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Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player im Test - Die universelle Musik-Quelle

Foto © Lindemann audiotechnik GmbH

Nicht weniger als eine audiophile Musik-Wiedergabe verspricht Lindemann audiotechnik GmbH für das Lindemann musicbook:25 DSD, ebenso, dass der Anwender damit keinerlei Kompromisse eingehen müsse, vielmehr eine besonders vielseitige, flexible Quelle zur Verfügung habe, die für verschiedenste Aufgaben gerüstet sei. So handelt es sich nicht allein um einen Audio CD-Player, eine Vorstufe mit integrierten analogen als auch digitalen Eingängen, sondern ebenso um einen Streaming-Client, und all dies auf höchstem Niveau und mit besonders kompakten Abmessungen.

Kurz gesagt...

Keinerlei Kompromisse verspricht Lindemann audiotechnik GmbH für das Lindemann musicbook:25 DSD und beschreibt dieses als „The universal music source“. Wir haben ganz genau hingehört.

Wir meinen...

Lindemann audiotechnik GmbH versteht es gekonnt, allen voran mit dem Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player und damit dem Flaggschiff der Lindemann musicbook:DSD Serie aufzuzeigen, wie sich innovative HiFi-Lösungen der High-end Klasse heutzutage präsentieren können. Modernste Technologie wird hier mit langjähriger Erfahrung gepaart, wird „analog“ mit „digital“ problemlos kombiniert, wird Flexibilität und intuitive Bedienung geboten, und all dies auf kleinstem Raum in Form eines stylischen Systems, das nicht nur gestandene HiFi-Enthusiasten, sondern völlig neue Kundenschichten ansprechen kann.
Hersteller:Lindemann audiotechnik GmbH
Vertrieb:Lindemann audiotechnik GmbH
Preis:€ 4.780,-

Von Michael Holzinger (mh)
29.06.2017

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Die Welt der Unterhaltungselektronik ist im ständigen Wandel. In den letzten Jahren aber nimmt das Tempo, mit dem dieser Wandel vor sich geht, geradezu rasant zu und er erfasst alle Bereiche, von simplen Lösungen im unteren Preissegment bis hin zum High-end Segment in all seinen Ausprägungen. Dies ist natürlich allen voran mit dem enormen technologischen Fortschritt der letzten Jahre zu begründen, der Lösungen erlaubt, die vor gar nicht allzu langer Zeit schlicht gar nicht, oder nicht in der heutige realisierbaren Form möglich waren. Ebenso aber hat man es mit einem sich teils sehr markant verändertem Verhalten der Konsumenten selbst zu tun, bei dem Faktoren nunmehr besonders wichtig erachtet werden, die bislang kaum oder gar nicht relevant waren.

Das bislang geschriebene ließe sich an einer Vielzahl an Lösungen festmachen, geradezu ein Paradebeispiel dafür aber sind etwa die Produkte der renommierten deutschen Unternehmens Lindemann audiotechnik GmbH.

Die Welt der HiFi im Wandel

Es ist noch gar nicht so lange her, dass sich Lindemann audiotechnik GmbH als eine traditionelle HiFi-Schmiede präsentierte, die wie viele andere in ihrem Bereich feinste Produkte mit den klassischen Abmessungen entwickelte und produzierte. High-end HiFi verlangte eben nicht nur entsprechende Erfahrung und Expertise, sondern ging scheinbar unweigerlich mit entsprechendem „Materialaufwand“ einher. Doch bereits hier zeigte sich das Angebot aus dem Hause Lindemann audiotechnik GmbH durchwegs als sehr Design-orientiert, und man war sichtlich stets darauf bedacht, tunlichst Produkte zu entwickeln, die nicht ganz so ausufernd und verschwenderisch gestaltet waren, was jedoch mit einem enormen technischen Aufwand in ausgeklügelte Konzepte verbunden war.

Doch dann kam es offensichtlich zu einem radikalen Schnitt, denn man machte sich daran, all dieses Wissen und Erfahrung dazu zu nutzen, völlig neue Wege zu gehen. Scheinbar ganz nüchtern und pragmatisch wurde analysiert, wohin der Markt sich wohl entwickeln würde, und dabei wurde rasch klar, dass die Zeiten schwerer, mächtiger HiFi-Boliden wohl weitestgehend vorbei sind, und diese künftig nur noch eine vergleichsweise kleine Nische des Gesamtmarkts, selbst auf das klassische reine HiFi-Segment bezogen, besetzen werden.

