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Dali RUBICON 8 im Test - Der Sinn fürs Feine gepaart mit Souveränität…

Sie steht an der Spitze der Dali RUBICON-Serie, die Dali RUBICON 8, bei der das renommierte dänische Unternehmen Dali Speakers A/S eine Vielzahl an Technologien und jahrzehntelange Erfahrung dazu nutzte, ein überaus feinsinniges, gleichzeitig sehr leistungsstarkes und überaus souverän aufspielendes Lautsprecher-System zu entwickeln, das mit Fug und Recht das Flaggschiff der Serie darstellt.

Kurz gesagt...

Musik in Perfektion wiederzugeben, dem fühlt sich Dali Speaker A/S verpflichtet, und die Dali RUBICON 8 ist eines der feinsten Systeme der Dänen, um dies zu bewerkstelligen.

Wir meinen...

Den Entwicklern gelang es mit der Dali RUBICON 8 einmal mehr perfekt, auf dem schmalen Grat zwischen einer absolut analytischen, untrüglich der Wiedergabe aller Details verpflichteten Darbietung, und einer durchaus wohlwollend gestimmten, dem Genuss gewidmeten Präsentation zu wandeln. Hier wird nichts verborgen, hier wird nichts hinzugefügt, hier wird letztlich auf faszinierende Art und Weise souverän Musik dargeboten, und genau das ist es doch, was entscheidend ist.
Hersteller:Dali Speaker A/S
Vertrieb:Audiophil GbR
Deutschand:Dali GmbH Deutschland
Preis:€ 2.399,- pro Stück

Von Michael Holzinger (mh)
08.12.2015

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Dali Speaker A/S gilt seit Jahr und Tag als eines jener Unternehmen, das die Leidenschaft für Musik, die Vorliebe für feines Design und die Faszination für modernste Technologien auf besondere Art und Weise zu verbinden versteht. Dies ist umso spannender, da Dali Speaker A/S all die genannten Merkmale dazu nutzt, um Produkte zu entwickeln und zu fertigen, die auch preislich überaus attraktiv sind, und somit eine möglichst breite Kundenschicht adressieren. Es sind somit wohl allen voran Hersteller wie Dali Speaker A/S, die für viele Musikliebhaber das Hobby HiFi insgesamt in seinem vollen Spektrum im wahrsten Sinne des Wortes leistbar und somit erlebbar machen.

Betrachtet man das Angebot von Dali Speaker A/S, so ist es nicht einfach, ein einzelnes Produkt aus dem breit aufgestellten Sortiment als Beleg dafür heraus zu greifen und explizit ins Rampenlicht zu stellen. Müsste man dies jedoch tun, so wäre etwa die Dali RUBICON-Serie insgesamt ein eindrucksvoller Beleg für diese soeben skizzierte Unternehmensphilosophie, und die Dali RUBICON 8 wohl jenes Lautsprecher-System, das exemplarisch all die Tugenden dieser Serie in sich vereint.

Schließlich steht die Dali RUBICON 8 an der Spitze der Serie, stellt also das Flaggschiff dar. Das Flaggschiff einer Produktreihe, die insgesamt als überaus universelle Serie konzipiert wurde, und die nicht nur unmittelbar unter der Referenz-Serie Dali EPICON angesiedelt ist, sondern direkt von der dort mit größten Engagement betriebenen Entwicklungsarbeit profitiert.

Ohne dies nun in irgendeiner Form auch nur annähernd abwertend zu meinen, streng genommen könnte man die Dali RUBICON-Serie als „Light-Version“ der Dali EPICON-Reihe bezeichnen, der Kunde profitiert also unmittelbar, denn er erhält viele der Vorzüge und Eigenschaften der Referenz-Produkte des dänischen Unternehmens zu einem günstigeren Preis und kann sich somit durchaus etwa für das Spitzenmodell der Serie begeistern, das eine Produktreihe höher seinen Budget-Rahmen klar sprengen würde, nämlich unseren aktuellen Testkandidat, die Dali RUBICON 8.

