Foto © Dali Speaker A/S

Dali OPTICON 5 im Test - Die Quintessenz der OPTICON Serie…

Das dänische Unternehmen Dali Speaker A/S hat scheinbar ein besonderes Händchen für preislich überaus attraktive Lautsprecher-Systeme, die letztlich kaum Wünsche offen lassen, zudem sehr flexibel eingesetzt werden können. Dies zeigt sich einmal mehr in der neuen Dali OPTICON Serie, und im speziellen im kleinsten Stand-Lautsprecher-System dieser Produktreihe, der Dali OPTICON 5.

Kurz gesagt...

Eine Ausstattung State-of-the-Art, und dies zum besonders attraktiven Preis, dies sind die wesentlichsten Merkmale der neuen Dali OPTICON Serie, verdichtet im kleinsten Stand-Lautsprecher-System, der Dali OPTICON 5.

Wir meinen...

Ganz besonders ambitionierte Ziele hat sich das dänische Unternehmen Dali Speaker A/S beim neuesten Produkt-Launch gesetzt, denn einmal mehr adressiert man mit der neuen Dali OPTICON Serie eine Zielgruppe, die gar heftig von zahllosen, teils durchaus sehr renommierten Unternehmen umworben wird, nämlich all jene besonders preissensiblen Kunden, die keineswegs bereit sind, qualitativ Zugeständnisse zu machen, selbst wenn sie besonders günstige Lösungen wünschen. Und genau das soll die Dali OPTICON Serie mit Bravour liefern.
Hersteller:Dali Speaker A/S
Vertrieb:Audiophil GbR
Deutschand:Dali GmbH Deutschland
Preis:€ 699,- pro Stück

Von Michael Holzinger (mh)
02.11.2015

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Führt man sich das immens breit aufgestellte Produktsortiment des Lautsprecher-Produzenten Dali Speaker A/S vor Augen, so wird rasch offensichtlich, dass sich die Dänen vor allem in einem überaus hart umkämpften Segment bewegen. Während sich so manch anderer Hersteller in diesem Bereich bewusst auf einzelne Bereiche fokussiert, und die eigenen Produkte somit weitestgehend dem längst beinhart geführten Preiskampf entzieht, stellt sich Dali Speaker A/S offensichtlich geradezu mit Hingabe stets aufs Neue der Herausforderung, bestmögliche Qualität zu einem besonders attraktiven Preis bieten zu können, und sich damit am Markt zu behaupten. Das beeindruckende daran ist, dass dies Dali Speaker A/S offenbar stets aufs Neue mit immensem Erfolg gelingt. Als Beleg dafür kann so ziemlich jede Produktvorstellung der letzten Jahre herangezogen werden.

Ganz besonders ambitionierte Ziele hat sich das dänische Unternehmen nunmehr beim neuesten Produkt-Launch gesetzt, denn einmal mehr adressiert man mit der neuen Dali OPTICON Serie eine Zielgruppe, die gar heftig von zahllosen, teils durchaus sehr renommierten Unternehmen umworben wird, nämlich all jene besonders preissensiblen Kunden, die keineswegs bereit sind, qualitativ Zugeständnisse zu machen, selbst wenn sie besonders günstige Lösungen wünschen. Eine Kundenschicht also, die schlichtweg ein herausragendes Preis/ Leisungsverhältnis wünscht.

Dali Speaker A/S bezeichnet die Zielgruppe ihrer neuen Dali OPTICON Serie selbst als „Aufsteiger“, als durchaus ambitionierte HiFi- oder Home-Cinema-Enthusiasten, die der Einstiegslösungen entwachsen sind, oder erst gar nicht von unten weg beginnen wollen, sondern gleich auf ein entsprechendes Qualitätsniveau setzen, aber dennoch stets den bestmöglichen Preis im Auge behalten.

Kommen wir zu Beginn nochmals auf das gesamte Produktsortiment von Dali Speaker A/S zurück, um die neue Dali OPTICON hier richtig einzuordnen. Streng genommen handelt es sich bei der neuen Dali OPTICON Serie um eine gänzlich neue Produktreihe, allerdings kann man sie dann doch zumindest grob da einordnen, wo bislang die Dali IKON Reihe zu finden war, und die nicht fortgeführt wird. Allerdings wäre es falsch, die neue Dali OPTICON als direkten Nachfolger der Dali IKON zu bezeichnen, denn abgesehen von einem kleinen Wortspiel, das bei der Namensfindung der neuen Produktreihe behilflich war, hat die neue Produktreihe wenig bis gar nichts mit der Dali IKON Serie zu tun. So steckt zwar im Namen OPTICON auch „IKON“, in den neuen Lautsprecher-Systemen der Dali OPTICON Serie findet sich aber dennoch nichts, was bereits in der Dali IKON Reihe zu finden war, sondern vielmehr neueste Technologie, die laut Dali nicht weniger als State-of-the-Art ist, und somit direkt den aktuellen Serien über der Dali OPTICON entstammt.

