Ernst Molden, Willi Resetarits, Walther Soyka, Hannes Wirth und Ingrid Lang im Theater Akzent - „Weida foan“

„Foan“, so lautet der Titel des Albums von Ernst Molden auf dem sich der Künstler Interpretation auf seine ganz eigene Art und Weise widmet. „Weida foan“ ist der konsequente Nachfolger von Ernst Molden, Willi Resetarits und Karin Lang, und diente als Rahmen für einen Konzert-Abend im Wiener Theater Akzent, gemeinsam mit Walther Soyka und Hannes Wirth.

Von Michael Holzinger (mh)
09.04.2013

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Neben herausragenden eigenen Werken finden sich so genannte Cover-Versionen schon seit Jahr und Tag im Repertoire des Wiener Künstlers Ernst Molden. Wobei der Begriff Cover-Versionen, vor allem unter der Bedeutung, die man hinlänglich damit in Zusammenhang bringt, nur bedingt auf das zutrifft, was Ernst Molden mit seiner Interpretation von Werken aus „fremder Feder“ leistet. Molden gelingt es, nicht zuletzt durch das Stilmittel der Wiener Mundart, sich diese Werke anzueignen, ihnen eine mitunter gänzlich neue Bedeutung zuteil werden zu lassen, ohne jedoch den Charakter, die Identität des Originals zu verleugnen. Als geradezu kongenialen Partner fand sich dafür Willi Resetarits,

Erstmals packte Molden ausschließlich Neuinterpretationen durchaus sehr bekannter internationaler Songs in neuer Fassung auf das Album "Foan", wobei bereits dieser Titel die ganz spezielle Herangehensweise von Ernst Molden und Willi Resetarits auf den Punkt bringt. Dahinter verbirgt sich nämlich nichts anderes, als der von Rod Stewart zum Hit geführte Song „Sailing“, aber wer in Wien, so Molden, könne damit wirklich etwas anfangen. Segeln, das könne man zwar auf der Alten Donau, aber ob das irgendwen wirklich weiter bringen würde. „Und ham segeln, des kennen durt a nur a poa, weil vü wohnen durt net...“, so Willi Resetarits ergänzend. Also wurde aus „Sailing“ schlicht „foan“, und nach einem geradezu phänomenalen Erfolg des Albums war es nur eine Frage der Zeit, bis mit "Weida foan" der Nachfolger erschien.

Denn eins ist gewiss, Ernst Molden ist, wenn es um die Huldigung von Musik geht, sicher gerne ein „Wiederholungstäter“, denn als von der Leidenschaft zur Musik Getriebener verleugnet er niemals seine Vorbilder, und würdigt diese auf die ihm wohl vertrauteste Art, in dem er sie in seine Welt holt, und die ist nunmal irgendwo in Wien angesiedelt.

Die Produktionen „Foan“ und „Weida foan“ bildeten den Rahmen eines überaus kurzweiligen, sehr amüsanten Konzert-Abends am 9. April 2013 im Wiener Theater Akzent, wobei jedoch nicht zuletzt wohl aus dramaturgischen Gründen auch so manche traurige Nummer auf dem Programm stand. Allerdings konnten sich Ernst Molden und Willi Resetarits nicht ganz einig darüber werden, welche nun tatsächlich die traurigste Nummer auf der Set-List sei. Und wenn Ernst und Willi darüber diskutieren, was nun, und vor allem warum etwas so wirklich richtig traurig sei, dann verfallen wohl nur die wenigsten Menschen wirklich in Schwermut...

Auch so manch Titel des Konzert-Abends „100 Jahre Woody Guthrie“ vom Herbst 2012 fand sich in der Set-List, und einen ersten kleinen Vorgeschmack auf das kommende Album gab‘s ebenfalls. Allerdings muss man sich dafür noch etwas in Geduld fassen. In den nächsten Wochen stehen die Aufnahmen im Studio an, und Anfang 2014 wird es erscheinen...

Wie bereits auf den Alben sorgten Ingrid Lang, Walther Soyka und Hannes Wirth auch im Theater Akzent für die richtige Begleitung, und wurden erst nach etlichen Zugaben vom begeisterten Publikum entlassen.