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Lindemann Musicbook:DSD - Musicbook-Serie mit Frischzellenkur…

Foto © Lindemann audiotechnik GmbH

DSD sei das neue Analog, meint Lindemann audiotechnik GmbH und unterzieht die so genannte Musicbook-Serie einer entsprechenden Frischzellenkur. Herausragendes Merkmal dieser nunmehr als Lindemann Musicbook:DSD getauften Modelle ist somit in erster Linie das Resampling aller Eingänge in DSD. Zudem steht bei allen Modellen, dem Musicbook:10 DSD, Lindemann Musicbook:15 DSD, Lindemann Musicbook:20 DSD und Lindemann Musicbook:25 DSD, nunmehr ein USB-Port sowie Bluetooth inklusive apt-X zur Verfügung.

Kurz gesagt...

Auch die neue Lindemann Musicbook:DSD Serie umfasst vier Modelle im Bereich der Vorstufen, die aber nun allesamt als USB-DAC und Preamplifier, wahlweise mit und ohne CD-Player, sowie wahlweise mit und ohne Renderer, aber immer mit Resampling aller Eingänge in DSD sowie Bluetooth inklusive apt-X ausgelegt sind.

Wir meinen...

Für die neuen Vorstufen der Lindemann Musicbook-Serie, das Musicbook:10 DSD, Lindemann Musicbook:15 DSD, Lindemann Musicbook:20 DSD und Lindemann Musicbook:25 DSD verspricht der renommierte deutsche Hersteller eine signifikante, ja gar dramatische Klangverbesserung, die durch Resampling aller digitalen Quellen in DSD256 im so genannten PurePath Mode erzielt wird. Zudem verfügen nun alle Modelle über einen USB-DAC sowie Bluetooth inklusive apt-X. Besonders erfreulich: Bestehende Kunden können ihre Vorstufen einem Voll-Upgrade der Hardware unterziehen, um so ebenfalls in den Genuss aller Möglichkeiten der neuesten Generation zu kommen.
Hersteller:Lindemann audiotechnik GmbH
Vertrieb:Lindemann audiotechnik GmbH
Preis:ab € 2.900,- bis € 4.500,-

Von Michael Holzinger (mh)
19.04.2016

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Lindemann audiotechnik GmbH zählt zu jenen Unternehmen, die frühzeitig erkannten, dass die Welt der High-end HiFi im Umbruch ist und einen möglichen Weg aufzeigten, den vielleicht die gesamte Branche einschlagen könnte. So sprechen viele Branchenkenner schon seit geraumer Zeit davon, dass die Zeit möglichst ausladender Lösungen wohl weitestgehend vorbei sei, sich selbst audiophile HiFi-Enhtusiasten hin zu eher möglichst kompakten, durchaus aus Design-technisch sehr ansprechenden eleganten Lösungen orientieren könnten. Und tatsächlich belegen die Entwicklungen am Markt einen derartigen Trend, der wohl kein kurzzeitiges Phänomen, sondern vielmehr ein langfristige Veränderung sein dürfte. Wohlgemerkt, natürlich wird auch künftig einen Markt für wahre HiFi-Boliden geben, aber er wird wohl nicht mehr jene Bedeutung haben, die er einst hatte…

Wie radikal dieses Umdenken für die Hersteller sein kann, belegt eben etwa das Unternehmen Lindemann audiotechnik GmbH, das ja ebenfalls durchaus mächtige Lösungen im Angebot hatte, seit geraumer Zeit aber mit dazu vergleichsweise geradezu „winzigen“ Lösungen für Furore sorgt, nämlich die so genannte Lindemann Musicbook-Reihe.

