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Gold Note CD-1000 MKII im Test - Die hohe Kunst der CD-Wiedergabe…

Foto © Gold Note

Ein CD-Player zählt zum alten Eisen? Mitnichten, der Gold Note CD-1000 MKII beweist eindrucksvoll, welch enormes Potential in dem als „veraltet“ geltenden Medium Audio CD tatsächlich steckt und wie CD-Player eine Zukunft Seit an Seit mit modernen Streaming-Lösungen und weiteren digitalen Quellen haben.

Kurz gesagt...

Als State-of-the-art CD-Player präsentiert sich der Gold Note CD-1000 MKII, nicht zuletzt dadurch, dass dieser sich auch offen für weitere digitale Quellen zeigt.

Wir meinen...

In aller Kürze kann man den Gold Note CD-1000 MKII als Audio CD-Player beschreiben, der von den Italienern als Lösung der Referenz-Klasse ausgewiesen wird, und der neben seiner ureigensten Aufgabe, der Wiedergabe von CDs, auch als D/A-Wandler fungiert. Dies alles erfüllt er mit Bravour auf höchstem Niveau.
Hersteller:Gold Note
Vertrieb:TAD Audiovertrieb GmbH
Preis:Gold Note CD-1000 MKII € 3.990,-
Gold Note CD-1000 MKII Deluxe Edition € 4.800,-
Gold Note Tube-1012 € 5.600,-
Gold Note Tube-1006 € 3.250,-
Gold Note PSU-1000 € 3.190,-

Von Michael Holzinger (mh)
22.02.2020

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Die Welt der HiFi hat sich in den letzten Jahren gravierend verändert. Es sind allen voran zwei Entwicklungen, die aus technologischer Sicht hervor stechen, und widersprüchlicher nicht sein könnten, dennoch in direktem Zusammenhang zu sehen sind.

Da wäre zunächst natürlich die Verschmelzung der klassischen Unterhaltungselektronik mit der IT zu nennen, wobei mobile Kommunikationslösungen hierbei einen ganz wesentlichen Part einnehmen. Die Rede ist hierbei natürlich von der Vernetzung, kaum eine Komponente scheint heutzutage ohne Integration ins Netzwerk auszukommen, um Musik-Streaming aus verschiedensten Quellen zu bieten, kombiniert mit einer tunlichst intuitiven Steuerung mittels Smartphone und Tablet.

Was zunächst damit begann, eigene Inhalte, gerippt von Audio CD, im Netzwerk bereit zu stellen, oder aber auf Download-Angebote entsprechender Anbieter zurück zu greifen, hat sich längst zu einer rein auf Streaming fokussierte Wiedergabe hin verlagert. Es sind Streaming-Anbieter wie Spotify, Amazon Music HD oder Apple Music im Consumer-Segment, TIDAL, Qobuz und HRA Streaming von HIGHRESAUDIO im gehobenen Qualitätssegment, die bei vielen Anwendern nunmehr eine ganz wesentliche, bei so manchen die primäre „Musikquelle“ darstellen.

Als eine Art Gegenbewegung zu dieser neuen Streaming-Welt ist natürlich die Renaissance der Schallplatte anzusehen. Dabei muss man sich gar nicht auf Diskussionen rund um die Klangqualität einlassen, viel entscheidender für den erneuten Siegeszug der Schallplatte ist wohl, dass es sich um ein physikalisches Medium handelt, und zwar eines mit ganz besonderem Reiz. Es ist somit allen voran jener „Nachteil“, der bei der Einführung der Audio CD gegen die Schallplatte angeführt wurde, dass es sich eben um ein Medium handelt, das spezielle Aufmerksamkeit, eine komplexere Handhabung verlangt, der nunmehr für diese spricht. Im Gegensatz zu Bits und Bytes von der Festplatte oder aus dem World Wide Web hat man hier wirklich etwas in Händen…

Streaming auf der einen, Vinyl auf der anderen Seite…

Dass man angesichts dieser Entwicklungen zum Schluss kommt, dass die Audio CD obsolet sei, ist durchaus naheliegend, und tatsächlich sinken die Absatzzahlen Jahr für Jahr. Doch handelt es sich bei Audio CD tatsächlich um ein Medium, das ausgedient hat und ist demzufolge auch die Kategorie der CD-Player dem Tode geweiht?