Neue Herausforderungen

Menschen, deren Alltag von schicken, kleinen, aber überaus vielseitigen und gar „smarten“ technischen Lösungen begleitet wird, wollen auch bei HiFi nicht auf derartige Systeme verzichten. Vielseitigkeit, dadurch Flexibilität, ein elegantes Design, kompakte Abmessungen, einfachste Nutzung, so müssen wohl künftig Produkte ausgelegt sein, die Menschen gerne in ihr Lebensumfeld einbinden, auch oder gerade wenn es um HiFi geht. Damit dies alles aber nicht mit Einbussen bei der Qualität einhergeht, vielmehr Ergebnisse erlaubt, die auf High-end Niveau spielen, dafür entwickelte etwa Lindemann audiotechnik GmbH die so genannte Lindemann musicbook: Reihe.

Darf „klein“ High-end sein?

Bereits die erste Generation dieser Produktserie war letztlich ein immenser Erfolg, selbst wenn es zunächst viel an Überzeugungsarbeit des deutschen Unternehmens erforderte, um gegen so manches Vorurteil anzukämpfen. „High-end“, was immer man sich unter diesem zugegebenermaßen sehr schwammigen und nicht klar definierbaren Begriff vorstellt, passte für so manchen einfach nicht zu den „winzigen“ Alleskönnern, die Lindemann audiotechnik GmbH mit den Produkten der Lindemann musicbook: Serie präsentierte.

Definiert man „High-end“ aber anhand von Begriffen wie Funktion und Qualität, dann musste man schon die bisherige Lindemann musicbook: Reihe zweifelsfrei so bezeichnen, und bei der neuesten Generation, der Lindemann musicbook:DSD Serie, kann es gar keinen Zweifel daran geben, dies sei als Ausblick aufs Fazit dieses Tests vorweg genommen.

Familienbild

Die aktuelle Produktlinie der Lindemann musicbook:DSD Serie präsentiert sich einmal mehr klein, aber fein aufgestellt. Die Basis bilden die bei Lindemann audiotechnik GmbH als Digital-Quellen bezeichneten Geräte, den Lindemann musicbook:10 DSD USB Audio Music Player, gefolgt vom Lindemann musicbook:15 DSD USB Audio Music Player und dem Lindemann musicbook:20 DSD Network Music Player. Die Spitze bildet der Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player, und damit unser aktueller Testkandidat, der alle Merkmale der neuen Generation in sich vereint.



Alle bislang genannten Lösungen beginnend beim Lindemann musicbook:10 DSD USB Audio Music Player stellen eine Vorstufe mit analogen und digitalen Eingängen dar, wobei nach oben hin immer mehr Ausstattungsmerkmale und damit Möglichkeiten wie etwa ein integrierter Audio CD-Player und Streaming-Client hinzu kommen. So weist der Lindemann musicbook:15 DSD USB Audio Music Player einen integrierten Audio CD-Player auf, der Lindemann musicbook:20 DSD Network Music Player ist hingegen mit einem Streaming-Client versehen. Der Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player bietet sowohl einen Audio CD-Player als auch Streaming-Client.

Die bislang genannten Produkte lassen sich natürlich beliebig mit Endstufen jedwedem Herstellers kombinieren, wünscht man aber eine von Anbeginn bis zum Ende hin in sich stimmige Kette, so stehen mit den Produkten Lindemann musicbook:50 und Lindemann musicbook:55 auch künftig die passenden Endstufen in unveränderter Form zur Verfügung.

