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Hans Theessink - Benefiz-Konzert Blues for the bears

„Blues for the bears“… Was haben Bären, noch dazu Eisbären mit Blues zu tun? Viel, wenn niemand geringerer als Hans Theessink im Rahmen eines Benefiz-Konzerts ruft, um die völlige Neugestaltung der Eisbären im Wiener Zoo des Schloss Schönbrunn zu unterstützen.

Von Michael Holzinger (mh)
01.08.2014

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Es war einmal mehr ein ganz besonderer Abend, und zwar nicht allein deswegen, weil mit Hans Theessink einer der Blues &Roots Größen Österreichs auftrat, sondern allen voran weil der Abend des 31. Juli 2014 unter einem ganz besonderen Motto stand.

An diesem Abend hieß es nämlich „Blues for the bears“, und wer sich nun fragt, was Bären im Allgemeinen und in diesem konkreten Fall mit Blues verbindet, dem sei gesagt: rein gar nichts wohl. Außer, Hans Theessink stellt sich in den Dienst der guten Sache, und widmet ein Benefiz-Konzert der kompletten Neugestaltung des so genannten Franz Josef Land.

Diesen durchaus bewusst geschichtsträchtigen Namen trägt seit Mai diesen Jahres das völlig neu gestaltete Gehege der Eisbären im weltweit ältesten, und nunmehr kann man wohl auch wieder mit Fug und Recht von einem der weltweit schönsten Tiergärten sprechen, dem Tiergarten Schönbrunn.

Der Name bezieht sich natürlich auf die Geschichte um die Entdeckung und Erforschung der arktischen Region, die zu Zeiten der Österreichisch, Ungarischen Monarchie stattfanden. Die Verantwortlichen sahen dies als Tribut zu diesen Pionieren an, der neuen Eisbärenwelt den entsprechenden Namen zu verleihen. Auf rund 1.700 m2 können sich die Bären nun entsprechend ausleben, wobei verschiedenste Landschaften nachgebildet werden, die dem natürlichen Lebensraum der Tiere nachempfunden sind.

All dies war natürlich mit immensen Investitionen verbunden, und gerade in Zeiten knapper oder gar leerer öffentlicher Kassen ist es eine große Herausforderung, derartige Summen aufzutreiben.

Einen Teil dazu trugen nunmehr auch die Besucher des Konzert-Abends am 31. Juli 2014 bei, denn Hans Theessink stellte den Reinerlös dieser Veranstaltung dem Tiergarten Schönbrunn für die Finanzierung des besagten Franz Josef Land zur Verfügung.

Allerdings fand der Konzert-Abend eher bei den Orang-Utans statt, und zwar in der so genannten orang.erie, die tatsächlich bis auf den allerletzten Platz gefüllt war.

Vor allem „Stammgäste“, allen voran der Fan-Club von Hans, waren besonders darüber erfreut, dass Hans Theessink an diesem Abend eine teils von seiner letzten Tour völlig unterschiedliche Setlist spielte, wenngleich natürlich gewisse Fixpunkte aus seinen letzten Alben nicht fehlen durften. Auch ein extra für diesen Abend komponierter Song für die Bären war dabei, der durchwegs für Heiterkeit beim Publikum sorgte.

Besonders erstaunlich war einmal mehr die Leistung von Thomas Löffler, seit Jahr und Tag Tontechniker bei Hans Theessink. Gerade weil die orang.erie einer Kathedrale gleicht, akustisch also geradezu ein Albtraum ist, war es umso bemerkenswerter, welch erstklassigen der Meister an den Reglern des Mischpults in diese Halle zauberte.