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Gold Note PH-10 Phono Stage im Test - Kleiner Zauberkünstler…

Foto © Gold Note

Eine Phono-Vorstufe, die mit bemerkenswerten technischen Merkmalen und Möglichkeiten aufwartet, über eine geradezu intuitive Bedienung verfügt, mit einem beeindruckenden Design glänzt und zudem perfekt klingt, steht mit der Gold Note PH-10 zur Verfügung. Dies zeigt unser ausführlicher Test, wobei wir natürlich auch die optionale Stromversorgung Gold Note PSU-10 für noch mehr Souveränität ins Spiel brachten.

Kurz gesagt...

Gold Note verwandelt ein eigentlich profan wirkendes Tool wie eine Phono-Vorstufe in ein kleines Kunstwerk wie die Gold Note PH-10, das zudem herausragend klingt und höchsten Bedienkomfort bietet.

Wir meinen...

Um die Gold Note PH-10 Phono Stage mit einigen Worten zu charakterisieren, es handelt sich hierbei um eine Phono-Vorstufe, die nicht nur für MM als auch MC Tonabnehmer-Systeme ausgelegt ist, sie erlaubt gar den Anschluss von zwei Laufwerken, wobei sie flexibel auf die jeweiligen Tonabnehmer abgestimmt werden kann. Sie verfügt zudem über sechs EQ Kurven, wobei alles sehr komfortabel über ein graphikfähiges Display eingestellt wird. Ein ausgeklügeltes Schaltungskonzept garantiert optimale Ergebnisse und das tadellos verarbeitete Gehäuse mit stylishem Design ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben.
Hersteller:Gold Note
Vertrieb:TAD Audiovertrieb GmbH
Preis:Gold Note PH-10 Phono Stage € 1.390,-
Gold Note PSU-10 Power Supply € 950,-

Von Michael Holzinger (mh)
01.03.2020

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Müssen wir erwähnen, dass Vinyl seit Jahr und Tag eine wahre Renaissance feiert? Ja, denn für viele stellt die Schallplatte nicht nur eine Quelle dar, die man vielleicht nach Jahren wieder für sich entdeckt, sondern tatsächlich hat Vinyl das Potential, neue Musik-Liebhaber für das Thema HiFi im Allgemeinen, somit für die Musik-Wiedergabe auf hohem Niveau zu begeistern. Schallplatten-Spieler und alles, was dazu gehört, können auf einfachste Art und Weise vermitteln, dass es bei HiFi auf vielerlei Faktoren ankommt, um ein perfektes Ganzes zu erzielen, dass es Spass macht, da und dort zu experimentieren, einzelne Komponenten auszutauschen und zu vergleichen. Sie dienen somit geradezu als Paradebeispiel für die Idee des Hobbys HiFi. Wirklich alles hat bei Schallplatte sofort eine direkte Auswirkung auf das gesamte System, ist nicht nur unmittelbar zu hören, sondern kann - und dies ist ein immens wesentlicher Punkt - im wahrsten Sinne des Wortes „begriffen“ werden. Da geht es nicht um graue Theorie, vielmehr muss man direkt Hand anlegen, um etwa den Tonabnehmer zu wechseln, zu justieren, mit den Einstellungen der Phono-Vorstufe experimentiert, und vieles, vieles mehr…

In diesem Zusammenhang wird oftmals vergessen, dass gerade bei Schallplatte vergleichsweise geringe Investitionen reichen, um in die Materie in ihrer ganzen Tiefe einzusteigen, denn eins ist klar, selbst hochwertige Einstiegslösungen, spätestens Lösungen der Mittelklasse, liefern heutzutage bereits sehr gute Ergebnisse, vor allem, wenn man immer das Gesamtbild im Auge behält, sich also sehr genau überlegt, was man wie kombiniert.

Einer Komponente wird etwa eine ganz besonders wichtige Aufgabe zuteil, und zwar der Phono-Vorstufe. Dies wird vielfach gerade im günstigen und mittleren Segment vergessen. So verfügen erfreulicherweise immer mehr Verstärker über integrierte Phono-Vorstufen, abgesehen davon, dass diese zumeist allein für Laufwerke bestückt mit MM Tonabnehmer-Systemen ausgelegt sind, muss man diese vielfach eher so einstufen, dass sie eine nette „Draufgabe, aber eben keine wirklich optimale Lösung darstellen. Die Investition in eine zusätzliche Phono-Vorstufe macht sich somit eigentlich immer bezahlt. Dies gilt selbst dann, wenn man, wie zuvor erwähnt, ein Laufwerk und Tonabnehmer-System im unteren und mittleren Preissegment sein Eigen nennt, denn es ist tatsächlich stets aufs Neue bemerkenswert, was diese tatsächlich zu leisten im Stande sind, wenn ihnen die „richtige“ Elektronik zur Seite steht.

