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Im Test: Gold Note IS-1000, das High-end All-in-One…

Foto © Gold Note

Wie definiert man ein modernes HiFi-System am besten? Dieser Aufgabe stellten sich die Entwickler der italienischen High-end HiFi-Schmiede Gold Note und ihre Antwort liegt mit dem Gold Note IS-1000 vor. Diese Lösung vereint eine überaus flexible Streaming-Lösung mit einem leistungsstarken Stereo Vollverstärker, der sowohl für digitale als auch analoge Quellen bestens gerüstet erscheint, verpackt in ein edles Gehäuse mit italienischem Charme.

Kurz gesagt...

Feinste italienische High-end Tradition trifft auf modernste Ausstattungsmerkmale, verpackt in einem edlen, vielseitigen und leistungsstarken All-in-One System, so kann man den Gold Note IS-1000 wohl am besten beschreiben.

Wir meinen...

So manch renommierte Hersteller hat in den letzten Jahren mit innovativen Konzepten aufhorchen lassen, die durchaus diesen neuen Anforderungen der Kunden entsprechen, somit die klassischen High-end HiFi-Tugenden mit all den Möglichkeiten einer vernetzten Welt zu verbinden wissen. Auch aus Italien kommt so eine Lösung, und zwar von der renommierten High-end HiFi-Schmiede Gold Note in Form des Gold Note IS-1000. Das Konzept des Gold Note IS-1000 besteht darin, dass dieser einen modernen Streamer sowie einen DAC mit einem tadellos ausgestatteten Stereo Vollverstärker vereint, eine Strategie, die vollends aufgeht.
Hersteller:Gold Note
Vertrieb:TAD Audiovertrieb GmbH
Preis:ab € 4.200,-

Von Michael Holzinger (mh)
12.08.2019

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Dass die Welt der HiFi insgesamt in den letzten Jahren einem sehr starken Wandel unterworfen war, ist wohl unbestritten. Ebenso, dass daran nicht zuletzt auch die zunehmende Vernetzung der verschiedensten Welten, sprich, Unterhaltungselektronik sowie IT im weitesten Sinne, die Integration mobiler Devices sowie die damit einhergehende allgegenwärtige Verfügbarkeit von Daten aus dem Netzwerk maßgeblich verantwortlich ist.

Diese Veränderungen der technologischen Möglichkeiten haben natürlich allen voran einen Wandel im Nutzerverhalten, der Erwartungen und Anforderungen der Menschen bewirkt, wenn Informationen immer und überall verfügbar sind, sollten es auch Medieninhalte wie Musik, und zwar auf tunlichst einfache Art und Weise. Dies gilt natürlich nicht nur für die reine Consumer Electronic ausgelegt für den breiten Markt, sondern ebenso für Lösungen, die sich an eine mitunter sehr anspruchsvolle Kundenschicht richten, ja, es betrifft auch die ausgewiesene High-end HiFi.

Eine Herausforderung, der sich auch klassische High-end HiFi-Schmieden stellen müssen, wollen sie auch künftig neue Kunden ansprechen.

So manch renommierte Hersteller hat in den letzten Jahren mit innovativen Konzepten aufhorchen lassen, die durchaus diesen neuen Anforderungen der Kunden entsprechen, somit die klassischen High-end HiFi-Tugenden mit all den Möglichkeiten einer vernetzten Welt zu verbinden wissen. Auch aus Italien kommt so eine Lösung, und zwar von der renommierten High-end HiFi-Schmiede Gold Note in Form des Gold Note IS-1000.

Das Beste aus zwei Welten…

Ziel der Entwickler war es, mit dem Gold Note IS-1000 einen Streamer mit einem klassischen Stereo Vollverstärker direkt zu vereinen, wobei diese Verbindung keinerlei Kompromisse mit sich bringen soll, sondern tatsächlich das Beste zweier Welten in sich vereint.

So spricht das Unternehmen von einem „Super Integrated Amplifier“, einem „All-in-One for audiopiles“, Charakterisierungen also, die durchaus die Neugier erwecken, speziell dann, wenn man sich die übrigen Lösungen der Italiener aus Florenz in Erinnerung ruft, und die Geschichte, des immerhin über 20 Jahre erfolgreich am Markt agierenden Unternehmens Akamai s.r.l., das hinter der Marke Gold Note steht.

