Audiovisuelle Welten - Das multimediale Wohnzimmer

Mit dem Zusammenwachsen der IT mit der Unterhaltungs-Elektronik ergeben sich zahllose Möglichkeiten, die bis vor kurzem schier undenkbar oder zumindest für viele unbezahlbar waren. Durch komfortable, flexible Lösungen können Inhalte aus verschiedensten Quellen in teils erstklassiger Qualität konsumiert werden.

Von Michael Holzinger (mh)
14.11.2010

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Seit Jahr und Tag prophezeit uns die Industrie ein Zusammenwachsen der Welten. IT, Telekommunikation und HiFi sollen eins werden. Diese Entwicklung hat in den letzten Jahren mit einem geradezu rasanten Tempo stattgefunden. Inzwischen können wir festhalten, dass dies längst keine Zukunftsvision mehr ist, wir sind mitten drinnen. Das Zusammenwachsen dieser drei bislang strickt getrennten Bereiche erlaubt eine enorme Flexibilität, bislang nicht gekannten Komfort und inzwischen auch eine beachtliche Qualität.

Im Mittelpunkt steht dabei das HiFi- bzw. AV-System im Wohnzimmer, das zur zentralen Schnittstelle wird und den Zugriff auf alle multimedialen Inhalte erlaubt, gleichgültig, aus welcher Quelle diese auch immer stammen. Filme in HD von Blu-ray, Fernsehprogramme in HD über Kabel oder SAT, Musik, Videos und Fotos aus dem Netzwerk oder aus dem Internet, all das landet auf dem Display sowie dem AV- oder HiFi-System im Wohnzimmer und kann mit Hilfe mobiler Devices komfortabel gesteuert werden.

Doch bei aller Euphorie muss gleich zu Beginn gesagt werden, dass ein optimales Ergebnis nur dann erzielt werden kann, wenn man das System in seiner Gesamtheit betrachtet und viel Sorgfalt auf die wirklich entscheidenden Schnittstellen verwendet.

Die wohl wesentlichste Erkenntnis ist, dass die Welt der IT lediglich Komfort und Flexibilität liefert, aber keineswegs dazu geeignet ist, Qualität zu garantieren. Auch in einer vernetzten Welt liefert die IT sowie etwaige Komponenten der Telekommunikation lediglich die Basis für die klassische Welt der Unterhaltungs-Elektronik und HiFi.

Das Netzwerk als Basis

Nahezu jedes aktuelle Gerät der Unterhaltungs-Elektronik weist inzwischen eine Netzwerk-Schnittstelle auf, kann also ins Netzwerk integriert und somit auf zahllose Daten und Dienste zugreifen. Sei es nun ein dezidierter Streaming-Client, ein Fernseher, ein Blu-ray Player, ja selbst Kompakt-Anlagen bieten inzwischen die Option einer Netzwerk-Schnittstelle. Die Basis dafür stellt ein ganz normales Netzwerk dar, das ohnedies eine Vielzahl der Kunden ihr Eigen nennen. Die Komponenten der Unterhaltungs-Elektronik sind somit nur weitere „Clients“, die sich in dieses Netzwerk einklinken.

Allerdings stellen multimediale Dienste deutlich höhere Anforderungen an die Performance eines Netzwerks, da hier deutlich höhere Datenraten als bei üblichen Anwendungen wie etwa dem Surfen im Web, bei Emails, ja selbst bei Online-Gaming oder Videochat auftreten. Vor allem wenn man ein wenig in die Zukunft blickt und von Inhalten in bester HD-Qualität ausgeht. Hier treten Datenmengen auf, die eine solide, konstant hohe Netzwerk-Performance erfordern.

Ebenso wichtig ist eine zentrale Netzwerk-Speicherlösung, auf der alle Daten sicher verwahrt sind und die eine ständige Verfügbarkeit garantieren. Hier ist eine sogenannte NAS, eine Network Attached Storage-Lösung mit reichlich Speicherkapazität die einzig richtige Lösung. So ganz nebenbei kann damit die Problematik der Datensicherheit bewältigt werden, die durch ein gelegentliches Backup etwa mit einer externen USB-Festplatte von, auf viele PCs verteilten Daten, nicht gewährleistet ist.

Diese Entwicklung wurde längst von Netzwerk-Spezialisten erkannt. Mehr noch, inzwischen sind für Anbieter wie Netgear, Zyxel, Buffalo Technology, D-Link usw. Privatanwender deutlich lukrativere Kunden als durchschnittliche Business-Anwender. Der Grund dafür ist klar: ein Anwender, der intensiv multimediale Inhalte nutzt, muss mitunter deutlich mehr Daten verwalten als so mancher Kleinbetrieb.