Phono Vorstufe, eine viel zu oft unterschätzte Komponente

Warum aber ist ausgerechnet die Phono-Vorstufe derart essentiell? Nun, die Antwort darauf ist sehr simpel, schließlich kommt ihr die Aufgabe zuteil, die für die korrekte Wiedergabe von Schallplatten unerlässliche Entzerrung vorzunehmen und die minimalen Spannungen, die ein Tonabnehmer-System liefert, bestmöglich zu verstärken, und zwar um ein Vielfaches. Grob gesagt kann man vom Faktor 100 sprechen. Was hier an Qualität verschenkt wird, ist durch nichts mehr wett zu machen…

Für diesen Test haben wir uns ein Modell ausgesucht, das geradezu als Paradebeispiel dafür dienen kann, wie eine moderne, innovative Phono-Vorstufe aussehen kann. Eine Lösung, die tadellose Signalverarbeitung mit flexibler Ausstattung, intuitiver Bedienung und edlem Design scheinbar spielend verbindet, und zwar die Gold Note PH-10 Phono Stage der italienischen High-end HiFi-Schmiede Gold Note.

Gold Note PH-10 Phono Stage aus der Gold Note Series 10

Die Gold Note PH-10 Phono Stage stellt, dies sei der Vollständigkeit wegen an dieser Stelle erwähnt, stellt nur eine von einigen Phono-Vorstufen der Italiener dar, aber auch eine der spannendsten. Mit der Gold Note PH-10 Phono Stage, auch dies sei nur am Rande erwähnt, begründete man die so genannte Gold Note Series 10, eine Produktreihe an besonders kompakten, gleichzeitig sehr edlen HiFi-Komponenten, die man mit Fug und Recht als moderne Lösungen für den aktuellen Zeitgeist bezeichnen kann, und die unmittelbar von den ausgewiesenen Referenz-Lösungen der italienischen Experten profitieren.

Um die Gold Note PH-10 Phono Stage mit einigen Worten zu charakterisieren, es handelt sich hierbei um eine Phono-Vorstufe, die nicht nur für MM als auch MC Tonabnehmer-Systeme ausgelegt ist, sie erlaubt gar den Anschluss von zwei Laufwerken, wobei sie flexibel auf die jeweiligen Tonabnehmer abgestimmt werden kann. Sie verfügt zudem über sechs EQ Kurven, wobei alles sehr komfortabel über ein graphikfähiges Display eingestellt wird. Ein ausgeklügeltes Schaltungskonzept garantiert optimale Ergebnisse und das tadellos verarbeitete Gehäuse mit stylishem Design ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben.

Solide und edel verpackt

Die Ingenieure von Gold Note sind seit jeher sehr darauf bedacht, die Wertigkeit ihrer Lösungen bereits bei der Konzeption des Gehäuses vollends zur Geltung zu bringen. Konkret bedeutet dies somit auch bei der für Gold Note vergleichsweise günstigen Gold Note Series 10 und damit der Gold Note PH-10 Phono Stage, dass hier die gleich hohen Maßstäbe angesetzt werden, wie bei ihren „ausgewachsenen“ Geschwistern.

Die Gold Note PH-10 Phono Stage weist somit ein geradezu massiv gestaltetes Gehäuse aus Aluminium auf, das mit äußerst beeindruckender Präzision gefertigt wird. Hierzu gehören auch jene Ausfräsungen an den Seitenteilen und der Oberseite, die aus rein praktischen Gründen für eine optimale Kühlung vorgesehen sind, gleichzeitig aber auch für ein sehr markantes, edles Erscheinungsbild sorgen. Für die hohe Fertigungskunst spricht auch, dass das Logo des Herstellers an der Oberseite nicht einfach aufgedruckt ist, sondern mittels Laser eingraviert wurde.

Die Gold Note PH-10 Phono Stage misst nicht mehr als 200 mm in der Breite, 260 mm in der Tiefe, und 80 mm in der Höhe, dennoch bringt sie 3 kg auf die Waage.

