Iomega TV with Boxee - Auch Iomega setzt auf Boxee...

Boxee gilt als eine der flexibelsten und gleichzeitig intuitivsten so genannten Media Center- Lösungen. Die Software wird für verschiedenste Plattformen angeboten, etwa auch als spezielle Version für Hardware-Lösungen. Auf diese setzt nun auch Iomega beim neuen Iomega TV with Boxee, das dieser Tage mit und ohne integrierten Speicher für eigene Inhalte erhältlich sein soll.

Von Michael Holzinger (mh)
24.11.2011

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Zunächst etablierte sich die Software Boxee als Alternative zu Microsoft Windows Media Center sowie Apples eher erfolglose Media-Center-Lösung Front Row. Die Software steht sowohl für Microsoft Windows, Apple MacOS X als auch Linux zur Verfügung und zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie nicht nur auf lokale multimediale Inhalte wie Fotos, Video und Audio in den unterschiedlichsten Formaten zugreifen kann, sondern auch Online-Dienste und Inhalte nahtlos integriert. Diese Möglichkeit hat natürlich vor allem in den USA dafür gesorgt, dass sich diese Lösung sehr rasch großer Beliebtheit erfreute, denn am US-amerikanischen Markt stehen bereits jede Menge derartiger Online-Angebote aus den verschiedensten Bereichen zur Verfügung und gelten teils als ernstzunehmende Konkurrenz für altbekannte TV-Angebote über Kabel oder SAT. Die Software Boxee dient hier somit als zentrale Schnittstelle für all diese Dienste, sodass der Konsument mehr oder weniger sein eigener Programm-Chef ist und sich das Fernsehprogramm aus dem umfangreichen Angebot ganz nach den eigenen Wünschen zusammenstellen kann.

Dementsprechend richtetet sich die seit geraumer Zeit als eigenständige Lösung erhältliche Boxee Box von D-Link ebenfalls vorwiegend an Kunden auf dem US-amerikanischen Markt, selbst wenn diese Lösung seit einigen Monaten auch hierzulande angeboten wird. Und auch die neueste Umsetzung als Hardware-Lösung, die nunmehr der Speicher-Spezialist Iomega unter der Bezeichnung Iomega TV with Boxee auf den Markt bringt, wird vor allem mit Diensten beworben, die es hierzulande leider nicht gibt.

Dennoch kann sowohl die Software Boxee, als auch die Hardware-Lösungen Boxee Box von D-Link sowie die neue Variante Iomega TV with Boxee als überaus flexible Lösung eingesetzt werden, denn die große Stärke liegt in der breiten Unterstützung aller gängiger Formate für Audio, Video und Foto. Und das Angebot an passenden Online-Diensten ist auch hierzulande nicht zu verachten und wird ständig erweitert.

Iomega kündigte diese Lösung übrigens bereits zu Beginn dieses Jahres im Rahmen der CES in Las Vegas an - wir berichteten. Nun bietet das Unternehmen die neue Lösung rund um die Software Boxee in mehreren Versionen auch hierzulande an. So kann sich der Kunde zwischen einem Gerät ohne, und einer Ausführung mit integrierter Festplatte entscheiden wobei die letzte Variante mit einer Speicherkapazität von 1 oder 2 TByte angeboten wird. Alle drei Ausführung unterscheiden sich äußerlich nicht voneinander und präsentieren sich, im Gegensatz zur Boxee Box von D-Link, geradezu als schlichtes, kompaktes, in Schwarz gehaltenes Gerät, das mit Abmessungen von 24,5 x 22,7 x 4,6 cm problemlos in jedes noch so knapp bemessene HiFi-Rack bzw. TV-Möbel passt. Die Front ist sehr schlicht gehalten. Hier findet man lediglich den Hauptschalter sowie einen USB-Anschluss und eine Status-LED. An der Rückseite geht‘s schon etwas beengter zu, denn hier stehen neben einem HDMI-Ausgang auch analoge Ausgänge für Bild als auch Ton, eine optische TOS-Link Buchse für digitalen Ton sowie eine weitere USB-Schnittstelle und natürlich eine Netzwerk-Buchse zur Verfügung. Das Gerät kann zudem über WiFi ins Netzwerk eingebunden werden, wobei Iomega natürlich auf Wireless LAN nach IEEE 802.11n setzt.

