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HiFiAkademie Stream5 - Vorstufe als Medien-Zentrale

Foto © HiFiAkademie.de

Als moderne Musik-Zentrale soll sich die neue Lösung aus dem Hause HiFiAkademie präsentieren, der Stream5, der sich geradezu unscheinbar, aber durchaus elegant präsentiert und analogen wie digitalen Quellen zur Verfügung steht, mit Streaming übers Netzwerk und Bluetooth, sowie optionaler eigener Mediathek aufwarten kann.

Kurz gesagt...

Analoge und digitale Zuspieler, Streaming über Bluetooth und Netzwerk, die Wiedergabe lokal abgespeicherter Inhalte, all dies soll der neue Stream5 leisten können, den Hubert Reith von HiFiAkademie nunmehr präsentiert.

Wir meinen...

Stream5, diese Bezeichnung steht nicht nur dafür, dass es sich bereits um das fünfte Streaming-System aus dem Hause HiFiAkademie handelt, sie soll allen voran darauf hinweisen, dass diese neue Lösung fünf Signalarten unterstützt, und zwar analog, digital sowie Bluetooth, USB und Streaming übers Netz. Damit soll sich der HiFiAkademie Stream5 als universelle, moderne Musik-Zentrale für alle wesentlichen Quellen erweisen, als flexible Vorstufe, die insbesondere im HiFiAkademie PowerAmp 6S ihren optimalen Spielpartner zur Seite hat.
Hersteller:HiFiAkademie.de
Vertrieb:HiFiAkademie.de
Preis:HiFiAkademie Stream5 € 1.490,-
Optionales USB-Audio € 100,-
Optionale SSD 500 GByte € 250,-
Optionale SSD 1 TByte € 350,-
Optionale SSD 2 TByte € 750,-

Von Michael Holzinger (mh)
11.04.2018

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Das Unternehmen HiFiAkademie unter der Leitung von Hubert Reith kann bereits auf eine Vielzahl an HiFi-Lösungen verweisen, etwa diverse Verstärker-Systeme, aber auch D/A-Wandler sowie Streaming-Clients. Nunmehr präsentiert man jedoch eine besonders flexible Lösung, die man durchaus treffend als moderne Musik-Zentrale bezeichnet, den neuen HiFiAkademie Stream5.

Gleich vorweg, der neue Stream5 von HiFiAkademie präsentiert sich in einem durchaus bekannten Design des Unternehmens, und zwar im Stile des HiFiAkademie PowerAmp 6S, immerhin ein durchaus leistungsstarker „Zeitgenosse“, denn in Class D stehen hier zweimal 200 Watt zur Verfügung. Doch wie der Name unschwer erkennen lässt, handelt es sich hierbei allein um einen Leistungsverstärker…

Die entsprechende Vorstufe, die steht mit besagtem neuen HiFiAkademie Stream5 zur Verfügung. Mehr noch, es ist eine Vorstufe mit analogen als auch digitalen Eingängen, somit ein D/A-Wandler, aber ebenso auch ein Streaming-Client und auf Wunsch gar ein Medien-Server bzw. Player.

Der Stream5 präsentiert sich als überaus elegante Lösung, ja man kann hier zudem durchaus von kompakt und fast unscheinbar sprechen, schließlich misst der Stream5 nicht mehr als 300 x 210 x 67 mm und bringt es damit auf gerade einmal 3,8 kg. „Verpackt“ ist er in einem Aluminium-Gehäuse, wobei sich die Ober- und Unterseite im darauf resultierenden Metallic-Look, die Umrandung in dezentem Schwarz präsentiert.

Bedienelemente sucht man hier übrigens auf den ersten Blick vergeblich, und dies hat durchaus System. Die klare Intension der Entwickler war es, eine überaus flexible, aber ebenso simpel zu bedienende Lösung zu realisieren, sodass man einzig und allein vier dezente Taster samt Status LED an der Oberseite des Stream5 integrierte. Damit lässt sich aber auch wirklich alles Wesentliche steuern, und zwar die Wahl des Eingangs bzw. der Quelle, sowie die Lautstärke.

So spartanisch sich das System also von vorne präsentiert, so dicht gedrängt geht es an der Rückseite zu, um es überspitzt zu formulieren.

So findet man hier zunächst analoge Eingänge, und zwar zwei Stück an der Zahl und in Form von Cinchbuchsen-Pärchen. Der im Stream5 integrierte D/A-Wandler steht digitalen Quellen über zwei koaxiale und eine optische S/PDIF-Schnittstelle zur Verfügung. Zwei USB-Ports dienen dazu, um entsprechende Speichermedien anschließen zu können. Optional ist der Stream5 zudem mit einem weiteren USB-Port verfügbar, sodass er damit an einem PC oder Mac angeschlossen werden kann und somit als externes Audio-Interface fungiert.

Die Integration ins Netzwerk erfolgt beim Stream5 mittels Ethernet-Schnittstelle, der nach wie vor zuverlässigsten Art und Weise. Dennoch, auch auf ein integriertes WiFi Modul hat man nicht verzichtet, sodass man, ein entsprechend solides WLAN vorausgesetzt, auch „drahtlos“ arbeiten kann.

