man diese allen voran zunächst in den Systemen im Premium-Segment einsetzt, das bei Dali Speaker A/S immer auch den Anspruch auf High-end erhebt - zu Recht übrigens. Und da man die Entwicklung als auch Fertigung in eigener Hand hat, ist es auch möglich, die Technologien, aber allen voran auch die Fertigung nach und nach dahingehend zu optimieren, dass man Innovationen sukzessive von den Premium-Systemen in die kostengünstigeren Lösungen übernehmen kann. Denn natürlich gehört es dazu, nicht nur „Klangtüftler“ und Techniker, sondern auch ein guter Kaufmann zu sein, um erfolgreich am Markt bestehen zu können.

Dass diese Strategie geradezu famos funktioniert, konnte Dali Speaker A/S bereits vielfach unter Beweis stellen, und tut dies einmal mehr mit der neuesten Produktlinie des Unternehmens, der Dali OBERON Serie.

Die Dali OBERON Serie stellt aus Sicht der Dänen eine ganz besondere Produktreihe dar, der eine hohe Bedeutung für das Unternehmen insgesamt zuteil wird. Sie ist der ausgewiesene Nachfolger der überaus erfolgreichen Dali ZENSOR Serie, die, wie Dali Deutschland GmbH stolz verkünden konnte, in Abertausenden Stück allein in Deutschland, Österreich und der Schweiz verkauft wurde, und die damit über sieben Jahre sehr erfolgreich im Angebot des Herstellers zu finden war. Die Messlatte für die neue Dali OBERON Serie ist also entsprechend hoch gelegt…

Breit aufgestellt und überaus flexibel ausgelegt

Mit ein Grund für den Erfolg vieler Serien von Dali Speaker A/S, und damit natürlich auch der bisherigen Dali ZENSOR Serie war und ist es, dass man stets darauf bedacht ist, verschiedenste Anwendungsszenarien einzuplanen, dem Kunden eine möglichst große Auswahl anzubieten, um seine individuellen Systeme zu konzipieren, wobei das Spektrum von klassischem Stereo in den verschiedensten „Größenordnungen“ bis hin zu Heimkino-Lösungen reicht.

Genauso wollte man es natürlich auch bei der neuen Dali OBERON Serie halten, sodass sich diese einmal mehr überaus breit aufgestellt und somit bestens gerüstet präsentiert, um in verschiedensten Konfigurationen zum Einsatz zu kommen.

So beginnt der Einstieg hier bei der Dali OBERON 1, einem sehr kompakten Regal-Lautsprecher-Systemen der Serie, wobei hier allerdings zugunsten eines besonders günstigen Preispunkts noch nicht alle wesentlichen Merkmale der Dali OBERON Serie implementiert werden konnten. Diese findet man aber bereits beim zweiten Regal-Lautsprecher-System der Serie, der Dali OBERON 3, die ja bereits einen klaren Testsieg bei sempre-audio.at für sich verbuchen konnte.

Desweiteren, um dies hier der Vollständigkeit wegen anzuführen, stehen bei der Dali OBERON Serie noch das Stand-Lautsprecher-System Dali OBERON 5 und der Center Speaker Dali OBERON VOKAL, zudem auch noch der Dali OBERON ON-WALL zur Verfügung, sodass, wie beschrieben, von Stereo bis hin zu Surround alle Vorraussetzungen für eine individuelle Umsetzung in sich stimmiger Systeme gegeben sind.

Und dann ist da natürlich das Flaggschiff der Serie, die Dali OBERON 7, die wir uns nun im Folgenden genauer ansehen wollen.

Prinzipielles…

Oberste Prämisse der Entwickler rund um die neue Dali OBERON Serie war es, möglichst viele Technologien zum Einsatz zu bringen, die in den gehobeneren Preisklassen zu finden sind. Damit sollte auch in einer ausgewiesenen Einstiegsserie wie besagter Dalli OBERON Serie dafür Sorge getragen werden, dass man das erklärte Ziel, nämlich geradezu magische Momente zu erzielen, sprich, Musik in all ihrer Detailvielfalt abzubilden, auch tatsächlich erreicht.

So gibt Dali Speaker A/S zu Protokoll, dass bei der Dali OBERON Lautsprecher-Serie die besten Zutaten der bestehenden höherwertigen Lautsprecher-Linien zu finden seien, und man damit das Ziel erreicht habe, in dieser Klasse betreffend Klangqualität, Design und Vielseitigkeit einen neuen Maßstab in ihrer Klasse zu setzen. Dies gilt allen voran natürlich für unseren aktuellen Testkandidat, die Dali OBERON 7.