Im Lieferumfang ist eine Infrarot-Fernbedienung enthalten, die auf der Oberseite nur ein paar Tasten zur Wiedergabesteuerung aufweist, an deren Rückseite jedoch eine kleine, aber vollständige QWERY-Tastatur zu finden ist. Damit können Inhalte in der eigenen Mediathek als auch Informationen und Inhalte Online natürlich viel eleganter gesucht und eigene Playlisten problemlos erstellt werden.

Im lokalen Netzwerk fungiert Iomega TV als UPnP AV bzw. dlna-zertifizierter Streaming-Client, der Fotos, Videos und Musik etwa von einer entsprechenden NAS (Network Attached Storage) abrufen und über das HiFi- bzw. AV-System sowie den Fernseher wiedergeben kann. Wer sich für ein Modell mit integrierter Festplatte entscheidet, kann Inhalte natürlich auch direkt auf dieser abspeichern. Ebenso lassen sich Wechselspeicher-Medien, sei es nun ein USB-Stick oder eine entsprechende Festplatte über die bereits erwähnten Anschlüsse nutzen.

In jedem Fall besticht Iomega TV dank Boxee durch die große Anzahl unterstützter Datei-Formate. Sowohl bei Audio, Video als auch Fotos dürfte es kein Format geben, mit dem die Iomega TV dank Boxee nichts anzufangen weiss. Diese können in den verschiedensten Surround-Formaten und in Full HD, also mit 1.080p und somit 1.920 x 1.080 Bildpunkten ausgegeben werden.

Selbst das Übertragen von Inhalten direkt vom Smartphone oder Tablet ist mit Iomega TV und Boxee kein Problem. Hier setzt man natürlich in erster Linie auf UPnP AV bzw. dlna und kann - entsprechende Apps auf dem Smartphone oder Tablet vorausgesetzt - sowohl Fotos, Videos als auch Musik direkt über WiFi übertragen. Interessant ist auch, dass selbst Apple AirPlay unterstützt wird, auch wenn es nirgends dediziert erwähnt wird. Jedenfalls ist dies bei unserer Boxee Box von D-Link der Fall und wird wohl auch bei Iomega TV möglich sein...

An Online-Diensten bietet sich hierzulande natürlich YouTube, FlickR, Twitter, Facebook usw. an. Hierfür stehen bereits zahllose so genannte Apps mit lokalen Inhalten zur Verfügung, wobei dies natürlich stark länderabhängig ist und Angebote etwa für Deutschland nicht unbedingt auch in der Schweiz und Österreich zur Verfügung stehen. Dies gilt also auch für den Zugriff auf Angebote von Rundfunk-Anstalten, die auch für Boxee in immer größerer Zahl zur Verfügung stehen.

Iomega TV with Boxee soll ab sofort im Fachhandel erhältlich sein. Der Hersteller gibt für die kleinste Lösung, also jene ohne integrierte Festplatte, einen empfohlenen Verkaufspreis von € 249,90 an. Die Ausführung mit Festplatte, deren Speicherkapazität 1 TByte beträgt, soll nach Angaben von Iomega zum Preis von € 359,90 erhältlich sein. Die Variante mit einer integrierten 2 TByte Festplatte wird zum Preis von € 399,90 angeboten.

Kostenlos gibt es in jedem Fall die passende App für Apple iPad im Apple iTunes App Store. Diese erlaubt es, Online-Inhalte als auch lokale Medien sehr komfortabel auszuwählen und darüber die Wiedergabe sehr elegant zu steuern.

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