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Konzert-Tipp - Hans Theessink und Ernst Molden in der Sargfabrik

Als einen Abend großer Sehnsüchte und ihrer beiläufigen Erfüllung beschreiben Hans Theessink und Ernst Molden ihr Konzert, zu dem sie erneut zusammen finden, und zwar am Abend des 12. Dezember 2014 ab 20:00 in der Wiener Sargfabrik.

Von Michael Holzinger (mh)
05.12.2014

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Er durchstreift musikalisch die komplette USA, von Chicago bis hinunter ins Mississippi-Delta, hat von den größten des Blues- und Roots gelernt, und in nunmehr 50 Jahren Bühnenerfahrung seinen ureigensten Stil entwickelt, und gilt seit Jahr und Tag selbst zu den größten des Genres. Geboren in Holland, sein Pass is dänisch, sein Lebensmittelpunkt der 16. Bezirk in Wien: Hans Theessink.

Der 16. Bezirk, der ist schon fast zu weit, entfernt, denn das ist nicht sein ureigenstes „Grätzl“. Wirklich wohl, da fühlt er sich eher im Herzen Wiens, wobei, auch nicht ganz. Der 3. Bezirk, der liegt genau richtig. Ein wenig abseits des Trubels im innersten, aber dann doch nicht zu weit in der Peripherie, um musikalische Wanderungen zu unternehmen, die ohnedies keine Grenzen kennen, und die, abgesehen vom Wiener Dialekt, ebenso in New Orleans, Chicago oder sonst wo spielen könnten: Ernst Molden.

Auch wenn es auf den allerersten Blick also nicht so aussehen mag, und hier zwei gänzlich unterschiedliche Musiker aufeinander treffen, nach wenigen Takten steht fest, hier haben sich zwei rastlose Wanderer gefunden, zwei Hobos, deren musikalische Quintessenz nicht ähnlicher sein könnte, und die sich geradezu perfekt ergänzen.

Was sie allen voran verbindet, dass sind die Geschichten über die Sehnsucht, die vielleicht stets unerfüllte Liebe, der schmale Grat zwischen Hoffnung und Verzweiflung, wobei dies alles interessanterweise in zahllosen Outlaw-Songs und Gauner-Nummern zu finden ist, und zwar in höchst konzentrierter Form, und vor allem, wenn diese von Hans Theessink und Ernst Molden vorgetragen werden.

Davon kann man sich einmal mehr am Abend des 12. Dezember 2014 ab 20:00 in der Wiener Sargfabrik überzeugen. Karten für diesen Abend sind unter anderem direkt an der Abendkasse erhältlich, und zwar zum Preis von wohlfeilen € 25,- Allerdings sollte man sich in diesem Fall nicht darauf verlassen, auch tatsächlich unmittelbar vor dem Konzert noch Karten ergattern zu können…

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