Und man führt genau diese 20 Jahre an Expertise auch direkt an, die in die Entwicklung des Gold Note IS-1000 geflossen seien, die somit die Basis für diese Komplett-Lösung, die auf modernsten Technologien und Komponenten basieren, und echte audiophile Klangqualitäten bei gleichzeitig flexibelster, einfacher Nutzung bieten soll.

Erster Kontakt…

Dass man es beim Gold Note IS-1000 wohl tatsächlich mit feinster High-end HiFi zu tun hat, wird bereits dann klar, wenn man diesen aus der Verpackung hievt. Ein kurzes Anheben des guten Stücks macht klar, dass hier äußerst solide gearbeitet wurde. Gemessen daran, dass man es hier mit einem ausgewiesenen All-in-One System zu tun hat, und gerade diese Klasse mitunter von so manchem ausgewiesenen HiFi-Enthusiasten „alter Schule“ als nicht wirklich vollwertig, gar als „Spielzeug“ angesehen wurde, präsentiert sich das Gold Note IS-1000 durchaus als wahres „Schwergewicht“. Nicht weniger als 18 kg gilt es, hier auf ein Lowboard oder Sideboard zu verfrachten. Und ja, wir sprechen hier bewusst nicht vom typischen HiFi-Rack, denn natürlich könnte man diese Lösung auch hier platzieren, letztlich erhebt der Gold Note IS-1000 aber auch den Anspruch, eine edle Lifestyle-Lösung zu sein. Dies bedeutet, dass man den Gold Note IS-1000 bewusst so auslegte, dass man letztlich keine zusätzliche Elektronik benötigt, sodass man auch auf ein klassisches Rack verzichten, und diese Lösung elegant auf einem edlen Möbel wie eben einem Lowboard oder Sideboard platzieren kann.

Die Entwickler entschieden sich hierbei letztlich für die üblichen Gardemasse, sprich, der Gold Note IS-1000 misst 430 mm in der Breite, weist eine Höhe von 135 mm, und eine Tiefe von 375 mm auf.

Steht der Gold Note IS-1000 erst auf einem Platz, so kommt man nicht umhin, die wirklich tadellose Verarbeitung zu bewundern. Das aus Aluminium gefertigte Gehäuse weist eine gebürstete Oberfläche auf. Als besonderen Blickfang findet man direkt an der Front zwei Einfräsungen, die einerseits das Embleme des Herstellers, zudem die Status LED und die Infrarot-LED flankieren. Abgesehen davon ist die Front sehr schlicht, lediglich ein Display steht hier zur Verfügung, sowie ein Drehgeber, doch dazu später mehr.

Auch auf der Oberseite findet sich das Embleme des Herstellers, aufwendig eingefräst in die massive Abdeckplatte.

Besonders bemerkenswert ist zudem, dass die Designer die unerlässlichen Kühlschlitze hier als kreative Elemente nutzen, die Ausfräsungen somit kreisförmig ausgeführt sind, wobei diese in den Seitenteilen fortgeführt werden.

Wahlweise steht der Gold Note IS-1000 in einer schwarzen, silbernen sowie goldenen Ausführung zur Verfügung, wobei unserem persönlichen Empfinden nach die erstgenannte Variante doch einen Tick mehr zeitlose Eleganz ausstrahlt, da diese ein wenig dezenter in Erscheinung tritt. Dies ist aber, um dies nochmals zu betonen, eine rein subjektive Einschätzung.

All das bislang rund um das Auftreten des Gold Note IS-1000 geschriebene spricht ganz und gar dafür, diese Lösung tatsächlich nicht in einem Rack zu „verstecken“, sondern diese wirkungsvoll auf einem eleganten Möbel in Szene zu setzen.

Zumal, auf Grund der hohen Integration beim Gold Note IS-1000 wird man nur wenige externe zusätzliche Komponenten benötigen, allen voran etwa einen Schallplatten-Spieler, und zur Not vielleicht noch einen CD-Player. Letztgenannten bieten die Italiener etwa mit dem Gold Note CD-1000 MKII in exakt passender Design-Linie an, sodass sich insgesamt wieder ein sehr elegantes, in sich stimmiges Bild ergibt.

