High End 2012: Gemeinsam mit dem norwegischen Label 2L setzt der deutsche Online Musik-Anbieter Highresaudio.com nun auf Downloads im DSD Format." /> Sempre Audio

Highresaudio.com und 2L setzen auf Downloads im DSD Format

High End 2012: DSD, diese Abkürzung steht für Direct Stream Digital und diese Technologie stellt die Grundlage für die, von Sony vor Jahr und Tag als Nachfolger der Audio CD entwickelten so genannten Super Audio CD, kurz SACD, dar. Ab sofort setzt der Online Store Highresaudio.com ebenfalls auf dieses Format, wobei die Inhalte das norwegische Label 2L beisteuert.

Von Michael Holzinger (mh)
13.05.2012

Share this article


Das deutsche Unternehmen Highresaudio.com zählt hierzulande zu den Vorreitern, wenn es um Download-Angebote in hochauflösender Qualität geht. Dabei verfolgt das Unternehmen unter der Leitung von Lothar Kerestedjian ganz bewusst die Strategie, weniger auf Masse, denn auf ein wirklich ausgesuchtes, handverlesenes Angebot zu setzen und damit eine eine ausgewiesen audiophile Kundenschicht mit besonders hohen Ansprüchen an die Qualität zu adressieren.

So machte man in den letzten Wochen etwa dadurch auf sich aufmerksam, dass man mit dem renommierten Label Act Music und somit einem der führenden audiophilen Label im Bereich Jazz handelseins wurde und deren Aufnahmen über das eigene Web-Angebot offeriert. Auch das Abkommen mit Universal Music Group und somit einem der führenden internationalen Labels schloss man erst ab, als absehbar war, dass entsprechende Titel aus dem immensen Katalog des Branchen-Giganten ebenfalls in der für Highresaudio.com adäquaten Qualität zur Verfügung stehen würden.

Zudem sei erwähnt, dass der deutsche Anbieter aus Berlin bereits seit rund einem Jahr ausgewählte Audio-Daten nicht nur in den üblichen Qualitätsklassen 16 Bit und 44,1 oder 48 kHz und somit zumindest „CD-Qualität“ sowie 24 Bit und 96 kHz bzw. 192 kHz anbietet, sondern zudem in 24 Bit und sogar 352,8 kHz offeriert.

Nun erweitert man das Angebot um ein weiteres interessantes Format, wenngleich auch hier die Zielgruppe wohl nur sehr überschaubar sein dürfte. Doch das wiederum scheint die Betreiber gar nicht zu stören, vielmehr ist man bestrebt, die Qualität auch weiterhin ganz bewusst hoch zu halten und mit diesem, erstmals im Rahmen der High End 2012 in München präsentierten Angebot die Messlatte einmal mehr etwas höher zu legen.

In Kooperation mit dem norwegischen Label 2L von Morten Lindberg präsentiert man erste Aufnahmen im Format DSD, also Direct Stream Digital und somit jenem Format, das etwa auch Sony für die als Nachfolger der Audio CD propagierten Super Audio CD einsetzt. Diese Technologie setzt nicht wie etwa die PCM-Technologie (Pulse Code Modulation) bei Audio CD auf eine lineare Wandlung mit 16 Bit und 44,1 kHz, sondern vielmehr auf eine Delta-Sigma-Modulation mit einer 2,8224 MHz Samplingrate. So soll ein deutlich höherer Dynamikbereich und ein ebenso größerer Frequenzbereich abgebildet werden, was aber auch zu einem rund viermal so hohen Speicherbedarf führt. Selbst wenn die aktuellen Festplatten-Preise deutlich höher sind, als sie schon einmal waren, so spielt mangelnder Speicherplatz aber keine wirkliche Rolle mehr bei modernen Streaming-Lösungen bzw. IT-Lösungen, die im Zusammenspiel mit hochwertigen externen Wandlern als zentrale Quelle in einem hochwertigen HiFi-System dienen.

So findet man zwar nur ein gutes Dutzend an Alben im DSD-Format, die zudem auch in den Formanten FLAC mit 24 und 96 kHz, 24 Bit und 192 kHz, aber auch FLAC mit 24 Bit und 96 kHz sowie 5.1 Surround angeboten werden. Diese Alben stehen zudem auch in den bereits erwähnten WAV-Format mit 24 Bit und 352,8 kHz zur Verfügung.

Interessant ist, dass die Alben mit einem Preis von lediglich € 30,- ausgewiesen werden, was in Anbetracht der Qualität erstaunlich günstig erscheint und nur etwas über dem Preis der Alben als Audio CD bzw. als hochauflösender Download im FLAC-Format mit 96 oder 192 kHz liegt. Allerdings wird es wohl nur wenige Anwender geben, die auch tatsächlich in der Lage sind, die Daten im DSD-Format wiederzugeben. Dies schaffen leider nur wenige aktuelle D/A-Wandler oder Software-Tools, sodass schon dadurch die Zielgruppe für dieses neue Angebot von Highresaudio.com vorerst zumindest überschaubar sein dürfte.

Share this article

Related posts