Dropbox reagiert auf bevorstehende Konkurrenz durch Google

Noch gilt Dropbox mehr oder weniger als Branchen-Primus, wenn es um Dienste geht, die Anwendern Speicher für ihre Daten in der Cloud zur Verfügung stellen. Noch, denn alsbald dürfte sich der Anbieter mit Google und deren Dienst Google Drive massiver Konkurrenz gegenüber sehen. Daher reagiert Dropbox nun und offeriert für jeden neu gewonnen Kunden doppelt soviel freien Speicherplatz wie bisher.

Von Michael Holzinger (mh)
04.04.2012

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Gleich vorweg der eindringliche Hinweis, dass derartige, so genannte Cloud-Dienste, natürlich nicht für sensible Daten konzipiert sind. Denn überträgt man Inhalte an einen Anbieter wie eben Dropbox, so gibt man gleichzeitig auch die uneingeschränkte Kontrolle darüber aus der Hand, wer Zugriff auf diese Daten haben könnte. Wirklich persönliche Inhalte haben also auf derartigen ausgelagerten Speicherplätzen ebenso wenig etwas verloren, wie auf öffentlichen Plattformen wie FlickR, Youtube, Facebook oder Google+. Denn streng genommen müssen auch diese persönlichen Cloud-Dienste, gleichgültig welcher Anbieter, als solche verstanden werden.

Dennoch können diese Dienste überaus gute Dienste leisten, wenn man bewusst damit umgeht. So auch Dropbox, ein Dienst, der im Prinzip eine virtuelle Festplatte offeriert, auf der man Daten auslagern und direkt mit anderen austauschen kann. Ideal also, um etwa große Datenmengen, wie sie im Zusammenhang mit multimedialen Inhalten auftreten, mit anderen zu teilen. Dropbox gilt nach wie vor als eine Art Branchen-Primus in diesem Segment, denn das Angebot ist selbst als kostenlose Variante vergleichsweise großzügig und erlaubt über verschiedenste Apps den direkten Zugriff auf Inhalte über die unterschiedlichen Plattformen und somit Geräte.

Doch auch für Dropbox könnten die Zeiten rauer werden, denn offensichtlich schickt sich mit Google ein wahres Schwergewicht an, Anbietern wie eben Dropbox das Feld nicht alleine zu überlassen. Bislang konnte sich Dropbox zwar selbst gegen Größen wie unter anderem Microsoft behaupten, aber Google, das ist dann doch ein anderes Kaliber, zumal damit zu rechnen ist, dass der Internet-Gigant den neuen Dienst Google Drive geschickt mit anderen eigenen Angeboten verknüpft und zudem mit Google Android eine sehr wesentliche Plattform im direkten Zugriff hat.

Daher reagiert Dropbox nun auf eine für Anwender überaus erfreuliche Art und Weise. Schon bislang wurden Anwender dafür belohnt, wenn sie Freunde und Bekannte für den Dienst gewinnen konnten. Diese Art der direkten Neukunden-Werbung wird nun noch attraktiver, wie Dropbox im eigenen Blog mitteilt. Denn ab sofort erhalten Anwender, die Neukunden gewinnen, die doppelte freie Speicherkapazität und können immerhin bis zu 32 „Freunde“ anwerben. 500 MByte pro neuem „Freund“ ergibt somit selbst bei einem kostenlos angebotenen Basis-Account insgesamt bis zu 16 GByte Speicherkapazität - gratis! Pro Accounts erhalten sogar 1 GByte und können so „ihre“ Speicherkapazität um bis zu 32 GByte erweitern.


Doch selbst mit 16 GByte kann man einiges anstellen und die von Dropbox angebotene virtuelle Festplatte in der Cloud mit diversen Inhalten wie Fotos, Videos und ähnlichem „befüllen“, auf die man jederzeit und überall Zugriff hat. Aber nochmals, auch wenn diese Daten eben nicht so öffentlich sind, wie etwa bei Social Media-Angeboten, so geben Sie dennoch die vollständige Kontrolle über diese Inhalte aus der Hand. Mit Bedacht eingesetzt, spricht jedoch nichts dagegen, dieses kostenlose Angebot gerade für den Austausch multimedialer Inhalte mit Freunden und Bekannten intensiv zu nutzen. „Freunde“ können übrigens direkt oder aber über Facebook und Twitter geworben werden. Die entsprechenden Anleitungen dazu finden sich auf der Webseite des Anbieters.

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