Wie vielseitig die Dali RUBICON-Serie insgesamt ist, dies konnten die verschiedenen Modelle bereits in ausführlichen Tests unter Beweis stellen. So stellten sich bereits die Dali RUBICON 2 und die Dali RUBICON 6 einem intensiven Hörtest unseres geschätzten Kollegen Jürgen Weber-Rom, nun obliegt dem Autor dieser Zeilen die Ehre, das Spitzenmodell in den Fokus Ihres geschätzten Interesses zu rücken.

Zunächst sei aber noch die gesamte Serie vorgestellt, die ja dieser Tage um ein weiteres Modell angewachsen ist, nämlich den neuen Dali RUBICON VOKAL. Damit ist einmal klar, wie vielseitig das dänische Unternehmen diese Lautsprecher-Serie insgesamt positioniert, denn sie soll sich gleichermaßen für klassische HiFi, als auch für Home Cinema-Anwendungen eignen, und in beiden „Lagern“ selbst Anwender mit sehr ambitionierten Vorstellungen vollends zufrieden stellen, nein, begeistern können.

Neben den bereits genannten Speakern, dem Regal-Lautsprecher-System Dali RUBICON 2 und dem Stand-Lautsprecher-System Dali RUBICON 6 sowie dem neuen Center-Speaker Dali RUBICON VOKAL steht mit der Dali RUBICON 5 ein weiteres Stand-Lautsprecher-System zur Verfügung. Eine Besonderheit stellt die Dali RUBICON LCR dar, ein On-wall Speaker, der natürlich insbesondere im Heimkino als sehr universelles Werkzeug fungiert, schließlich kann er nicht nur als klassischer Surround-Speaker für die hinteren oder auch seitlichen Kanäle eingesetzt werden, durch seine spezielle, drehbare Hochton-Einheit ist ein Einsatz sowohl vertikal als auch horizontal möglich.

Damit nun endlich zu unserem eigentlichen Testkandidat, der Dali RUBICON 8. Dieses Lautsprecher-System steht, wie bereits mehrfach erwähnt, an der Spitze der Serie. Und dies kann man durchaus wörtlich nehmen, denn hier findet man alle wesentlichen Merkmale in einer auf die Spitze getriebenen Form. Während also etwa die Dali RUBICON 6 bereits eigentlich keine Wünsche offen lässt, wurde von den Entwickler hier bewusst nochmals nachgelegt, jedoch ohne maßlos zu übertreiben und zu protzen, vielmehr alles daran gesetzt, dem Speaker ein mehr an Souveränität zu verleihen.

Dali Speaker A/S selbst bezeichnet die Dali RUBICON 8 als 2 1/2 plus 1/2 plus 1/2-way construction, und ganz ehrlich, eine derartige Beschreibung eines Konstruktionsprinzips ist uns bislang noch nicht untergekommen. Aber natürlich hat es seine Richtigkeit, denn hier kommen nicht weniger als drei Woofer zum Einsatz, unterstützt von einem aufwendig konstruierten Bassreflex-System, und nach oben hin abgerundet durch ein nicht minder aufwendiges, durchaus außergewöhnliches Hochton-System basierend auf einem Hybrid-Hochton-Treiber, der die Vorzüge zweier Konstruktionsprinzipien zu kombinieren versteht.

Dass die Dali RUBICON 8 das Spitzenmodell der Serie ist, stellt sie natürlich gleich auf den ersten Blick klar. Wenngleich, Abmessungen von 110 cm in der Höhe, 22 cm in der Breite sowie 44,4 cm in der Tiefe sind auf diesem Niveau durchaus auf der eher „kompakteren Seite“, und sorgen dafür, dass man es hier mit einem Lautsprecher-System zu tun hat, das sich wohl problemlos in nahezu jeden Wohnraum integrieren lässt. Zumal es den Entwicklern einmal mehr gelang, ein überaus ansprechendes Design zu kreieren, das dies natürlich maßgeblich unterstützt. Bemerkenswert ist dabei vor allem, dass es sich um ein vergleichsweise sehr schlichtes Design handelt, es also für die Designer nicht viele Elemente gab, mit denen sie kreativ „spielen“ konnten. So ist etwa die natürlich leicht nach Außen hin gewölbt ausgeführte Front eigentlich auf das absolut Wesentliche reduziert, denn hier finden sich tatsächlich nur die Chassis tadellos in die Schallwand eingelassen, und umrahmt von einem sehr dünnen Metall-Streifen, der sich farblich absetzt, und beim obersten Treiber nahtlos in die Abdeckung aus Metall des Hybrid-Hochton-Treibers übergeht.

