High End 2014: Eine so genannte NAS, also eine Netzwerk-Speicherlösung, konzipiert als „Audio-Gerät“ und als zuverlässige Quelle für multimediale Inhalte, so sollen sich die Dela N1A und Dela N1Z aus dem Hause Buffalo Technology präsentieren." /> Sempre Audio
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Dela N1A und Dela N1Z - Buffalo Inc. präsentiert NAS-Lösungen für High-end HiFi

High End 2014: Mit Dela kreierte der japanische Netzwerk-Spezialist Buffalo Technology eine neue, eigens auf das Segment Unterhaltungselektronik und allen voran hochwertige HiFi ausgerichtete Marke, die Lösungen für vernetzte AV- und HiFi-Systeme bereit hält, und dabei auf die speziellen Bedürfnisse in diesem Segment eingeht. Als erste Produkte stellt man mit Dela N1A und Dela N1Z zwei NAS-Systeme vor.

Kurz gesagt...

Eine so genannte NAS, also eine Netzwerk-Speicherlösung, konzipiert als „Audio-Gerät“ und als zuverlässige Quelle für multimediale Inhalte, so sollen sich die Dela N1A und Dela N1Z aus dem Hause Buffalo Technology präsentieren.

Wir meinen...

Buffalo Technology setzt mit der Dela-Reihe auf bewährte Technologien, allerdings optimiert für eine einzige Aufgabe: Streaming-Clients im gehobenen AV- und HiFi-Segment Daten in bestmöglicher Qualität darzubieten, nicht mehr, nicht weniger. Kein pseudiwissenschaftlicher Firlefanz, der durch rein gar nichts zu belegen ist, sondern für jeden nachvollziehbare Merkmale und Ausstattungsdetails, die in Summe tatsächlich die Qualität steigern, da ein zuverlässiges System als Datenlieferant dient. In diesem Fall verpackt in schicke Gehäuse, die aus einer „schnöden“ NAS letztlich einen Netzwerk-Speicher für hochauflösende Audio-Geräte macht.
Hersteller:Buffalo Technology
Vertrieb:Buffalo Technology
Preis:k.A.

Von Michael Holzinger (mh)
28.05.2014

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Vernetzte Lösungen der Unterhaltungselektronik zählen heutzutage längst zur Regel, denn zur Ausnahme. Nahezu kein TV-Gerät, kein AV-Receiver, kein Blu-ray Player, ja selbst so manches Micro HiFi-System kommt nicht ohne Netzwerk-Schnittstelle und der Möglichkeit, auf Daten im Netzwerk oder gar Online zugreifen zu können. Multiroom-Streaming-Lösungen und natürlich dedizierte Streaming-Clients in allen Preisklassen sind ebenso längst fester Bestandteil vieler Haushalte, allen voran natürlich bei besonders ambitionierten Musik-Liebhabern und HiFi- oder Home Cinema-Enthusiasten.

Damit hält jedoch auch die klassische IT Einzug in die Welt der Unterhaltungselektronik, denn ein so genannter Router, ein Switch, ein WiFi Access Point, und nicht zuletzt eine so genannte NAS sind damit wesentlicher Bestandteil einer Gesamt-Lösung.

Bislang haben dies nur wenige Spezialisten erkannt, und sich der Entwicklung von Lösungen verschrieben, die die doch vielfach speziellen Bedürfnisse in diesem Umfeld auch bedenken, und allen voran eine möglichst einfache Bedienung auch ohne fundierte Kenntnisse im Netzwerk-Umfeld erlauben. Zumeist handelt es sich dabei zudem um Unternehmen, die nicht in der klassischen IT verankert sind, sondern gänzlich neu in diesem Umfeld starteten.

Nun aber widmet sich ein etablierter Spezialist für Netzwerk- und Speicherlösungen diesem Thema, und zwar das japanische Unternehmen Buffalo Technology. Allerdings, so neu ist das Engagement der Japaner in diesem Bereich dann doch nicht, denn bereits in den letzten Jahren arbeitete man intensiv mit verschiedenen Unternehmen der Unterhaltungselektronik zusammen, um speziell für dieses Segment ausgelegte Lösungen anbieten zu können, wenngleich diese bislang auf klassischen IT-Produkten aufbauten.

Nun aber geht man einen entscheidenden Schritt weiter, und nutzte die High End 2014 in München dazu, erstmals die neue Marke Dela zu präsentieren, die die Japaner als klare Antwort auf all die speziellen Bedürfnisse im Umfeld moderner, vernetzter Unterhaltungselektronik verstehen, allen voran im gehobenen Qualitätssegment.

