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Euphony Audio präsentiert Buggy Zotac CI523 Nano bzw. Zenion Euphony Drive

Foto © Euphony Audio

Mit dem Betriebssystem Euphony Audio Transport steht eine Software-Lösung zur Verfügung, die „jeden“ PC zum universellen, leistungsstarken High-end Musik-Server macht, so das Versprechen der Entwickler von Euphony Audio. Im Rahmen der High End 2017 stellt man nun mit dem Buggy Zotac CI523 Nano erstmals eine Hardware-Lösung mit Euphony Audio Transport und damit eine Out-of-the-Box-Lösung als High-end Musik-Server vor.

Kurz gesagt...

Euphony Audio nutzt die High End 2017 in München dazu, erstmals den neuen Buggy Zotac CI523 Nano zu präsentieren, eine überaus vielseitige Out-of-the-Box Musik-Server-Lösung basierend auf dem Betriebssystem Euphony Audio Transport.

Wir meinen...

Bislang begnügte sich Euphony Audio das Betriebssystem Euphony Audio Transport allein in Form von SSDs zu vertreiben. Damit konnte der Anwender jeden PC oder Mac selbst in einen überaus flexiblen High-end Musik-Server und Musik Player verwandeln. Nun stellt man erstmals auch eine passende Hardware vor, liefert somit eine Out-of-the-Box Lösung, die erstmals im Rahmen der High End 2017 in finaler Version zu bestaunen sein wird.
Hersteller:Euphony Audio
Vertrieb:Robert Ross Audiophile Produkte GmbH
Preis:Zenion Euphony Drive 4 GByte 480 GByte SSD € 999,-
Zenion Euphony Drive 4 GByte 880 GByte SSD € 1.399,-
Zenion Euphony Drive 8 GByte 2 TByte SSD € 1.899,-
Zenion Euphony Drive 8 GByte 4 TByte SSD € 3.199,-

Von Michael Holzinger (mh)
12.05.2017

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Vor einigen Wochen haben wir das Thema bereits ein wenig aufgegriffen: Der Markt rund um Musik-Streaming-Systeme im Allgemeinen ist derzeit ein wenig im Umbruch, wie wir in unserer Reportage Anfang März diesen Jahres prognostizierten. Es sind vor allem Konzepte wie etwa die Software-Lösung aus dem Hause Roon Labs LLC., die etablierten Systemanbietern massive Konkurrenz macht, denn damit ist man plötzlich nicht mehr auf einen einzigen Hersteller und seine Produkte fixiert.

Zudem sorgen wohl zunehmend besonders innovative Lösungen aus dem klassischen IT-Umfeld dafür, dass die alteingesessenen Hersteller noch mehr Konkurrenz erhalten werden. Derartige Lösungen sind natürlich keineswegs neu, waren aber bislang eher einem kleinen Zirkel an besonders engagierten Anwendern mit entsprechenden Fachkenntnissen im IT-Bereich vorbehalten. Neu ist aber, dass diese Lösungen vielfach einen „Reifegrad“ erzielt haben, da sie als echte Plug & Play-Lösungen vermarktet werden können. So manche dieser Lösungen zeigt sich dabei deutlich flexibler und vielseitiger, als viele der seit Jahr und Tag etablierten Lösungen im Streaming-Segment.

Ein gutes Beispiel dafür ist etwa die Lösung von Euphony Audio, einem Entwickler-Team, das zum Unternehmenskonglomerat Power Holdings Inc. zählt, einer Firmengruppe, die sich mit der Entwicklung von Consumer Audio Products beschäftigt und dabei einen Schwerpunkt auf innovative neue Konzepte allen voran auch für den High-end Audio-Markt setzt. Zu der Unternehmensgruppe gehören etwa Violectric Audio, Matrix Audio sowie Keces Audio.

Euphony Audio versteht sich als eine Gruppe internationaler Programmierer, Designer und Audio-Enthusiasten, die sich das Ziel gesetzt haben, gemeinsam ein kommerzielles Betriebssystem zu entwickeln, das allein für die Verwaltung und Wiedergabe von Audio auf allerhöchstem Niveau konzipiert ist. Jedweder Ballast herkömmlicher Betriebssysteme, der nicht dieser Aufgabe diene, sollte wegfallen, ebenso jedweder Ballast, der die Qualität negativ beeinträchtigen könnte. Wirklich alles soll allein der bestmöglichen Audio-Wiedergabe bzw. Verwaltung von Audio-Daten untergeordnet sein.