Gleichgültig, für welche der insgesamt vier verfügbaren Ausführungen man sich entscheidet, die soeben beschriebenen Details der Designer funktionieren bei jeder Variante famos, setzen also ein klares optisches Highlight, ebenso natürlich die in guter Tradition in rotbraun erstrahlenden Membranen der Chassis, längst das Markenzeichen von Dali Speaker A/S schlechthin, und immer wieder aufs Neue einfach schön anzusehen. Oft genutzt, aber hier absolut treffend, kann man der Dali RUBICON 8 also zweifelsfrei ein zeitlos elegantes Design attestieren.

Die Dali RUBICON 8 setzt auf ein Gehäuse aus mitteldichter Holzfaserplatten, kurz MDF genannt, wobei eine besonders solide Konstruktion die optimale Basis für die Arbeit der Chassis darstellt. Im Inneren sorgen etwa mehrere Streben für Stabilität, zudem setzen die Entwickler auf separate Kammern für die Tiefmittel- sowie Tiefton-Treiber, ein Merkmal, das ebenfalls zu einer überaus stabilen und robusten Konstruktion beiträgt, natürlich auch die Schallwand, deren Wandstärke nicht weniger als 25 mm beträgt.

All dies sorgt dafür, dass die Dali RUBICON 8 mit ihrer eigentlich sehr schlanken und für einen Speaker dieser Klasse vergleichsweise kompakten Design nicht weniger als 27,3 kg auf die Waage bringt.

Die Treiber-Bestückung haben wir bereits kurz erwähnt, hier wurde wirklich aus dem Vollen geschöpft, und die Entwickler fahren alles auf, was ihr „Werkzeugkasten“ an Erfahrungen und Lösungen aus jahrzehntelanger Erfahrung bereit hält.

Beginnen wir bei den Bass-Chassis bzw. Tiefmittelton-Treibern, von denen hier insgesamt gleich drei zum Einsatz kommen, und zwar mit einem Durchmesser von jeweils 6 1/2 Zoll. Wie bereits erwähnt, setzten die Entwickler hier auf separate Kammern für den Bass- sowie Tiefmittelton-Bereich, sodass jedes Chassis optimal auf den jeweiligen Übertragungsbereich abgestimmt werden konnte. Aber dies sind noch lange nicht alle Details, die die Entwickler hier aufbieten, denn die Treiber weisen zudem Technologien auf, die direkt aus der Entwicklung der Referenz-Modelle der Dali EPICON-Serie entstammen, etwa das so genannte Linear Drive-Magnet-System in dessen Mittelpunkt wiederum das so genannte SMC-Magnetsystem steht.

