Foto © Gryphon Audio Design

Gryphon Diablo 300 - Teuflisches wird besser…

Nicht weniger als das technisch und letztlich auch klanglich Machbare soll die neueste Generation des Gryphon Diablo 300 aufbieten können, und damit seiner vom dänischen Hersteller Gryphon Audio Designs zugedachten Rolle als ultimativer Stereo Vollverstärker der High-end Referenz-Klasse vollends gerecht werden.

Kurz gesagt...

Der Stereo Vollverstärker Gryphon Diablo wird in Form des Gryphon Diablo 300 auf den neuesten technischen Stand gebracht und soll damit seiner Rolle als High-end Lösung der Referenz-Klasse wieder vollends gerecht werden.

Wir meinen...

So wird ein Stereo-Vollverstärker seinem Namen wirklich vollends gerecht, denn die Leistungsreserven, die das neueste Modell der dänischen HiFi-Schmiede Gryphen Audio Design entfalten kann, sind garantiert geradezu teuflisch. Nicht weniger als zweimal 600 Watt stehen hier zur Verfügung, wenn man Lausprecher-Systeme mit 4 Ohm Impedanz einsetzt, gar 950 W pro Kanal bei 2 Ohm Impedanz. Und auch darüber hinaus weist der neue Gryphen Diablo 300 alle Merkmale auf, die ihn als exquisite High-end Lösung prädestinieren.
Hersteller:Gryphon Audio Design
Vertrieb:TAD Audiovertrieb GmbH
Preis:€ 15.500,-

Von Michael Holzinger (mh)
11.11.2015

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Vor rund zehn Jahren präsentierte die dänische HiFi-Schmiede Gryphon Audio Designs einen Stereo Vollverstärker, der selbst allerhöchsten audiophilen Ansprüchen genügen sollte, dessen Aufgabe es somit war, auch all jene HiFi-Enthusiasten vom Konzept eines Vollverstärkers zu überzeugen, die normalerweise auf eine Kombination aus Vor- und Leistungsverstärker setzen. Diese Aufgabe meisterten die Entwickler derart hervorragend, davon zeigt sich das Unternehmen überzeugt, dass der seinerzeit präsentierte Gryphon Diablo über Jahre hinweg als absolute Referenz in seiner Klasse galt.

Nun aber war es scheinbar an der Zeit, hier nachzubessern, sich dem Stereo Vollverstärker erneut zu widmen, und diesen auf den neuesten technischen Stand zu bringen, um auch künftig den Maßstab sowohl in technischer Hinsicht, aber insbesondere beim Klang setzen zu können.

Das Ergebnis dieser Bemühungen präsentiert Gryphon Audio Designs nunmehr in Form des Gryphon Diablo 300, der zwar prinzipiell das Konzept des ursprünglichen Gryphon Diablo fortführt, in nahezu allen relevanten Bereichen aber eine Neuentwicklung darstellt.

So konnten die Entwickler, eigenen Angaben zufolge, auf die Erfahrungen bei der Realisierung des Vorverstärkers Gryphon Pandora sowie dem Leistungsverstärker Gryphon Mephisto aufbauen. Bereits diese beiden Systeme erachtet man bei den Dänen als technologischen Durchbruch, sodass diese die optimale Basis für die Weiterentwicklung des Gryphon Diablo hin zum neuen Gryphon Diablo 300 bildeten.

Und tatsächlich, aus technischer Sicht fahren die Entwickler hier wirklich feinste Lösungen auf, etwa eine Fertigung mit modernstem Schaltungsaufbau mit Dual- und Four-Layer Prints, die höchsten qualitativen Ansprüchen genügen sollen, und natürlich ausschließlich mit strengstens selektierten, besonders hochwertigen Bauteilen bestückt sind. Der in Class A/B aufgebaute Verstärker Gryphon Diablo 300 soll eine extrem hohe Bandbreite abbilden können, diesbezüglich gibt der Hersteller einen Bereich zwischen 0,5 Hz und 350 kHz an.

Die Entwickler verweisen hier auf möglichst kurze Signalwege, sowie den Verzicht nahezu aller Direkt-Verdrahtungen. Selbst die Anschlüsse wurden direkt auf die Platinen integriert, um auch hier keinerlei Freiverdrahtung zu benötigen.

Der Gryphon Diablo 300 setzt auf einen True Dual-Mono-Aufbau, um auch diesbezüglich keinerlei Kompromisse einzugehen.

Zunächst setzten die Entwickler auf eine diskret aufgebaute Single-ended Class A Vorstufe, und das, was danach kommt, wird dem Namen des Produkts vollends gerecht. Denn: geradezu diabolisch ist die Leistung, die der neue Gryphon Diablo 300 entfalten kann. So liefert er bereits bei einer Impedanz von 8 Ohm 300 Watt, verdoppelt diese bei einer Impedanz von lediglich 4 Ohm, und ist zudem in der Lage, bei einer Impedanz von nur 2 Ohm satte 950 Watt aufzufahren. All diese Angaben beziehen sich in diesem Fall auf jeweils einen Kanal, wohlgemerkt!

