#CES2014: Völlig losgelöst und dennoch eine exzellente Verbindung will Elac mit dem neuen Wireles Lautsprecher-System Elac Air-X 403, Elac Air-X 407 sowie der diese verbindenden Basis-Station Elac Air-X Base erzielen." /> Sempre Audio

Elac Air-X - Audiophil und dennoch Wireless?

#CES2014: Mit dem neuen, auf Funk basierenden Lautsprecher-Systemen Elac Air-X 403 sowie Elac Air-X 407, die erste in Form eines kompakten Regal-Lautsprecher-Systems, die zweite als durchaus mächtiges Standlautsprecher-System, und der zugehörigen Basis-Station Elac Air-X Base verspricht das Unternehmen „drahtlosen“ audiophilen Musik-Genuss.

Kurz gesagt...

Völlig losgelöst und dennoch eine exzellente Verbindung will Elac mit dem neuen Wireles Lautsprecher-System Elac Air-X 403, Elac Air-X 407 sowie der diese verbindenden Basis-Station Elac Air-X Base erzielen.

Wir meinen...

Nachdem bereits vor etlichen Monaten der renommierte dänische Lautsprecher-Spezialist Dynaudio mit der Dynaudio Xeo-Reihe erstklassige aktive HiFi-Lautsprecher-Systeme auf den Markt brachte, die über Funk angesteuert werden, und trotz des "Verzichts" auf Kabel mit tadelloser Qualität aufwarten können, wagt auch das deutsche Unternehmen Elac Electroacustic GmbH diesen Schritt mit einem ähnlichen System, das im Rahmen der CES 2014 erstmals präsentiert werden wird, aber einen Schritt weiter geht.

Von Michael Holzinger (mh)
10.12.2013

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Möglichst keine Kabel, diese Forderung vernimmt man sehr häufig, wenn es um die Realisierung von Systemen der Unterhaltungselektronik geht. Und tatsächlich lassen sich viele Lösungen weitestgehend ohne Kabel realisieren, bei so mancher Komponente eines HiFi-Systems aber, da kommt man zumeist nicht um die Strippen herum. Etwa bei der Anbindung eines Lautsprecher-Systems an den Verstärker. Hier investiert so mancher HiFi-Enthusiast gar besonders viel Zeit und mitunter auch Geld, und betreibt einen immensen Aufwand, lebt gar mit Herzenslust den Drang zu Experimenten aus, um die für sich bestmögliche Lösung zu finden. Wahre „Religionskriege“ werden hier mitunter ausgefochten, und nun soll diese, eine der letzten scheinbar unangefochtenen „Bastionen“ des Kabels ebenso fallen?

Ja, davon zeigt sich nunmehr etwa auch das deutsche Unternehmen Elac Electroacustic GmbH überzeugt, und ist damit keineswegs der erste etablierte Hersteller, der dieser Ansicht ist. Wurden derartige Systeme zunächst vor allem im Einstiegssegment genutzt, und damit vielfach von ambitionierten HiFi-Enthusiasten - meist durchaus auch zurecht - belächelt, präsentierte etwa das dänische Unternehmen Dynaudio International GmbH bereits vor nahezu genau exakt zwei Jahren im Rahmen der CES 2012 ein derartiges Konzept, das Dynaudio Xeo-System bestehend aus dem Dynaudio Xeo Wireless Transmitter, sowie dem kompakten Lautsprecher-System Dynaudio Xeo 3 und dem Standlautsprecher-System Dynaudio Xeo 5.

Nun folgt diesem Beispiel also auch Elac Electroacustic GmbH, und setzt dabei auf eine Lösung, die die Funktionalität jener aus dem Hause Dynaudio bietet, aber noch einen Schritt weiter geht. Auch hier versorgt ein kompakter Sender über Funk wahlweise ein kompaktes Regal-Lautsprecher-System oder ein Standlautsprecher-System, beide ausgestattet mit einem Funkmodul als Empfänger, sowie einem Leistungsverstärker. Gänzlich ohne Kabel kommen also auch diese „Wireless“ Speaker nicht aus, denn schließlich gilt es, diese mit Strom zu versorgen. Aber eine Steckdose ist wohl bald in Reichweite, was wegfällt, ist das Kabel quer durch den Raum zum Verstärker.

„Völlig losgelöst und dennoch stets verbunden“, so steht´s auf der Webseite des Unternehmens bei der Vorstellung der neuen Produkte, die, so Elac, keinen Widerspruch zwischen audiophilen Ansprüchen und kabelloser Freiheit darstellen sollen. Vielmehr zeigt sich Elac davon überzeugt, dass diese das volle Leistungspotential bieten können, und zudem mit Flexibilität und einfachster Installation überzeugen.