Bei diesen Lösungen handelt es sich um besonders kompakte High-end HiFi-Systeme, die auf den ersten Blick tatsächlich in völligem Kontrast zu dem stehen, was für so manchen derartige Produkte auszeichnet. Kaum größer als ein Blatt DIN A5, mehr Stellfläche benötigen diese Lösungen nicht, zeichnen sich aber dennoch mit allen Tugenden aus, die ein High-end HiFi-System nunmal aufbringen muss. Dies bewies schon die bisherige Generation der Lindemann Musicbook-Serie, die nunmehr einer kompletten Frischzellenkur unterzogen wurde.

Wie bisher wird auch die neueste Generation der Lindemann Musicbook-Serie aus vier Modellen im Bereich Vorstufen, die von zwei Endstufen, dem Lindemann Musicbook:50 sowie Lindemann Musicbook:55 ergänzt werden. Besagter aktueller Frischzellenkur wurden also die vier Vorstufen unterzogen, die sich nunmehr als Lindemann Musicbook:10 DSD, Lindemann Musicbook:15 DSD, Lindemann Musicbook:20 DSD und Lindemann Musicbook:25 DSD präsentieren.

Damit ist eine ganz wesentliche Neuerung auch schon angeführt, nämlich durch das durchaus vielsagende Kürzel DSD hinter jeder Produktbezeichnung.

Herausragendes Merkmal der neuesten Generation der Lindemann Musicbook:DSD-Serie ist nämlich, dass nunmehr alle Modelle auf ein so genanntes Resampling setzen, und zwar ein Resampling hin zu DSD, und dies bei allen Eingängen, die bei den jeweiligen Modellen zur Verfügung stehen.

DSD sei das neue Analog, urteilt Lindemann audiotechnik GmbH, und setzt daher derart konsequent auf dieses Format bei der Signalverarbeitung aller Vorstufen der neuen Lindemann Musicbook:DSD-Serie.

Ganz praktisch bedeutet dies, dass jedes digitale Signal diesem Resampling unterzogen wird, und zwar in DSD256 und so genanntem PurePath Mode. Dafür setzten die Entwickler auf den Wandlerbaustein AKM AK4490 aus dem Hause Asahi Kasei Microdevices Corporation im Mono-Mode, der laut Herstellerangaben quasi in einem Bypass-Mode arbeitet, sodass alle PCM-Funktionen ausgeschaltet sind. Es erfolgt somit allein eine reine Wandlung ins DSD-Format, ohne weitere Signalbearbeitung, allein eine Filterung wird vorgenommen. Damit soll ein komplett unverfälschtes Signal mit enormer Bandbreite erzielt werden, der Hersteller spricht hierbei von nicht weniger als 100 kHz, die durch die rein analoge Vorstufe aller neuen Lindemann Musicbook:DSD-Modelle vollends zur Geltung kommt. Dazu gehört natürlich auch eine rein analoge Lautstärke-Regelung mit digitaler Steuerung. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Signalverarbeitung besteht letztlich nur aus einer Wandlung des Digital-Signals in DSD256, der eigentliche Wandler dient nur als Filter, und jede weitere Bearbeitung des Signals erfolgt rein analog. Dies soll zu einem entscheidenden Klangvorteil führen, von dem sich der Anwender jederzeit selbst überzeugen kann, denn die neuen Modelle der Lindemann Musicbook:DSD-Serie weisen hierzu ein neues Menü auf, über das drei Modi ausgewählt werden können. So steht hier eine native Wandlung zur Auswahl, bei der PCM-Signale auch als PCM-Signale verarbeitet werden. Als zweite Option kann eine Wandlung aller Daten als DXD festgelegt werden, spricht mit 352,8 kHz oder 384 kHz, je nach anliegendem Signal, wobei dieser Mode als x2 x4 x8 Mode bezeichnet wird. Die dritte Option ist jene, die Lindemann ganz klar als Favoriten bewirbt, nämlich die Wandlung aller Daten in DSD256, und somit vierfach DSD. Kein Wunder, dass dieser Mode die Werkseinstellung bei allen neuen Lindemann Musicbook:DSD-Modellen ist.