Überaus solider Aufbau, äußerst elegante Erscheinung…

Dass man bei der Dali OBERON Serie insgesamt aber auch ein paar Dinge anders als bisher gestaltet, zeigt gleich zu Beginn die hier zur Verfügung stehende Design-Auswahl. So stehen alle Modelle, und damit auch unser Testkandidat, nicht nur in den bekannten Ausführungen Schwarz und Weiss zur Verfügung, sondern ebenso in Nussbaum sowie Eiche Hell. Die Schallwand ist beim Modell in Schwarz ebenfalls in Schwarz gehalten, genauso bei der Ausführung in Nussbaum, wohingegen die Varianten in Eiche Hell und natürlich Weiss eine in Weiss lackierte Schallwand aufweisen.

Ebenfalls neu gestaltet ist der Lautsprecher-Grill, der ein wenig mehr als die Hälfte der Schallwand bedeckt und auf einen speziell strukturierten Stoff in - je nach Modell - schwarzer oder grau mellierter Ausführung setzt. Optional, dies sei an dieser Stelle erwähnt, bietet Dali Speaker A/S auch einen reinweissen Lautsprecher-Grill an. Durch diese hochwertige Bespannung, und nicht zuletzt durch seine nunmehr abgerundeten Ecken, vermittelt der Lautsprecher-Grill einen überaus eleganten Eindruck und darf durchaus als Beispiel für typisch skandinavisches Design auf hohem Niveau durchgehen.

Dazu trägt auch der neu konzipierte Standfuss basierend auf einem schlanken Rahmen aus Aluminium bei, der geradezu grazil wirkt, unserem Testkandidaten Dali OBERON 7 aber wahlweise durch höhenverstellbare Spikes bzw. Gummi-Füssen stets absolut sicheren Stand garantiert und eine optimale Entkopplung sicherstellt.

Bei der Konstruktion des Gehäuses besteht aus CNC-gefrästen MDF-Platten, die selbst bei genauester Betrachtung tadellos gefertigt und mit hochwertiger Vinyl-Folio lückenlos überzogen sind. Selbstverständlich würde ein Blick ins Innere der Dali OBERON 7 stabile Verstrebungen offenbaren, die klangschädigende Vibrationen und Resonanzen im Ansatz unterbinden. Zudem wurde die Innenseite des Gehäuses, abgesehen von der Schallwand selbst, mit einem akustischen Dämmmaterial bedeckt.

Breite Abstrahl-Charakteristik für flexiblen Einsatz, starker Antritt für Dynamik

Bei der Dali OBERON 7 handelt es sich um ein Zweiwege-Bassreflex-System, wobei man hier, so der Hersteller, ganz und gar der seit Jahr und Tag geltenden Unternehmensphilosophie folgte, exakt das aufgezeichnete Musik-Signal wiederzugeben, und zwar nicht mehr, auch nicht weniger. Daher sei es unerlässlich, eine homogene Abstrahlung über einen weiten Frequenzbereich hinweg zu garantieren, zudem eine exakte Abbildung der Dynamik zu gewährleisten.

Wie könnte es anders sein, natürlich vertraut Dali Speaker A/S hierfür zunächst auf Tief- und Mittenton-Treiber, die die längst für das Unternehmen typische mit Holzfasern angereicherte Papier-Membran im charakteristischen Rotton einsetzen. Allein dieser Werkstoff sorgt dafür, dass die Oberfläche der Membran eine chaotische Struktur aufweist und damit Mikroreflexionen unterbindet. Dies kombiniert man mit besonders verlustarm arbeitende Gummisicken und Zentrierspinnen, die einerseits eine sehr präzise, zudem aber auch weite Bewegung der Membran unterstützen. Dazu bedarf es aber auch eines besonders leistungsstarken Antriebs, und auch dafür hat Dali Speaker A/S seit Jahr und Tag ein exklusives, überaus probates Mittel im Angebot, und zwar einen Antrieb basierend auf der so genannten Dali SMC Technology. Diese Technology kommt bei der Dali OBERON Serie erstmals in der Einstiegsklasse zum Einsatz.