Vollintegrierter Stereo Verstärker, DAC und Streamer…

Wie bereits beschrieben, besteht das Konzept des Gold Note IS-1000 darin, dass er einen modernen Streamer sowie einen DAC mit einem tadellos ausgestatteten Stereo Vollverstärker vereint. Dass die Entwickler hierbei auf bestehende Lösungen aufbauten, ist keineswegs ein Fehler, schließlich bezieht man sich als Referenz auf den Gold Note P-1000 Preamplifier sowie den Gold Note PA-1175 Power Amplifier, deren technische Innovationen als Grundlage für die Entwicklung des Stereo Vollverstärkers heran gezogen wurden.

Leistung darf sein, keine Frage…

Beginnen wir unsere Betrachtung beim Verstärker selbst, der als Class A/B High Current MOSFET Vollverstärker aufgebaut ist. Dass man hierbei nicht nur auf ein ausgeklügeltes Schaltungsdesign, sondern speziell selektierte Komponenten vertraute, versteht sich bei den Italienern als Selbstverständlichkeit.

Wer angesichts der Klassifizierung des Gold Note IS-1000 Bedenken bezüglich des Leistungspotentials hegt, dem sei gesagt, dass hier nicht weniger als zweimal 125 Watt an Lautsprecher-Systemen mit einer Impedanz von 8 Ohm, sowie gar zweimal 250 Watt an Systemen mit einer Impedanz von lediglich 4 Ohm zur Verfügung stehen. Ein Blick ins Innere verrät, dass hier eine potente Stromversorgung rund um einen Ringkern-Transformator mit entsprechender Unterstützung von vier Elektrolyt-Kondensatoren als Siebelemente für dieses Leistungspotential zur Verfügung stehen.

Hier überrascht auch, dass es sich beim Gold Note IS-1000 nicht um ein passiv, sondern aktiv gekühltes System handelt. So finden sich auf der rechten Seite der Platine zwar durchaus großzügig ausgelegte Kühlkörper, auf diesen sind aber zwei Ventilatoren aufgeschraubt, die im Betrieb aber nahezu nicht wahrzunehmen sind.

Zwei Details sollten hier nicht unterschlagen werden, und zwar einerseits die Möglichkeit, den Dämpfungsfaktor des Gold Note IS-1000 zwischen HIGH und LOW auszuwählen, sodass eine Anpassung an das jeweils eingesetzte Lautsprecher-System erfolgen kann. Die Auswahl HIGH eigne sich nach Angaben des Herstellers für große Lautsprecher-Systeme mit mittlerer und niedriger Empfindlichkeit und biete das Beste aus einem Solid State Amp. LOW sei hingegen optimal für hochempfindliche Lautsprecher-Systeme sowie Monitor-Lautsprecher-Systeme geeignet, da dabei der Gold Note IS-1000 mit niedriger Leistung arbeite.

Desweiteren sei die Vorstufe des Gold Note IS-1000 mit einer einzigartigen BOOSTER-Technologie ausgestattet, die eine optimale Ansteuerung der Lautsprecher-Systeme garantiert. Hier kann man zwischen zwei Stufen wählen um, selbst bei anspruchsvollen Lautsprecher-Systemen entsprechend stabile Leistungsreserven speziell im tiefen Frequenzbereich zu garantieren. Diese Funktion lässt sich aber auch komplett ausschalten.

Von Phono Preamp bis digital - Anschluss gesucht…

Beginnen wir mit der Betrachtung der Anschluss-Möglichkeiten, und die sind, dies sei verraten, mannigfaltig gegeben. So stehen gleich zwei Cinch-Buchsenpaare als analoge Option zur Verfügung, wobei sich hinter einem Pärchen gar eine integrierte Phono-Vorstufe verbirgt.

Dies ist zwar inzwischen wieder keineswegs eine Besonderheit, da auf Grund des nach wie vor ungebrochen anhaltenden Vinyl-Revivals eine derartige Option bei vielen Lösungen wieder zur Grundausstattung zählt, im Fall des Gold Note IS-1000 muss man aber in diesem Zusammenhang explizit hervor heben, dass es sich nicht um eine Integration handelt, die sich nicht allein allen voran im Datenblatt gut macht, sondern um eine wirklich ernstzunehmende Option für Vinyl-Liebhaber.