Hier finden sich somit Technologien, die ursprünglich gar für die Referenz-Modelle der Dali EPICON Serie entwickelt wurden, und danach sukzessive in den darunter einzuordnenden neuen Serien zum Einsatz kamen, etwa der im letzten Jahr eingeführten Dali RUBICON Serie. Für die nagelneue Dali OPTICON Serie setzten die Entwickler einmal mehr auf diese Technologien, setzten sich intensiv mit der Optimierung der Fertigungsprozesse, aber auch mit einer Vereinfachung der Technologien auseinander, um all dies nunmehr auch in einer Produktreihe nutzen zu können, die auf dem Papier, sprich, letztlich auf den Preis bezogen, knapp über der Einstiegsklasse angesiedelt ist.

Dali Speaker A/S versteht es schon immer als geradezu essentiell, dass man eine Lautsprecher-Serie so aufstellt, dass damit sowohl das Segment Home Cinema als auch Stereo bestmöglich bedient werden kann. Diese Strategie verfolgen die Dänen seit Jahr und Tag, und so verhält es sich natürlich auch bei der neuen Dali OPTICON Serie. Dass Dali Speaker A/S dann wie hier aber gleich sieben Modelle gleich zur Markteinführung an den Start bringt, ist dann selbst für Dali Speaker A/S eine herausragende Leistung, denn vielseitiger kann man eine Lautsprecher-Serie nicht gestalten. Immerhin, mit der Dali OPTICON 1 und Dali OPTICON 2 stehen hier gleich zwei so genannte Regal-Lautsprecher-Systeme zur Verfügung, und mit der Dali OPTICON 5, Dali OPTICON 6 und Dali OPTICON 8 hat man gleich drei Stand-Lautsprecher-Systeme zur Auswahl. Natürlich darf ein passender Center-Speaker nicht fehlen, der in Form des Dali OPTICON VOKAL zur Verfügung steht. Speziell für komplexe Surround-Anwendungen, speziell für die Surround-Kanäle, seitlich oder hinter dem Zuhörer empfiehlt sich der Dali OPTICON LCR, der sowohl waagrecht als auch senkrecht eingesetzt werden kann, und als besonders flacher Speaker für die Wandmontage geeignet ist.

Als Frank Hagemann, Geschäftsführer von Dali GmbH Deutschland an uns herantrat, und nachfragte, welchen der neuen Speaker wir denn für einen ausführlichen Test wünschten, fiel unsere Wahl mit Bedacht auf das kleinste der drei verfügbaren Stand-Lautsprecher-Systeme, also die neue Dali OPTICON 5. Zugegeben, dies war zunächst eine rein subjektive, spontane Entscheidung, denn anhand der damals zur Verfügung stehenden Daten erachteten wir die Dali OPTICON 5 als eine Art Quintessenz der gesamten Dali OPTICON Serie, also jenes Lautsprecher-System, das alle entscheidenden Ausstattungsmerkmale zum attraktivsten Preis bietet, es überspitzt formuliert auf den Punkt bringt. Und eins vorweg, wir lagen damit goldrichtig…

