High End 2014: Mit der neuesten Dynaudio Xeo-Generation sieht das dänische Unternehmen die nächste Revolution begründet, eine Revolution, die alles verändern wird. Dies soll die neue Dynaudio Xeo 6, Xeo 4, sowie der Xeo Hub, Xeo Extender und Xeo Link beitragen." /> Sempre Audio

Dynaudio Xeo - Die nächste Revolution…

High End 2014: Es ist zwei Jahre her, als Dynaudio erstmals mit der so genannte Dynaudio Xeo ein audiophiles Funk-Lautsprecher-System präsentierte, das keinerlei Vergleich mit herkömmlichen Lösungen scheuen musste. Für Dynaudio war es nunmehr höchst an der Zeit, einen Schritt weiter zu gehen, und mit der neuesten Generation der Dynaudio Xeo die nächste Revolution auszurufen, wie es das dänische Unternehmen ausdrückt.

Kurz gesagt...

Mit der neuesten Dynaudio Xeo-Generation sieht das dänische Unternehmen die nächste Revolution begründet, eine Revolution, die alles verändern wird. Dies soll die neue Dynaudio Xeo 6, Xeo 4, sowie der Xeo Hub, Xeo Extender und Xeo Link beitragen.

Wir meinen...

Revolution? Nun, dies ist doch ein eher sehr schwerwiegendes Wort, aber eins ist klar, Lösungen wie das Dynaudio Xeo sind eine mögliche Zukunft der HiFi-Welt, und zwar eine, die nicht irgendwann, sondern bereits heute beginnt. Zweifel betreffend der Qualität muss man bei einem derart renommierten Hersteller keine haben, sondern vielmehr die Flexibilität genießen, die diese Lösungen bieten. Allein, oder im Verbund mit innovativen Streaming-Systemen, sodass selbst komplexe, vielseitige Lösungen mit wenig Aufwand, bester Qualität, aber vor allem überaus elegant realisiert werden können.

Von Michael Holzinger (mh)
19.05.2014

Share this article


Eigentlich gilt jener Schritt, den der renommierte Lautsprecher-Produzent Dynaudio im Jahr 2012 erstmals wagte, in audiophilen Kreisen ja geradezu als eine Art Sakrileg. Kurzerhand machte man mit einem Schlag all das, was ambitionierte HiFi-Enthusiasten als ihr bevorzugtes Betätigungsfeld so lieben, obsolet. Kabel? Wer benötigt Kabel? Feinste Verstärker? Wozu? Alles, was es nach Ansicht von Dynaudio benötigt, ist eine Quelle, und ein aktives Lautsprecher-System der Dynaudio Xeo-Reihe, wobei man vor nunmehr zwei Jahren zwei Modelle anbot, das kompakte Dynaudio Xeo 3 Regal-Lautsprecher-System, sowie das Standlautsprecher-System Dynaudio Xeo 5. Beide benötigten lediglich ein Stromkabel, aber sicher kein Lautsprecher-Kabel, denn die Verstärker waren direkt in die Lautsprecher-Systeme integriert, es handelte sich also um so genannte Aktiv-Lautsprecher-Systeme. Doch auch für die Signalübertragung zu den Lautsprechern bedurfte es keines Kabels, denn dies erledigte man mittels Funk, ohne klangschädigende Kompression, sondern vielmehr in astreiner „CD-Qualität“. Im Mittelpunkt stand daher ein kleiner Sender, der an analogen oder digitalen Quellen, ja gar im einfachsten Fall direkt an einem PC oder Mac angeschlossen wurde, und über Funk die Lautsprecher bediente. Die Steuerung der Lautstärke erfolgte mit Hilfe einer Infrarot-Fernbedienung.

Man durfte im Fall der Dynaudio Xeo also völlig zurecht von einer Revolution sprechen, denn erstmals waren es ausgewiesene Experten eines über jeden Zweifel erhabenen renommierten Lautsprecher-Produzenten, die einen derart drastischen Schritt wagten, und zudem eindrucksvoll bewiesen, dass dies eben nicht mit einer Verminderung der Qualität einhergeht, sondern ein beeindruckend hohes Niveau geboten wird, das herkömmlichen HiFi-Systemen in nichts nachsteht, dabei aber eine bislang nicht gekannte Flexibilität und einen immens hohen Komfort bot.