Der Hersteller spricht hierbei von einer Phono-Vorstufe, die auf dem Gold Note PH-10 Phono Preamplifier basiert.

So ist die Phono-Vorstufe nicht allein Laufwerken mit MM Tonabnehmer-Systemen vorbehalten, wie man dies vielfach vorfindet, sie eignet sich ebenso für MC Cartridges. Der Hersteller gibt für MM Tonabnehmer-Systeme 220 pF Kapazität und eine Verstärkung von 45 dB an, für MC Tonabnehmer-Systeme finden sich 470 Ohm Impedanz und 65 dB Verstärkung im Datenblatt.

Zudem sei darauf hingewiesen, dass die Phono-Vorstufe natürlich als separate Platine ausgeführt ist, mit ein Grund dafür dass diese - dies sei vorweg genommen - tadellose Resultate liefert.

Als weitere Anschluss-Möglichkeit für analoge Quellen steht ein symmetrischer Eingang zur Verfügung, ausgeführt als Paar XLR-Buchsen.

Die Umschaltung zwischen den Eingängen erfolgt mittels Relais, wobei man penibel darauf achtete, tunlichst kurze Signalwege zu realisieren.

Für digitale Quellen verfügt der Gold Note IS-1000 zunächst über eine koaxiale sowie gleich drei optische S/PIDF-Schnittstellen. Hier lassen sich also etwa TV-Gerät, SAT-Receiver und ähnliches einbinden, sodass man den Gold Note IS-1000 tatsächlich als universelle, zentrale Schnittstelle einsetzen kann. Auch ein USB-Port darf hier natürlich nicht fehlen, wobei dieser nicht zur Verbindung mit einem PC oder Mac, sondern einzig und allein für den Anschluss entsprechender Datenträger ausgelegt ist, somit als USB Typ A ausgelegt ist. Es findet sich an der Rückseite zwar auch ein Micro USB-Port, dieser ist allerdings allein Firmware-Updates vorbehalten, sofern man diese nicht ohnehin übers Netzwerk vornimmt, doch dazu gleich mehr.

Ach ja, dies sei nicht vergessen, natürlich verfügt der Gold Note IS-1000 auch über einen Vorverstärker-Ausgang, tatsächlich stehen hier sogar zwei analoge Ausgänge zur Verfügung, und zwar einmal geregelt, einmal mit fixem Pegel.

Schließen wir die Betrachtung der Schnittstellen vorerst ab, und führen gleich die Schraubklemmen für die Lautsprecher-Systeme an, die einen gewohnt soliden Eindruck hinterlassen und neben blanken Kabelenden auch fertig konfektionierten Kabeln zuverlässigen Kontakt bieten.

Es sei noch erwähnt, dass die Rückseite auch einen Trigger-Anschluss bereit hält, und sich hier auch der Hauptschalter findet.

Streaming - Für alles gerüstet…

Prinzipiell handelt es sich beim Streamer des Gold Note IS-1000 um einen dlna-zertifizierten UPnP-Streamer, der somit mit einer Vielzahl an Lösungen kompatibel ist. Dies betrifft einerseits die Datenquelle, sprich, eine zentrale Netzwerk-Speicherlösung, eine so genannte NAS (Network Attached Storage Device), und ebenso die Steuerung mittels Apps. Allerdings sei erwähnt, dass die Italiener dem Gold Note IS-1000 eine eigene App spendieren, auf die wir gleich noch genauer eingehen werden.

Der Gold Note IS-1000 ist in der Lage, über besagte App auf verschiedene essentielle Streaming-Angebote direkt zuzugreifen, sei es nun TIDAL, Qobuz, Spotify inklusive Spotify Connect, Deezer sowie Internet Radio über vTuner.

Dabei unterstützt er alle relevanten Datenformate, sei es nun MP3 MP4, AAC, WMA, AIFF, WAV oder FLAC. Er ist in der Lage, Inhalte kodiert in MQA zu verarbeiten und versteht sich auch auf die Wiedergabe von DSD, wobei auf DSD over PCM, kurz DoP gesetzt wird.