Woher kommt die Datenflut - Online-Dienste fürs TV-Gerät

Vor allem über die letzten Monate haben sich zahllose Online-Dienste etabliert, die einen direkten Zugriff über Geräte der Unterhaltungs-Elektronik erlauben. Das Spektrum reicht hier von Streaming-Angeboten wie Napster, last.fm, YouTube über Social Media Angebote wie FlickR bis hin zu Internet-Radio und Mediatheken von TV-Anstalten. Ja selbst Video-Chat über Skype und der Zugriff auf Facebook usw. ist mitunter direkt im Wohnzimmer möglich.

In diesem Bereich spielen vor allem Hersteller von TV-Geräten, Blu-ray Playern und entsprechenden Kompakt-Systemen nunmehr groß auf. So war das Thema Internet über TV eines der wesentlichsten Themen auf der IFA 2010 in Berlin. Kein führender Hersteller kann es sich inzwischen leisten, neue TV-Geräte im mittleren Preisbereich, und schon gar nicht im Premium-Segment, ohne Internet-Anbindung auf den Markt zu bringen.

So kann der Anwender direkt über sein TV-Gerät auf Inhalte von News-Portalen zugreifen, um aktuelle Nachrichten, Wetter-Informationen usw. abzurufen. Darüber hinaus lassen sich Videos aus YouTube oder den immer zahlreicheren Mediatheken von ARD, ZDF, arte, SAT.1, Pro7 und in Bälde auch ORF direkt am Fernseher abspielen.

Gleichgültig, ob diese Dienste nun Sony BRAVIA Internet TV, Philips NetTV oder Panasonic VIERA TV heissen, sie finden sich, wie bereits erwähnt, nicht nur in den aktuellen TV-Geräten der entsprechenden Hersteller, sondern mitunter auch in den Blu-ray Playern sowie den kompakten All-in-One Systemen dieser Unternehmen.

Woher kommt die Datenflut - Online-Shopping von Musik in bestmöglicher Qualität

Während zuvor hautsächlich von Internet-Streaming-Angeboten die Rede war, die bislang noch eine eher bescheidene Qualität aufweisen, liefern Download-Angebote inzwischen eine mitunter beeindruckende Qualität. Vor allem dann, wenn man sich nicht allein bei den Angeboten der Markführer bedient.

Denn bei aller Vielfalt, Angebote wie Apples iTunes Store oder Amazons Musik-Download liefern Musik in den datenreduzierten Formaten AAC bzw. MP3 und somit lediglich eingeschränkter Qualität.

Wirklich interessant wird es hingegen bei den Angeboten diverser Spezialanbieter, die bereits heute zeigen, wohin der Weg künftig gehen wird. Denn bei Download-Anbietern wie etwa HDtracks oder dem Online-Store von Linn Records finden sich nicht nur MP3-Dateien, sondern nicht verlustbehaftet komprimierte FLAC-Dateien, die zumindest eine 1:1 Kopie herkömmlicher Audio CDs bieten.

Diese Anbieter gehen inzwischen sogar soweit, dass sie Daten, ebenfalls in FLAC, mit deutlich höherer Auflösung und somit Qualität anbieten. So liegen die sogenannten Studio Master-Aufnahmen von Linn Records mit 24 Bit und 96 kHz deutlich über der Qualität einer Audio CD. Gleiches gilt für viele Angebote von HDtracks, die ebenfalls mit bis zu 24 Bit und 96 kHz im FLAC-Format angeboten werden.

Mit derartigen Angeboten ist man erstmals in der Lage, auf komfortable Art und Weise und zu recht moderaten Kosten Master-Bandqualität ins heimische Wohnzimmer zu holen.

Somit hat man die bestmögliche Datenbasis für hochwertige Streaming-Lösungen, auf die wir etwas später genauer eingehen werden.

Woher kommt die Datenflut - Aufarbeiten der Altbestände

Natürlich können auch „Altbestände“ als Basis für moderne Streaming-Lösungen genutzt werden. Alles, was es dazu bedarf, ist eine gehörige Portion Geduld. Denn das sogenannte Rippen von Audio CDs erfordert nicht nur die richtigen Werkzeuge, sondern vor allem viel Zeit.

