High End 2011: Mit einer Sonderauflage der Kompakt-Box ELAC 310 will das Unternehmen aus Kiel das Herz wahrer High-end Freunde höher schlagen lassen." /> Sempre Audio

ELAC 310 Indies Black - High-end im Kompakt-Format

High End 2011: Nun, wirklich bescheiden erscheint der Vorsatz, den die deutsche Lautsprecher-Manufaktur für sich selbst setzt, nicht zu sein. Denn mit der neuen Sonderauflage der ELAC 310 will man mit einer Ausstattung aufwarten können, die selbst das Herz eingeschworener High-end Freunde höher schlagen lässt, auch wenn es sich bei der neuen ELAC 310 Indies Black „nur“ um eine Kompakt-Box handelt.

Von Michael Holzinger (mh)
05.06.2011

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Man sei stets bemüht, an noch klangvolleren Chassis und perfekteren Lautsprecher-Modellen zu feilen, um dem hohen Anspruch einer high-endigen Musikwiedergabe stets noch ein Quäntchen besser gerecht zu werden, so das deutsche Unternehmen ELAC Electroacustic GmbH aus Kiel über die Ansprüche der eigenen Produktentwicklung. Diesem hohen Anspruch würde die nunmehr präsentierte Sonderauflage der besonders kompakten ELAC 310 voll und ganz gerecht. Auch wenn es sich „nur“ um eine Kompakt-Box handelt, so das Unternehmen aus Kiel.

Das neue Sondermodell erhielt zur einfachen Identifikation einen durchaus klingenden Beinamen, sodass sich das aktuelle Modell als ELAC 310 Indies Black präsentiert. Dieses Modell soll, so das Unternehmen, mit einigen außergewöhnlichen Ausstatttungsmerkmalen aufwarten können, die als besonders sehens- als auch hörenswerte Beispiele dafür stehen, auf welch hohem Niveau die Ingenieurskunst der Entwicklungsabteilung der ELAC Electroacustic GmbH steht.

So ist die neue ELAC 310 Indies Black in einem besonders kompakten Gehäuse aus massivem Aluminum untergebracht, das nach Angaben des Herstellers eine Wandstärke von beachtlichen 6,5 mm aufweist. Das Gehäuse mit Abmessungen von 208 x 123 x 282 mm - diese Angaben verstehen sich inklusive der im Lieferumfang enthaltenen Abdeckung - weist einen zusätzlichen Mittelsteg zwischen Front- und Rückwand auf, der für eine noch bessere Stabilität sorgen soll. Damit sollen jedwede störende Gehäuseresonanzen unterdrückt werden.

Die ELAC 310 Indies Black präsentiert sich als Zweiwege-System wobei für den unteren bzw. mittleren Frequenzbereich ein 115 mm Tiefmittel-Töner mit der für ELAC typischen Kristall-Konusmembran verantwortlich ist. Diese Membran ist als Aluminium-Sandwich-Membran aufgebaut und soll durch die spezielle Struktur eine hochsteife Oberfläche aufweisen. Sie präsentiert sich in diesem Fall in Schwarz und passt somit perfekt zu dem ebenfalls hochglänzend Schwarz lackiertem Gehäuse. Unterstützt wird dieser Treiber durch eine nach hinten führende Bassreflex-Öffnung. Für den oberen Frequenzbereich ist ein ELAC JET III Bändchen-Hochtöner zuständig, der nach Angaben des Hersteller bis hinauf zu 50 kHz reicht und somit ein luftiges, sehr detailreiches Klangbild erlaubt. Damit die Lautsprecher-Systeme mit diesem Hochtöner in Räumen mit vielen großflächigen Fenstern oder einem glatten Fussboden ohne Teppiche nicht zur Überzeichnung neigt, liefert der deutsche Lautsprecher-Produzent eine so genannte JET Dispersion Control mit. Dabei handelt es sich um eine Art „Filter“ in Form eines offenporigen Schaumstoffrings, der rund um die Schallaustritts-Öffnung des JET III Hochtöners montiert wird und dadurch für eine breitbandige Absenkung des Hochton-Pegels um - so der Hersteller - rund 0,5 dB sorgt.

Die Arbeitsteilung zwischen den beiden Treibern erfolgt bei 3.200 Hz und wird in diesem Fall von einer ausschließlich mit streng selektierten Bauteilen bestückten Frequenzweiche vorgenommen. Diese werden selbstverständlich per Handarbeit in Deutschland bestückt und weisen in diesem Fall Bauteile wie teure Luftspulen (High Power Air Coils), audiophile MKP-Folienkondensatoren und Metalloxid (Mox)-Widerstände auf. Auch bei den im inneren verwendeten Kabeln wurde nicht gespart. Diese stammen bei der ELAC 310 Indies Black vom renommierten englischen Anbieter Chord, und zwar um das Rumor 2 mit verdrillten, silberbeschichteten Leitern aus sauerstoffreiem Kupfer und Teflon-Isolation sowie einem vibrationshemmendem Silikon-Außenmantel.

Da versteht es sich als Selbstverständlichkeit, dass auch am Anschluss-Panel der ELAC 310 Indies Black nur feinste Bauteile zum Einsatz kommen. Die Polklemmen sind vergoldet, überaus stabil und nehmen sowohl Bananen-Stecker, Kabelschuhe als auch gecrimpte Kabelenden auf. Zudem sind gleich vier Stück vorhanden, sodass nicht nur Bi-Wiring, sondern auch Bi-Amping unterstützt wird. Ein Typenschild aus Aluminium mit der fortlaufenden Seriennummer der Sondermodelle stellt da nur den krönenden Abschluss dar.

Ausgelegt sind die ELAC 310 Indies Black für Verstärker mit einer Nennleistung von 70 Watt an 4 Ohm bzw. eine Musikleistung von 90 Watt. Sie decken nach Angaben des Herstellers einen Frequenzbereich von 42 Hz bis 50 kHz ab und weisen einen Wirkungsgrad von 86 dB auf.

Die kleinen ELAC 310 Indies Black bringen beachtliche 6,9 kg auf die Waage und erfordern eine entsprechend solide Unterlage. Es empfiehlt sich somit durchaus, auch bei diesem Kompakt-Boxen auf einen entsprechenden Standfuss zu setzen. Mit Spikes kann die Box laut Hersteller etwa auf dem ELAC LS 70 II montiert werden.

Es versteht sich von selbst, dass dieses Modell ausschließlich in Schwarz angeboten wird. Alles andere wäre bei diesem Namen ja geradezu paradox. Trotz der beachtlichen Leistungsdaten will ELAC die 310 Indies Black zu einem durchaus leistbaren Preis auf den Markt bringen und ruft pro Stück eine Empfehlung von € 799,- aus.

Michael Holzinger

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