Bemerkenswert ist zudem, dass Gold Note nicht nur auf Spotify Connect als propriäteres Streaming-Protokoll setzt, sondern ebenso Apple-Anwender bedenkt und daher auch Apple AirPlay unterstützt.

Ein wirklich herausragendes Merkmal ist zudem, dass der Gold Note IS-1000 längst als Roon Ready zertifiziert ist, somit direkt in das Ökosystem rund um die Medien- und Multiroom Hi-res Streaming-Software aus dem Hause Roon Labs LLC. eingebunden werden kann. Damit ist einerseits sichergestellt, dass der Gold Note IS-1000 direkt als verfügbarer Client aufgelistet wird, und das Musik-Streaming basierend auf RAAT (Roon Advanced Audio Transport) Bit-perfect in Hi-res Audio geboten wird.

Zwei Optionen beim DAC…

Gold Note sieht für den Gold Note IS-1000 zwei Optionen rund um den integrierten D/A-Wandler vor. Da wäre zunächst die Standard-Ausführung, die mit einem Texas Instruments PCM1796 Burr Brown DAC setzt. Dies ist beileibe keine schlechte Option, denn dieser DAC gilt seit Jahr und Tag als Garant für tadellose Signalverarbeitung. Wer dennoch den Tick mehr an Qualität wünscht, dem steht die Gold Note IS-1000 DAC Deluxe-Version zur Verfügung, bei der auf einen Texas Instruments OCM1792A Burr Brown DAC gesetzt wird. In beiden Fällen gilt, es können Daten im Linear PCM-Format mit bis zu 24 Bit und 192 kHz, zudem DSD64 verarbeitet werden.

Integration ins Netzwerk

Der Gold Note IS-1000 bietet grundsätzlich zwei Möglichkeiten, ins Netzwerk eingebunden zu werden, und zwar klassisch über Kabel, oder auch über WiFi. Prinzipiell würde man ja sofort reflexartig dafür plädieren, auf das stets zuverlässig arbeitende Kabel zu setzen. Beim Gold Note IS-1000 ist dies aber nicht ganz so eindeutig.

Will man nämlich den Gold Note IS-1000 vollständig mit der bereits erwähnten App, der Gold Note IS-1000 Controller App steuern, so muss man auf WiFi setzen. Allein mit Kabel kann man die App zwar problemlos fürs Streaming nutzen, weitergehende Einstellungen wie Eingangswahl und direkte Lautstärke-Regelung sind nur über WiFi möglich - warum auch immer…

Dafür ist die Integration ins drahtlose Netzwerk aber vorbildlich gelöst, denn verfügt man über einen Router bzw. WiFi Access Point, der WPS unterstützt, erfolgt die Etablierung einer sicheren Verbindung nahezu auf Knopfdruck, zumal dieser Prozess ausführlich und selbst für absolute Laien im Bereich Netzwerk einfach nachvollziehbar im Handbuch beschrieben wird.

Vorbildliche Bedienung…

Wie Sie, werte Leser wohl schon aus bislang beschriebenem heraus lesen konnten, stehen beim Gold Note IS-1000 drei Arten der Bedienung zur Verfügung. Wobei, eine haben wir ja noch nicht erwähnt, nämlich jene, über die im Lieferumfang enthaltene Infrarot-Fernbedienung.

Und diese muss man ganz besonders hervor heben, denn es handelt sich um eine Fernbedienung, die aus Aluminium gefertigt, und wunderbar in der Hand liegt. Schön schwer, vermittelt sie sofort den Hauch von echtem High-end, kein Plastik-Riegel, bei dem sich der Hersteller ein paar Euro am falschen Fleck erspart.

Diese Fernbedienung ist zudem als System-Fernbedienung aufgebaut, die etwa einen zusätzlichen CD-Player aus gleichem Hause mit steuert.

Über die App muss man eigentlich nicht viel sagen, diese ist wirklich übersichtlich aufgebaut und im Kern eine UPnP Streaming-App, wie man sie von vielen Herstellern kennt. Auf sehr einfache Art und Weise kann man hier die Datenquelle auswählen, nach verschiedenen Kriterien suchen, und natürlich Playlisten verwalten. Audio-Tracks werden mit allen relevanten Informationen dargestellt. Einmal mehr sei erwähnt, dass bei einer Nutzung über WiFi auch Eingänge ausgewählt werden können und die Lautstärke direkt geregelt wird. Bei Anschluss allein über Kabel steht dies nicht zur Verfügung.