Lassen Sie uns gleich zu Beginn festhalten, dass man es bei der Dali OPTICON 5 mit einem wirklich sehr kompakten Stand-Lautsprecher-System zu tun hat. Warum wir dies so explizit betonen? Nun, ganz einfach, vielfach schrecken Käufer zunächst davor zurück, sich für ein Stand-Lautsprecher-System zu entscheiden, insbesondere dann, wenn der Platz zu knapp bemessen erscheint. Da entscheidet man sich dann eher für das scheinbar noch kompakteren Regal-Lautsprecher-System, bedenkt aber nicht, dass man für dessen optimale Aufstellung ja dann erst wieder einen passenden Ständer benötigt, unterm Strich also letztlich rein gar nichts gewinnt, sondern vielmehr einige Vorzüge des „größeren“ Systems verschenkt. Daher sei ausdrücklich darauf verwiesen, dass die Dali OPTICON 5 mit Abmessungen von lediglich 891 mm in der Höhe, 195 mm in der Breite, und 310 mm in der Tiefe wohl problemlos in wirklich jeden Wohnraum passt. Zumal das Design einmal mehr so gewählt wurde, dass das Lautsprecher-System geradezu grazil und überaus dezent erscheint, vor allem in der von uns getesteten Ausführung in Weiss bzw. White Matt Satin Vinyl, aber wohl ebenso in den ebenfalls verfügbaren Ausführung in Schwarz, wobei Dali Speaker A/S von Black Ash Vinyl spricht. Nicht minder elegant, aber doch etwas auffälliger ist die dritte angebotene Ausführung in Light Walnut Vinyl.

Und wenn wir schon von den richtigen „Platzverhältnissen“ sprechen darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Dali OPTICON 5 absolut unkritisch in der Aufstellung ist. Natürlich, das System gewinnt selbstverständlich unmittelbar von entsprechendem Freiraum, aber mit ein paar Zentimeter „Luft“ links und rechts und entsprechendem Respekt-Abstand zur Wand an der Rückseite lassen sich bereits tadellose Ergebnisse erzielen. Die offizielle Empfehlung des Herstellers lautet, dass ein Wandabstand zwischen 20 und 80 cm eingehalten werden sollte.

Besagter „Respekt-Abstand“ ist vor allem aus dem Grund zu empfehlen, da es sich bei der Dali OPTICON 5 um ein so genanntes Zweieinhalbwege-Bassreflex-System handelt, und das auf 43 Hz abgestimmte Bassreflex-System nach hinten herausgeführt wird, wobei man hier ja durchaus auch ein wenig experimentieren kann, um den Klang individuell den eigenen Vorstellungen entsprechend anzupassen.

Wie bereits erwähnt, in der Dali OPTICON stecken Technologien, die ursprünglich für die Modelle der Referenz-Klasse, die Dali EPICON Serie, entwickelt wurden. Dies betrifft speziell die eingesetzten Treiber, und hier wiederum vor allem deren Antrieb. Natürlich muss man diesbezüglich festhalten, dass die Entwickler von Dali Speaker A/S natürlich nicht Komponenten eines Referenz-Modells eins zu eins in einem um ein vielfaches günstigeres Lautsprecher-System übernehmen konnten, das würde ja jedwedem wirtschaftlichem Handeln widersprechen. Was die Entwickler aber tun konnten, ist, maßgebliche, vor allem klangentscheidende Technologien heranzuziehen, bestimmte Komponenten zu adaptieren und den Aufbau zu vereinfachen, und sich im Speziellen auch Fertigungsprozesse hinsichtlich einer weiteren Optimierung erneut anzusehen, und so letztlich viele Merkmale weitestgehend zu übernehmen, und dabei aber auch den avisierten Preispunkt im Auge zu behalten. Und genau das hat man hier gemacht, und für die Dali OPTICON Serie somit gänzlich neue Treiber entwickelt, deren DNA aber direkt aus der Referenz-Klasse entstammt.

So setzt die Dali OPTICON 5 auf einen Tief/ Mittenton-Treiber, der einen Durchmesser von 165 mm aufweist. In bewährter Art und Weise kommt hier ein Werkstoff zum Einsatz, der längst als eine Art Markenzeichen des dänischen Unternehmens gilt, nämlich Papier, das mit feinsten Holzfasern verstärkt wurde. Dies mag im Vergleich zu manch anderem High-tech-Werkstoff zunächst geradezu banal klingen, aber letztlich ist es auch hier High-tech, um extrem geringe Oberflächenresonanzen zu gewährleisten und letztlich genau den Klang zu erzielen, der der Grund dafür ist, dass Dali Speaker A/S diesem Werkstoff die Treue hält. Papier, insbesondere in der hier gewählten Form mit beigesetzten Holzfasern, liefere genau den natürlichen, warmen Klang, der allen Lautsprecher-Systemen aus dem Hause Dali Speaker A/S eigen ist, und der genau jenem Charakter entspricht, den die Entwickler des dänischen Unternehmens anstreben, wenn sie sich, getreu der Unternehmensphilosophie „In admiration of music“ verpflichtet fühlen, abgesehen davon, dass diese Werkstoffwahl natürlich auch rein optisch ihre Vorzüge hat. Schließlich ergibt die rotbraune Membran einen überaus reizvollen Design-technischen Touch, der unverkennbar ist.