Besonders erstaunlich ist, dass Mitbewerber offensichtlich von dieser Entwicklung der Dänen völlig überrascht wurden, und tatsächlich erst jüngst nachzogen, zumindest einige, während viele dieser Technologie noch nicht wirklich vertrauen. Doch während so mancher also ebenfalls nunmehr mit ersten Funk-Lösungen auf den Markt kommt, befand Dynaudio die Zeit reif, bereits die zweite Generation von Dynaudio Xeo zu präsentieren.

Dabei geht das Unternehmen durchaus nicht bescheiden vor, denn man bezeichnet die Einführung der neuen Dynaudio Xeo-Generation als nächste Revolution, die, so Dynaudio, alles verändern wird. Denn man habe einmal mehr alles daran gesetzt, selbst anspruchsvollste HiFi-Enthusiasten begeistern zu können, sodass diese ohne Zweifel und Reue künftig auf Kabel und separate Verstärker verzichten können, und alles, was sie für die Wiedergabe erstklassiger Musik benötigen, ein Dynaudio Xeo-System sei.

Die neueste Generation des Dynaudio Xeo präsentiert sich somit in wesentlichen Bereichen verbessert und verfeinert, und weist zudem neue Lösungen auf, die für eine noch größere Flexibilität sorgen sollen.

So umfasst die neueste Generation nicht nur zwei neue Lautsprecher-Systeme, nämlich das kompakte Modell Dynaudio Xeo 4, sondern zudem das Standlautsprecher-System Dynaudio Xeo 6, sondern zudem einen neuen Dynaudio Xeo Hub, einen Dynaudio Xeo Extender, sowie einen Dynaudio Xeo Link.

Selbstverständlich setzt das System auch weiterhin allein auf Funk für die Signalübertragung, sodass tatsächlich nur ein Stromkabel für die Lautsprecher benötigt wird, diese aber sonst völlig frei im Raum platziert werden können. Die kleinen „Kästchen“, der Dynaudio Xeo Hub, Dynaudio Xeo Link und Dynaudio Xeo Extender werden mittels externer Netzteile mit Strom versorgt.

Neu ist, dass die Signalübertragung nun mittels einer neuen Multiband-Technologie erfolgt, die hinsichtlich Stabilität, Reichweite und nicht zuletzt auch maximal möglicher Datenrate verbessert wurde. Diese arbeitet entweder im 2,4 oder 5 GHz Frequenzband, wobei der Anwender über einen Umschalter zwischen drei Einstellungen wählen kann, um einen stets reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, gleichgültig, was sonst noch an Funk-Lösungen im Haushalt zum Einsatz kommt, von WiFi über DECT-Telefone bis hin zu Haussteuerungslösungen oder ganz normaler Handys.

War die Datenübertragung bislang auf „CD-Qualität“ beschränkt, so sind die neuen Sender und Empfänger „HD-ready“, können also Audio-Daten mit bis zu 24 Bit und zumindest 96 kHz übertragen.

Bei den Lautsprechern selbst setzten die Entwickler auf nochmals optimierte Treiber, die direkt von jeweils eigenen ebenfalls überarbeiteten Verstärkern in Class D befeuert, und von neu entwickelten DSPs direkt angesteuert werden. Damit soll eine stets optimale Wiedergabequalität erzielt werden, da jeder Treiber stets unter optimalen Bedingungen zu Werke gehen kann. Hierbei kann der Anwender zudem auch selbst eine Optimierung vornehmen, in dem er die Wiedergabe der jeweiligen Aufstellung entsprechend anpasst. Steht das Lautsprecher-System frei im Raum, ist es wandnah positioniert oder gar in einer Ecke, die Funktion Speaker Position EQ erledigt diese Anpassung der Charakteristik durch einen einzigen Schalter.