Wie üblich bietet das Unternehmen aus Florenz natürlich auch die Gold Note PH-10 Phono Stage in drei Varianten an, und zwar Silber, sowie Schwarz oder Gold eloxiert.

Ein genauer Blick an die Front, einer an die Rückseite…

Die Front ziert, wir haben es schon erwähnt, ein graphikfähiges 2,8 Zoll Farb-TFT-Display, ein Ausstattungsmerkmal, das man bei einer Phono-Vorstufe kaum findet, schon gar nicht, in dieser Preisklasse. Gleich daneben steht ein Drehgeber als einziges Bedienelement zur Verfügung, mehr braucht es aber dank eines durchdachten Bedienkonzepts auch nicht, denn, ausgeführt als Drucktaster, fungiert dieser Drehgeber nicht nur zur Justierung aller Parameter, sondern ebenso als Standby-Taster. Der Hersteller spricht hierbei von SKC Technology für Single Knob Control.

Der eigentliche Hauptschalter ist an der Rückseite zu finden. Hier stehen auch die zwei Eingänge zur Verfügung, beide ausgeführt als Cinchbuchsen-Paare. Die Ausgänge sind hingegen nicht nur als Cinch-Anschlüsse, sondern zudem auch als symmetrische XLR-Buchsen ausgeführt. Ein weiteres Ausstattungsmerkmal, das man in dieser Preisklasse nicht oft zu sehen bekommt und das Spielraum für eine flexible Einbindung in die HiFi-Kette liefert. Natürlich steht an der Rückseite auch der Stromanschluss für das integrierte Netzteil zur Verfügung, darüber hinaus aber auch ein als PSU beschrifteter Anschluss für die optionale externe Stromversorgung in Form der Gold Note PSU-10 Power Supply. Für künftige Erweiterungen steht zudem ein so genannter GN Port zur Verfügung, den man in ähnlicher Form von anderen Systemen aus dem Hause Gold Note kennt, um etwa eine externe Röhrenvorstufe mit ins Spiel zu bringen. Mal sehen, was das Unternehmen aus der Toskana hier künftig zu bieten hat…

Übrigens, fast hätten wir es vergessen, auch ein Micro USB-Port ist an der Rückseite zu finden, wobei dieser aber natürlich rein gar nichts mit dem alltäglichen Betrieb zu tun hat. Vielmehr ist dieser für Updates vorgesehen.

Vollständig diskreter Aufbau

Die Gold Note PH-10 Phono Stage setze bei den EQ-Kurven auf analoge Schaltungen, die mit integrierten Schaltungen der letzten Generation und rauscharmen Komponenten realisiert wurden, so der Hersteller, der von der absoluten Überlegenheit eines vollständig analogen Designs gegenüber digitalen Entzerrern überzeugt ist. Ausgewählt werden die Kurven nicht mit elektromechanischen, sondern elektronischen Schaltern, die deutlich effizienter arbeiten und eine um Klassen saubere Signalverarbeitung nicht zuletzt durch kürzeste Signalwege garantieren. „Digitaltechnik“ komme bei der Gold Note PH-10 Phono Stage allein für die Steuerung übers Display zum Einsatz.

Frisch ans Werk…

Wie bereits angeführt, zählen die mannigfaltigen Einstellmöglichkeiten zu den herausragenden Merkmalen der Gold Note PH-10 Phono Stage. Jeder der beiden Eingänge kann individuell justiert werden, sodass man gleichzeitig zwei Systeme anschließen kann.

Für jeden Eingang kann man zwischen MM und MC wählen, dies ist schon einmal bemerkenswert. Für MM Cartridges kann man zwischen neun verschiedene Lastwiderständen wählen (10 Ohm, 22 Ohm, 47 Ohm, 100 Ohm, 220 Ohm, 470 Ohm, 1 kOhm, 22 kOhm, 47 kOhm), wohingegen für MC Systeme die Impedanz mit 100 pF festgelegt ist. Dafür stehen für MM als auch MC jeweils vier Verstärkungsstufen zur Verfügung. Dies erlaubt eine sehr akkurate, feinfühlige Anpassung an jedwedes Tonabnehmer-System, sei es nun MM oder MC.

Hinzu kommen die bei der Gold Note PH-10 Phono Stage verfügbaren EQ Kurven, wobei hier natürlich die bekannte RIIA Entzerrung seit Jahr und Tag den aktuellen Stand der Technik darstellt. Hinzu kommen aber noch zwei „Exoten“, die aus den frühen Tagen der Schallplatten-Produktion stammen, und zwar die Entzerrung für Decca London sowie American CBS Columbia.