Doch diese Membran, die in einer besonders weichen und sehr flexiblen Gummisicke nahezu ungedämpft und frei schwingen kann, ist es nicht allein, die für den letztlich tatsächlich famosen Klang der Dali OPTICON 5 verantwortlich zeichnet. Das tatsächlich herausragende technische Merkmal der Treiber versteckt sich, wie bereits zuvor angedeutet, im Antrieb des Chassis. So vertrauen die Entwickler auf einen Magnet-Antrieb aus einem großen Ferrit-Magnet, der auf ein Polstück aus einem ganz speziellen Werkstoff setzt. Hier kommt ein so genanntes Soft Magnetic Compound zum Einsatz, im Prinzip ist also ein spezielles Pulver die Ausgangsbasis, und zwar ein Pulver mit besonders ausgeprägten magnetischen Eigenschaften, das einer speziellen Druck- und Hitzebehandlung unterzogen wird, um dadurch zur letztlich finalen Form als Polstück zu gelangen. Im Vergleich zu herkömmlich gefertigten Polstücken sorgt das Magnet-Material SMC mit einer sehr hohen magnetischen, gleichzeitig aber sehr geringer elektrischenr Leitfähigkeit dafür, dass sich auf der Oberfläche der Polstücke weniger klangschädigende Wirbelströme bilden und somit die Treiber letztlich nahezu frei von störenden Einflüssen wie Wärmeentwicklung und Widerständen angetrieben durch eine zweilagige Schwingspule schwingen können.

Für möglichst geringe Störeinflüsse direkt im und zudem um die Treiber setzten die Entwickler auf besonders ausgeklügelte Körbe samt einer speziell gefrästen Einbauöffnung in der Schallwand. Bei geringstem Materialaufwand sollen die Körbe damit höchste Stabilität aufweisen, ohne den Luftstrom zu beeinflussen. Zudem sind sie so mit der Schallwand fixiert, dass selbst die Montage keinerlei negativen Einfluss auf die Wiedergabe hat. Erzielt wird dies etwa, indem die fünf Schrauben exakt in der Verlängerung der Streben des Lautsprecher-Korbs angebracht sind. Hier wurde also alles daran gesetzt, um eine Wiedergabe mit geringsten Verlusten, geringster Verzerrung und minimalster Verfärbung zu gewährleisten, und zwar letztlich bis hin zum bereits erwähnten Bassreflex-System, das tatsächlich die einzige Öffnung nach außen darstellt, denn selbst die Ausnehmungen für den Tieftöner sind durch eine Gummidichtung vollständig luftdicht ausgelegt, der Luftstrom im Inneren des aus 25 mm MDF gefertigten Gehäuses der Dali OPTICON 5 also stets unter Kontrolle.

Ähnlich aufwendig gestaltet sich auch der Hochton-Treiber der Dali OPTICON 5, denn hier kommt ein so genannter Hybrid-Hochton-Treiber zum Einsatz, den der Hersteller als Wide Dispersion Hybrid Tweeter bezeichnet. Die Entwickler verlassen sich hierbei also nicht auf einen einzigen Treiber, vielmehr kombinieren sie die Vorteile zweier Konstruktionsprinzipien, und zwar jenes einer Gewebe-Kalotte, und jenes eines Bändchen-Treibers. Der Bändchen-Treiber weist Abmessungen von 17 x 45 mm auf und ist für das oberste Frequenzspektrum verantwortlich, das hier weit jenseits des hörbaren Frequenzbereichs geht, sowie eine möglichst saubere horizontale Abstrahlung. Der Soft Textile Dome verfügt über einen Durchmesser von 28 mm, der für die optimale Abbildung bereits ab 2,4 kHz verantwortlich zeichnet. Ein ultra-dünnflüssiges magnetisches Fluid zur Kühlung sowie ein leistungsstarker Ferrit-Magnet und eine extrem leichte, durch eine spezielle Beschichtung dennoch sehr steife Membran weist der Kalottenhochtöner eine sehr hohe Sättigungsgrenze sowie eine sehr hohe Belastbarkeit auf. Damit ist sichergestellt, dass er selbst bei hohen Schalldrücken stets unter kontrollierten Bedienungen arbeitet. Man kann also überspitzt sagen, dass er im „Detailbereich“ fürs Grobe zuständig ist, wohingegen der Bändchen-Treiber das Tüpfelchen auf dem i an Detailzeichnung beiträgt.

