Foto © Michael Holzinger - sempre-audio.at

Hermann Posch & Friends beim Stadblues Chill Out 2014 in Gaisruck


Eigentlich hätte es ja eine Präsentation seiner allerersten Solo CD werden sollen, aber es wäre nicht Hermann Posch, wenn er selbst bei einem derartigen Ereignis tatsächlich alleine auf der Bühne sitzen würde. So dauerte es nur ein paar Songs, und schon fanden sich einige langjährige Mitstreiter auf der Bühne ein, allen voran der Meister der Resonator-Gitarre, Gottfried Gfrerer, der ebenso wie zahlreiche andere Musiker auch auf „Cold River Blues“ zu hören ist.

Von Michael Holzinger (mh)
07.07.2014

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Ganz ehrlich, es wäre nicht Hermann Posch, wenn selbst die Präsentation einer Solo CD anders aussehen würde, als ein musikalisches Treffen von Freunden. So geschehen am Abend des 5. Juli 2014 im Rahmen des Stadlblues Chill Out 2014 in der kleinen Gemeinde Gaisruck, nicht unweit von Stockerau.

Ja, werte Leser, Sie haben richtig gelesen, es hat den Autor dieser Zeilen auch sehr erstaunt, dass es all der Jahre bedurfte, dass sich Hermann Posch, schlichtweg eine Legende schlechthin der österreichischen Blues-Szene, endlich dazu durchgerungen hat, tatsächlich erstmals eine Solo CD aufzunehmen. Auf etlichen Tonträgern ist Hermann Posch bereits zu finden, sei es nun unter eigenem Namen, oder im Zusammenspiel mit verschiedensten Kollegen, aber nie stand sein Name allein auf dem Cover. Nicht, dass es nicht zigfach möglich gewesen wäre. Nicht, dass es seine Fans seit Jahr und Tag urgierten. Nicht, dass es nicht mehr als ausreichend Songs für diese gäbe, es ist und bleibt allein der Tatsache geschuldet, dass sich Hermann Posch nur dann richtig wohl fühlt, wenn er eben nicht alleine musizieren „muss“.

Und so kam es eben auch bei der CD-Präsentation wie es kommen musste. Ja, ein paar Songs seines „Erstlingswerks“ bestritt der Künstler tatsächlich alleine, aber dann konnte er nicht anders, und bat allen voran seinen langjährigen Wegbegleiter und Freund Gottfried Gfrerer auf die Bühne, den Meister schlechthin an der Resonator-Gitarre. Und es war Hermann Posch ganz deutlich anzusehen, dass er sich in dieser Konstellation viel, viel wohler fühlte…

Und so richtig passte alles, als noch ein paar Musiker mehr die Bühne betraten, und mit Hermann Posch gemeinsam den weiteren Auftritt an diesem Abend im Stadl zu Gaisruck bestritten.

Wir verraten sicher nicht zuviel, wenn wir bereits hier anmerken, dass sich auch die „Solo CD“ ähnlich präsentiert. Auch wenn Hermann Posch allein bereits ein Erlebnis ist, selbstverständlich finden sich etliche Musiker-Kollegen ebenfalls auf der CD, die den vielsagenden Titel „Cold River Blues“ trägt, und wie gesagt, erstmals allein den Namen Hermann Posch auf dem Cover aufweist. Übrigens, der dezente Hinweis „handmade roots music“, ebenfalls auf dem Cover zu finden, ist durchaus als Gütesiegel zu verstehen, davon konnte man sich in Gaisruck bereits einen mehr als bemerkenswerten Eindruck verschaffen.