Weit gefehlt, wie der Markt beweist. Nach wie vor werden CDs verkauft, denn die Schlagzeilen, die einen Abgesang auf dieses Medium einstimmen, beziehen sich zumeist allein auf Umsätze, und nicht auf Stückzahlen. Noch immer werden Millionen an CDs verkauft, ganz zu schweigen von den Abermillionen an CDs, die bereits seit Jahr und Tag in den Regalen der Musik-Liebhaber stehen. Somit ist klar, es besteht auch nach wie vor Interesse an CD-Playern, wenngleich natürlich nicht mehr auf hohem Niveau.

Die Zukunft des CD-Players….

Was es dafür braucht, damit ein CD-Player auch unter den eben skizzierten Gegebenheiten am Markt bestehen kann, wollen wir anhand einer Lösung der renommierten italienischen High-end HiFi-Schmiede Gold Note aufzeigen, denn dieser kann geradezu als ein Paradebeispiel dafür dienen, wie heutzutage ein Audio CD-Player konzipiert sein muss, um nicht nur jetzt, sondern auch künftig von großem Interesse zu sein.

Man kann es ohne Umschweife auf den Punkt bringen, ein CD-Player darf heute nicht mehr für die breite Masse konzipiert sein, sondern muss sich an wirklich anspruchsvolle HiFi-Enthusiasten richten. Qualität in allen Belangen ist also gefragt.

Zudem gilt, ein CD-Player muss sich offen zeigen für weitere Quellen, und dies ist eigentlich keine große Angelegenheit, denn nahezu alles, was es dafür braucht, steht ohnehin schon zur Verfügung, und zwar der D/A-Wandler. Nutzt man diesen nicht allein fürs Laufwerk, sondern stellt diesen auch weiteren Quellen zur Verfügung, so verwandelt er sich mit einem Schlag in eine überaus vielseitige, zentrale Komponente. Genau diesem Anspruch soll der Gold Note CD-1000 MKII vollends gerecht werden.

Exklusiver CD-Player und vielseitiger DAC…

In aller Kürze kann man den Gold Note CD-1000 MKII als Audio CD-Player beschreiben, der von den Italienern als Lösung der Referenz-Klasse ausgewiesen wird, und der neben seiner ureigensten Aufgabe, der Wiedergabe von CDs, auch als D/A-Wandler fungiert.

Der Gold Note CD-1000 MKII entstammt, wie es der Name unschwer erkennen lässt, der Gold Note 1000 Series, die die zentrale Produktreihe der italienischen High-end HiFi-Schmiede darstellt. Diese weist neben der klassischen Vor- und Endverstärker-Kombination Gold Note P-1000 Preamplifier und dem Gold Note PA-1175 MKII Power Amplifier allen voran das System Gold Note IS-1000 Integrated Amplifier + Streamer als modernes All-in-One auf, zwei Ansätze also, zu denen der Gold Note CD-1000 MKII jeweils als perfekter Spielpartner passt.

Äußerlichkeiten…

Wie könnte es anders sein, natürlich vertrauen die Entwickler beim Gold Note CD-1000 MKII auf die Design-Linie, die die gesamte Gold Note 1000 Series auszeichnet. Und darüber müssen wir ein wenig ausführlicher plaudern…

Schon auf Produktfotos wird wohl klar, dass man es hier mit einem besonders eleganten System zu tun hat, wie Detailverliebt und mit welcher Exaktheit die Italiener hier aber tatsächlich zu Werke gehen, erschließt sich erst, wenn man das gute Stück vor sich stehen hat.