Im Mittelpunkt steht hier ein weichmagnetischer Werkstoff, ein so genannter Soft Magnetic Compound, eben kurz SMC genannt, der anstelle von Eisen als Werkstoff für den Polkern zum Einsatz kommt. Hierbei handelt es sich um ein Pulver, das in einem aufwendigen Verfahren von einem externen Spezialisten geformt wird, um als Polkern eingesetzt zu werden. Damit wird sichergestellt, dass die Modulationen des Luftspalt-Flusses keinen neuen konkurrierenden Fluss im Luftspalt erzeugt, sobald Strom durch die Schwingspulen-Windungen fließt. Zwei Aluminium-Ringe rund um den Polkern sorgen für eine deutlich reduzierte Schwingspuleninduktivität, die zudem über die gesamte Auslenkung hinweg bei nur sehr geringen Abweichungen konstant bleibt.

Um es also in einem Satz auf den Punkt zu bringen: die Dali SMC Technology erlaubt ein Antriebssystem, bei dem Verzerrungen auf ein absolutes Minimum reduziert werden, da es sowohl „Strom“- bzw. Pegel- als auch Frequenz-unabhängig gleichmässige magnetische Bedingungen bietet, um letztlich stets akkurate Ergebnisse zu liefern.

Bei der Dali OBERON 7 kommt diese Technologie gleich bei zwei Tief-Mittelton-Treibern zum Einsatz, die, und auch das ist ein herausragendes Merkmal, einen für diese Klasse sehr großzügig dimensionierten Durchmesser von jeweils 180 mm aufweisen. Dies soll nach Angaben des Herstellers dazu führen, dass schon bei kleineren Auslenkungen ein hoher Schalldruck garantiert werden kann.

Nach unten hin unterstützt werden diese beiden Treiber von einem nach hinten wirkenden Bassreflex-System, das die Entwickler tunlichst direkt an die Chassis ankoppelten, sodass die Wiedergabe im Bassbereich zwar druckvoll, aber eben auch akkurat erfolgen kann. Das rückwärtige Bassreflex-System kann durchaus dazu genutzt werden, um den Klangcharakter den Bass betreffend ein wenig den individuellen Vorstellungen entsprechend zu variieren. So gibt der Hersteller etwa einen empfohlenen Abstand von zumindest 20 cm bis maximal 80 cm an. Je nach den Gegebenheiten im Wohnraum kann hier also ein wenig experimentieren zu letztlich optimalen Ergebnissen führen, dies sei an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt.

Für den oberen Frequenzbereich zeichnet bei der Dali OBERON 7 ein 29 mm Gewebekalotten-Hochtöner verantwortlich, der eigens für die Dali OBERON Serie entwickelt wurde.

Seine Membran soll aus einem extrem leichten Gewebe bestehen, das mit 0,06 mg pro mm2 weniger als die Hälfte vergleichbarer Werkstoffe wiegt. Auch hier vertraut man, wie anhand des Durchmessers ersichtlich ist, auf eine vergleichsweise große Membranfläche, um ebenfalls bei sehr kleiner Auslenkung bereits einen hohen Schalldruck zu erzielen. Eine geringere Auslenkung stellt sicher, dass die Schwingspule überaus präzise kontrolliert werden kann, wobei man zudem für eine höhere Belastbarkeit und eine optimale Dämpfung sowie zur Unterstützung für eine zentrierte Schwingspulenauslenkung beim Magnetsystem auf Ferrofluid zur Kühlung setzt. Ein Magnet mit hoher magnetischer Flussdichte soll dafür Sorge tragen, dass selbst über eine lange Zeit ein stabiler Betrieb gewährleistet ist. Unerwünschte Reflexionen werden durch ein weiches Filzstück an der Oberseite des Polstücks ausgeschlossen.

Einmal mehr stimmten die Entwickler von Dali Speaker A/S auch die Dali OBERON 7 so ab, dass der Hochtöner bereits bei vergleichsweise tiefen Frequenzen ins Spiel kommt, sodass ein nahtloser Übergang hin zum Mittelton-Bereich garantiert ist. Dies soll zudem einen luftigeren, harmonischen Mittelton-Bereich garantieren, wie es der Hersteller selbst ausdrückt. Eine Charakterisierung, die wir nur bestätigen können. Ebenso, dass die Dali OBERON 7 einen nahtlosen Übergang im Tiefton-Bereich bietet, denn auch das Bassreflex-System ist mit 46 Hz vergleichsweise „hoch greifend“ ausgelegt.

Technische Eckdaten….