Im Vergleich zu den bisherigen Dynaudio Xeo Lautsprecher-Systemen findet man aber nun auch Bedienelemente direkt auf den Boxen, und zwar an der Oberseite, direkt an der Front. So steht hier ein Standby-Taster, aber vor allem eine Lautstärke-Kontrolle - Plus und Minus - zur Verfügung, sodass man direkt ohne Fernbedienung die Lautstärke regeln kann. Dieses so genannte Interface Display dient aber zudem als Infrarot-Empfänger, sodass man natürlich auch weiterhin mit Hilfe der Fernbedienung alle Einstellungen vornehmen kann.

Die Dynaudio Xeo 4 stellt das neue kompakte Modell dar, ist also als Nachfolger der Dynaudio XEO 3 und somit als so genanntes Regal-Lautsprecher-System konzipiert. Dieses misst lediglich 170 x 282 x 246 mm und bringt es auf ein Gewicht von 6,4 kg. DAs als Zweiwege-Bassreflex-System ausgeführte Dynaudio XEO 4 soll einen Frequenzumfang zwischen 45 und 23.000 Hz abdecken, und eine Leistung von 50 Watt für den Tief-/ Mittenton-Treiber, sowie weitere 50 Watt für den Hochton-Treiber aufweisen.

Die Dynaudio Xeo 6 tritt die Nachfolge des Standlautsprecher-Systems Dynaudio Xeo 5 an, und bringt es mit Abmessungen von 170 x 854 x 246 auf immerhin 14,7 kg. Auch dieses System setzt auf ein nach hinten herausgeführtes Bassreflex-System und weist einen Hochton- sowie einen Mittenton- sowie Tiefton-Treiber auf. Damit deckt sie nach Herstellerangaben einen Frequenzbereich zwischen 31 und 23.000 Hz ab, wobei auch hier zweimal 50 Watt Verstärkerleistung aufgeboten werden.

Es versteht sich als Selbstverständlichkeit, dass beide Systeme eine tadellose Verarbeitung, und ein überaus ansprechendes Design aufweisen, wie man es eben von Lösungen aus dem Hause Dynaudio gewohnt ist. Hier hat man die Wahl zwischen einer Ausführung in Schwarz Seidenmatt und einer in Weiss Seidenmatt. Hochglanz-Lackierungen sind wohl auch bei Dynaudio schön langsam aus der Mode geraten.

Als Basis dient natürlich auch weiterhin der so genannte Dynaudio Xeo Hub, wenngleich auch der ein paar Neuerungen aufweist. So steht nunmehr nicht nur ein analoger Cinch-Eingang, ein analoger 3,5 mm Stereo Mini-Klinkeneingang, ein USB-Port für die direkte Verbindung mit einem PC oder Mac sowie ein optischer TOS-Link Anschluss für digitale Quellen zur Verfügung, auch ein koaxialer S/PDIF findet sich nunmehr an der Rückseite des nur 140 x 32 x 105 mm großen, aus schwarzem Kunststoff gefertigten Kästchens.

Der neue Dynaudio Xeo Hub weist zudem eine weitere überaus praktische Neuerung auf, und zwar die Funktion Auto Play. Damit wird automatisch ein anliegendes Signal erkannt, sodass man nicht länger zwingend über die Fernbedienung den jeweils aktiven Eingang auswählen muss. Gerade in Verbindung mit dem bereits erwähnten Interface Display direkt auf den Speakern kann man somit direkt Musik genießen, ohne die Fernbedienung auch nur in die Hand nehmen zu müssen.

Der Dynaudio Xeo Hub soll nach Angaben des Herstellers eine Reichweite von bis zu 50 Metern aufweisen. Zudem kann er nicht nur ein Lautsprecher-Paar bedienen, sondern mehrere. Und dabei ist es keineswegs erforderlich, dass diese im gleichen Raum stehen. Auf Knopfdruck kann überall im Hause Musik genossen werden, es benötigt nur die entsprechende Bestückung an Lautsprechern in den verschiedenen Räumen. Über rückseitige Schalter wird direkt an den Dynaudio Xeo Speakern bestimmt, ob der jeweilige Lautsprecher zu der Zone Red, Green oder Blue gehören soll. In jeder Zone können die Dynaudio Xeo Lautsprecher individuell ein- und ausgeschaltet werden, und mit einer eigenen Lautstärke spielen, und die Musikquelle am Xeo Hub auswählen. Ebenso ist es natürlich möglich, dass alle Lautsprecher auf die gleiche Zone eingestellt werden, sodass die Musik tatsächlich im ganzen Haus spielt.