Diese Leistungsreserven sollen dafür Sorge tragen, dass der Stereo Vollverstärker mühelos jedwedes Lautsprecher-System betreiben kann und stets akkurate Ergebnisse liefert.

Ermöglicht wird dies natürlich nicht zuletzt durch eine geradezu massiv ausgelegte Stromversorgung, wobei der Hersteller wörtlich von „massive overkill power supplies“, die auf einen bewusst überdimensionierten Ringkern-Transformator sowie Transistoren mit einer Siebkapazität von zweimal 68.000 microFarad setzt.

Natürlich erfordert eine derartige Leistung auch eine entsprechend optimierte Kühlung, wobei die dafür nötigen Bauteile elegant als integraler Bestandteil des Designs genutzt werden. Überaus elegant gelöst, Respekt!

Die Kontrolle der Lautstärke erfolgt zwar natürlich auf analoger Ebene, wird aber durch einen eigenen Kontroller digital gesteuert, und zwar in 43 Schritten

An Anschlüssen mangelt es dem Gryphon Diablo 300 keineswegs. Die Rückseite ist reichlich bestückt, allen voran natürlich mit geradezu massiven Anschlüssen für die Lautsprecher-Systeme, aber ebenso zwei symmetrischen Eingängen, ausgeführt als Neutrik XLR-Buchsen, sowie drei unsymmetrischen analogen Eingängen. Für Subwoofer stehen separate Anschlüsse zur Verfügung, zudem ist eine Integration in ein Surround-Umfeld möglich. Schnittstellen zur Integration in eine Steuerungslösung sind ebenfalls vorhanden.

Besonders interessant ist, dass der Gryphon Diablo 300 um Module erweitert werden kann, der entsprechende Schacht für diese Einschübe findet sich ebenfalls an der Rückseite. Hierfür bietet das dänische Unternehmen Gryphon Audio Design ein Digital-Modul sowie eine Phono-Vorstufe an.

Das so genannte Gryphon DAC PCM/DSD Module basiert auf dem Gryphon Kalliope D/A-Wandler und stattet den Vollverstärker mit fünf digitalen Schnittstellen aus, nämlich USB, AES/EBU, einem optischen sowie koaxialen S/PDIF-Eingang. Über die USB-Schnittstelle können PCs und Macs als Quelle dienen, wobei hier Audio-Daten im Linear PCM-Format mit bis zu 32 Bit und 384 kHz, sowie DSD-Daten prinzipiell mit bis zu DSD512 verarbeitet werden können. Letzteres gilt mit separaten Treibern für Microsoft Windows, die der Hersteller anbietet. Apple OS X kann DSD-Daten mit bis zu DSD128 verarbeiten, und selbst Linux wird unterstützt, wobei hierbei DSD128 mittels DoP verarbeitet wird. Die übrigen digitalen Schnittstellen sind in der Lage, Linear PCM-Daten mit bis zu 24 Bit und 192 kHz zu verarbeiten.

Das Phono-Modul soll sich mit einer herausragenden Qualität auszeichnen, wobei der Hersteller diesbezüglich allerdings nur zu Protokoll gibt, dass es sich um eine Phono-Vorstufe handelt, die sowohl für MM- als auch MC-Systeme ausgelegt ist.

Wie bei allen Produkten aus dem Hause Gryphon Audio Design spielt das Auftreten der Geräte eine besondere Rolle. Man setzt also auch beim neuen Gryphon Diablo 300 auf ein sehr markantes, aber durchaus sehr ansprechendes Design, das Funktionalität und Ästhetik zu verbinden weiss, wie wir bereits bei den Kühlelementen anführten.

Der Gryphon Diablo 300 weist ein komplett aus wirklich solidem Metall gefertigtes Gehäuse auf, wobei ein auf der Front angebrachtes Display sofort ins Auge sticht. Dieses lässt sich in mehreren Stufen dimmen und zeigt stets alle relevanten Informationen klar ersichtlich an. Links und rechts davon finden sich hintergrundbeleuchtete Touch-Sensoren, die eine Bedienung direkt am Gerät erlauben. Zudem ist natürlich eine Infrarot-Fernbedienung im Lieferumfang enthalten. Selbst diese Fernbedienung ist keineswegs „Standard“, sondern glänzt mit einem herausragendem Design und besonders wertiger Gestaltung.

Der neue Gryphon Diablo 300 ist bereits dieser Tage zum empfohlenen Verkaufspreis von € 15.500,- im Fachhandel zu finden.

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