Das komplette Gehäuse des Gold Note CD-1000 MKII ist aus Aluminium gefertigt, wobei man alles andere als sparsam zu Werke ging. Großzügig dimensionierte Wandstärken zeichnen die Fertigung des Gehäuses ebenso aus, wie eine perfekte Verarbeitung mit geringsten Toleranzen. Da passt wirklich alles bis ins letzte Detail.

Besonders bemerkenswert ist, dass man hier eigentlich simple und für den Betrieb unerlässliche Ausstattungsmerkmale auf kreative Art und Weise ins Design einbezieht, wie etwa die Kühlschlitze im Gehäuse, die derart gefräst sind, dass sie an der Oberseite als auch an den Seiten Ornamente ergeben und damit maßgeblich zum eleganten Erscheinungsbild des Gold Note CD-1000 MKII beitragen. Auch das Emblem des Herstellers wurde hier nicht einfach nur aufgedruckt, es wird durch eine umrandende Gravur richtig in Szene gesetzt. Dies gilt auch für das Logo an der Front, das durch zwei Gravuren in die Aluminium-Front flankiert wird. Ohne dieses Detail wäre die Front zu schlicht ausgefallen, denn abgesehen von der Laufwerkslade, einigen Tastern und einem Display ist hier nichts zu finden. So aber zeugt das Design von Stil und einem perfekten Gespür fürs Setzen der richtigen Akzente.

Wie bei allen Komponenten hat der Kunde auch hier die Wahl zwischen drei Design-Varianten, und zwar Gold, Silber und Schwarz, wobei die Oberflächenstruktur stets vom gebürsteten Aluminium gekennzeichnet ist.

Geradezu banal wirken da die nüchternen technischen Daten, aber es gehört nunmal dazu, diese ebenso anzuführen, der Gold Note CD-1000 MKII misst 430 mm in der Breite, 375 mm in der Tiefe, und 135 mm in der Höhe. Das Gewicht wird mit stattlichen 12 kg angegeben, ein klares Indiz dafür, wie robust und stabil das Gehäuse des Gold Note CD-1000 MKII ausgeführt ist. Gerade bei einem CD-Player ist dies ja eine ganz essentielle Eigenschaft, schließlich soll das Auslesen der Datenträger stets frei von äußeren Einflüssen erfolgen.

Die Front ziert, wir haben es schon erwähnt, allen voran ein Display, und zwar ein OLED-Display, wobei sich dieses allerdings allein auf Textdarstellung beschränkt. Neben dem jeweiligen Track und dessen Spieldauer wird hier also nur in Stichworten der Betriebszustand des Gold Note CD-1000 MKII dargestellt, was letztlich aber auch vollkommen ausreicht.

Rechts neben dem Display finden sich sechs Taster, allesamt natürlich aus Metall gefertigt. Diese dienen zunächst für die Wiedergabesteuerung, und auch der Standby-Taster ist darunter, aber diese Taster erfüllen auch noch eine weitere Aufgabe, doch dazu später noch ein paar Details.

Das Laufwerk selbst ist leicht nach links versetzt angeordnet und weist eine vergleichsweise schlanke Lade auf.

Ein Blick an die Rückseite

Von hinten betrachtet offenbart der Gold Note CD-1000 MKII einige seiner Besonderheiten, aber der Reihe nach…

Zunächst stehen hier natürlich die obligatorischen analogen Ausgänge zur Verfügung, ausgeführt als Cinchbuchsen-Paar, zudem aber auch als symmetrische XLR-Anschlüsse. Auch ein digitaler Ausgang in Form einer koaxialen S/PDIF-Schnittstelle erstaunt nicht, ebensowenig ein herkömmlicher Stromanschluss, doch dann sind da ein paar Schnittstellen, auf die wir in Folge etwas genauer eingehen müssen, denn der Gold Note CD-1000 MKII weist ein modulares Design auf, das optionale Erweiterungen ermöglicht.

Bleiben wir aber zunächst noch bei der Ausstattung, die der Gold Note CD-1000 MKII ab Werk aufweist… Wobei, so einfach ist es auch da schon nicht, denn bereits hier gilt es anzuführen, dass beim Gold Note CD-1000 MKII zwei Optionen zur Verfügung stehen.