Oldies but Goldies…

Die heute übliche RIAA-Kurve wurde von der Recording Industry Association of America eingeführt, nachdem zuvor ein rechter Wildwuchs bei den Entzerrungskurven für die Schallplatten-Produktion herrschte. Ohne Industriestandard konnte letztlich jeder Produzent beim Mastering für Vinyl selbst entscheiden, wie die technologiebedingten Anpassung vorgenommen werden, also das Anheben der Höhen für einen größeren Abstand zum Rauschen bedingt durch die mechanische Abtastung, sowie die unbedingt erforderliche Absenkung im Bassbereich. Genau jene Maßnahmen also, die eine Phono-Vorstufe mit ihrer Entzerrung für die Wiedergabe wieder ausgleichen muss.

Allen voran zwei „Denkweisen“ standen sich „in the good old times“ gegenüber, und zwar jene der englischen Decca, und die der US-amerikanischen Columbia, Man könnte diese Alben zwar prinzipiell mit einer RIAA-Entzerrung abspielen, optimale Ergebnisse erzielt man dabei aber nicht. Wer in seiner Sammlung Alben aus den 1950er und frühen 1960er Jahren hat, der kennt diese Thematik, der er aber mit der Gold Note PH-10 Phono Stage perfekt entgegen treten kann.

Für jede der drei Kurven steht übrigens noch ein so genannter Enhanced Modus zur Verfügung, bei der jeweils die die obersten Frequenzbereiche leicht angehoben werden. Damit kommt man also in Summe auf die versprochenen sechs EQ-Kurven der Gold Note PH-10 Phono Stage.

Hinzu kommt übrigens noch ein so genannter Subsonic-Filter, der natürlich nicht fehlen darf um tieffrequenten Störungen entgegen wirken zu können.

Aus der Praxis

Für diesen Test stand uns allen voran ein feines Laufwerk aus dem Hause Gold Note zur Verfügung, und zwar ein Gold Note Valore 425 Plus bestückt mit einem tadellose Tonabnehmer-System aus Italien, dem Gold Note Donatello Gold. Aber nicht nur das, natürlich nutzten wir die flexiblen Anschluss-Möglichkeiten der Gold Note PH-10 Phono Stage dafür, gleich eine Reihe weiterer Laufwerke mit unterschiedlichsten Tonabnehmer-Systemen bestückt anzuschließen, zumal ja auch das einzigartige Bedienkonzept geradezu einlädt, zu experimentieren. Das ist schon ein ganz besonderer Anblick, wenn sich Laufwerk an Laufwerk auf dem Sideboard reiht…

Und damit wären wir schon bei einem klaren Pluspunkt, der für diese Lösung spricht, eben die intuitive Bedienung. Nicht nur, dass man sich allein mit dem Drehgeber elegant durch die verschiedenen Parameter hantelt und diese flink justiert, das Display zeigt auch alle Änderungen klar anhand einer Kurve an. Dies ist kein Vergleich zu den vielfach in diesem Bereich üblichen DIP-Switches, die man, über die Anleitung gebeugt, mit spitzem Finger versucht in die richtige On/ Off Kombination zu bringen. Übrigens, wen das Display im alltäglichen Betrieb stört, der kann dieses natürlich auch deaktivieren.

Wir wollen nun gar nicht ausufernd darüber philosophieren, wie die Gold Note PH-10 Phono Stage die Stärken aber auch so manch Schwäche der verschiedenen Laufwerke und Tonabnehmer-Systeme offenlegte, wesentlich ist, dass sie genau dies tut. Beeindruckend dabei war für uns zunächst aber, wie fein so manch eigentlich dem Einstiegssegment zuzuordnendes Laufwerk aufspielen kann, und das selbst sehr günstige Tonabnehmer-Systeme teils enormes Potential aufweisen, wenn, ja wenn ihnen die richtige Elektronik zur Seite steht. Und genau diesem Anspruch wird die Gold Note PH-10 Phono Stage vollends gerecht.

Als Messlatte diente uns aber natürlich allen voran das Laufwerk aus der Toskana, denn dieses spielt auch bei einem Blick in die Preisliste in der der Gold Note PH-10 Phono Stage angemessenen Region. Wobei, das mit dem Preis, das muss man dann schon etwas differenzierter sehen, denn die Gold Note PH-10 Phono Stage spielt auf einem Qualitätsniveau, das man in ihrer Preisklasse nicht erwartet.