Natürlich wollen wir nicht auf die nackten Zahlen verzichten, können diese aber recht kurz gefasst abhandeln. Wie beschrieben, handelt es sich bei der Dali OBERON 7 um einen Stand-Lautsprecher, der als Zweiwege-Bassreflex-System ausgelegt ist. Mit den zwei 160 mm Tief-Mittelton-Treibern in Kombination mit der 29 mm Gewebekalotte und dem nach hinten wirkenden Bassreflex-System kann hier ein Frequenzbereich zwischen 36 Hz und 26 kHz abgedeckt werden. Die Frequenzweiche greift hier bei 2,3 kHz ein und das Bassreflex-System ist auf 39,5 Hz abgestimmt. Die Impedanz gibt der Hersteller mit 6 Ohm an und empfiehlt dieses Lautsprecher-System mit einer Empfindlichkeit von 88,5 dB für Verstärker mit einer Leistung zwischen 30 und 180 Watt.

Mit Abmessungen von 1.015 mm in der Höhe darf man die Dali OBERON 7 als durchaus sehr kompaktes Stand-Lautsprecher-System bezeichnen, das mit einer Tiefe von lediglich 340 mm und einer Breite von 200 mm wohl problemlos in jedem Raum seinen Platz findet und 14,8 kg auf die Waage bringt. Unserer bescheidenen Einschätzung nach sollte man diesbezüglich durchaus zu einem Stand-Lautsprecher-System greifen, anstatt sich mit einem Regal-Lautsprecher-System zu begnügen, das man ohnedies sinnvollerweise am besten auf einem geeigneten Standfuss betreiben muss, was letztlich genauso viel Platz in Anspruch nimmt…

Natürlich darf man in dieser Preisklasse nicht erwarten, dass das Anschluss-Panel an der Rückseite der Dali OBERON 7 mit mehr als zwei Schraubklemmen aufwartet. Diese sind jedoch, in bewährter Art und Weise, sehr solide ausgeführt und nehmen neben blanken Kabelenden auch fertig konvektionierte Kabel mit Bananas sicher auf, und Bi-amping oder Bi-wiring ist wohl in dieser Liga ohnedies kein Thema.

Aus der Praxis

Bereits beim ausführlichen Test der Dali OBERON 3 waren wir fasziniert davon, was ein Lautsprecher-System der Einstiegsklasse zu leisten im Stande ist, zumal es sich bei besagter Dali OBERON 3 ja „nur“ um ein kompaktes Regal-Lautsprecher-System handelt.

Tja, und wenn schon das deutlich kompaktere Modell vollends überzeugen kann, was soll man dann vom Flaggschiff der Serie erwarten dürfen?

Um es klar zu sagen, die Dali OBERON 7 vermittelt all die Tugenden, die man mit HiFi in Verbindung bringt, und zwar auf wirklich packende Art und Weise.

Einmal mehr sei zunächst aber auch hier angeführt, dass es den Entwicklern gelang, mit der Dali OBERON 7 ein Lautsprecher-System zu realisieren, das eine ganz essentielle Eigenschaft gerade für ein Produkt in der Einstiegsklasse aufweist, und zwar die Möglichkeit, diesen Lautsprecher mit verschiedenster Elektronik einsetzen zu können, wobei die Dali OBERON 7 stets dafür sorgt, eine bestmögliche Darbietung zu gewährleisten.

Warum das so wichtig ist? Nun, ganz einfach, gerade Einsteiger „spielen“ zumeist mit kleinem, überschaubarem Budget. Selbstverständlich wäre es ideal, den neuen Speakern auch gleich eine würdige Elektronik zu gönnen, nur in der Praxis passiert das eher selten. Zumeist heisst es für Kunden „entweder oder“, sprich, man nutzt das, was man schon hat, und das ist nicht immer die optimale Lösung.

Umso wichtiger ist es dann, dass die neue Paarung dennoch einen klaren Zugewinn an Qualität bringt, und das leistet die Dali OBERON 7 ohne Zweifel an verschiedenster Elektronik, selbst an sehr günstigen Verstärkern, wie wir explizit getestet haben.

Umso erstaunlicher dann auch die Steigerung, die mit einem Wechsel bei der Elektronik einhergeht. Man darf da durchaus die Preisliste Stück für Stück hoch klettern, bis man das Limit der Speaker erreicht hat. Genau das gibt dem Einsteiger die Möglichkeit, sich ebenfalls langsam hoch zu arbeiten, ohne erneut Geld für die Speaker in die Hand nehmen zu müssen. Das nennt sich Wertstabilität, und die kann man eben auch in der Einstiegsklasse finden.

