IFA 2010: High-end Komponenten mit bahnbrechender Technologie und zeitgenössischem skandinavischem Design verspricht Libratone für die Speaker beat." /> Sempre Audio

Libratone Beat - „Schnurlose“ High-end Lautsprecher?

IFA 2010: Das ist eine Ansage: High-end Lautsprecher auf der Basis bahnbrechender Technologien und zeitgenössischem skandinavischem Design, nicht weniger sollen die neuen Libratone Beat sein, die das dänische Unternehmen erstmals zur Internationalen Funkausstellung in Berlin präsentierte.

Von Michael Holzinger (mh)
07.09.2010

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Eigenen Angaben zufolge stellte das dänische Audio-Unternehmen Libratone auf der IFA in Berlin mit dem Libratone Beat den weltweit ersten schnurlosen High-End-Lautsprecher vor. Nun, wir erlauben uns an dieser Stelle die Vermutung zu äußern, dass dies einige Mitbewerber Libratones anders sehen werden, vor allem nicht nur dezitierte High-end Hersteller, sondern vor allem all jene, die bereits ähnliche Lösungen auf den Markt gebracht haben. Aber, sei es wie es sei, Nach Ansicht Libratones handelt es sich bei den Beat um einen aktiven Lautsprecher, der die Sound-Qualität von Apples iPod, iPads, iPhones sowie Macs und PCs auf ein neues Niveau heben soll. Und dies natürlich ohne lästige Kabel, also allein durch eine drahtlose Übertragung der Audio-Signale. Der Begriff „schnurlos“ ist hier aber dennoch vielleicht ein klein wenig falsch gewählt...

Fakt ist, die neuen Speaker von Libratone sehen wirklich schick aus. Das in Kopenhagen ansässige Unternehmen steht somit in bester skandinavischer Design-Tradition und setzt auf ein zeitgenössisches, sehr ansprechendes, klares Design mit - nach eigenen Angaben - qualitativ hochwertigen Materialien.

Nach Ansicht von Libraton soll es sich bei den Beat um keinen gewöhnlichen Lautsprecher handeln. Vielmehr soll dieser einem Instrument gleichen, das seinen Klang gleichmässig in den Raum abstrahlt, sodass dieser von den Wänden reflektiert wird. Der Zuhörer wird somit von allen Seiten mit Klang beschallt, sodass er sich immer im so genannten Sweet Spot, also jenem Punkt, an dem der Klang eines Sound-Systems am Besten zur Geltung kommt, befindet. Das skandinavische Unternehmen nennt dies FullRoom-Technologie und setzt dabei nach eigenen Angaben auf „...ultra High-end Komponenten“ und hochentwickelte Digital Signal Prozessoren, kurz DSP. Damit soll eine Klanggüte erzielt werden, die bislang nur in Studio-Lautsprechern zu finden war, so die Aussendung von Libratone.

„Warum soll hochwertiger Klang ein Privileg der HiFi-Enthusiasten oder professioneller Anwender sein? Wir möchten außergewöhnlichen Sound für eine breite Masse erlebbar machen. Wir möchten Musik freilassen.“ So das Statement von Jes Mosgard, CTO bei Libratone.

Prinzipiell hat der Mann ja Recht, und eine ähnliche „Mission“ verfolgen auch alle anderen renommierten Hersteller in der HiFi-Branche. Aber wir alle wissen, dass sich weder die Physik betrügen lässt, dafür entsprechend hochwertige Bauteile erforderlich sind und das alles nicht zum „Nulltarif“ zu haben ist. Aber wer weiss, vielleicht hat Libratone ja den ominösen Stein der Weisen gefunden...

Abseits der, in diesem Fall wohl sehr euphorischen Marketing-Aussagen, präsentieren sich die rein technischen Eckdaten des Systems wie folgt: Die Libratone Beat sind als 3-Wege Lautsprecher ausgeführt, die über einen 5 Zoll Bass-Treiber, zwei 3 Zoll Mittelton-Treiber sowie einen 1 Zoll Hochton-Treiber verfügen. Der integrierte Class D-Verstärker liefert zweimal 25 Watt für den Hoch- und Mittelton sowie weitere 50 Watt für den Bass-Treiber. Das System deckt laut Herstellerangaben einen Frequenzbereich von 50 Hz bis 20 kHz ab. Mit Abmessungen von 47 x 19,5 x 15 cm wiegen die Speaker geradeeinmal 6,5 kg.

Die Signale werden in diesem Fall über Funk übertragen, wobei der Hersteller auf einen eigene Sender/ Empfänger-Kombination setzt. Für Apples mobile Geräte liegt ein Dock-Connector bei, der an iPhones, iPods oder das iPad angeschlossen wird. Auch für PC und Macs liegt ein entsprechender USB-Dongle bei. Zudem steht ein 3,5 mm Stereo Mini-Klinke-Anschluss für analoge Zuspieler zur Verfügung.

„Unsere Vision ist einfach: Wir bieten hohe Soundqualität ohne Lautsprecherkabel. Wir möchten die Freiheit tragbarer Endgeräte, wie Mobilität und sehr große Mediabibliotheken, erhalten, ohne dabei mittelmässigen Klang oder ein klobiges Design zu liefern. Die Lösung ist der Libratone Beat“, meint Fritz Andersen, CEO von Libratone über die neuesten Produkte.

Ob diese und einige weitere, von uns nicht näher erläuterten sehr vollmundigen Versprechungen in der Aussendung von Libratone sich in der Praxis tatsächlich bewahrheiten, kann man wohl erst frühestens im Oktober 2010 beurteilen. Dann nämlich will der dänische Hersteller eine erste limitierte Auflage bei ausgewählten Händlern in Deutschland, Großbritannien und Skandinavien ausliefern. Die breite Markteinführung und somit allgemeine Verfügbarkeit im Fachhandel ist für den Jänner 2011 geplant. Dann kann sich jeder von den angeblichen Vorzügen dieser offenbar sehr günstigen High-end Speaker überzeugen. Laut Hersteller sollen die Libratone Beat nämlich nur € 595,- kosten.

Michael Holzinger

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