Frühling im Herbst - Frischer Wind für die KlangBilder 18

Die alljährlich in der Vorweihnachtszeit stattfindenen klangBilder sind seit geraumer Zeit ein kleiner, aber feiner Fixpunkt im heimischen Messekalender. Nun bündeln Initiator Ludwig Flich und Neo-Kooperationspartner Gernot Fischer, Betreiber der ersten DAB+ Plattform Österreichs, ihre Kräfte, um der einzigen „echten” Endkundenmesse für HiFi und hochwertige Unterhaltungsleketronik mehr Pepp zu geben.

Von Wolfgang Schalko (ws)
11.07.2018

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Auch heuer werden die klangBilder an einem Wochenende im November stattfinden (von 16. bis 18.). Unter der bewährten Regie von Ludwig Flich, wie zuletzt im Arcotel Kaiserwasser mit Produkt-Präsentationen und Live-Musik auf zwei Etagen. So weit, so gut – und relativ unspektakulär. Hinter den Kulissen wird jedoch eifrig an manch strukureller, organisatorischer und vor allem qualitativer Änderung gefeilt, die es im wahrsten Sinne des Wortes „in sich” haben wird.

Mit der gerade in Gründung befindlichen neuen klangBilder GmbH bekommt die Messe-Oranisation auch einen neuen Sitz – in der Wiener Mariahilferstaße 37-39. Wie Branchenkenner wissen, befindet sich dort nicht nur der Fachverband FEEI, sondern auch die RTG Radio Technikum GmbH. Deren Geschäftsführer Gernot Fischer ist Betreiber von Österreichs erster und bis dato einziger DAB+ Plattform (nebenbei bemerkt übrigens selbst Veranstalter von zwei Radioprogrammen) und seit kurzem höchst engagierter Neo-Kooperationspartner der klangBilder. „Ich war in den vergangenen drei Jahren als Aussteller dabei und das HiFi-Thema hat mich immer wieder berührt und interessiert. Jetzt bündeln wir unsere Kräfte, um die Synergien von HiFi und DAB nutzen zu können”, erklärte Fischer.

An dieser Stelle ist noch eine weitere personelle Verstärkung zu nennen: Sabine Pannik, in der Branche als langjährige JVC-Marketingleiterin bestens bekannt und vernetzt, ist ins klangBilder-Team gestoßen und unterstützt in den Bereichen Marketing, Organistation und Verkauf – mit dem gewohnten Elan und einer Reihe von frischen Inputs.

Für Mastermind Flich haben es die klangBilder – als „letzte echte CE-Messe in Österreich mit Publikumsbeteiligung” – über die Jahre geschafft, beim Musik-affinen Publikum bekannt zu sein. Insgesamt sei der Bekanntheitsgrad – trotz durchwegs positiver medialer Berichterstattung – aber zu gering.

Genau hier setzt die neue Partnerschaft an: „Wesentlich ist, DAB zu positionieren und die lineare Radionutzung in der HiFi-Welt wieder zu reaktivieren – zB durch Moderation als Mehrwert gegenüber Streaming. Bei den klangBilder wollen wir DAB natürlich zum Wohle der Aussteller einsetzen – nicht nur in Form von Vor-Ort-Interviews mit den Ausstellern wie im Vorjahr, sondern verstärkt schon im Vorfeld, etwa durch Ankündigung der Highlights”, konkretisierte Fischer, der dafür seinen Sender Technikum City nutzen will. Zuversichtlich stimmt ihn, dass Radio Technikum schon im Vorjahr mit einem mobilen Studio live von den klangBildern gesendet hat und es dadurch gelungen ist, Menschen kurzfristig zum Messebesuch zu bewegen. Darüber hinaus will man „das Thema HiFi das ganze Jahr über am Köcheln halten. Das gab es bisher nicht und war auch finanziell nicht tragbar – wird aber jetzt durch die Synergien möglich”, so Fischer. Denn die Schlüsselfrage für die gesamte Branche laute: „Wie begeistert man die Menschen?” – und hier könne DAB als Plattform einen wesentlichen Beitrag leisten.

Wie Flich ausführte, habe man in der Vergangenheit schon vieles probiert, um Musik-Affine und vor allem auch Händler zum Messebesuch zu animieren. So bietet man auch diesmal allen Fachbesuchern Gratis-Eintritt und denkt sogar über zusätzliche Gimmicks (etwa für die weibliche Begleitung) nach. „Wir wollen einfach, dass die Händler wissen, dass auch abseits der großen HiFi-Marken etwas gibt, das Spaß macht und sich verkaufen lässt.”Apropos: Die Verkaufsmöglichkeit der gezeigten Produkte bildet ebenfalls wieder einen zentralen Aspekt der Messe, ebenso wie ein umfangreiches musikalisches Rahmenprogramm, Fachvorträge und Workshops, Familien-Specials und Angebote für das jüngere Publikum, zB in Form eines „After Work Chill-out”.

Das übergeordnete Ziel sei wie schon in der Vergangenheit, das Thema HiFi möglichst attraktiv zu inszenieren und den Bogen zu spannen von dem, was im High-end-Bereich möglich ist, zu dem, was sich der Normalverdiener leisten kann – einhergehend mit der Botschaft, dass sich mit jedem Budget passende Produkte für Freude am Musikkonsum erwerben lassen. Oder wie Flich es formulierte: „Gerade in der trüben Herbst- und Winterzeit, wo die Menschen oft depressiv sind, ist Musik ein Lichtfaktor. So betrachtet sind die KlangBilder eine wahre Glücksmesse.”

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