So flexibel sich die Dali OBERON 7 im Bezug auf die Elektronik als Spielpartner zeigt, so flexibel ist sie übrigens auch bei der Aufstellung. Einen Punkt haben wir ja schon angeführt, und zwar das Bassreflex-System betreffend. Um es nochmals zu erwähnen, hier darf man durchaus experimentieren, wobei unsere Erfahrung zeigt, dass bei einem mittleren Raum, einem typischen Wohnzimmer, so in etwa 30 bis 40 cm Abstand zur Wand ideal sind, vor allem dann, wenn man links und rechts ebenfalls in etwa soviel Platz einkalkuliert. Ganz ehrlich, das lässt sich nahezu in jedem Wohnzimmer realisieren, sodass man anstatt einer x-beliebien Audio-Lösung dann doch besser auf ein feines, kostengünstiges HiFi-System setzen sollte, zumal wenn wie etwa bei der Dali OBERON 7 dann eben wirklich ein überaus feines, repräsentatives Stand-Lautsprecher-System das Wohnzimmer ziert.


Bei der Dali OBERON 7 kommt übrigens noch hinzu, dass diese tatsächlich all das einhält, was der Hersteller betreffend breiter Abstrahlung verspricht. Der so genannte Sweet Spot, also jener Punkt im Raum, an dem die Speaker ihre optimale Leistung darbieten, ist sehr weit ausgeprägt, man muss also nicht starr an einem einzigen Fleck auf der Couch sitzen, um beste Ergebnisse genießen zu können. Auch ein Einwinkeln der Lautsprecher ist hier nicht erforderlich, was ja deutlich mehr Platz in Anspruch nehmen würde.

Besagte Flexibilität erweist die Dali OBERON 7 auch bei ihrer Klangcharakteristik, sodass man hier keiner speziellen Musik-Richtung den Vorzug geben muss. Es darf sanft jazzig ebenso sein, wie klassisch in kleiner und großer Besetzung, folkig-bluesig oder rockig und elektronisch Rhythmus-fixiert, die Dali OBERON 7 liefert es auf den Punkt, und zwar stets detailreich und plastisch auf überzeugender Bühne dargeboten.

Dass dies ganz im Sinne eines ausgewachsenen Stand-Lautsprecher-Systems auf Wunsch auch mit entsprechendem Nachdruck passiert, wird den Kunden, wohl aber nicht immer dessen Nachbarn erfreuen, denn ja, die Dali OBERON 7 kann auch so richtig Druck aufbauen, wenn es denn gewünscht ist.

Was bleibt uns abschließend somit anderes zu sagen, als unsere Hochachtung vor der Entwicklungsarbeit der dänischen Entwickler Ausdruck zu verleihen, denn was sie hier zu einem überaus günstigen Preis realisierten, ist bemerkenswert. Und für die Dali OBERON 7 eine klare Empfehlung auszusprechen. Die Dali OBERON 7 ist ein Speaker, den man seinen Freunden empfiehlt, und zwar denen, zu denen man dann gerne zu Besuch kommt, um gemeinsam Musik zu genießen!

Lars Worre, CEO und  Managing Director von Dali Speaker A/S drückte es so aus: "Ist die Dali OBERON Serie der beste Lautsprecher den man kaufen kann? Es ist der beste Lautsprecher, den man zu diesem Preis kaufen kann!" Eine Einschätzung, mit der er gar nicht so falsch lag.

Auf den Punkt gebracht

Dali Speaker A/S hat sich sehr ambitionierte Ziele für die neue Dali OBERON Serie gesetzt, kann diese aber mühelos erreichen. Gerade bei einer Lösung der Einstiegsklasse ist es umso bemerkenswerter, dass man ein Lautsprecher-System wie die Dali OBERON 7 realisieren kann, das einerseits überaus flexibel eingesetzt werden kann, mit einer tadellosen Verarbeitung und sehr ansprechendem Design aufwartet, und mit Technologien aus deutlich kostspieligeren Serien aufwartet, die diesem wirklich audiophile Tugenden verleihen. Ohne Einschränkungen lautet somit unser Fazit, dass mit der Dali OBERON 7 ein würdiges Flaggschiff der OBERON Serie, gleichzeitig eines der besten Stand-Lautsprecher-Systeme und damit die neue Referenz in dieser Klasse überhaupt zur Verfügung steht. Die Messlatte wurde somit von Dali Speaker A/S damit in diesem Bereich einmal mehr ein gutes Stück höher gelegt.

9,0 (Herausragend)

The Good

  • Sehr flexible Aufstellung
  • Kompaktes Stand-Lautsprecher-System
  • überaus elegantes Design
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Bemerkenswerter Klang in der Einstiegsklasse
  • Enorm durchsetzungsstark
  • Tadelloses Preis/ Leistungsverhältnis

The Bad

  • Kein Nachteil ersichtlich
8 Klang
8 Design
10 Preis/Leistung

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