Und sollte die Reichweite des Dynaudio Xeo Hub nicht ausreichen, so steht nunmehr der Dynaudio Xeo Extender zur Erweiterung der Funkreichweite zur Verfügung. Besonders interessant ist auch der Dynaudio Xeo Link, der als Erweiterung für diverse andere Geräte genutzt werden kann. Dieser bietet einen analogen Ausgang, ausgeführt als Cinchbuchsen-Pärchen, sowie digitale Ausgänge in Form von TOS-Link sowie koaxial S/PDIF. Daran lassen sich entweder Aktiv-Lautsprecher eines anderen Herstellers, ein Subwoofer, ein Kopfhörer-Verstärker, oder ein komplettes HiFi-System anschließen, sodass auch diese Teil eines Multiroom-Setups basierend auf Dynaudio Xeo sind.

Im Rahmen der High End 2014 präsentierte Produkt-Manager Roland Hoffmann das neue System mit all seinen Möglichkeiten sehr ausführlich, sodass wir uns bereits einen ersten Eindruck von dessen Leistungsspektrum verschaffen konnten. Daher würden wir nicht ganz so weit gehen, und von einer „Revolution“ sprechen, dies ist doch ein recht schwergewichtiges Wort, aber die neueste Generation des Dynaudio Xeo zeigt ganz klar, in welche Richtung sich der Markt selbst im ambitionierten HiFi-Segment wohl auch (!!!) bewegen wird.

Spinnen wir die ganze Sache doch ein wenig fort, und kombinieren das neue Dynaudio Xeo-System etwa mit einem Produkt, das ebenfalls in den letzten Wochen für Furore sorgte, und in Deutschland zufälligerweise vom gleichen Vertrieb betreut wird, nämlich das so genannte Bluesound Multiroom Streaming-System (in Österreich betreut von smart audio GmbH). Natürlich war dies auch in München auf der High End 2014 präsent, aber wurde offensichtlich nicht wirklich „verknüpft“. Dabei wäre es genau der Weg, den wohl viele Konsumenten gehen wollen.

Man stelle sich also folgendes Szenario vor: Ein Bluesound Vault, also Musik-Server inklusive CD-Ripping, direktem Zugriff auf Online-Angebote wie Internet Radio, Streaming-Dienste und natürlich gleichzeitig tadelloser Player, und all dies in Form eines kompakten, überaus eleganten „Würfels“, und an diesem einfach ein Dynaudio Xeo Hub, direkt verbunden über den digitalen Ausgang, und irgendwo schmuck im Wohnzimmer platziert. Nein, nicht zwingend zwischen den Speakern, die frei im Raum stehen, und lediglich eine Steckdose in Reichweite erfordern. Nein, irgendwo im Raum, wo Platz ist, und wo es wirklich schick aussieht, etwa auf dem eleganten Sideboard neben der Couch…

Ja, dann hat man eigentlich schon alles beisammen, um HiFi auf eleganteste, flexibelste Art und Weise zu genießen, zumal man das System ja problemlos auf das gesamte Haus erweitern kann, sei es nun mit weiteren Bluesound-Komponenten,oder Lautsprecher-Systemen aus dem Hause Dynaudio Xeo…

Das wird wohl auch (!!!) die Zukunft der HiFi sein, und die passiert nicht morgen oder gar übermorgen, sondern jetzt! So kündigte Dynaudio in München an, dass die Produktion der neuesten Generation des Dynaudio Xeo-Systems bereits mit Juni 2014 starten soll, sodass man wohl mit Mitte bis Ende Juni, spätestens mit Juli 2014 mit ersten Modellen im Fachhandel rechnen kann.

Share this article

Related posts