Viele Computer seien nicht dazu geeignet, als High-end Musik-Server zu fungieren, so der Hersteller, aber jeder High-end Musik-Server sei ein Computer. Mit Euphony Audio Transport sei es möglich, jeden PC oder Mac zum Musik Server zu machen, wobei man dafür auf ein so genanntes Euphony Drive setzt. Dahinter verbirgt sich nichts anderes, als eine 2,5 Zoll SSD, die das Betriebssystem Euphony Audio Transport vorinstalliert hat und damit entweder über einee SATA-Schnittstelle und ein externes Gehäuse verbunden, besser noch einfach in einen „nackten“ Computer gesteckt werden kann.

Ganz klar bevorzugt die Entwickler-Schmiede hierbei so genannte Headless-Systems, also Lösungen, die als so genannte Barebones ausgelegt sind, und bei denen sowohl auf Maus, Tastatur als auch Bildschirm verzichtet werden kann. Das gesamte System ist also nicht mehr als eine „Blackbox“, bei der eben rein gar nichts die primäre Aufgabe der Datenverwaltung und Musik-Wiedergabe stört.

Die komplette Erstkonfiguration, die komplette Steuerung erfolgt allein übers Netzwerk, und zwar mittels Web-Interface oder direkt über eine App, die so genannte Euphony Remote für Smartphones und Tablets, die derzeit aber allein für Google Android zur Verfügung steht.

Was Euphony Audio Transport dann tatsächlich tut, sprich, wie es letztlich eingesetzt wird, bestimmt man bei der Installation. So kann ein Musik-Server mit Euphony Audio Transport einerseits als Server fungieren, aber auch direkt als Player eingesetzt werden. Die Audio-Wiedergabe erfolgt wahlweise direkt über den Server mittels eines hochwertigen USB-DAC, oder aber man überlässt dies allein Streaming-Clients im Netzwerk, die auf den Server zugreifen. Dies kann etwa durch UPnP, aber auch durch Unterstützung Roon aus dem Hause Roon Labs LLC. erfolgen. Dabei wird der PC zum vollständigen Roon Server…

Natürlich kann über dieses System jedweder Inhalt wiedergegeben werden, bis hin zu Hi-Res Audio, sei es nun Musik in Linear PCM oder DSD. Tatsächlich werden die Grenzen allein durch die eingesetzte Audio-Hardware gesetzt.

Apropos Hardware, bislang bot Euphony Audio das Betriebssystem, wie beschrieben, in Form von SSDs an, und zwar mit verschiedenen Speicherkapazitäten zwischen 250 GByte und 2 TByte.

Neu ist nun, dass man erstmals zur High End 2017 ein Komplett-System offeriert, und zwar den so genannten Euphony Audio Buggy Zotac CI523 Nano. Wobei, auch dies ist nicht ganz neu, denn erstmals konnte sempre-audio.at diese Lösung bereits im Rahmen der Norddeutschen HiFi-Tage in Hamburg zu Beginn des Jahres in Augenschein nehmen. Nun aber ist die finalisierte Version am Start.

Hierbei handelt es sich um ein durchaus schickes Barebone-System, das zwar als „Blackbox“ ausgelegt ist, aber mit einem futuristisch wirkendem „Unterbau“ versehen ist. Damit kann man es durchaus im Rack platzieren, muss es also keineswegs dezent verstecken.

An Anschlüssen findet man hier die für moderne PC-Systeme üblichen Schnittstellen, also etwa eine Reihe von USB 2.0, USB 3.0 als auch USB 3.1 Ports, HDMI, SC Card Slots, Netzwerk, Bildschirm, eben alles, was dazu gehört, einschließlich integriertem WiFi. Zwar gibt es auch die obligatorischen Audio-Schnittstellen, die sollte man aber getrost vergessen und vielmehr auf einen USB-DAC setzen, sofern man diese Lösung nicht nur als reinen Servern, sondern direkt zur Musik-Wiedergabe nutzt.

Auch hier unterscheidet der Hersteller die verschiedenen Konfigurationen anhand der Speicherkapazität, denn im Inneren des Euphony Audio Buggy Zotac CI523 Nano kommen natürlich besagte Euphony Drives zum Einsatz, also SSDs mit vorinstalliertem Betriebssystem Euphony Audio Transport.

So soll es das Zenion Euphony Drive 4 GByte 480 GByte SSD zum empfohlenen Verkaufspres von € 999,- angeboten werden. Das Zenion Euphony Drive 4 GByte 880 GByte SSD steht zum Preis von € 1.399,- und das Zenion Euphony Drive 8 GByte 2 TByte SSD zum Preis von € 1.899,- zur Verfügung. Das Top-Produkt stellt das neue  Zenion Euphony Drive 8 GByte 4 TByte SSD dar, das zum empfohlenen Verkaufspreis von € 3.199,- erhältlich sein wird.

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