Im Mittelpunkt des neuen Elac Air-X Systems steht die so genannte Elac Air-X Base, ein nur wenige Zentimeter großes Kästchen, das zunächst recht unscheinbar wirkt. Es misst lediglich 38 x 160 x 90 mm und bringt es auf 250 Gramm. Die Front des in Schwarz gehaltenen Gehäuses präsentiert sich absolut spartanisch. Lediglich das Logo des Herstellers und eine Status LED finden sich hier. An der Rückseite hingegen, da bietet die Elac Air-X Base etliche Anschlüsse, allen voran einen analogen Cinch-Eingang, aber ebenso einen weiteren analogen Eingang in Form einer 3,5 mm Stereo Mini-Klinkenbuchse, zwei optische Digital-Eingänge (TOS-Link) und einen USB-B Port. Zudem steht eine USB-A Schnittstelle für den Anschluss eines so genannten Elac WL-Interfaces zur Verfügung. Die Stromversorgung erfolgt mittels eines externen Netzteils, wobei dies auch über USB erfolgen kann, da für den Betrieb nicht mehr als 5 V bei 0,5 A benötigt werden, und der entsprechende Anschluss als Micro USB-Port ausgeführt ist.

Dies ist vor allem dann praktisch, wenn die Elac Air X Base etwa direkt mit einem PC über die entsprechende USB-Schnittstelle verbunden ist, und somit als externes Audio-Interface fungiert. Hierbei werden Audio-Daten mit bis zu 24 Bit und 96 kHz verarbeitet. Dies gilt natürlich auch für die übrigen digitalen Schnittstellen. Über Funk auf die Reise geschickt werden die Daten nach Angaben des Herstellers jedoch mit lediglich 24 Bit und 48 kHz. Und dies gilt auch für Quellen, die über den analogen Eingang angeschlossen werden.

Das Gegenstück zur Elac Air-X Base stellt der so genannte Elac Air-X Amp dar, der in verschiedenste Lautsprecher-Systeme integriert ist, doch dazu in Folge mehr. Er bildet den Empfänger für die Funk-Signale, für deren Übertragung Elac auf die so genannte 2,4 GHz KleerNet Funk-Technologie setzt. Diese KleerNet Funk-Technologie stammt vom US-amerikanischen Unternehmen SMSC aus Hauppauge im Bundesstaat New York und wird bereits in zahllosen ähnlichen Audio-Lösungen eingesetzt, und hat sich als überaus stabile Lösung etabliert. Wie bereits erwähnt, werden die Signale hierbei auf digitaler Ebene mittels Funk im 2,4 GHz Bereich übertragen, und zwar in diesem Fall mit 24 Bit und 48 kHz, wobei die Reichweite durchaus bis zu 50 Metern betragen kann. Allerdings nur im besten aller Fälle, den man zumeist in den heimischen vier Wänden nicht vorfindet. Dennoch sollte es kein Problem sein, Lautsprecher auf diese Art und Weise nicht nur im gleichen, sondern über mehrere Räume hinweg zu versorgen.

Überhaupt bietet diese Lösung die Möglichkeit, verschiedenste Lautsprecher-Systeme von einem Sender aus zu bedienen, sowie mehrer Sender zu kombinieren, und so noch mehr Lautsprecher "drahtlos" anzusteuern. Welcher Sender welchen Lautsprecher bedient, und welche Rolle dieser dann übernimmt, vor allem aber auch welche Quelle tatsächlich über einzelne Lautsprecher gespielt wird, wird einerseits mit Wahlschaltern am Sender, direkt an den Lautsprechern, sowie mit einer Fernbedienung festgelegt.

Pro Sender können bis zu acht Kanäle gesendet werden, damit sind also alle, und nicht nur einer der vier Eingänge am Sender stets "aktiv". Welcher Lautsprecher mit diesem Sender verbunden ist, wird über einen Wahlschalter am Lautsprecher bestimmt. Welche Quelle dieser dann tatsächlich nutzt, wird mittels der Fernbedienung festgelegt. Am Sender selbst kann man zudem drei Kanäle auswählen, auf denen dieser sendet, sodass ,wie gesagt, drei Sender gleichzeitig aktiv sein können.

Natürlich können auch mehrere Lautsprecher von einem Sender auf einem Kanal angesprochen werden, sodass nicht nur verschiedene, sondern auch gleiche Inhalte wiedergegeben werden können. In jedem Fall ist es entscheidend, dass laut Elac keinerlei Delay zwischen den Kanälen auftritt, selbst wenn die maximale Anzahl an acht Kanälen aus vier Quellen pro Sender genutzt werden sollen, und damit mehrere Lautsprecher angesprochen werden.