„Standard“ oder Deluxe Version?

Wie bereits erwähnt, erlaubt der Gold Note CD-1000 MKII die Nutzung seines D/A-Wandlers auch für externe Komponenten. Dafür ist er allen voran mit einer koaxialen als auch optischen S/PDIF-Schnittstelle als Eingang ausgestattet.

Dies stellt in diesem Fall die „Standard-Ausführung“ dar. Gold Note bietet aber auch eine Deluxe-Version des Gold Note CD-1000 MKII an, und da findet sich an der Rückseite als zusätzlicher digitaler Eingang ein asynchron arbeitender USB-Port, der den direkten Anschluss eines PCs oder Macs erlaubt.

Wandlungsfähig…

Damit nicht genug, unterscheidet sich die Standard- von der Deluxe-Version zudem durch den Wandler, der zum Einsatz kommt. Anzumerken ist, dass es sich in beiden Varianten letztlich um tadellose Bausteine handelt, denn bereits in der Standard-Version vertrauen die Entwickler auf einen hervorragenden Texas Instruments PCM1796 Burr-Brown DAC in Dual-Mono-Konfiguration, der Texas Instruments PCM1792A Burr-Brown DAC der Deluxe-Version ist qualitativ dann aber doch noch einen Tick darüber anzusiedeln, wie wir aus unserem Test des Gold Note IS-1000 wissen, der uns auch hier als Spielpartner diente.

Wie auch immer, beide Varianten verarbeiten Daten im Linear PCM-Format mit bis zu 24 Bit und 192 kHz, und zwar von allen jeweils zur Verfügung stehenden Schnittstellen.

Übrigens, welche Schnittstelle aktiv ist, wird mit den bereits erwähnten Tastern an der Front ausgewählt, selbst wenn dafür keine separate Beschriftung vorgesehen ist. Dies bedingt zudem, dass das Laufwerk leer ist, nur dann steht also der D/A-Wandler des Gold Note CD-1000 MKII auch externen Quellen zur Verfügung.

Herausragender CD-Transport…

Bislang beschäftigten wir uns mit vielerlei Merkmalen des Gold Note CD-1000 MKII, sodass man fast vergessen könnte, dass es sich letztlich ja um einen CD-Player handelt. Also, sprechen wir ein wenig über dessen primäre Aufgabe, und da dient ein ganz besonderer CD-Transport als Grundlage.

Der CD-Transport stammt von den ausgewiesenen Spezialisten StreamUnlimited Engineering GmbH aus Wien, wobei es sich um das Modell JPL-2800 handelt. Hierbei kommt ein Tray gefertigt aus Aluminium-ABS Compound zum Einsatz, sowie Edelstahl-Stangen geführt in POM Lager. Es handelt sich somit um eine überaus robuste Lösung, die gleichzeitig von den speziellen Dämpfungseigenschaften von ABS profitiert und damit eine ideale Grundlage für akkurates Auslesen der Daten bildet. Zudem öffnet und schließt das Laufwerk absolut „smooth“, sodass es schon ein Genuss ist, dies zu beobachten. Ja, es sind auch solche Details, die High-end vom Massenmarkt abheben…

Über den Wandler und dessen Dual-Mono-Aufbau haben wir ja schon gesprochen, festzuhalten bleibt noch, dass die diskret aufgebaute Ausgangsstufe ebenfalls vollsymmetrisch ausgelegt ist. Selbst die Stromversorgung ist als Dual-Mono Power Supply ausgelegt, man sollte also meinen, dass diesbezüglich keinerlei Wünsche offen bleiben.

Doch da wäre ja noch das besagte modulare Design des Gold Note CD-1000 MKII…

Modulares Design…

Wir haben es bereits erwähnt, an der Rückseite des Gold Note CD-1000 MKII findet sich so manch Schnittstelle, die für Erweiterungen offen steht, darunter auch zwei Ausgänge, die tatsächlich eine Besonderheit darstellen.