Wie könnte es anders sein, natürlich vertraut man bei HiFiAkademie rund um den Stream5 in erster Linie auf den einzigen echten Industrie-Standard beim Streaming, nämlich UPnP. Der Stream5 ist hier gar dlna-zertifiziert. Damit ist der Zugriff auf eigene Inhalte im Netzwerk möglich, etwa hinterlegt auf einer zentralen Netzwerk-Speicherlösung, einer so genannten NAS. Desweiteren kann man aber auch auf Internet Radio zugreifen, und zwar über den Dienst TuneIn. Diese technologische Basis ist zudem Garant dafür, dass dem Stream5 auch weitere Online-Angebote direkt zur Verfügung stehen, wie etwa TIDAL, Qobuz und nicht zuletzt das neue Angebot von HIGHRESAUDIO, HRA Streaming, das dieser Tage seinen Betrieb aufnimmt.

Selbstverständlich ist der Stream5 von HiFiAkademie in der Lage, alle relevanten Datenformate wiederzugeben, beginnend mit verlustbehafteten Daten im MP3, WMA oder AAC-Format, bis hin zu Hi-res Audio Inhalten als AIFF, WAV oder FLAC. Der Stream5 verarbeitet hierbei Daten mit bis zu 32 Bit und 192 kHz.

Nicht vergessen werden darf, dass der HiFiAkademie Stream5 auch Apple AirPlay unterstützt, vielleicht folgt ja auch noch Google Chromecast?

Für die direkte Verbindung mobiler Devices steht beim HiFiAkademie Stream5 Bluetooth zur Verfügung, wobei man auf ein Bluetooth Modul vertraut, dass neben SBC und AAC auch aptX unterstützt.

Neben der bereits erwähnten optionalen USB-Audio-Funktion kann der HiFiAkademie Stream5 noch mit weiteren Optionen aufgerüstet werden, etwa mit einem integrierten Datenspeicher. Hier stehen derzeit drei Möglichkeiten zur Verfügung, und zwar SSDs mit 500 GByte bzw. 1 und 2 TByte. Integriert man diese in den HiFiAkademie Stream5, so fungiert dieser als Musik-Player, wobei man die Daten einfach übers Netzwerk auf den Stream5 überträgt.

Überhaupt geht man bei HiFiAkademie die Sache bei dieser Lösung ein wenig anders an, als andere Hersteller. So gibt es für den HiFiAkademie Stream5 keine separate App, vielmehr verlässt sich der Hersteller - durchaus zu Recht - einerseits auf zahllose Apps, die es ohnedies bereits rund um UPnP gibt, aber allen voran auf eine Steuerung direkt über x-beliebige Web-Browser und damit ein ausgeklügeltes Web-Interface des HiFiAkademie Stream5. Damit sei sichergestellt, dass einerseits eine Plattform-unabhängige, stets einheitliche Oberfläche geboten wird, die zudem nichts an Funktionalität vermissen lassen soll. So können nicht nur alle zur Verfügung stehenden Quellen bis hin zu Online-Angeboten komfortabel gesteuert werden, auch eigene Inhalte werden natürlich inklusive aller relevanten Informationen dargestellt, bis hin zum Cover Artwork, das im Fall der Fälle gar automatisch gesucht wird. Natürlich lassen sich auch Playlists erstellen, und zwar medienübergreifend. Diese werden direkt am Gerät abgespeichert, stehen somit automatisch über jedes Control-Interface zur Verfügung.

Natürlich bedarf es für eine derartige Funktionsvielfalt einer entsprechend vielseitigen Plattform. So handelt es sich letztlich beim HiFiAkademie Stream5 um einen „PC“, was für den Anwender aber in keinster Weise ersichtlich sein soll. Der Vollständigkeit wegen sei dennoch erwähnt, dass hier ein 1,2 GHz Prozessor zum Einsatz kommt, dem 1 GByte RAM, weitere 4 GByte Programm-Speicher, sowie zumindest 64 GByte Datenspeicher zur Seite stehen. Ganz wesentlich ist natürlich, dass die Entwickler hier auf einen komplett Lüfterlosen Aufbau vertrauen, also eine effektive passive Kühlung setzten. Selbst das Surren einer Festplatte soll nicht stören, sodass man, wie beschrieben, allein auf SSD zur Erweiterung setzt. Und da es eben kein „PC“ im herkömmlichen Sinne, sondern tatsächlich eine hochwertige HiFi-Komponente ist, weist der HiFiAkademie Stream5 natürlich getrennte Spannungsregler für Audio, Digitalteil und Netzwerk-Komponenten auf.

Abschließend sei noch erwähnt, dass die Leistungsaufnahme des HiFiAkademie Stream5 nach Angaben des Herstellers nicht mehr als 5 Watt betragen soll, erstaunlich wenig und kaum mit anderen Lösungen der „IT-Welt“ rund um Streaming zu vergleichen.

Kommen wir abschließend auf die reine „Audio-Lösung“ zurück, die Vorstufe HiFiAkademie Stream5 ist mit zwei regelbaren analogen Ausgängen ausgestattet, und zwar einem Cinchbuchsen-Pärchen, sowie einem symmetrischen Ausgang in Form von XLR-Buchsen.

HiFiAkademie gibt für den HiFiAkademie Stream5 einen Verkaufspreis von € 1.490,- an. Hierbei handelt es sich um das Basis-Gerät, das ja bereits über aus vielseitig in Erscheinung tritt. Will man auf USB-Audio setzen, kommen € 100,- hinzu. Für die kleinste der drei verfügbaren Erweiterungen mittels SSD, konkret einer 500 GByte fassenden SSD muss man circa € 250,- hinzu addieren. Für die Option mit 1 TByte führt der Hersteller plus € 350,- und für 2 TByte plus € 750,- an, wobei auch diese beiden Angaben mit einen „circa“ versehen sind, schließlich ist das Unternehmen hier selbst von den ständig schwankenden Marktpreisen abhängig.

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