Beim sogenannten Rippen werden 1:1 Kopien von Audio CDs erstellt und somit ebenfalls hochwertiges Datenmaterial für flexible Lösungen in einem vernetzten Haushalt generiert. Dazu stehen diverse Werkzeuge wie etwa Apples iTunes für die Microsoft Windows- und Apple MacOS X-Plattform zur Verfügung. Eine ebenfalls sehr interessante Lösung stellt das Tool Songbird dar, das sich vor allem durch zahlreiche Dateiformate auszeichnet und kostenlos verfügbar ist.

Denn das richtige Format ist das entscheidende Qualitätskriterium. Wer sich schon die Arbeit antut, um vielleicht mehrere hundert oder gar ein paar tausend Audio CDs einzurippen, der sollte gleich auf das richtige Format setzen. Und das ist ganz sicher kein Kompressionsverfahren mit Datenreduktion. MP3 oder AAC scheiden somit ebenso aus wie Microsofts WMA-Format. Bewegt man sich in der Apple-Welt, so ist Apple Lossless das beste Format und nur einen Mausklick entfernt. Für alle anderen empfiehlt sich FLAC - Free Lossless Audio Codec, das z. B. beim bereits angeführten Werkzeug Songbird zu finden ist. Zudem sollte man sich ausreichend Zeit bei der Namensgebung der Daten gönnen, um auch bei zig tausenden Musik-Titeln eine einfache Suche zu garantieren und stets die Übersicht zu bewahren.

Nur Musik, kein Video?

Nun, bislang war vorwiegend von Audio-Daten die Rede, denn hier bewegen wir uns bereits auch in der Online-Welt auf einem erstaunlichen Qualitätsniveau. Bei Videos sieht es zumindest auf dem europäischen Markt noch recht trist aus.

Lediglich Apples iTunes Store kann mit Filmen in sogenannter HD-Qualität aufwarten, wenngleich auch hier 720p das Maximum darstellt und somit deutlich unter der Qualität von Blu-ray liegt. Dennoch ist es bislang das einzige Online-Angebot, das in einer derart hohen Qualität verfügbar ist.

Blu-ray, HD TV über SAT und Kabel

Ja, es gibt sie, die TV-Sender in HD-Qualität. Nach anfänglichen heftigen „Startschwierigkeiten“ inzwischen auch in durchaus nennenswerter Anzahl. Allerdings sind selbst hier die echten HD-Inhalte, gleichgültig, ob über SAT oder Kabel zu empfangen, bislang noch sehr dünn gesät. Zumeist werden einfach hochskalierte Programminhalte gesendet, was den Spass mitunter trübt. Wer bewegte Bilder in bestmöglicher Qualität genießen möchte, der muss somit unweigerlich auf Blu-ray setzen. Blu-ray stellt derzeit das wohl vielseitigste Angebot für HD-Inhalte dar, und zwar sowohl in Bild, als auch Ton. Denn im Gegensatz zur DVD liefert Blu-ray nicht nur Filme in HD-Qualität mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten, sondern zudem auch eine erstklassige Tonqualität dank verlustfreier Tonformate Dolby TrueHD sowie dts HD Master Audio.

Fotos - HD Inhalte in Eigenregie

Nicht unerwähnt bleiben dürfen Fotos, denn die stellen die wohl am einfachsten zu erstellenden HD-Inhalte dar. Mit aktuellen Digitalkameras erreicht man ein Qualitätsniveau, das selbst die Möglichkeiten aktueller TV-Geräte übersteigt. Und natürlich können all die Schnappschüsse längst problemlos im Wohnzimmer betrachtet werden.

Mobile Lösungen

Ein sehr wesentliches Marktsegment in der vernetzten Multimedia-Welt stellen inzwischen mobile Audio-Lösungen dar. Sei es nun ein Apple iPod, ein iPhone oder irgendein anderes sogenanntes Smartphone, all diese Lösungen sind dafür verantwortlich, dass noch nie derart viel Musik konsumiert wurde wie heutzutage. Es versteht sich somit als Selbstverständlichkeit, dass derartige Lösungen auch im vernetzten Wohnzimmer eine ernstzunehmende Quelle darstellen. Wenn dies mit den richtigen Schnittstellen erfolgt, so darf man zudem eine ansprechende Qualität erwarten.

Qualität ist gefragt...