Man bewirbt diese daher mit dem Motto „Netzwerkspeicher neu definiert als hochauflösendes Audio-Gerät“, und propagiert damit, dass auch allen voran eine so genannte NAS, also ein Network Attached Storage Device, Teil eines AV- oder HiFi-Systems sein muss, wenn es optimal für diese Aufgabe ausgelegt sein soll. Man geht aber nicht so weit wie andere Hersteller, die gar von einer „audiophilen Lösung“ sprechen, denn mit Voodoo hat dies alles rein gar nichts zu tun, zumindest nicht bei den von Buffalo Technology vorgestellten Lösungen.

Ziel der Japaner ist es, eine absolut zuverlässige, technisch einwandfreie, aber allen voran eine möglichst einfach zu bedienende Lösung zu präsentieren, die zudem die Möglichkeit bieten soll, nicht irgendwo versteckt werden zu müssen, sondern tatsächlich Teil des HiFi- oder AV-Systems zu sein, also auch ein entsprechend konzipiertes Gehäuse aufzuweisen, dessen Design, aber auch dessen Verarbeitung einer hochwertigen HiFi-Komponente entspricht.

Als erste Produkte der neuen Marke stellte Buffalo Technology in München die Systeme Dela N1A und Dela N1Z vor. In beiden Fällen handelt es sich, auf den Punkt gebracht, um NAS-Lösungen, allerdings um NAS-Lösungen, die den zuvor angeführten Vorgaben entsprechen sollen, und sich somit in gänzlich anderer Form präsentieren, als die herkömmlichen NAS-Systeme des Unternehmens.

So glaubt man zunächst tatsächlich bei den Systemen Dela N1A und Dela N1Z klassische HiFi-Komponenten vor sich zu haben. Sie weisen Abmessungen von 436 x 70 x 352 mm bei der Dela NA1A bzw. 350 x 65 x 370 mm bei der Dela N1Z auf, passen somit problemlos in jedes HiFi-Rack. Dies wird auch dadurch unterstützt, dass man hier auf tadellos verarbeitete Gehäuse aus Aluminium mit symmetrisch gestaltetem H-Cross-Rahmen und einer Wandstärke von 5 bis 7 mm (Dela N1Z), oder ein Edelstahl-Gehäuse (Dela N1A) mit immerhin auch noch 1,6 mm Wandstärke setzt.

Die Gehäuse ruhen auf Standfüssen, gefertigt aus Gusseisen und Zypressenholz, um eine bestmögliche Entkopplung vom Untergrund sicher zu stellen, außerdem sieht es einfach schick aus.

Die Front ist in beiden Fällen aus Aluminium gefertigt und präsentiert sich so, als wäre es eine herkömmliche HiFi-Lösung. Neben dem obligatorischen Hauptschalter finden sich hier lediglich vier weitere Tasten, mit deren Hilfe man durch die Menü-Struktur des ebenfalls an der Front zu findenden OLED Displays navigiert. Beide Lösungen bringen rund 7 kg an Masse auf die Waage.

Erst an der Rückseite wird klar, mit welchem Gerät man es tatsächlich zu tun hat, denn hier fehlen natürlich jedwede Audio-Schnittstellen. Im Vergleich zu so manch anderer Lösung setzt Buffalo Technology nämlich nicht darauf, dass die neuen Geräte der Dela-Reihe auch selbst als Abspielgerät fungieren, deren Aufgabe ist allein darauf beschränkt, dass diese Datenlieferant sind, und diese aber mit Bravour bewerkstelligen.

So setzten die Entwickler auf einen dualen Ethernet Port zum direkten Anschluss von Abspielgeräten. Damit ist es nicht erforderlich, eine gesamte Netzwerk-Infrastruktur zu nutzen, die verschiedensten Geräte, also Streaming-Clients, können damit direkt mit dem Datenlieferant verbunden werden, der in diesem Fall im gleichen HiFi-Rack steht. Aber natürlich lassen sich die Systeme Dela N1A und Dela N1Z auch ganz klassisch im Netzwerkverbund nutzen. Einer der Ports ist somit für die Abspiel-Geräte reserviert, während der zweite die Verbindung zum Netzwerk herstellt.

Als Besonderheit hat man die Option, die üblichen LEDs an den Ethernet-Ports zu deaktivieren, die normalerweise den Datenaustausch visualisieren.