Gemeinsam erzielen diese Treiber somit eine besonders detaillierte, geradezu „luftige“, zudem sehr räumliche Abbildung. Um bestmöglich vom Tief/ Mittenton-Treiber isoliert seinen Dienst verrichten zu können, setzten die Entwickler beim Hybrid-Hochton-Treiber auf separate Gehäuse für beide Treiber-Komponenten, die wiederum auf einem eigener Montage-Platte montiert sind.

Auf die rein technischen Daten herunter gebrochen heisst dies für die Dali OPTICON 5, dass diese einen Frequenzbereich zwischen 51 Hz und 32 kHz abdeckt, wobei die Frequenzweiche, wie bereits angedeutet, bei 2,4 kHz einsetzt. Der Kalotten-Hochton-Treiber verrichtet seinen Dienst bis hin zur Übertragungsgrenze jenseits von 20 kHz, ohne dass er durch die Frequenzweiche ausgeblendet wird, sodass die Arbeitsbereiche zwischen Kalotte und Bändchen-Treiber letztlich fließen sind, gibt Dali Speaker A/S zu Protokoll, wenngleich man diesbezüglich dennoch 14 kHz im Datenblatt angibt.

Die Dali OPTICON 5 weist eine Impedanz von 4 Ohm und eine Empfindlichkeit von 88 dB auf, wobei sie sich, offiziellen Angaben zufolge, für Verstärker mit einer Leistung zwischen 30 und 150 Watt eignet.

Das Anschluss-Panel ist der „Aufsteiger-Klasse“ entsprechend mehr als würdig ausgelegt, denn hier findet man bereits ein Bi-Wire-Terminal, ausgeführt als hochwertige vergoldete Schraubklemmen, die neben Kabel mit fertig konvektionierten Bananas oder Kabelschuhen auch blanke Kabelenden mit standesgemäßem Querschnitt jederzeit sicheren Halt geben und somit für eine stets zuverlässige Verbindung sorgen. Den im Lieferumfang enthaltene Lautsprecher-Grill würden wir tatsächlich nur dann einsetzen, wenn es absolut unerlässlich ist, um die wirklich tadellos in die Schallwand eingelassenen Treiber etwa vor Kinderhänden zu schützen. Ohne diesen Lautsprecher-Grill sehen die Dali OPTICON 5 einfach viel, viel besser aus, zumal der Hybrid-Treiber ja hier von einer schicken Metall-Umrandung flankiert wird, die dem Lautsprecher-System den letzten finalen Feinschliff verpasst. Und die vielfach immer noch bei so manchem Modell dieser Preisklasse anzutreffenden Bohrungen für die Befestigung des Grills, die gibt es hier nicht. Zumindest sieht man sie nicht wirklich, denn diese Vertiefungen wurden dezent versteckt angebracht, was letztlich auch einer optimalen Abstrahlung zu Gute kommt, sofern man den Lautsprecher-Grill tatsächlich einsetzt.

Im Lieferumfang sind zudem sowohl Spikes als auch Gummi-Füsse enthalten, sodass bei empfindlichem Boden keinerlei bleibende Spuren hinterlassen werden. Empfehlenswert ist es dennoch, auf die Spikes zu setzen, um eine bestmögliche Entkopplung zu gewährleisten. Eine solide Steinplatte ist im Zweifelsfall die optimale Grundlage und kann um bescheidenes Geld beim Steinmetz des Vertrauens geordert werden.

Wir könnten nun mit einem umfangreichen, anhand zahlloser Hörbeispiele dokumentierten epischen Fazit schließen, wir können es aber auch direkt auf den Punkt bringen… Tja, als hätten wir es nicht genauso erwartet… Einmal mehr gelang es Dali Speaker A/S eine Lautsprecher-Serie auf den Markt zu bringen, die für Aufsehen sorgt. Oft genug hat das dänische Unternehmen eindrucksvoll bewiesen, dass man nur verspricht, was man auch tatsächlich halten kann, und selbst wenn man ein neues Produkt, eine neue Produkt-Serie in höchsten Tönen lobt, das mit Sicherheit keine lehren Versprechungen sind.