Damit ist zunächst ein spezielles Polstück gemeint, das aus so genannten SMC gefertigt ist, wobei diese Abkürzung für Soft Magnetic Compound steht. Ausgangsbasis dafür ist somit ein Pulver, besser gesagt ein Granulat mit spezieller Oberflächenbehandlung, aus dem durch aufwendige Produktionsprozesse das eigentliche Polstück gefertigt wird. Auf Grund des Basis-Werkstoffs gelingt es bei diesem Polstück, eine hohe magnetische Leitfähigkeit mit einer geringen elektrischen Leitfähigkeit zu verbinden, ganz im Gegensatz zu herkömmlichen Werkstoffen in diesem Segment. Den Entwicklern von Dali Speaker A/S gelang es damit, einem zentralen Grundproblem im Antriebssystem eines Lautsprechers, der sogenannten Hysterese entgegen zu wirken. Magnete aus Eisen weisen den entscheidenden Nachteil auf, mit unterschiedlichen Reaktionszeiten auf Magnetisierung und Demagnetisierung zu reagieren. Damit kommt es zu einer letztlich entscheidenden Zeit-Differenz durch eine langsamere Demagnetisierung, und dies führt zu messbaren Verzerrungen, und zu Energieverlusten im Antriebssystem eines Lautsprecher-Chassis. Die Ursache hierfür ist der einfache Umstand, dass Eisen elektrisch leitend ist. Das von Dali Speaker A/S eingesetzte SMC hingegen weist eine um den Faktor 1/10.000 geringere elektrische Leitfähigkeit im Vergleich zu Eisen auf und beseitigt somit dieses Problem auf überaus elegante Art und Weise. Zudem kommt hier beim Polstück eine geschlitzte Kupferabdeckung zum Einsatz, die die Wirkweise des SMC-Magnetsystem innerhalb des großen Ferrit-Magneten maximiert und Verzerrungen nahezu eliminiert. Dies alles führt auch dazu, dass die derart ausgestatteten Treiber eine geradezu vorbildliche Linearität aufweisen, ein Merkmal, das einerseits für die optimale Arbeitsweise des Chassis, und somit letztlich für die problemlose „Zusammenarbeit“ mit der dem Lautsprecher-System vorgeschalteten Elektronik wesentlich ist. So entscheidet es sich bereits beim Antriebssystem der einzelnen Chassis, wie gut ein Lautsprecher-System mit verschiedenen Verstärkern harmoniert, und Ziel der Entwickler war es, dass die Dali RUBICON 8 tunlichst mit jedem Verstärker perfekt zusammen arbeitet.

Bei der Membran setzt man auf über Jahre, ja gar Jahrzehnte Bewährtes, denn aus Sicht der dänischen Entwickler gibt es dafür keinen besseren Werkstoff als mit Holzfasern verstärktes und speziell Oberflächenbehandeltes Papier. Damit vereint man Eigenschaften wie eine sehr geringe Masse mit einer hohen Steifigkeit, zudem ergibt sich daraus unweigerlich eine Oberflächenstruktur, die bewusst unregelmäßig ist, sodass klangschädigende Oberflächenresonanzen unterbunden werden. Den Übergang zwischen Membran und dem Rahmen des Korbs bildet eine besonders weiche Sicke, die einen großen Hub erlaubt.

In Anbetracht des massiven Antriebssystems wirkt der Korb der Chassis geradezu grazil und filigran, in Wahrheit aber handelt es sich um eine immens stabile Konstruktion aus Aluminium, die jedoch so konzipiert ist, dass diese tunlichst keinerlei negativen Einfluss auf die Abstrahlung und letztlich Wirkungsweise der Membranen hat. Selbst die Bohrungen im Korb zur Montage der Chasiss in der Schallwand des Gehäuses sind so ausgelegt, dass sie mechanisch die beste Verbindung ohne Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit der Treiber sicherstellen.

Dies ist vor allem deswegen entscheidend, da es sich bei der Dali RUBICON 8 um ein Lautsprecher-System mit nach hinten herausgeführten Bassreflex-System handelt, wobei jedes der drei Chassis ein separates Bassreflex-Rohr nutzt, um Interferenzen und interne Lufturbulenzen zu vermeiden. Selbstverständlich ist jedes Bassreflex-Rohr strömungsoptimiert ausgeführt und das gesamte Bassreflex-System auf 33 Hz abgestimmt, um eine besonders ausgeprägte, solide Basswiedergabe zu erzielen.

Wer einen derart hohen Aufwand bei den Bass-Chassis und Tiefmittenton-Treibern vollführt, widmet sich natürlich auch dem Hochtonbereich mit gleicher Akribie, dies beweist allein die Tatsache, dass hier eben nicht „irgendein“ Hochtöner zum Einsatz kommt, sondern ein so genannter Hybrid-Hochton-Treiber.