Darüber hinaus findet man bei beiden Geräten drei USB 3.0 Ports an der Rückseite, die als Erweiterung für externe Speicherlösungen, für zusätzliche Backups sowie fürs Einspielen von Daten vorgesehen sind. Beim Dela N1A steht zudem auch an der Front sein USB 2.0 Port zur Verfügung, um so den Inhalt etwa von USB-Sticks direkt auf einfachstem Weg überspielen zu können.

Interessant ist, dass hier an der Rückseite der Dela N1Z sogar an eine Erdung gedacht wurde, falls es diesbezüglich zu Problemen in der Kette kommen sollte. Überhaupt ist die Stromversorgung deutlich komplexer ausgelegt, als bei herkömmlichen IT-Lösungen. So weist die Dela N1Z eine 30 Watt Dual-Stromversorgung mit hochklassigem Kondensatorblock, und die Dela N1A eine 60 Watt Stromversorgung auf, und die Stromkreise für Ethernet-Ports sind isoliert von jenen der USB- und SATA-Geräten mit eigener Leistungsmodulation ausgeführt. Ein weiterer USB-Port an der Rückseite liefert eine Gleichspannung von 5 V zur Versorgung entsprechender externer Datenquellen.

Im Inneren verrichten bei der Dela N1A (HA-N1AH20) zwei SATA-Festplatten mit 3,5 Zoll ihren Dienst, die im RAID 1-Verbund eine Speicherkapazität von 1 TByte aufweisen. Bei der Dela N1Z (HA-N1ZS10) kommen zwei SSD mit 2,5 Zoll zum Einsatz, die in Summe 512 GByte Speicherkapazität aufbieten.

Als wesentlichsten Unterschied zu herkömmlichen NAS-Systemen aus der IT-Welt führt Buffalo Technology jedoch das Bedienkonzept der neuen Dela-Serie an. Diese sollen sich nämlich auch diesbezüglich eher mit Geräten der Unterhaltungselektronik vergleichen lassen, und somit nahezu gänzlich ohne Kenntnisse im IT- oder im speziellen Netzwerk-Bereich genutzt werden können.

So verspricht der Hersteller, dass für die Inbetriebnahme kein PC erforderlich sei, dies könne ausschließlich mit Hilfe der Taster direkt am Gerät erledigt werden. Auch für den alltäglichen Betrieb reicht allein das Gerät selbst, wobei eine besonders robust ausgeführte System-Software einen stets reibungslosen Betrieb garantieren soll.

Über einen klar und einfach aufgebauten Verzeichnisbaum lassen sich alle wesentlichen Einstellungen direkt am Gerät vornehmen, zudem soll über das Display jederzeit klar ersichtlich sein, was mit den NAS-Systemen passiert, bzw. was diese aktuell tun. So wird etwa auch der Musiktitel angezeigt, wenn diese mit Hilfe des vorinstallierten Twonky Media Server 7 über einen Streaming-Client abgespielt werden. Ein weiterer Beleg dafür, dass man es hier eben nicht mit herkömmlichen NAS-Systemen zu tun hat, ist die schnelle Inbetriebnahme. In nur 15 Sekunden sollen die Systeme eingeschalten und betriebsbereit sind, und in 5 Sekunden wieder ausgeschalten.

Wir haben es bereits erwähnt, als Basis für Streaming-Dienste dient hier die Software Twonky Media Server 7, die in einer speziell adaptierten Version vorliegt, sodass diese nicht nur alle relevanten Datenformate als dlna-zertifizierter UPnP-Server zur Verfügung stellen kann, natürlich darunter auch hochauflösende Audio-Daten, sondern ebenso Daten im DSD-Format unterstützt.


Im Vergleich zu so manch anderen Spezialisten, setzt Buffalo Technologie hier also keineswegs auf irgendwelche mystischen, für klar denkende Menschen nicht nachvollziehbare „Technologien“, die alles nur Erdenkliche an „Qualitätsverbesserungen“ bei der Musik-Wiedergabe übers Netzwerk, ohne belegbare Relevanz oder Bezug zur realen Technik versprechen, verzichtet also gänzlich auf all diesen Humbug, sondern liefert schlicht solide, zuverlässige Qualität, die jeder Überprüfung standhält. Und damit lässt sich tatsächlich einen Zugewinn an Performance, letztendlich auch an Klangqualität erzielen, denn eine stabile Netzwerk-Infastruktur ist das einzig wirklich wesentliche, wenn es um bestmögliche Ergebnisse beim Streaming von Musik geht, zumindest, wenn es um die Quelle der Daten, also die NAS geht…

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