Es war einmal... Spotify führt durch 1.000 Jahre Musik-Geschichte

Die neue so genannte Timeline bzw. Chronik für Profile von Unternehmens-Seiten, aber allen voran für private Profile bei der Social Media-Plattform Facebook ist heftigst umstritten. Wie man diese neue Funktion aber wirklich kreativ einsetzen kann, beweist etwa der Online Musik-Dienst Spotify, dessen Chronik über 1.000 Jahre in die Vergangenheit führt.

Von Michael Holzinger (mh)
30.03.2012

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Der Aufschrei in der Facebook-Gemeinde war und ist wiedereinmal groß. Facebook wechselte zunächst optional bei Unternehmens-Seiten zu einer neuen Darstellung, der so genannten Chronik, die nunmehr sogar verpflichtend ist, und wird in Kürze auch die Profile aller Anwender laufend umstellen. Dabei werden alle Informationen, mit denen man den Internet-Moloch über die Jahre „gefüttert“ hat, in einer, wie es der Name bereits verdeutlicht, chronologischen Darstellung aufgelistet und somit selbst uralte, vielleicht schon vergessene Einträge und somit eventuell auch die ein oder andere „Sünde“ zu Tage gefördert. Das gesamte Profil eines Unternehmens, aber eben auch eines privaten Anwenders ist somit nahezu auf einen Blick ersichtlich.

An dieser Stelle soll aber gar nicht über das Pro und Contra dieser neuen Darstellung diskutiert werden, vielmehr wollen wir auf eine überaus kreative Interpretation der damit einhergehenden Möglichkeiten für Unternehmen hinweisen, und zwar des schwedischen On Demand-Musikdienstes Spotify.

Das Unternehmen nutzt dabei überaus geschickt eine Funktion der neuen Chronik, die weit über die bisherigen Möglichkeiten hinaus geht. So konnte man bislang Ereignisse nicht wirklich zurückdatieren, nun ist dies aber möglich. Einträge lassen sich somit auch nachträglich einfügen, auch über die Gründung der eigenen Präsenz auf Facebook hinaus, und zwar in Form so genannter Höhepunkte. So wurde etwa das Unternehmen Spotify erst im Jahr 2006 in Schweden gegründet, dennoch reicht die Chronik des Anbieters auf Facebook bis ins Jahr 1.000 zurück, und sie soll, so der On-demand Musik-Dienst, über 1.000 Jahre Musik-Geschichte dokumentieren.

So finden sich wesentliche Ereignisse der Musik-Geschichte, berühmte Komponisten und Künstler, chronologisch aufgelistet, und natürlich gleich mit passenden Playlisten für Spotify versehen in der neu gestalteten Chronik des Unternehmens. Eine durchaus spannende Zeitreise, wenngleich für so manchen Musikbegeisterten vieles doch ein wenig zu oberflächlich und plakativ gestaltet sein mag. Insofern sei es Spotify auch verziehen, dass sie sich nicht zuletzt anlässlich dieser neuen Chronik schlichtweg als „The world's music collection“ bezeichnen.

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