Responsive image Audio

Elac präsentiert Alchemy Serie - Von Grund auf neu designt

Foto © Michael Holzinger - sempre-audio.at

Außergewöhnlicher Klang auf allerhöchstem Niveau, dies soll die neue Alchemy Serie auszeichnen, die nunmehr von Elac Electroacustic GmbH in komplett neuer Form präsentiert wurde. Den Beginn machen die Lösungen Alchemy DDP-2 DAC/ Preamplifier/ Streamer, Alchemy DPA-2 Power Amplifier und Alchemy PPA-2 Phono Preamplifier.

Kurz gesagt...

In komplett überarbeiteter Form präsentierte Elac Electroacustic GmbH die Elac Alchemy Serie, die mit dem Alchemy DDP-2 DAC/ Preamplifier/ Streamer, Alchemy DPA-2 Power Amplifier und Alchemy PPA-2 Phono Preamplifier an den Start geht.

Wir meinen...

Erstmals gewährte Elac Electroacustic GmbH im Rahmen der High End 2018 zumindest ausgewählten Medienvertretern und Fachhandelspartnern einen Ausblick auf die komplett neu konzipierte Elac Alchemy Serie. Drei Komponenten gehen hier an den Start, wobei man in München allerdings nur Prototypen zeigte, wie das Kieler Unternehmen ausdrücklich betonte. Allerdings vermitteln bereits diese einen überaus positiven, sehr verheissungsvollen Eindruck, sodass man den weiteren Details, die im Laufe des Jahres folgen sollen, sehr gespannt entgegen blicken kann.
Hersteller:Elac Electroacustic GmbH
Vertrieb:Elac Electroacustic GmbH
Preis:Alchemy DDP-2 DAC/ Preamplifier/ Streamer k. A.
Alchemy PPA-2 Phono Preamplifier k. A.
Alchemy DPA-2 Power Amplifier k. A.

Von Michael Holzinger (mh)
28.05.2018

Share this article


Es war im Oktober 2016, als das Kieler Unternehmen Elac Electroacustic GmbH damit überraschte, dass man die Übernahme der HiFi-Schmiede Audio Alchemy verkündete. Man erachtete dies als weiteren Meilenstein der zu dieser Zeit eingeleiteten kompletten Neustrukturierung des Unternehmens. Elac Electroacustic GmbH sollte, dies war das ehrgeizige Ziel, nicht mehr allein ein Lautsprecher-Produzent sein, sondern wieder zu alter Stärke zurück finden, sich also als Komplett-Anbieter präsentieren, der Kunden vielseitige Lösungen aus einer Hand präsentieren könne. Vom Quellgerät bis hin zu Lautsprecher-Systemen sollten Lösungen angeboten werden, die durch Flexibilität, Vielseitigkeit und Komfort, gleichzeitig aber auch mit hoher Qualität überzeugen, dadurch sei man für die sich markant und vor allem rasant ändernden Verhältnisse am Markt gewappnet, so die Überzeugung des Unternehmens. Und da passte der Zukauf eines Herstellers wie Audio Alchemy durchaus gut ins Konzept.

Tatsächlich präsentierte Elac Electroacustic GmbH recht rasch erste Design-Konzepte, erste Prototypen, die sich sehr gut in die neue Strategie des Unternehmens einfügen würden, wie etwa den Elac Discovery Q Roon Music Server aus der Elac Alchemy Series. Auch einen Stereo Vollverstärker und eine Phono-Vorstufe tauchten in diesem Umfeld der neu aufgestellten Elac Alchemy Serie auf, und zwar allesamt im Rahmen der High End 2017 in München. Doch dann wurde es wieder still rund um die Elac Alchemy Serie, vorerst zumindest…

Nun, zur High End 2018, da war sie aber wieder da, die Elac Alchemy Serie, wenngleich in komplett neuer Form.