Bezeichnet sind diese zwei XLR-Buchsen mit „Tube“, verheissungsvoll also, selbst wenn der Gold Note CD-1000 MKII ab Werk eigentlich nichts mit Röhren zu tun hat. Aber, da finden sich im Angebot der Italiener die Lösungen Gold Note Tube-1006 Valve Output Stage sowie Gold Note Tube-1012 Valve Output Stage, mit denen der Gold Note CD-1000 MKII erweitert werden kann. Wie der Name unschwer erkennen lässt, handelt es sich hierbei um Röhren-Ausgangsstufen, die, so Gold Note, das beste zweier Welten vereinen sollen, Solid State und Röhre.

Damit nicht genug, direkt über dem Anschluss für eine herkömmliche Stromversorgung steht beim Gold Note CD-1000 MKII noch ein Anschluss mit der Bezeichnung PSU zur Verfügung, wobei hier die Gold Note PSU-1000 Power Supply eingebunden werden kann, um eine noch ausgeklügeltere Abschirmung gegenüber Einstreuungen aus dem Stromnetz zu garantieren.

Aus der Praxis

Nachdem wir uns nach dem ausführlichen Test des Gold Note IS-1000 dazu entschieden, dieses feine All-in-One zu erwerben, stand uns dieses natürlich als idealer Spielpartner für den Test des Gold Note CD-1000 MKII zur Verfügung. Dass dies schon allein auf Grund des von uns auch hier einmal mehr viel gepriesenen Designs der beiden Komponenten eine ideale Kombination ist, zeigt sich sofort wenn man diese nebeneinander im Rack platziert. So ergibt sich ein Anblick wie aus einem Guss, überaus edel und wirklich feinst anzusehen.

Aber auch darüber hinaus spielen die beiden Lösungen aus Italien wie ein eingespieltes Duo, speziell dann, wenn es sich um die „Deluxe“-Version des Gold Note IS-1000, und die Standard-Version des Gold Note CD-1000 MKII handelt. So profitiert man von den Vorzügen des hervorragenden Laufwerks und dem tadellosen DAC im Verstärker.

Wobei, lassen Sie uns nochmals ausdrücklich betonen, dass die Standard-Version des Wandlers im Gold Note CD-1000 MKII keinerlei Grund zur Beanstandung gibt, ganz im Gegenteil. Wir wagen sogar zu behaupten, dass man, entscheidet man sich für diese Standard-Version, bestens bedient ist, allein der direkte Vergleich offenbart erst, dass dann doch der bereits angedeutete Tick mehr geht…

Betrachten wir also zunächst genau diese Standard-Version des Gold Note CD-1000 MKII, analog verbunden mit dem Verstärker, um somit dessen Merkmale heraus arbeiten zu können.

Schon nach wenigen Takten fällt auf, dass CD eben keineswegs obsolet ist. Speziell wenn man CDs eigentlich für sich selbst bereits abgeschrieben hat und allein auf Streaming setzt, ist es, ganz wie bei Schallplatte, eine durchaus bemerkenswerte Erfahrung, ein Album mal wieder einfach zur Gänze durchspielen zu lassen, und nicht wie bei Streaming vielfach allein auf eine „Best of“-Playlist mit einzelnen Songs zu setzen. Eine Erfahrung, die man sich heutzutage viel zu selten gönnt, und die das Kunstwerk „Album“ wieder vollends zur Geltung bringt. Dies hat natürlich nur wenig mit dem Gold Note CD-1000 MKII direkt zu tun, sollte aber auch mal erwähnt werden.