Die moderne Welt der Unterhaltungs-Elektronik erlaubt dank der Vernetzung mit all den Möglichkeiten der IT eine erstaunliche Flexibilität. Aber eins liefert sie ganz sicher nicht: Qualität! Denn die schnelllebige Welt der IT definiert sich ausschließlich über Funktion, aber leider niemals über Nachhaltigkeit und schon gar nicht über Qualität. Dafür ist der Preiskampf in diesem Segment viel zu groß. Qualität können aber die Komponenten der Unterhaltungs-Elektronik, und noch mehr, Lösungen aus der HiFi-Welt bieten.

Beginnen wir als einfaches Beispiel bei dem zuletzt angeführten Bereich Mobile Audio. Ein Apple iPod ist ein erstaunlich flexibles Gerät mit großer Speicherkapazität und komfortabler Bedienung. Die im Lieferumfang enthaltenen Kopfhörer aber sind miserabel. Ersetzt man diese durch ein hochwertiges Modell, so kann man wirklich von Musikgenuss sprechen. Ähnliches gilt, wenn man Apples iPod oder iPhone in ein hochwertiges Audio-System integrieren möchte. Mit einer 08/15 iPod-Dock wird man keine Freude haben. Wählt man aber eine hochwertige Docking-Lösung eines ausgewiesenen Audio-Spezialisten, so wird aus dem kleinen mobilen Device mit einem Schlag ein ernstzunehmendes Quellgerät.

Ein weiteres Beispiel sind die zahllosen Audio-Streaming-Lösungen, die sich auf Grund ihrer überaus komfortablen Bedienung sowie der Möglichkeit, auf tausende Audio-Daten sowie ebenfalls abertausende Internet-Radiostationen und weitere Online-Streaming-Angebote zugreifen zu können, immer größerer Beliebtheit erfreuen. Diese Lösungen stammen zumeist aus der IT-Welt, wie etwa die Logitech Squeezebox-Serie oder die Multi-Room Lösung Sonos sowie Apples Apple TV oder Airport Express. Für alle gilt: sie sind ungeschlagen, wenn es um den Komfort und die Flexibilität geht. Bei der Audioqualität aber ist reichlich Spielraum für Verbesserungen. Etwa durch einen durchaus günstigen D/A-Wandler eines renommierten HiFi-Spezialisten, der im Handumdrehen aus den IT-Lösungen echte audiophile Lösungen macht.

Derartige D/A-Wandler gibt es bereits um wenig Geld, etwa von der österreichischen Firma Pro-Ject Audio Systems, aber auch von anderen HiFi-Spezialisten wie Cambridge Audio oder Musical Fidelity. Diese Werkzeuge stellen auch für Anwendungen, etwa TV-Geräte mit integriertem DVB-T Tuner oder SAT-Receiver sehr interessante Ergänzungen dar, um die Qualität drastisch zu verbessern und so auf gänzlich neuem Niveau „aufzuspielen“. Verfügt ein derartiger D/A-Wandler zudem über eine USB-Schnittstelle, so wird selbst aus einem Notebook oder Netbook um wenig Geld eine audiophile Quelle.

Auch bei aktuellen TV-Geräten ist viel Potential für Verbesserung gegeben. Denn die Geräte weisen zumeist eine herausragende Bildqualität, eine große Bilddiagonale, ein erstklassiges Design und - wie bereits beschrieben - zig Funktionen auf. Auf Grund des sehr dünnen Gehäuses - der Kunde wünscht dies ja - finden aber keine vernünftigen Lautsprecher mehr Platz in aktuellen TV-Geräten. Der Klang ist also, mit Verlaub, grottenschlecht.

Wer sich also ein neues schickes TV-Gerät gönnt, der sollte eine adäquate Audio-Lösung mit auf den Wunschzettel setzen. Den Einstieg bilden hier sogenannte Soundbars, die mitunter ein sehr gutes Ergebnis zu erfreulich moderaten Preisen erlauben. Vor allem dann, wenn es sich dabei um Produkte eines echten Lautsprecher-Spezialisten handelt, der sein Handwerk versteht.

Die nächste Qualitätsstufe stellen zwei HiFi-Lautsprecher dar, die im Zusammenspiel mit einem guten Stereo-Vollverstärker selbst bei Filmen eine deutlich bessere Qualität liefern, als ein Surround-System mit fünf kleinen Speakern zum gleichen Preis.

