Kabellose Stereo-Lautsprecher Parrot Zikmu by Philippe Starck


Zugegeben, wenn renommierte Designer ihre Finger mit im Spiel haben steht zumeist das Aussehen, und nicht immer Funktionalität und Leistung im Vordergrund. In diesem Fall aber erschufen der französische Designer Philippe Starck und das in Paris ansässige Unternehmen Parrot nicht nur ein wahres Kunstwerk, sondern ein überaus vielseitiges und in vielerlei Hinsicht außergewöhnliches HiFi Stereo-Lautsprechersystem.

Von Michael Holzinger (mh)
12.04.2010

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Der Leitspruch des französischen Unternehmens Parrot SA. lautet „Move wireless“. Demzufolge widmet man sich seit Jahr und Tag überwiegend der Entwicklung und dem Vertrieb von drahtlosen Lösungen für Mobiltelefone, wobei man hier ganz klar das Marktsegment für gehobene, außergewöhnliche Produkte im Fokus hat. Hier gilt das in Paris ansässige Unternehmen inzwischen als klarer Marktführer, der über die Jahre immer wieder mit herausragenden Produkten für Aufsehen sorgte.

Dies gilt unbestritten auch für das neueste Produkt, den Parrot Zikmu. Bereits in der Vergangenheit arbeitete Parrot mit international renommierten Designern eng zusammen und kreierte so eigene Design-Linien. Im aktuellen Fall sicherte man sich die Zusammenarbeit mit Philippe Starck, sodass die korrekte Bezeichnung des neuen kabellosen Stereo-Lautsprechersystems Parrot Zimu by Philippe Starck lautet.

Bei diesem System handelt es sich, um es auf die profane Grundfunktion herunter zu brechen, um ein Stereo-Lautsprechersystem, das durch seinen sehr geringen Platzbedarf und gleichzeitig einen immensen Funktionsumfang aus der Masse heraussticht. Das System ist so konzipiert, dass es im Zusammenspiel mit einem Apple iPod oder iPhone als eigenständiges HiFi-System fungiert, aber ebenso überaus flexibel Signale von den unterschiedlichsten Quellen entgegen nehmen kann.

Die komplette Elektronik als auch die Lautsprecher sind in zwei Klangsäulen integriert, die völlig frei im Raum platziert werden können. Einzige Vorraussetzung ist natürlich eine Steckdose zur Stromversorgung in unmittelbarer Nähe. Zwischen den beiden Komponenten selbst muss jedoch keine Verbindung hergestellt werden, da der zweite Lautsprecher seine Signale über Funk erhält. Dies ist allerdings bei weitem nicht die einzige herausragende Eigenschaft des neuen Systems aus Frankreich.

Denn da wäre natürlich zuallererst das ganz besondere Design des Parrot Zikmu. Philippe Starck kreierte hier ein System, das sich durch eine überaus schlanke und grazile Bauform auszeichnet und somit in keinster Weise an klassische HiFi-Systeme erinnert. Dennoch soll Form und Funktion hier in vollem Einklang stehen, so der Hersteller über das Produkt.

Die beiden Säulen weisen eine Höhe von 750 mm und am unteren Ende eine Breite von 320 sowie eine Tiefe von 290 mm, am oberen Ende schlanke 130 x 35 mm auf. Die Gehäuse verjüngen sich somit nach oben hin, sodass fast eine Art Tropfenform entsteht.

Am oberen Ende einer der beiden Klangsäulen steht ein Dock-Anschluss für Apples iPod sowie iPhone zur Verfügung, der somit die primäre Klangquelle darstellt. Darüber hinaus findet sich an der Unterseite des Hauptlautsprechers eine Stereo-Eingang in Form eines Chinch-Buchsenpärchens, sodass auch beliebige analoge Quellgeräte angeschlossen werden können.

Im Inneren der beiden Lautsprecher verrichten 3-Kanal Class-D Verstärker ihren Dienst, die eine Gesamtleistung von 100 Watt bieten. Diese Verstärker steuern über einen DSP (Digital Signal Prozessor) drei Treiber an, wobei lediglich der Basstreiber ein klassischer Lautsprecher ist. Es handelt sich hierbei um einen Basslautsprecher in Downfire-Anordnung und Bassreflex-System, der mit einem starken Neodym-Magnet ausgestattet im unteren Bereich der Klangsäulen angebracht ist. Die Innenstruktur des Basskörpers wurde laut Hersteller mit einer separaten Metallfassung verstärkt, sodass es zu keinerlei Klangverzerrungen kommen soll.