Besonders beeindruckt hat uns auch die Bedienung direkt am Gerät, wobei sich zeigte, dass es doch kein Fehler ist, zumindest einen kurzen Blick ins Handbuch zu werfen.

So waren wir schon kurz davor, das Fehlen eines Standby-Tasters anzukreiden, doch siehe da, den gibt es ja doch, auch wenn tatsächlich an der Front des Gold Note IS-1000 nicht mehr als das Farb LC-Display und ein Drehgeber zu finden sind. Dieser Drehgeber wird vom Hersteller als SKC bzw. Single Knob Control bezeichnet und kann somit nicht nur gedreht, sondern eben auch gedrückt werden. Drückt man ihn drei Sekunden, so erwacht das Gerät aus dem Standby.

Danach kann man mit dem Drehgeber in erster Linie für die Kontrolle der Lautstärke nutzen, durch kurzes Drücken wird daraus die Kontrolle für verschiedenste Funktionen, zuallererst natürlich die Wahl des Eingangs, aber auch weiterer Parameter. Also, ganz simpel: Drücken, sodass am Display ein Auswahl-Rahmen erscheint. Drehen, bis der Auswahl-Rahmen über der gewünschten Funktion steht. Nochmals drücken, sodass nunmehr durch Drehen der Parameter justiert werden kann. Ein erneutes Drücken bestätigt die Auswahl.

Abschließend sei erwähnt, dass ein Drücken drei Sekunden lang den Standby-Mode aktiviert…

Ja, Handbuch lesen mag etwas für Feiglinge sein, aber es hilft dann doch von Zeit zu Zeit immens…

Aus der Praxis

Es traf sich wunderbar, dass im Hause des Autors ein kleiner Umbau anstand. Es galt, das Wohnzimmer tatsächlich als solches zu nutzen, was allerdings damit einherging, so manch Elektronik und auch das bislang hier genutzte Lautsprecher-System endlich in den eigentlich dafür vorgesehenen, mit viel Aufwand optimierten separaten Hörraum zu schaffen. Natürlich war zu keiner Zeit geplant, künftig auf feinste HiFi im Wohnzimmer zu verzichten, allerdings den dafür nötigen „Geräte-Park“ auf ein wohnraumfreundliches Mindestmaß zu reduzieren. Das perfekte Umfeld also für den Gold Note IS-1000, zumindest, wenn man den damit verfolgtem Konzept der Entwickler folgt. Siehe da, es passte auf Anhieb.

Man könnte fast sagen, der Gold Note IS-1000 bietet sogar mehr, als man in vielen Fällen benötigt, speziell wenn es um digitale Schnittstellen geht. Konkret hatten wir nicht mehr anzuschließen, als den Fernseher, denn wenn man schon ein feines HiFi-System sein Eigen nennt, sollte man es auch für den bestmöglichen Fernsehton nutzen.

Dass wir auch auf einen Schallplatten-Spieler nicht verzichten wollen, versteht sich als Selbstverständlichkeit, aber wird es dafür eine separate Phono-Vorstufe benötigen?

Ganz klar, bereits nach kurzer Zeit stand zweifelsfrei fest, dass die beim Gold Note IS-1000 integrierte Phono-Vorstufe tadellos ihren Dienst verrichtet und somit fürs entspannte Genießen der ein oder anderen Schallplatte keine zusätzliche Phono-Vorstufe nötig ist.

Klar akzentuiert, dynamisch fein aufgelöst und über das komplette Frequenzspektrum hinweg detailreich präsentierten sich unsere Lieblingsscheiben, die nach und nach auf dem Plattenteller des EAT C-Sharp, bestückt mit Ortofon Quintet Black MC Cartridge, landeten.

Somit war von den zahlreichen digitalen Schnittstellen lediglich eine optische S/PDIF-Schnittstelle belegt, auf analoger Seite ebenfalls nur einer der drei verfügbaren Anschlüsse, ausreichend Reserven also für etwaige Erweiterungen, was auch immer künftig hinzu kommen mag…

Wobei, vielleicht kommt noch ein Bluetooth Receiver dazu, denn diese Funktionalität bildet der Gold Note IS-1000 nicht ab, und gerade im Wohnzimmer wäre es durchaus praktisch, dass Freunde ihre Songs etwa vom Smartphone direkt wiedergeben können.