Übrigens, welche Aufgabe dabei ein einzelner Lautsprecher wahrnimmt, wird mit einem weiteren Wahlschalter am Elac Air-X Amp direkt definiert. So kann jedes Lautsprecher-System wahlweise als linker oder rechter Kanal für die ausgewählte Quelle eingesetzt werden, oder aber auch Signale des linken als auch rechten Kanals wiedergeben, sofern lediglich ein Lautsprecher-System genutzt wird, oder aber etwa viele Lautsprecher-Systeme zur „diffusen“ Beschallung eines Raums genutzt werden.

Über so genannte DIP-Schalter lässt sich der Elac Air-X Amp DSP-basiert an die jeweilige Aufstellung des Lautsprecher-Systems anpassen, also etwa ob dieses direkt an der Wand oder freistehend platziert wurde, ob eine zusätzliche Bass- oder Höhenanhebung aktiviert werden soll. Zudem kann hier ein Tag/ Nachtmodus ausgewählt und die Infrarot-Schnittstelle deaktiviert werden. Diese Infrarot-Schnittstelle dient zur Steuerung des gesamten Systems, und zwar über eine im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung. Damit bestimmt man etwa, welcher Eingang am Elac Air-X Base aktiv ist, und hiermit lassen sich auch die Transmitter IDs auswählen und somit die Lautstärke auf den verschiedenen Kanälen regeln. Die Steuersignale selbst werden dabei über Funk übertragen.

Sollte man eine Quelle direkt an den Elac Air-X Amp und somit ein Lautsprecher-System anschließen wollen, so steht dafür ein symmetrischer XLR- sowie unsymmetrischer Cinch-Eingang zur Verfügung.

Der Elac Air-X Amp liefert eine Leistung von immerhin 225 Watt an 4 Ohm und arbeitet in Class A/B. Für ausreichend Kühlung sorgen entsprechende Kühlrippen, sodass trotz der vergleichsweise geringen Abmessungen keinerlei Lüfter nötig sind. Wie bereits erwähnt, ist der Elac Air-X Amp als Gegenstück zur Elac Air-X Base direkt in Lautsprecher-Systeme aus dem Hause Elac integriert, und zwar nicht in irgendwelche Systeme, sondern durchaus sehr feine der Elac Linie 400.

Das kompakte Modell der neuen Elac Air-X Reihe bildet somit die Elac Air-X 403, ein dank an dessen Rückseite integriertem Elac Air-X Amp nunmehr vollaktives Zweiwege-System, das neben einem 150 mm AS-XR Konus und einem JET 5 Hochton-Treiber ein nach unten hin abstrahlendes Bassreflex-System aufweist und damit einen Frequenzbereich zwischen 38 und 23.000 Hz abdecken soll. Die Frequenzweiche greift hier bei 2.700 Hz ins Geschehen ein. Das System bringt mit Abmessungen von 308 x 166 x 270 mm 7,8 kg auf die Waage.

Deutlich größer präsentiert sich hingegen die Elac Air-X 407 mit 1.038 x 260 x 290 mm und einem Gewicht von immerhin 20,9 kg. Dieses Standlautsprecher-System ist dank integriertem Elac Air-X Amp als vollaktives Dreiwege-System ausgelegt, und setzt im untersten Frequenzbereich ebenfalls auf die Unterstützung eines Bassreflex-Systems. Mit zwei 150 mm AS-XR Konus-Tieftontreibern und einem JET 5 Hochtontreiber deckt es einen Frequenzbereich zwischen 28 und 23.00 Hz ab, wobei in diesem Fall die Frequenzweichen bei 450 Hz sowie 2.250 Hz für eine Arbeitsteilung der Chassis sorgen.

Beide Lautsprecher-Systeme bietet Elac in der Standard-Ausführung wahlweise in Hochglanz Weiss sowie Hochglanz Schwarz an. Gegen Aufpreis kann man sich zudem Versionen in allen verfügbaren RAL-Farben ordern.

Beiden Lautsprecher-Systemen liegt natürlich ein passender Lautsprecher-Grill zum Schutz der Membranen bei, der mittels Magneten an seiner Position gehalten wird.

Die Produkte des Elac Air-X Systems sollen ab sofort im Fachhandel zu finden sein, selbst wenn diese ihre offizielle Premiere erst im Rahmen der Consumer Electronics Show 2014 in Las Vegas Anfang Januar 2014 feiert. Der empfohlene Verkaufspreis für die Elac Air-X Base wird vom Hersteller mit € 390,- angegeben. Die Elac Air-X 403 kostet pro Stück € 1.450,- in Schwarz Hochglanz oder Weiss Hochglanz. Auch die Elac Air-X 407 steht, wie bereits erwähnt, wahlweise in Schwarz Hochglanz bzw. Weiss Hochglanz zur Verfügung, und zwar zum empfohlenen Verkaufspreis von € 2.450,- pro Stück.

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