Man ist fast versucht, von der sprichwörtlichen italienischen Eleganz zu sprechen, wenn man den Klangcharakter der Gold Note PH-10 Phono Stage beschreiben will. Stimmen werden mit einer beeindruckenden Natürlichkeit in Szene gesetzt, Instrumente mit all ihren Nuancen geradezu detailverliebt dargeboten. Alles hat einen geradezu beeindruckenden musikalischen Fluss, tönt stimmig und mit einer ausgeprägten Leichtigkeit aus den Lautsprechern. Man könnte fast meinen, dass keine Wünsche offen bleiben…

Wäre da nicht noch eine Option, die wir ebenfalls ins Spiel brachten, und zwar die optionale externe Stromversorgung in Form der Gold Note PSU-10 Power Supply.

Das externe Kraftwerk - Gold Note PSU-10 Power Supply

Wenn es jemals nur den Hauch eines Zweifels gab, dass eine hochwertige Stromversorgung allen voran einer Phono-Vorstufe gut zur Seite steht, dann sollte dieser mit der Kombination aus Gold Note PH-10 Phono Stage und Gold Note PSU-10 Power Supply endgültig und ein für alle mal aus der Welt geschaffen sein.

Dies ist bitte nicht falsch zu verstehen, die Gold Note PH-10 Phono Stage für sich allein genommen liefert bereits eine tadellose Darbietungsqualität, und zwar auf einem Niveau, das deutlich über ihrer Preisklasse liegt. Man wird also hoch zufrieden mit dieser Lösung sein, solange man nicht der Versuchung erliegt, die Gold Note PSU-10 Power Supply anzuschließen. Dann nämlich führt kein Weg mehr zurück.

Mit der Gold Note PSU-10 Power Supply gewinnt die Gold Note PH-10 Phono Stage nochmals an Ausdruck, zeigt sich noch leichtfüssiger in der Darbietung, und insbesondere noch souveräner im Antritt wenn es um die akkurate Abbildung der Dynamik geht. Erzielt wird dies durch eine vierfache Spannungsversorgung mit extrem störarmen Spannungsreglern rund um vier Transformatoren. Bei der Gold Note PSU-10 Power Supply werden drei für die eigentliche Stromversorgung, und einer für die induktive Filterung genutzt und damit nicht nur ein Höchstmaß an Leistung bereit gestellt, sondern zudem eine komplette Abschirmung gegenüber äußeren Störeinflüssen erzielt.

Natürlich bedeutet die optionale Stromversorgung eine doch erhebliche Mehrinvestition und schon für sich allein überzeugt die Gold Note PH-10 Phono Stage, aber wer es mal in der getunten Version hörte, will nicht mehr ohne Gold Note PSU-10 Power Supply.

Auf den Punkt gebracht

Fakt ist, die Gold Note PH-10 Phono Stage stellt eine bemerkenswerte Phono-Vorstufe dar. Sie überzeugt durch eine wirklich mitreissende Darbietung, die Vinyl so richtig in Szene setzt, mit all der Dynamik und Feinzeichnung über den gesamten Frequenzbereich hinweg. Dass sie dafür das volle Potential aus jedwedem Laufwerk bzw. Tonabnehmer-System ausschöpft, dafür sorgt ihre Flexibilität bei der Abstimmung, die zudem überaus leicht von der Hand geht, mehr noch, die Bedienung lädt gar zum Experimentieren ein. Schon für sich alleine spielt sie klar über ihrer Preisklasse. Setzt man zudem auf die optionale Gold Note PSU-10 Power Supply, so spielt sie sich in ganz klar in die High-end Klasse. Bezieht man zudem ihr kompaktes, aber überaus elegantes Auftreten mit ein, so handelt es sich fast um eine unwiderstehliche Kombination.

9,0 (Herausragend)

The Good

  • Detailreicher lebendiger Klang
  • packende Dynamik
  • immens vielseitig konfigurierbar
  • zwei Tonabnehmer lassen sich gleichzeitig anschließen
  • intuitive Bedienung
  • neben RIAA auch Decca und Columbia Entzerrung
  • beeindruckendes Design
  • hervorragende Verarbeitung
  • optionale Stromversorgung

The Bad

  • Kein Nachteil ersichtlich
9 Klang
10 Bedienung
9 Design
9 Preis/Leistung

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