Viel essentieller ist da schon, dass mit einem Player wie dem Gold Note CD-1000 MKII sofort klar wird, wie lausig eigentlich die Qualität vieler Streaming-Dienste ist, die man sich alltäglich allein aus Gründen der Einfachheit zumutet. Bei Streaming speziell von Diensten wie Spotify, Amazon Music HD oder Apple Music hat man keinerlei Einfluss darauf, in welcher Form ein Album vorliegt, vielfach werden hier die neusten Remaster genutzt, und die sind nur selten besser, als das „Original“, Loudness War sei hier nur als ein Stichwort erwähnt. Vielfach ist somit die „alte“ CD, die seit Jahr und Tag im Regal steht, um Klassen überlegen, abgesehen davon, dass besonders ambitionierte Musik-Liebhaber zudem auf spezielle Ausgaben ihrer Lieblingsalben setzen, wie etwa in Form von XRCD. Und die spielen, dies zeigte unser ausführlicher Streifzug durch die eigene CD-Sammlung eindrucksvoll, den ganzen Streaming-Schrott der großen Anbieter in Grund und Boden, selbst so manch als Hi-res Audio Remaster gepriesene Neuauflage…

Erst bei ausgewiesenen Spezialisten, die penibel darauf achten, welche Inhalte sie in ihr Repertoire aufnehmen, wird es für den Gold Note CD-1000 MKII enger, wobei man auch hier wohl zum Erstaunen vieler deutlich geringere Unterschiede zwischen CD und Datenstream aus dem Netzwerk ausmachen kann, als erwartet. Mitunter fällt es tatsächlich recht schwer zu erkennen, ob da nun von altbackenem optischen Datenträger gespielt wird, oder Bits aus dem Netzwerk wiedergegeben werden. Ein Umstand, der als glasklares Indiz für das herausragende Qualitätsniveau des Gold Note CD-1000 MKII zu werten ist.

Gönnt man sich die Deluxe-Version, so wird die Wiedergabe des Gold Note CD-1000 MKII noch souveräner, und davon profitieren in diesem Fall auch externe Quellen wie etwa ein TV-Gerät, das man hier einbindet. Ja, auch Streaming-Lösungen, die nicht mit hochwertigen Wandlern aufwarten können.

Die Deluxe-Version sollte man sich also allen voran dann gönnen, wenn man den Gold Note CD-1000 MKII etwa in Verbindung mit einer Vor- und Endstufen-Kombination aus dem Hause Gold Note einsetzt. Das Quäntchen mehr an Qualität ist es ganz klar Wert, ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen, davon sind wir auf Grund der Erfahrungen des Gold Note IS-1000 mit dem hochwertigeren Wandler, der auch in der Deluxe-Version des Gold Note CD-1000 MKII zum Einsatz kommt, überzeugt.

Dass damit aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist, optional eine Röhren-Ausgangsstufe und eine externe Stromversorgung angeboten wird, ist keine Selbstverständlichkeit, und spricht ebenfalls für den Gold Note CD-1000 MKII als herausragende High-end Lösung, die somit mit Fug und Recht als Referenz-System bezeichnet wird.

Auf den Punkt gebracht

Wer meint, dass Streaming längst einen CD-Player völlig obsolet macht, der sollte dieses Vorurteil anhand einer Lösung wie dem Gold Note CD-1000 MKII hinterfragen. Die italienische High-end HiFi-Schmiede liefert hier ein Laufwerk ab, das als State-of-the-Art Lösung das Beste aus dem „betagten“ Medium entlocken kann. Dass man hier die famose Signalverarbeitung auch weiteren digitalen Quellen zur Verfügung stellt, zwei Qualitätsstufen beim Wandler, zudem noch weitere Aufrüstoptionen offeriert, all dies spricht wie das edle Design und die tadellose Verarbeitung für den Gold Note CD-1000 MKII, der somit ganz klar in der Referenz-Klasse anzusiedeln ist und eine Empfehlung der Redaktion erhält.

9,0 (Herausragend)

The Good

  • Hervorragender Klang
  • beeindruckende Detailabbildung
  • hervorragende Dynamik
  • D/A-Wandler für weiterer Quellen zugänglich
  • vielfältig aufrüstbar
  • herausragendes Design
  • tadellose Verarbeitung

The Bad

  • Separater Taster für Eingangswahl wäre praktisch
9 Klang
7 Bedienung
9 Design
9 Preis/Leistung

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