Dali Speaker A/S versprach mit der neuen Dali OPTICON Serie eine Produktreihe anzubieten, die ein möglichst breites Publikum ansprechen sollte. Eine Produktreihe, die sich sowohl an Home Cinema als auch an HiFi-Enthusiasten richtet, und diese mit neuesten Technologien für einen tadellosen Klang überzeugen soll, wobei, als ein ganz wesentlicher Punkt, ein besonders attraktiver Preis geboten werde. Vor allem ein besonders attraktiver Preis steht normalerweise derart hoch gesteckten Zielen im Wege, nicht aber bei der neuen Dali OPTICON Serie, zumindest keinesfalls bei dem von uns getesteten Lautsprecher-System, der Dali OPTICON 5.

Schon rein optisch fanden wir im Test keinerlei Hinweis darauf, dass hier auch nur im Ansatz am falschen Fleck gespart wurde, die Dali OPTICON 5 präsentiert sich tadellos verarbeitet, mit überaus ansprechendem, gar zeitlos elegantem Design. Aber erst eine genauere Betrachtung der technischen Daten, der hier eingesetzten Technologien und das letztlich bis ins letzte Detail durchdachte Konstruktionsprinzip, bei dem alles nur einem einzigen Ziel unterworfen ist, nämlich einer akkuraten Abbildung, verdeutlicht, dass hier an rein gar nichts gespart wurde. Vielmehr ist es Dali Speaker A/S offensichtlich durch eine konsequente Optimierung aller Prozesse gelungen, eine derart hohe Qualität zu einem derart attraktiven Preis realisieren zu können. Und diese Qualität bedeutet im konkreten Fall auch, dass man es hier mit einem tadellosen Lautsprecher-System zu tun hat, das tatsächlich kaum Wünsche offen lässt, und zwar unabhängig davon, ob man es für Home Cinema oder HiFi einsetzt, gleichgültig, für welches Musik-Genre man sich auch immer begeistert. Immer präsentiert sich die Dali OPTICON 5 mit einer souveränen Wiedergabe, die schlichtweg begeistert. Feinst aufgelöste Höhen, eine stets überzeugende Abbildung im Mittentonbereich und solide, knackige Bässe, die exakt und klar definiert auf den Punkt kommen. Zudem eine fein gestaffelte Bühnenabbildung und eine überaus dynamische, schlichtweg stets musikalisch „richtige“ Darbietung, was will man mehr?

Natürlich ginge „mehr“, natürlich ist die Dali OPTICON 5 bzw. die gesamte OPTICON Serie nicht der Weisheit allerletzter Schluss, denn da gäbe es ja noch die Dali OPTICON 6 und Dali OPTICON 8, dafür hält zudem allein das Produkt-Sortiment von Dali Speaker A/S einige weitere Klassen darüber bereit, allerdings lässt es bereits die Dali OPTICON 5 an rein gar nichts vermissen. Erst wenn man tatsächlich den direkten Vergleich ziehen kann, fällt auf, dass da noch mehr ginge…

Und natürlich hat auch der Mitbewerb so manch Feines im Angebot. Allerdings nicht zu diesem Preisbereich. Denn dies muss man nach dem Test klar festhalten: in ihrer Preisklasse dürfte sich die Dali OPTICON Serie ganz klar an die Spitze setzen, muss sie keinerlei Konkurrenz fürchten, diese Behauptung wagen wir bereits allein anhand unserer Erfahrung mit der Dali OPTICON 5.

Auf den Punkt gebracht

Letztlich kann unser Fazit nicht anders ausfallen, als für die Dali OPTICON 5 eine klare Empfehlung auszusprechen, und zwar ohne Einschränkungen. Wer sich bislang für ein derart hervorragendes, überaus vielseitig einsetzbares, tadellos verarbeitetes Lautsprecher-System vom Kaliber der Dali OPTICON 5 entschied, der musste deutlich tiefer in die Tasche greifen. Insofern ist die neue Dali OPTION 5 mit einem empfohlenen Verkaufspreis von € 699,- pro Stück geradezu ein Schnäppchen!

8,0 (Exzellent)

The Good

  • Tadellose Verarbeitung
  • Technologien in adaptierter Form der Referenz-Serien
  • universell einsetzbar
  • überaus ansprechende musikalische Wiedergabe
  • sehr klar gestaffelte Abbilung der Klangbühne
  • überaus detailreicher dynamischer Klang
  • sehr ansprechendes Design

The Bad

  • Kein Nachteil ersichtlich
8 Klang
7 Design
10 Preis/Leistung

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