Man habe wohl ein wenig zu vorschnell agiert, so die durchaus selbstkritische Darstellung des Unternehmens, man habe aber die Vorschläge, Wünsche und durchaus auch so manche Kritik sehr ernst genommen, und daher - überspitzt formuliert - alles auf „Null“ gestellt, das Konzept also komplett neu entwickelt, die Alchemy Serie somit von Grund auf neu designt. Das Ergebnis, dies präsentierte man nunmehr eben erstmals in München, wenngleich man sehr darauf bedacht war, dies noch nicht allzusehr in den Mittelpunkt zu stellen. Die neuen Lösungen der Elac Alchemy Serie wurden daher nicht frei zugänglich präsentiert, sondern allein im geschlossenen Fachhandelsbereich von Elac Electroacustic GmbH. sempre-audio.at durfte dennoch zumindest einen ersten, dennoch tiefgehenden Blick auf die neuen Lösungen werfen, und Ihnen, werte Leser, darüber in gewohnt ausführlicher Art und Weise berichten.

So soll sich die neue Elac Alchemy Serie, wie bereits beschrieben, zunächst aus drei Komponenten zusammen setzen.

Im Mittelpunkt steht dabei allen voran der neue Alchemy DDP-2 DAC/ Preamplifier/ Streamer, wobei ja bereits die Namenszusätze klar darlegen, dass es sich hierbei um ein überaus flexibles System handelt. Neben zahlreichen analogen und digitalen Eingängen steht hier natürlich Streaming im Fokus, wobei der Hersteller die besonders ausgeklügelte Signalverarbeitung für höchste Klangqualität hervor hebt.

So beschreibt der Hersteller den neuen Alchemy DDP-2 DAC/ Preamplifier/ Streamer als Lösung, die mit einer besonders aufwendigen Signalverarbeitung aufwartet, um eine souveräne Klangqualität mit beeindruckender Störgeräuschunterdrückung zu bieten. Herzstück ist die Digitalsektion, die auf eine duale Schaltung rund um DACs aus dem Hause AKM setzt, die mit 32 Bit und 384 kHz arbeiten. Eine leistungsstarke DSP-Plattform soll dafür Sorge tragen, dass vier unterschiedliche Ausgangsfilter-Emulationen und frei wählbare Taktraten des der DACs zur Verfügung stehen. Je nach Abtastrate werden die Signale jeweils durch einen dieser vier Ausgangsfilter geleitet, sodass stets die größtmögliche Information gewonnen wird. Diese hier eingesetzte proprietäre Verschaltung der DACs soll die Auflösung der digitalen Signale gar um bis zu acht Bit erhöhen, so der Hersteller, der zudem auf die hier eingesetzte Jitter-Control Technologie von Audio Alchemy verweist, die einen besonders „analogen“ Charakter garantiere.

Bei der analogen Sektion vertraut man auf einen diskreten Aufbau mit FET-Treibern sowie ein hochpräzises ALPS-Potentiometer.

Für größtmögliche Flexibilität stehen beim Alchemy DDP-2 DAC/ Preamplifier/ Streamer zahllose Anschluss-Optionen zur Verfügung, und zwar immerhin drei analoge Eingänge in Form symmetrischer XLR- als auch unsymmetrischer Cinchbuchsenpaare, sowie insgesamt sieben digitalen Eingängen. Hierbei reicht das Spektrum von optischen und koaxialen S/PDIF-Schnittstellen über HDMI bis hin zu einem USB-Port zur direkten Verbindung mit einem PC oder Mac.

Etwas vage wird die Sache derzeit leider, wenn man nach den Streaming-Funktionalitäten des neuen Alchemy DDP-2 DAC/ Preamplifier/ Streamer fragt. Hier will man sich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht allzu sehr in die Karten blicken lassen. Denkbar wäre aber, dass Elac Electroacustic GmbH einmal mehr auf die Plattform aus dem Hause Roon Labs LLC. vertraut, schließlich hatte man dies bereits in den bisher präsentierten Prototypen so gehalten, und auch bei den bereits verfügbaren Lösungen rund um Streaming spielt beim Kieler Unternehmen Roon eine wesentliche Rolle.

Fest steht aber bereits, dass der neue Alchemy DDP-2 DAC/ Preamplifier/ Streamer auch einen integrierten Kopfhörer-Verstärker aufweist, und auch bei den Ausgängen will man auf Flexibilität setzen und damit sowohl XLR- als auch Cinchausgänge offerieren.

