CES 2011: Diese Lösung macht das Apple iPhone zur Universal-Fernbedienung, und zwar ohne lästigen Infrarot-Aufsatz." /> Sempre Audio

Griffin Beacon - Das iPhone als Universal-Fernbedienung

CES 2011: Immer mehr entwickeln sich mobile Devices, allen voran das Apple iPhone, der iPod touch und das iPad zur universellen Steuerungslösung für das vernetzte Heim. Das klappt perfekt, wenn es sich um Netzwerk-Devices handelt. Wenn es darum geht, Geräte über Infrarot zu steuern, so ist optionales Zubehör gefragt...

Von Michael Holzinger (mh)
07.01.2011

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Solange es gilt, Systeme zu steuern, die ins Netzwerk integriert sind, so kann dies in vielen Fällen problemlos mit Hilfe eines Apple iPhone, einem iPod touch oder dem iPad erledigt werden. Alle Systeme müssen dafür lediglich im gleichen Netzwerk eingeklinkt sein und eine entsprechende App auf dem mobilen Device von Apple installiert sein. Und die gibt es ja mittlerweile von etlichen Herstellern bzw. stehen eine Vielzahl an Universal-Lösungen verschiedenster Anbieter zur Verfügung.

Problematisch wird es aber, wenn es darum geht, HiFi- und AV-Komponenten zu steuern, die über keine Netzwerk-Schnittstelle verfügen und somit auf die bewährte Infrarot-Fernbedienung angewiesen sind. Weder das iPhone noch der iPod touch, und schon gar nicht das Apple iPad weisen eine derartige Schnittstelle auf und sind somit auf die ebenfalls bereits zahlreich am Markt erhältlichen Lösungen von Drittanbietern angewiesen. Diese Lösungen haben aber bislang einen entscheidenden Nachteil: bei allen musste man bislang einen im Prinzip eher lästigen Aufsatz an das iPhone, den iPod touch oder das iPad stöpseln.

Damit soll nun Schluss sein, meint der Zubehörspezialist Griffin Technology, der auf der CES 2011 in Las Vegas die Universal-Fernbedienungslösung Griffin Beacon vorstellt.

Die von Griffin Technology nunmehr präsentierte Lösung muss nicht mehr direkt mit dem Apple iPhone, iPod touch oder iPad verbunden werden, sondern wird einfach irgendwo im Raum platziert. Das besonders kompakte Gerät setzt lediglich eine Sichtverbindung zu den zu steuernden Geräten voraus, sollte also nicht wirklich versteckt werden. Die Stromversorgung erfolgt über zwei AA-Batterien, die laut Hersteller immerhin bis zu zwei Monate lang durchhalten. Ein Netzteil ist somit nicht erforderlich.

Die Kommunikation zwischen dem Griffin Technology Beacon und den mobilen Devices erfolgt über Bluetooth. Zwischen diesen beiden Komponenten muss also keine Verbindung hergestellt werden. Nicht einmal eine Sichtverbindung ist zumindest hier erforderlich.

Das kleine Gerät setzt die von iPhone, iPod touch oder iPad gesendeten Steuerbefehle in Infrarot-Signale um und steuert damit den Geräte-Park im HiFi- oder AV-Rack.

Die Software stammt jedoch nicht von Griffin Technology, vielmehr setzt man auf die bewährte Lösung Dijit, die auch im Zusammenspiel mit den bislang angebotenen Aufsteck-Modulen funktioniert. Nach Herstellerangaben umfasst die Bibliothek von Dijit weit über 200.000 Geräte und sollte somit für nahezu jedes Setup bereits bestens vorbereitet sein. Zur Not können natürlich über eine Lern-Funktion Kommandos auch von der Original-Fernbedienung übernommen werden. Die Software erlaubt nicht nur die individuelle Gestaltung der Oberfläche, ganz den eigenen Vorstellungen entsprechend, es können auch Befehlsabfolgen zu so genannten Makros kombiniert werden, sodass mehrere Funktionen mit einem Tastendruck abgearbeitet werden. Außerdem unterstützt die Software Multitouch-Gesten, sodass diesen ebenfalls einzelne Kommandos direkt zugeordnet werden können. Eher eine nette Spielerei, denn eine wirklich sinnvolle Draufgabe ist die Anbindung an die Social Media-Angebote Facebook und Twitter.


Laut Griffin Technology soll die neue Lösung zum Preis von US$ 79,99 im Fachhandel erhältlich sein. Allerdings will man sich derzeit noch nicht festlegen, wann es soweit sein soll. Vor allem muss man in diesem Fall mit einkalkulieren, dass die Lösung eventuell zunächst ausschließlich in den USA erhältlich sein könnte und erst mit einer Verzögerung auch hierzulande angeboten wird.


Michael Holzinger

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