Foto © Gibson Brands

Gibson Brands - Der neue Gigant der Unterhaltungselektronik…


Gibson Brands mausert sich in den letzten Monaten immer mehr zu einem wahren Giganten in der Unterhaltungselektronik. Vergleichsweise unbemerkt gelang es dem Konzern, renommierte Marken unter einem Dach zu vereinen. Was mit Onkyo und Teac und Esoteric begann, ging mit der kompletten Unterhaltungselektronik-Sparte von Philips weiter, und gipfelte in jüngst bekannt gewordenen Plänen, sich auch Pioneer einzuverleiben.

Von Michael Holzinger (mh)
02.08.2014

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Mit dem Namen Gibson verbinden viele wohl in erster Linie geradezu legendäre Gitarren der Blues, Jazz, Rock und Pop-Geschichte. Unzählige Musiker setzten und setzen auf Gitarren des bereits 1902 gegründeten Unternehmens, dessen Name nur mit wenigen anderen Marken, etwa Fender, einen ähnlich bedeutungsvollen Ruf in der Szene hat.

Allerdings ist das US-amerikanische Unternehmen Gibson weit mehr, als eben alles rund um Gitarrenbau, der inzwischen als Gibson Guitar Corp. firmiert. Über die Jahre hinweg „sammelte“ das Unternehmen mit Sitz in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee geradezu verschiedenste andere überaus renommierte Marken, allen voran im ureigensten Betätigungsfeld, dem Instrumentenbau, aber eben auch im Bereich der Unterhaltungselektronik.

Das erklärte Ziel ist es, das weltweit führende Unternehmen im Bereich Unterhaltungselektronik zu werden, und diesem durchaus sehr ambitionierten Ziel ist man bereits sehr nahe, falls man es nicht bereits erzielt hat. Denn was zunächst mit der mehr oder weniger vollständigen Übernahme des japanischen Konzerns Onkyo begann, der zudem dazu führte, dass auch die Marken Teac Audio sowie Esoteric Teil von Gibson Brands wurden, wurde mit der Übernahme von WOOX Innovations fortgeführt. Damit gehört nahezu die komplette ehemalige Unterhaltungselektronik-Sparte des niederländischen Konzerns somit zum US-Unternehmen.

Damit noch nicht genug, denn nunmehr steht mit Pioneer eine weitere renommierte Marke der Unterhaltungselektronik auf dem Wunschzettel der Amerikaner. So gaben beide Konzerne bereits vor einigen Wochen bekannt, dass man künftig gemeinsame Wege gehen werde, was im konkreten Fall wohl ebenfalls bedeutet, dass die Unterhaltungselektronik-Sparte von Pioneer von Gibson Brands mehr oder weniger geschluckt wird.

Auch wenn nunmehr bereits einige Zeit seit dem erstmaligen Bekanntwerden dieser Pläne verstrichen sind, ist bislang völlig ungewiss, wie das ganze konkret ablaufen soll. Schlussendlich hat man es bei Pioneer mit einem Unternehmen zu tun, dass nahezu ein identisch aufgebautes Produktportfolio aufweist, wie Onkyo, das schon Teil von Gibson Brands ist. Insofern erscheinen Aussagen des Managements, man werde künftig die Strategie so ausrichten, dass Kompetenzen gebündelt, und Synergien besser genutzt werden können, als gar nicht hoffnungsvolle Aussicht für einen möglichst vielseitig und breit aufgestellten Markt.

Fest steht bislang allein, dass sich zumindest lokal nichts ändert. Die Produkte der Marke Pioneer werden also auch weiterhin von den jeweiligen lokalen Vertrieben betreut. Dies soll auch auf absehbare Zeit so bleiben. Weitere Details rund um die künftige Strategie, die hinter der neuen "tiefgreifenden Zusammenarbeit" stehen, will man nicht vor nächstem Jahr konkret bekannt geben, so der derzeitige Stand der Dinge...

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