Ziel dieses Kunstgriffs ist es, die Vorteile zweier Konstruktionsprinzpien zu vereinen, und zwar jene eines Bändchen-Treibers mit denen einer klassischen Gewebe-Kalotte. Letztgenannter Treiber weist hier einen Durchmesser von 29 mm auf. Seine Aufgabe ist es, den oberen Mittenbereich bis hin zum unteren Hochton-Bereich abzudecken. Man könnte fast sagen, er kümmert sich um das Fundament im überaus wichtigen Hochton-Bereich, während der Bändchen-Hochtöner mit 17 x 45 mm der wahre Spezialist für die absoluten Details im obersten Frequenzbereich ist. Die Frequenzweiche setzt bei der Dali RUBICON 8 somit erstmals bei 500 Hz ein, dann bei 800 Hz, und übergibt bei 2.500 Hz von den Tief- und Mittenton-Treibern an die Gewebe-Kalotte, die wiederum bei 14.000 Hz vom Bändchen-Hochtöner unterstützt wird. Durch ihn reicht die Wiedergabe der Dali RUBICON 8 bis hinauf zu 34 kHz. Am anderen Ende des Frequenz-Spektrums werkt die Dali RUBICON 8 bis hinunter zu 38 Hz.


Der Hybrid-Hochton-Treiber ist auch aus Sicht der Fertigung ein immens aufwendiges System, schließlich kombinierten die Entwickler die beiden hier eingesetzten Treiber tatsächlich zu einer Einheit, deren mehr als solide Basis auch auf den ersten Blick ersichtlich ist, nämlich der bereits zuvor beschriebene Metall-Rahmen an der Oberseite des Speakers, der somit gleichzeitig ein durchaus markanter Teil des Designs ist.

Ein paar Worte noch zur bereits erwähnten Frequenzweiche, natürlich kommen hier allein streng selektierte Bauteile zum Einsatz, und zwar nur soviele, wie absolut notwendig. Denn getreu dem seit Jahr und Tag geltenden Grundsatz des Herstellers wurde auch bei der Dali RUBICON 8 penibel darauf geachtet, die Signalwege so kurz wie nur irgendwie möglich zu halten, wobei die Auftrennung für die einzelnen Chassis unmittelbar nach dem Anschluss-Panel an der Rückseite erfolgt.

Dieses Anschluss-Panel wiederum präsentiert sich als überaus solide ausgeführt, und zwar mittels vergoldeter Schraubklemmen, die sowohl blanke Kabelenden als auch fertig konfektionierte Kabel mit Bananas aufnehmen, und auch darüber hinaus alle Merkmale aufweisen, die man in dieser Klasse erwarten darf. Die Dali RUBICON 8 kann somit sowohl mittels Bi-wiring als auch Bi-amping betrieben werden. Allein die Anschluss-Brücken, die fester Bestandteil des Lieferumfangs sind, könnte so mancher bekritteln, aber es ist ein Leichtes, diese bei Bedarf durch hochwertigere Lösungen, etwa kurze Kabel zu ersetzen.

Wie bereits erwähnt, weist die Dali RUBICON 8 einen Frequenzumfang zwischen 38 Hz und 34 kHz auf und ist mit einer nominellen Impedanz von 4 Ohm sowie einem durchaus beeindruckenden Wirkungsgrad von 90,5 dB für Verstärker mit einer Leistung zwischen 40 und 250 Watt ausgelegt. Soweit die nackten technischen Daten zum Abschluss.

Bevor wir unser Fazit ziehen, sei noch ein durchaus sehr wesentlicher Aspekt angesprochen, nämlich die optimale Aufstellung der Lautsprecher-Systeme von Dali Speaker A/S. Der Hersteller gibt wohlweislich diesbezüglich eine durchaus klare Empfehlung ab, der zufolge man der Dali RUBICON 8 vor allem hinter dem Speaker reichlich Abstand zur Wand gönnen sollte. Der Mindestabstand von 20 cm, den der dänische Spezialist anführt, sollte tatsächlich als unterste Grenze angesehen werden, empfehlenswerter ist unserer Erfahrung nach rund das doppelte, um das volle Leistungsspektrum der Dali RUBICON 8 tatsächlich ausschöpfen zu können. Man muss im Auge behalten, dass hier drei Bassreflex-Rohre nach hinten heraus wirken, bei optimaler Aufstellung mit perfekten Ergebnissen, bei jedoch nicht wohl bedachter Platzierung kann dies aber durchaus zu Problemen führen.