Als zweite „Quelle“ soll der Alchemy PPA-2 Phono Preamplifier dienen, der sich somit um die „analoge“ Welt kümmert, die ja bei Elac Electroacustic GmbH eine immer wichtigere Rolle durch das nunmehr noch breitere Angebot an Schallplatten-Spieler einnimmt. Größtmögliche Transparenz des Klangs verspricht das Unternehmen für den neuen Alchemy PPA-2 Phono Preamplifier, der sich für MM als auch MC Tonabnehmer-Systeme gerüstet zeigt.

Einmal mehr vertrauten die Entwickler auch hier auf eine rein analoge, zu 100 Prozent diskret aufgebaute FET-Schaltung, die, wie beschrieben, größtmögliche Transparenz und Musikalität gewährleisten soll. An Eingängen bietet der neue Alchemy DDP-2 DAC/ Preamplifier/ Streamer gleich zwei, wobei jeder davon separat genutzt werden kann. Neben einer Umschaltung von MM und MC stehen somit für beide Eingänge alle relevanten Möglichkeiten wie stufenlose Anpassung der Impedanz zur Verfügung. Neben zwei unsymmetrischen Eingängen verfügt der neue Alchemy PPA-2 Phono Preamplifier über unsymmetrische als auch symmetrische Ausgänge.

Der neue Alchemy DPA-2 Power Amplifier stellt vorerst den Abschluss der Elac Alchemy Serie dar, der mit rein analoger Signalverarbeitung eine hohe Effizienz mit Leistung verbinden soll.

So ist die Eingangsssektion komplett diskret in Class A aufgebaut, und zwar einmal mehr mit FET-Treibern und einer linearen Spannungsversorgung, die auf einem semi-toroiden Transformator basiert. Damit soll größtmögliche Musikalität erzielt werden, bevor die eigentliche Leistungsverstärkung mit besonders effizient arbeitenden Modulen des Spezialisten Hypex des Typs UCD400LP erfolgt. Damit erziele der Alchemy PPA-2 Phono Preamplifier eine Leistung von zweimal 125 Watt an Lautsprecher-Systemen mit einer Impedanz von 8 Ohm, sowie gar zweimal 200 Watt an Systemen mit einer Impedanz von lediglich 4 Ohm. Als Besonderheit weist der Alchemy PPA-2 Phono Preamplifier eine Gain-Anpassung auf und kann auch als Dual-Mono-Verstärker eingesetzt werden. An Eingängen stehen hier sowohl unsymmetrische Cinchbuchsen, aber auch symmetrische XLR-Buchsen zur Verfügung.

Auffallend ist, dass die neue Elac Alchemy Serie gegenüber bisherigen Konzepten deutlich schlanker ausgefallen ist, wenngleich man nunmehr im Gegensatz zu bisher auf „Standard-Breite“ setzt, dafür die Höhe gewaltig „schrumpfte“. Die drei neuen Lösungen der Elac Alchemy Serie präsentieren sich somit letztlich als Rack-Taugliche Systeme, die aber dennoch mit einem überaus eleganten Design aufwarten, und damit für Installations-Experten im Custom Installtion-Segment genauso interessant erscheinen, wie für klassisches HiFi.

Alle drei Lösungen weisen ausreichend Bedienelemente direkt am Gerät auf, sodass eine komfortable Steuerung aller wesentlichen Funktionen gewährleistet ist. Beim Alchemy DDP-2 DAC/ Preamplifier/ Streamer setzt man zudem auf ein großzügiges LCD-Display, ebenso bei der Phono-Vorstufe Alchemy PPA-2 Phono Preamplifier. Den Alchemy DDP-2 DAC/ Preamplifier/ Streamer stattet man zudem mit einer Lern-Funktion für Fernbedienungen aus.

Wann aber nun die Lösungen der Elac Alchemy Serie tatsächlich verfügbar sein werden, und zu welchen Preisen, dies ist bislang leider noch völlig offen. Zumindest will sich Elac Electroacustic GmbH zum jetzigen Zeitpunkt diesbezüglich in keinster Weise festlegen lassen. Man werde dies kommunizieren, sobald alles wirklich final abgeschlossen und „ready-to-go“ ist…

Share this article