Hornmanufaktur Aurora - Göttin der Morgenröte...

Aurora, so der klingende Name des neuesten Lautsprecher-System der burgenländischen Lautsprecher-Schmiede Hornmanufaktur und dem Klangtüftler Gerald Hüpfel. Mit dieser Lösung, deren Name nach Herstellerangaben Bezug auf die römische Göttin der Morgenröte nimmt, entwickelte Hüpfel ein System, das nicht nur im klassischen Stereo-Segment, sondern ebenso für Heimkino-Anwendungen überzeugen soll.

Von Michael Holzinger (mh)
24.05.2012

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Im idyllischen Jennersdorf findet sich die Hornmanufaktur von Gerald Hüpfel, der sich, wie der Name seines Unternehmens unschwer erkennen lässt, vor allem der Entwicklung von Lautsprecher-Systemen auf der Basis von Horntreibern verschrieben hat. Breitband-Treiber in Kombination mit einem optimal angepassten Horn sind nach Ansicht des überaus engagierten und leidenschaftlichen Klangtüftlers wohl das am besten geeignete Konzept, um eine möglichst natürliche Klangwiedergabe zu erzielen. Und dieses Konzept setzt Hüpfel nunmehr bereits seit Jahr und Tag in verschiedensten überaus beeindruckenden Lautsprecher-Systemen um.

Das neueste Modell trägt die Bezeichnung Aurora, wobei dieser wohlklingende Name laut Gerald Hüpfel in Anlehnung an die römische Göttin der Morgenröte gewählt wurde. Dies passt perfekt in das Gesamt-Konzept, das der Entwickler mit diesem Modell verfolgt, denn die Aurora soll, so Hüpfel, das erste Modell der neuen Linie der Hornmanufaktur namens Diva darstellen.

Natürlich steht auch bei der neuen Aurora ein Breitband-Treiber samt Horn im Mittelpunkt des Konzepts - wie könnte es anders sein. Allerdings wird dieser durch etliche weitere sehr wesentliche Details „begleitet“, sodass insgesamt ein, im Vergleich zu bisherigen Lösungen des Entwicklers, doch neues, eigenständiges Gesamtsystem entstand, wobei Gerald Hüpfel aber dennoch seiner prinzipiellen Philosophie voll und ganz treu blieb.

Im Mittelpunkt der Konstruktion steht also auch in diesem Fall ein Breitband-Lautsprecher, der einen Durchmesser von 6,5 Zoll und eine Aluminium-Membran aufweist. Dieser strahlt den größten Teil des Hörspektrums, das der Entwickler mit einem Frequenzbereich von circa 40 Hz bis 13 kHz angibt, ungefiltert in den Raum. Die vom Treiber rückseitig abgestrahlten Bassanteile werden in ein Horn geleitet. Ein zusätzlicher phasenkorrigierter Bändchen-Hochton-Treiber erweitert diesen Frequenzbereich als so genannter Superhochtöner von 13 kHz bis hin zu 22 kHz.

So verzichtete der Entwickler auch bei der neuen Aurora eigenen Angaben zufolge auf Korrekturglieder um ein Höchstmaß an Schnelligkeit und Zeitrichtigkeit bei der Wiedergabe zu erzielen. Als Frequenzweiche kommt somit, laut Hüpfel, lediglich ein einziger, aber höchstwertiger passiver Bauteil zum Einsatz, wobei die Linearisierung des Frequenzgangs durch ganz spezielle konstruktive Maßnahmen erzielt wurde.

Etwa durch ein Gitter, das in diesem Fall weit mehr ist, als ein mechanischer Schutz der dahinter untergebrachten Treiber. Dementsprechend kann es in diesem Fall auch nicht entfernt werden, denn es dient dazu, das Rundumstrahlverhalten der Treiber zu verbessern, aber auch der Impedanzanpassung an das Luftvolumen der jeweiligen Hörsituation anzupassen. Das aus hochdämpfendem Acryl sowie einem akustisch durchsichtigem Akustikstoff gefertigte Gitter dient zudem dazu, dass etwaige Reflexionen, die am Hornmund auftreten, minimiert werden, ohne das dabei eine Welle an dieser „Grenzfläche“ reflektiert wird. Das Gitter ist also integraler Bestandteil des Gesamt-Konzepts.

So erlaubt es etwa, ein vergleichsweise kurzes Horn einzusetzen, und dennoch eine satte Basswiedergabe und alle übrigen Vorteile dieses Konstruktionsprinzips zu erzielen. Etwa einem sehr hohen Wirkungsgrad, der den Einsatz der Aurora selbst an Verstärkern mit geradezu minimaler Leistung von nur wenigen Watt erlaubt. So gibt der Entwickler an, dass die Aurora selbst an Verstärkern, etwa Röhrenverstärkern mit einer Leistung ab 5 Watt eingesetzt werden kann.

Laut Gerald Hüpfel eignet sich die neue Aurora, wie bereits eingangs erwähnt, nicht allein für die Musik-Wiedergabe, sondern ebenso für Heimkino-Systeme. Denn auch hier könnte das Lautsprecher-System der Hornmanufaktur mit Natürlichkeit und tiefer, fühlbarer Basswiedergabe überzeugen. Wobei der Anwender selbst die Charakteristik des Lautsprecher-Systems allein durch die individuelle Aufstellung in gewissem Maße beeinflusst werden kann. So kann die Aurora sowohl auf einer stabilen Fläche oder einem passenden Ständler platziert werden, wobei der Abstand zur nächsten Wand die Basswiedergabe entscheidend beeinflussen soll. Je geringer der Abstand etwa zur Rückwand oder Seitenwand, desto höher, so Hüpfel sei auch der Wirkungsgrad im Bassbereich.

Gerald Hüpfel bietet die neue Aurora seiner Hornmanufaktur eigenen Angaben zufolge in verschiedenen europäischen Holzoberflächen an. Zudem sei sowohl die Farbe des Gitters als auch des hinterlegten Akustikstoffs frei wählbar, sodass sich das Lautsprecher-System individuell jeder Wohnumgebung anpassen lässt. Anfragen richten Interessenten direkt an den Entwickler Gerald Hüpfel bzw. den Produzenten Hornmanufaktur in Jennersdorf.

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