Dies soll nun jedoch in keinster Weise dem Speaker selbst angekreidet werden, ganz im Gegenteil. Man muss sich vielmehr darüber im klaren sein, dass man hier im wahrsten Sinne des Wortes in einer Klasse spielt, in der die korrekte Aufstellung einfach unerlässlich ist, um optimale Ergebnisse zu erzielen, das tatsächliche Potential des Lautsprecher-Systems auch zur Gänze zur Geltung zu bringen.

Bedenkt man dies, gönnt der Dali RUBICON 8 eine entsprechend hochwertige Elektronik, so wird es wohl jedem so ergehen wie uns im Rahmen dieses Tests, und es wird sich pure Begeisterung einstellen.

Nachdem wir ja bereits mehrere Modelle der Dali RUBICON-Serie in Augenschein nehmen konnten, gingen wir natürlich mit einer entsprechend hohen Erwartungshaltung in diese Liaison auf Zeit, als die es sich entpuppte. Doch auch diese derart hohen Erwartungen wurden von der Dali RUBICON 8 nicht nur eingelöst, sondern sogar bei weitem übertroffen, selbst im Vergleich zu der zumindest laut Datenblatt ja recht ähnlichen Dali RUBICON 6. Es war aber überaus spannend festzustellen, welch Unterschied „allein“ ein Chassis mehr für den Tiefton-Bereich bewirken kann.

So hatten wir bereits bei der Dali RUBICON 6 keineswegs das Gefühl es würde an irgendetwas fehlen, doch dann trumpft die größere Schwester Dali RUBICON 8 mit noch mehr Souveränität und geballter, aber stets kontrollierter Kraft auf, ohne jedoch auch nur im Ansatz im Mittenton-Bereich etwas an Authentizität, und auch nur den den kleinsten Hauch an Details im oberen Frequenzbereich vermissen zu lassen.

Die Dali RUBICON 8 neigt erfreulicherweise keineswegs dazu, Musik geradezu zu sezieren und jeden Fehltritt des Toningenieurs gnadenlos offenzulegen, vielmehr präsentiert sie Musik, gleichgültig welchen Genres, in ihrer Gesamtheit, stets in sich stimmig, natürlich und ausgewogen, ohne dabei aber irgendwelche Details zu verschweigen. Damit steht sie ganz in der Tradition des dänischen Spezialisten und reiht sich nahtlos in die übrigen Familienmitglieder der Dali RUBICON-Serie ein.

Der wirklich entscheidende Unterschied zu den kleineren Geschwistern, insbesondere der kleinen Schwester Dali RUBICON 6 ist somit, dass die Dali RUBICON 8 all die herausragenden Eigenschaften der gesamten Serie auch in großen Räumen vollends zur Geltung bringen kann.

Auf den Punkt gebracht

Den Entwicklern gelang es mit der Dali RUBICON 8 einmal mehr perfekt, auf dem schmalen Grat zwischen einer absolut analytischen, untrüglich der Wiedergabe aller Details verpflichteten Darbietung, und einer durchaus wohlwollend gestimmten, dem Genuss gewidmeten Präsentation zu wandeln. Hier wird nichts verborgen, hier wird nichts hinzugefügt, hier wird letztlich auf faszinierende Art und Weise souverän Musik dargeboten, und genau das ist es doch, was entscheidend ist.

8,0 (Exzellent)

The Good

  • Sehr gelungene Abstimmung
  • Neutrale Abstimmung aber mit einer gehörigen Portion Wärme im Klangbild
  • Absolut präziser und kräftiger Bass
  • unkritisch bei Verstärkern
  • Sehr ansprechendes Design
  • fast immer problemlos im Wohnraum zu integrieren

The Bad

  • Brücken des Anschluss-Panels könnten hochweriger ausgeführt sein
  • Erfordert ein wenig Respekt-Abstand zur hinteren Wand
8 Klang
8 Design
8 Preis/Leistung

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