HP setzt künftig nicht mehr auf Microsoft Windows Home Server

Es ist nicht irgendein Unternehmen, das Microsoft abhanden kommt. HP zählte nicht nur zu den ersten, die auf Microsoft Windows Home Server setzten, es war auch maßgeblich an der Entwicklung beteiligt und propagierte sehr massiv die speziell für den Heimanwender konzipierte Server-Lösung von Microsoft.

Von Michael Holzinger (mh)
05.12.2010

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Konzipiert ist Microsoft Home Server als zentrale Datenspeicherlösung für persönliche sowie multimediale Daten als auch zur automatischen Sicherung aller PC-Systeme im heimischen Netzwerk. Microsoft selbst bezeichnet derartige Systeme als Lösungen für das digitale Zuhause. Zu den wichtigsten Partnern Microsofts zählte neben Acer oder Asus auch HP. Mehr noch, HP war nicht nur einer der wichtigsten Launch-Partner von Microsoft, sondern maßgeblich an der Entwicklung dieser Server-Lösung für Privatanwender beteiligt.

Schon zum Start dieser Plattform zur CES im Jahr 2007 war aber absehbar, dass die Funktionalität, die von Microsoft Home Server abgedeckt wird, in Kürze von einer Vielzahl an mitunter deutlich kostengünstigeren Systemen übernommen werden kann. Und inzwischen kann man festhalten, dass alle Funktionen von jeder beliebigen NAS, ja selbst von so manchem Router mit entsprechender Ausstattung und ein wenig zusätzlicher Peripherie erledigt werden kann. Diese Lösungen gehen sogar noch deutlich weiter und sind in den meisten Fällen somit nicht nur deutlich flexibler, sondern viel günstiger.

Dies dürfte mit ein Grund dafür sein, dass HP nun bekannt gab, die Microsoft Windows Home Server-Plattform nicht weiter zu unterstützen. Die bislang angebotenen Systeme HP Mediasmart-Server werden noch abverkauft und natürlich weiter unterstützt, neue Systeme soll es aber keine mehr geben.

Microsoft verliert somit einen der wichtigsten Partner, gibt sich aber nach Außen hin bislang relativ unbeeindruckt von dem Schritt HPs. Man arbeite weiterhin mit Hochdruck an der neuesten Version des Microsoft Home Server, die derzeit unter dem Codenamen Vail geführt wird.

Die Entwicklung sei voll im Plan, sodass im ersten Halbjahr 2011 mit ersten Produkte zu rechnen sei. Bereits zur CES 2011 in Las Vegas, Anfang Januar will man Lösungen der neuesten Generation in Zusammenarbeit mit verbliebene als auch neuen Partnern vorstellen.

Michael Holzinger

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