Desweiteren erfolgte mit der Frischzellenkur auch eine Vereinheitlichung der Möglichkeiten der gesamten Produktpalette. So sind nun alle Vorstufen aus dem Hause Lindeman audiotechnik GmbH mit einem USB-Port ausgestattet, können also direkt mit einem PC oder Mac verbunden werden, um als herausragendes externes Audio-Interface zu fungieren. Es erstaunt wohl kaum, dass hierbei Daten mit bis zu 32 Bit und 384 kHz im Linear PCM-Format, also so genanntes DXD, sowie DSD mit bis zu DSD256 verarbeitet werden können.

Als weitere Neuerung sind nun alle vier verfügbaren Modelle mit einem integrierten Bluetooth Modul ausgestattet, sodass portable Devices wie etwa Smartphones und Tablets, aber auch mobile Audio-Player besonders einfach und elegant als Quelle eingebunden werden können. Selbstverständlich wird hierbei auch der Codec apt-X unterstützt.

Die beiden Modelle aus der Lindemann Musicbook:DSD-Serie, die mit einem so genannten Renderer ausgestattet sind, also als Streaming-Client genutzt werden können, erlauben nunmehr auch die Verarbeitung von DSD-Daten als dff- sowie dsf-Dateien. Neu ist hier zudem die Option von so genannten Mehrfach-Playlisten, die Integration von TIDAL sowie ein neuer Radio- und Podcast-Anbieter. Dementsprechend wird es auch eine neue Version der Lindemann Apps geben, und zwar in bewährter Art und Weise für Apple iOS als auch Google Android.

Wie bereits einleitend erwähnt, hat sich an der prinzipiellen Aufstellung der Serie nichts geändert. Nach wie vor setzt Lindemann audiotechnik GmbH bei den Vorstufen der Musicbook-Serie, pardon, nunmehr ja Lindemann Musicbook:DSD-Serie auf Vielfalt. So stehen dem Kunden diese Vorstufen in Form des Lindemann Musicbook:10 DSD als USB-DAC ohne Audio CD-Player und ohne Renderer, bzw. als Lindemann Musicbook:15 DSD als USB-DAC mit Audio CD-Player, aber ebenfalls ohne Renderer zur Verfügung.

Wer auf integrierte Streaming-Funktionalität setzen will, der findet im Lindemann Musicbook:20 DSD die richtige Vorstufe mit USB-DAC und integriertem Renderer. Das volle „Programm“ bietet die Vorstufe Lindemann Musicbook:25 DSD, die USB-DAC, Preamplifier mit Audio CD-Player und Renderer ist.

Die neuen Lindemann Musicbook:DSD-Modelle sollen erstmals im Rahmen der High End 2016 in München präsentiert werden und bereits Ende Mai bzw. Anfang Juni 2016 im Fachhandel zu finden sein. Sie ersetzen die bisherigen Modelle, wobei eins ganz, ganz bemerkenswert ist…

Kunden, die bereits eine Vorstufe aus dem Hause Lindemann audiotechnik GmbH der Musicbook-Serie ihr Eigen nennen, können ebenfalls in den Genuss der neuen Funktionalität gelangen. So bietet das deutsche Unternehmen ein komplettes Upgrade aller bisherigen Modelle an, sprich, es wird tatsächlich die Hardware getauscht und somit auf den neuesten Stand gebracht. Hierzu nennt das Unternehmen aber noch keine genauen Konditionen, verweist allerdings darauf, dass dies natürlich allein über den Fachhandel abgewickelt werden kann. Kurzzeitig muss sich der Besitzer also von seiner Vorstufe trennen, sodass das Voll-Upgrade der Hardware im Werk durchgeführt werden kann.

Für die neuen Modelle der Lindemann Musicbook:DSD-Serie gibt der Hersteller übrigens eine Preisspanne von circa € 2.900,- bis € 4.500,- an.

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