Für den Mitten- und Hochtonbereich ist eine auf der so genannten NXT-Technologie basierendes Flachpanel zuständig. Dabei handelt es sich um eine großflächige, rechteckige Membrane mit wabenförmiger Struktur, die über ein Paar, an ganz bestimmten Positionen angebrachten Erreger in Schwingungen versetzt wird.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Lautsprechern, die zumeist wie eine Punktschallquelle wahrgenommen werden, verfügt ein derartiges Flachpanel nach Ansicht des Herstellers über eine deutlich breitere Schallabstrahlungsfläche, sodass die Schallenergie viel homogener und gleichmässiger gestreut, und fast eine 360° Klangverteilung im Raum erreicht wird. Durch diese gleichmässige Ausbreitung des Schalls sollen Reflexionen an Wänden wesentlich diffuser sein, sodass störende Interferenzen vermieden werden.

So soll das Lautsprechersystem Parrot Zikmu den gesamten Raum mit einem sehr ausgewogenen Klang über einen Frequenzbereich von 50 Hz bis 20 kHz füllen können.

Wie bereits erwähnt wird in diesem Fall keine Verbindung zwischen den beiden Lautsprechern benötigt, da die Signalübertragung über Funk erfolgt. Damit allein waren die Entwickler von Parrot SA. aber nicht zufrieden, und statteten dieses System mit einem überaus vielseitigem Funk-Modul aus, das eben weit mehr kann, als lediglich den zweiten Speaker mit Signalen zu versorgen.

So enthält das System von Parrot ein Bluetooth-Modul, sodass jedes entsprechend ausgestattete Mobiltelefon als Klangquelle genutzt werden kann. Einzige Vorraussetzung ist die Unterstützung des so genannten A2DP (Advanced Audio Distribution Profile). Damit kann aber auch ein entsprechend ausgestattetes Notebook Audio-Daten direkt an das Stereo-Lautsprechersystem von Parrot übertragen. Wird zudem AVRCP (Audio Video Remote Control Profile) unterstützt, so ist auch eine komplette Steuerung über Bluetooth möglich, und zwar in beide Richtungen. Man kann also z.B. die Lautstärke direkt mit dem Handy steuern, oder aber mit der Fernbedienung des Systems durch die Wiedergabeliste am Notebook switchen.

Als wäre dies noch nicht genug, verfügt das Parrot Zikmu by Philippe Starck zudem über ein integriertes Wireless LAN-Modul nach IEEE 802.11 b/g und ist dlna-zertifiziert. Somit kann es direkt als Streaming-Client in ein drahtloses Netzwerk eingebunden werden und Musik von einer zentralen Speicherlösung, aber natürlich auch von einem PC oder Mac mit entsprechender Software sowie ebenfalls dlna-zertifizierten AV-Komponenten wiedergeben. Eine entsprechende Steuerungs-Software für Microsoft Windows XP, Vista und Windows 7, aber auch Apple MacOS X bietet Parrot übrigens auf der Unternehmens-Webseite als kostenlosen Download an. Hier verweist das Unternehmen auch darauf, dass man die Wiedergabe in einem drahtlosen Netzwerk auch mit jedem beliebigen Web-Browser erledigen und somit auch z.B. Apples iPhone mit Safari dafür nutzen kann.

Zu guter Letzt sei erwähnt, dass dieses System über den bereits erwähnten DSP diverse Equalizer-Einstellungen erlaubt, die über Presets verwaltet werden. Eine Fernbedienung ist im Lieferumfang enthalten und über Bluetooth sollen künftige Software-Updates eingespielt werden können.

Parrot Zikmu by Philippe Starck wird zur Zeit in der Farbvariante Classic Black angeboten. Laut österreichischem Vertrieb Audio Tuning Vertriebs GmbH sollen im zweiten Quartal zudem die Varianten Arctic White, Pearl Grey sowie Lime Sorbet hinzu kommen.

Der Vertrieb gibt für das Parrot Zikmu by Philippe Starck einen unverbindlichen empfohlenen Verkaufspreis von € 1.299,- an. Es ist ab sofort im Fachhandel erhältlich.

Michael Holzinger

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