Foto © Apple Inc.

Endlich… Apple erweitert Limit bei iTunes Match und Apple Music auf 100.000

Angekündigt war es bereits seit Monaten, nun endlich ist es soweit: das bisherige Limit von 25.000 eigenen Songs fällt. Ab sofort kann man bis zu 100.000 eigene Songs in der Apple iCloud verwaltet werden, sofern man entweder Apple Music oder aber Apple iTunes Match nutzt.

Kurz gesagt...

Anstatt wie bisher 25.000 können nunmehr Abonnenten von Apple Music und Apple iTunes Match bis zu 100.000 eigene Songs über die Apple iCloud speichern und auf allen Geräten nutzen.

Wir meinen...

25.000 Musik-Titel, die mittels Apple iTunes Match bzw. in eingeschränkter Form auch über Apple Music direkt über Apple iCloud abgeglichen werden konnten, und somit jederzeit über entsprechende Geräte zugänglich waren, mag für so manchen Musik-Begeisterten zu wenig gewesen sein. 100.000 Musik-Titel hingegen erscheinen durchaus auch für sehr große Musik-Sammlungen als angemessene Zahl, die wohl den ein oder anderen dazu bewegen könnte, sich für Apple iTunes Match zu entscheiden.
Hersteller:Apple Inc.
Vertrieb:Apple Inc.
Preis:€ 24,90 pro Jahr

Von Michael Holzinger (mh)
07.12.2015

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Bereits im Rahmen der Präsentation rund um den neuen Musik-Abo-Dienst Apple Music kamen erste Gerüchte auf, Apple könnte das bislang geltenden Limit von maximal 25.000 eigenen Songs bei dem ebenfalls im Rahmen eines jährlich abzuschließenden Abonnements Apple iTunes Match kippen. Und tatsächlich kam in den Tagen darauf das offizielle Statement, dass das Limit in dieser Form nicht mehr bestehen solle, und Kunden von Apple iTunes Match künftig bis zu 100.000 eigene Musik-Titel über Apple iCloud auf allen dafür geeigneten Geräten nutzen können. Ebenso stünde dieses Angebot auch Kunden von Apple Music zur Verfügung.

Allein, bislang passierte diesbezüglich scheinbar nichts. Erst jetzt ist es offensichtlich möglich, tatsächlich mehr als die bislang 25.000 Musik-Titel über Apple iCloud zu verwalten, und zwar wie angekündigt bis zu 100.000.

Apple iTunes Match ist eine durchaus sehr praktische Funktion, selbst wenn diese mit € 24,90 pro Jahr zu Buche schlägt. Immerhin kann der Anwender dadurch nicht nur direkt auf im Apple iTunes Store gekaufte Audio-Daten zugreifen, es stehen damit auch eigene Inhalte jederzeit zur Verfügung. So wird die Mediathek des Anwenders durchforstet, und Audio-Daten, gleichgültig aus welcher Quelle, mit dem Angebot im Apple iTunes Store abgeglichen. Wird eine Übereinstimmung gefunden, so kann der Kunde künftig auf diese jederzeit zugreifen und diese auch nach Belieben laden, und zwar ohne Einschränkung und ohne DRM-Knebel. Findet sich für Audio-Daten keine Übereinstimmung im Apple iTunes Store, so werden diese Audio-Daten hochgeladen, und stehen somit ebenfalls jederzeit zur Verfügung.

Kein Wunder also, dass die Funktion Apple iTunes Match von der Musik-Industrie durchaus kritisch betrachtet wurde und wird, schließlich wird so etwa aus einem lausigen MP3-File mit geringer Auflösung eine AAC-Datei mit zumindest 256 kbps. Die bislang geltende Grenze von 25.000 eigenen Musik-Titeln - im Apple iTunes Store gekaufte Inhalte wurden hier nicht angerechnet, sondern standen zusätzlich zur Verfügung - war also durchaus eine Art Beruhigungs-Pille für die Musik-Labels.

Ein ähnliches Angebot wurde mit Apple Music eingeführt, denn auch hier sollte die eigene Mediathek durchforstet werden, und bei Übereinstimmungen Audio-Daten direkt über Apple iCloud zur Verfügung stehen. Allerdings setzt Apple hier sehr wohl auf ein DRM-System. Beendet man das Abonnement Apple Music, stehen die Audio-Daten nicht mehr über Apple iCloud zur Verfügung. Will man dies verhindern, muss man zusätzlich Apple iTunes Match abonnieren.

Die bislang über Apple iCloud verfügbaren 25.000 Musik-Titel mögen auf den ersten Blick als durchaus hohe Anzahl erscheinen, und für viele Abonnenten reichte dies tatsächlich aus. Allerdings, wer für eine derartige Funktion bereit ist, separat zu bezahlen, und seien es auch „nur“ € 24,90 pro Jahr, der ist zumeist ein ambitionierter Musik-Liebhaber mit umfangreicher Mediathek, und da sind „nur“ 25.000 Musik-Titel dann gar nicht so viel, sondern vielfach schlicht zu wenig, um tatsächlich die gesamte Mediathek abzugleichen. 100.000 Musik-Titel hingegen erscheinen durchaus auch für sehr große Musik-Sammlungen als angemessene Zahl, die wohl den ein oder anderen dazu bewegen könnte, sich für Apple iTunes Match zu entscheiden.

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