Hans Theessink „Birthday bash“

Eigentlich unglaublich, aber im April letzten Jahres feierte Hans Theessink seinen bereits 60. Geburtstag. Wie es sich für ein derartiges Ereignis gehört, feierte Theessink dies im Kreise seiner Freunde. Diese Freunde sind aber allesamt Musiker, ganz außergewöhnliche, und die feiern auf ihre ganz spezielle Art und Weise in Form eines gemeinsamen Konzerts.

Von Michael Holzinger (mh)
06.06.2009

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An zwei Abenden versammelten Milica und Hans Theessink eine illustre Schar an nationalen und internationalen Künstlern im Wiener Metropol, und zwar am 5. und 6. April 2008, um den 60. Geburtstag von Hans Theessink in gebührender Weise zu feiern. Fans hatten an diesen beiden Abenden die Gelegenheit, unvergessliche Konzerte zu erleben.

All jene, die an diesen Abenden nicht selbst dabei sein konnten, aber natürlich auch die glücklichen, die diese Konzerte erleben durften, finden mit der CD „Birthday bash“ ein wahrlich einzigartiges Tondokument, das diese unvergesslichen Abende in perfekter Form festhält.

Hans Theessinks Album „Birthday bash“ enthält zwei CDs, beide randvoll gefüllt mit wirklich einzigartigen Stücken herausragender Künstler. Gemeinsam mit Hans Theessink und dessen Band spielten im Wiener Metropol Musiker wie Jack Clement, Gottfried Gfrerer, Terry Evans, Allan Taylor, Nalle & Knud Moller, Vlado Kreslin, Michael Seida, Jon Sass, Alee Thelfa, John Sheahan, Barney McKenna, Sean Cannon, Schiffkowitz, die Texas Schrammeln oder The Dubliners auf.

Der spezielle Reiz dieser zwei Abende und somit auch dieses Albums war bzw. ist, dass die Musiker ihre Werke teils gemeinsam mit Hans Theessink oder anderen Kollegen vortrugen und somit in mitunter gänzlich neuer Version präsentieren. Das Rückgrad der Konzerte bildete bei den meisten Künstlern Hans Theessinks Band. Am Schlagzeug saß Harry Stampfer, Erich Buchebner spielte Bass. Roland Guggenbichler war der Herr über die Tasten der Synthesizer, Orgel und des Klaviers.

Hans Theessink selbst tritt bei dieser Aufnahme bescheiden in den Hintergrund. Mit lediglich zwei Stücken - „Slow train“ sowie „Brand new dawn“ - eröffnet er das Album, um dann die Bühne vor allem seinen Gästen zu überlassen. Im Prinzip fand an diesen beiden Abenden eine hochkarätig besetzte Jam-Session statt. Theessinks Band fungiert als Hausband, Theessinks Gäste präsentieren ein oder zwei ihrer Werke, und das Geburtstagskind hängt sich irgendwann dran - „Take it, Hans...!“.

Gut, den ein oder anderen Take hätte man durchaus weglassen können. Peter Hofbauer, Hausherr im Metropol, „Happy Birthday“ intonieren zu lassen, mag zwar in den Rahmen des Abends gepasst haben, hätte aber nicht unbedingt auf der CD landen müssen. Auch Lukas Resetarits Version von Randy Newman‘s „Sail away“ ist nicht unbedingt ein Highlight, ebenso hat Donavan den Zenit seiner ohnedies nie wirklich überaus ausgeprägten Gesangskunst schon hörbar überschritten, dennoch sind es auch deren Stücke, die in Summe den ganz besonderen Reiz dieses Albums ausmachen und es zu einem wahren Tondokument machen. Aufgenommen wurde das Ereignis übrigens von Peter Cebul und Gerald Berthold. Peter Cebul übernahm auch das Editing sowie die Abmischung im Wiener T-On Studio. Das Mastering des Albums wurde von Horst Pfaffelmayer und Christoph Wimmer bei Gold Chamber Mastering mit einem bravourösem Endergebnis vorgenommen.

Mit „Birthday bash“ lässt uns Hans Theessink an einem einmaligen, unvergesslichen Ereignis teilhaben. Dieses Album ist ein einzigartiges Dokument einer Jam-Session mit hochkarätiger Besetzung, das durch die unterschiedlichsten Stile der Beteiligten begeistert, die hier ein außergewöhnliches Ganzes ergeben. Der ganz spezielle Charakter der zwei Konzertabende wurde von den Tontechnikern perfekt eingefangen, sodass sich die Spielfreude und Begeisterung der Musiker sofort auf den Zuhörer überträgt.

Michael Holzinger

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