Wer wirklich Surround-Sound in bestmöglicher Qualität genießen möchte, der muss sich bewusst sein, dass dies eben nicht mit kleinen „Brüllwürfeln“ und schon gar nicht zum kleinen Preis realisierbar ist. Hierfür muss man schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Allerdings gibt es seit Kurzem auch hierfür adäquate Lösungen, wie etwa das nagelneue Cambridge Audio MINX, das neben einer sehr guten Klangqualität zudem die Vorteile wie sehr kompakte Abmessungen und ein erstklassiges Design bietet. Die optimale Lösung aber stellen "ausgewachsene" Lautsprecher dar, die - wie gesagt - von einem echten HiFi-Spezialisten stammen.

Heimkino? Ja, aber...

Sie haben es vielleicht schon bemerkt, wir haben bislang das Schlagwort „Heimkino“ bewusst vermieden. Denn eins muss klar sein, echtes Heimkino spielt sich nicht im Wohnzimmer ab.

Per Definition ist Heimkino eine Lösung, die etwa in den Keller gehört, zumindest in einen eigenen Raum, der komplett abgedunkelt und für wirklich hohe Pegel konzipiert ist. Im Mittelpunkt eines Heimkinos steht zudem nicht ein Fernsehgerät, sondern ein Beamer mit großer Leinwand. Nur hier kann man Filme auch wirklich so genießen, wie sie Regisseur und Kameramann konzipierten. Erst durch die große Bilddiagonale kommen all die beeindruckenden Effekte und Kameraeinstellungen richtig zur Geltung. Und hier macht auch 3D, das neue Schlagwort der Unterhaltungs-Elektronik, richtig Spass.

Vor allem dann, wenn man das Bild mit dem richtigen Ton begleiten kann. Und das bedeutet voller Sound aus zumindest fünf großen Lautsprechern befeuert durch leistungsstarke Verstärker.

Stets die volle Kontrolle

All die Möglichkeiten, die sich aus der Vernetzung der Welten ergeben, erfordern völlig neue Konzepte zur Bewältigung der teils sehr komplexen Lösungen. Vor allem, wenn man viele Komponenten gleichzeitig steuern möchte, oder Produkte wie Streaming-Systeme auf tausende Daten oder Online-Angebote zugreifen können, reichen einfache Fernbedienungen nicht mehr aus.

Die Lösung stellt aber auch hierfür das Zusammenwachsen der IT, Telekommunikation und HiFi dar. Und zwar mobile Devices wie etwa Apples iPod touch, iPhone oder andere Smartphones, die natürlich ebenfalls problemlos ins Netzwerk integriert werden können. Im einfachsten Fall reicht ein Webbrowser, der die direkte Kontaktaufnahme mit ebenfalls vernetzten Geräten der Unterhaltungs-Elektronik erlaubt. Komfortabler geht‘s aber mit eigenen Apps, wobei wir uns derzeit vor allem in der Welt Apples bewegen. Viele Anbieter stellen entsprechende Apps für Apples iPhone, iPod touch sowie das iPad für ihre Produkte zur Verfügung, mit denen man alle Funktionen im direkten Zugriff hat. Hier zeichnet sich ganz klar der Trend ab, dass vor allem das Apple iPad die neue Universal-Fernbedienung schlechthin ist, deren Funktionsumfang lediglich durch die jeweilige App definiert wird.

Fazit

Und damit schließt sich der Kreis und unterstreicht unsere einleitend angeführte Behauptung, dass die Verschmelzung der Welten, die sogenannte Konvergenz aus IT, Telekommunikation und Unterhaltungs-Elektronik völlig neue Möglichkeiten mit bislang ungeahntem Komfort und Flexibilität erlaubt. Die Qualität wird dabei aber nicht über die schnelllebige Welt der IT bestimmt, sondern über nachhaltige, wertbeständige Produkte aus der HiFi-Welt. Die entscheidende Schnittstelle stellen dabei die D/A-Wandler dar, also das Glied in der Kette, in dem Signale aus der digitalen Welt in analoge Signale gewandelt werden. Die IT bildet also die Basis und sorgt für Komfort und Flexibilität, danach gelten die seit jeher geltenden Gesetze der HiFi-Welt. Wer also auf Qualität setzen will, der ist in jedem Fall mit einem sehr guten D/A-Wandler, einem guten Verstärker sowie hochwertigen Lautsprechern immer auf der sicheren Seite, um im Zusammenspiel mit einem modernen TV-Gerät, flexiblen Streaming-Lösungen unter Einbeziehung innovativer mobiler Lösungen ein erfüllendes audiovisuelles Erlebnis im heimischen Wohnzimmer zu genießen.

Michael Holzinger

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