Nachdem die Dame des Hauses den Wunsch hegte, dass nun endlich „Ihre“ schicken blauen Speaker im Wohnzimmer anstatt im Arbeitszimmer stehen sollten, bekam der Gold Note IS-1000 in Form der KEF Blade 2 die passenden Spielpartner, wobei zunächst der ein oder andere Zweifel daran aufkam, ob dieser diese doch mächtigen Speaker auch unter Kontrolle haben werde.

Doch siehe da, es klappte. Es klappte sogar famos, wie sich nach Stunden des genussvollen Musik Hörens erwies. Wobei als Quelle zunächst natürlich ganz im Sinne des sorgfältigen Testens allein unsere NAS über UPnP und Zuhilfename der Gold Note IS-1000 Control App diente. Kein Zweifel, die Entwickler haben hier das Bestmögliche heraus geholt, was dieser Industrie-Standard betreffend komfortabler Steuerung zu bieten hat.



Aber ganz ehrlich, nach kurzer Zeit wechselten wir doch zu Roon, denn dies muss man einfach eingestehen, Besseres gibt es derzeit nicht, wenn es um Musik-Streaming geht. Und da der Gold Note IS-1000 dies tadellos unterstützt, warum sollte man darauf verzichten?

Womit wir auch schon bei der abschließenden Frage angelangt sind, wie denn der Gold Note IS-1000 klingt. Eine Frage, die sich mit einem Wort beschreiben lässt: famos!

Der Gold Note IS-1000 überzeugt durch eine erstaunlich kräftige Wiedergabe, vor allem gemessen daran, dass es sich ja um ein All-in-One handelt. Die Beschreibung des Herstellers, es handle sich um ein audiophiles All-in-One, einen „Super Integrated Amplifier“, können wir auf Grund unserer gewonnenen Erfahrungen also nur unterschreiben.

Druckvoll und zudem akzentuiert im Bass, klar und prägnant in den Mitten, sehr schön gezeichnete Höhen, so liefert der Gold Note IS-1000 ein sehr homogenes, überzeugendes Klangbild, wobei man sich durchaus für eine etwas wärmere Abstimmung entschied, die aber nie auch nur um Ansatz den Verdacht des Schönfärbens erweckt. Was uns somit auch zum Fazit bringt:

Auf den Punkt gebracht

Gold Note liefert mit dem All-in-One System Gold Note IS-1000 eine famose Lösung ab, die es an nichts vermissen lässt und wohl als Paradebeispiel dafür dienen kann, wie man ein flexibles, kompaktes High-end HiFi-System realisieren muss, um dem modernen Lebensstil selbst anspruchsvoller Musik-Enthusiasten gerecht werden zu können. Dies beginnt mit einem Design, das italienischen Charme und Esprit vermittelt, einer Verarbeitung, die dem Begriff High-end bereits beim ersten Kontakt unterstreicht, einer Ausstattung, die im wesentlichen alles bietet, um viele Bedürfnisse abzudecken, und reicht hin zu einem Klang, der keinen Zweifel darüber aufkommen lässt, dass man fürs entspannte Genießen eigentlich gar mehr benötigt. All-in-One darf man hier also getrost wörtlich nehmen, denn mehr als ein Schallplatten-Spieler als perfekte Erweiterung, und natürlich ein Paar hervorragende Lautsprecher benötigt man hier nicht. Alles da, und zwar in tadelloser Qualität! Fantastico!

9,0 (Herausragend)

The Good

  • Überaus edles Design
  • Tadellose Verarbeitung
  • Fernbedienung mit hochwertiger Haptik
  • Einfachste Bedienung
  • Integrierte Phono-Vorstufe
  • Sehr guter Wandler
  • Ausreichend analoge und digitale Schnittstellen
  • Beeindruckende Leistung
  • Sehr ansprechender Klangcharakter

The Bad

  • Komplette Steuerung über App allein über WiFi
9 Klang
9 Bedienung
9 Design
9 Preis/Leistung

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