The universal music source

…so beschreibt Lindemann audiotechnik GmbH die gesamte Produktreihe, bei unserem Testkandidaten trifft diese Charakterisierung aber wohl am besten zu. So ist es eigentlich gar nicht möglich, all die Möglichkeiten des Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player in wenigen Worten zu beschreiben. Wir versuchen es dennoch: das Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player ist eine Vorstufe, die mit analogen und digitalen Eingängen, es verfügt somit über einen integrierten D/A-Wandler, darunter auch eine Schnittstelle zu PCs und Macs. Durch das integrierte Laufwerk fungiert es auch als Audio CD-Player, sodass man bestehende Mediatheken in physischer Form problemlos weiter verwenden kann, selbst wenn den Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player auch ein immens vielseitiger Streaming-Client ist und über Bluetooth gar mobile Devices wie Smartphones und Tablets, aber auch portable Audio-Player direkt als Quelle eingebunden werden können. Zudem lassen sich über USB-Ports entsprechende Speichermedien einbinden, sodass der Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player als so genannter USB-Host darauf hinterlegte Daten direkt abspielen kann. Dass über die Netzwerk-Funktionalität auch verschiedenste Online-Angebote zugänglich sind, versteht sich als Selbstverständlichkeit. Tja, und abschließend darf nicht unerwähnt bleiben, dass der Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player auch als feiner Kopfhörer-Verstärker fungiert, was wiederum selbst in dieser Klasse keine Selbstverständlichkeit darstellt.

Die Charakterisierung des Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player als „The universal music source“ ist also schon allein aus dem bislang gesagten mehr als eindrucksvoll belegt, wie wir meinen. Doch Lindemann audiotechnik GmbH ging es noch nie allein um eine reine Flut an Funktionen. Was diese Lösungen tatsächlich so besonders macht ist, auf welch hohem Niveau man all diese Vielfalt an Möglichkeiten zur Verfügung stellt. Wie man dies macht, ist bereits am Namen der neuen Generation zu ersehen, DSD ist hier der entscheidende Hinweis. Doch der Reihe nach…

Erster Kontakt

Der Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player präsentiert sich als sehr, sehr kompakte Lösung, denn es misst nicht mehr als 280 x 220 x 65 mm. Doch gerade angesichts derart kompakter Abmessungen fällt sofort das vergleichsweise hohe Gewicht von immerhin 3,5 kg auf, ein erstes Indiz dafür, dass man es bei Lindemann audiotechnik GmbH mit „High-end“ durchaus auch bereits bei der Realisierung des Chassis ernst meint.

Dies ist nämlich in bewährter Art und Weise aus Aluminium gefertigt, wobei man auf tadellose Verarbeitung höchsten Wert legte, ebenso auf ein makelloses Design. So fällt sofort die elegant gerundete Front-Partie ins Auge, ebenso das schicke Frontpanel in Schwarz mit klar ablesbarem grafikfähigem OLED-Display. Sehr dezent verbirgt sich hier auch das Laufwerk, das als Slot In-Laufwerk ausgeführt ist. Ebenso steht hier bereits ein USB-Anschluss für Speichermedien zur Verfügung und natürlich auch der Anschluss für Kopfhörer. An Bedienelementen findet man nur einen Standby-Taster sowie einen Drehgeber, ein so genanntes Multifunktions-Stellrad, beides an der Oberseite des Geräts.

Deutlich umfangreicher ist die Rückseite des Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player bestückt. Zwei analoge Eingänge, ausgeführt als Cinchbuchsen-Pärchen, ein unsymmetrischer Ausgang ebenfalls als Cinchbuchsen-Paar, ein analoger symmetrischer Ausgang in Form von XLR-Buchsen, sowie zwei optische und zwei koaxiale S/PDIF-Schnittstellen stehen hier für Quellgeräte zur Verfügung. Dies mag zunächst eher bescheiden klingen, bedenkt man aber, dass der Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player ja selbst bereits eine Vielzahl an Möglichkeiten bereit hält, ist die Anzahl der Schnittstellen für weitere Quellen wohl mehr als ausreichend.

Für die Verbindung mit einem PC steht hier eine USB 2.0 Schnittstelle zur Verfügung, leider aber kein zweiter USB-Port für den Anschluss externer Festplatten.

Die Integration ins Netzwerk erfolgt wahlweise über eine RJ45 Ethernet-Schnittstelle, oder aber über das integrierte WiFi Modul. Dieses entspricht dem Standard IEEE 802.11n und sorgt mit einer externen Schraub-Antenne für wohl jederzeit gute Performance. Eine zweite Antenne ist dem integrierten Bluetooth Modul vorbehalten, sodass auch hier eine optimale Signalübertragung gewährleistet ist.

Übrigens, all jene, die diese hervorstehenden Antennen stören, der kann diese problemlos so nach unten drehen, dass sie eben nicht mehr über das Gerät hervorragen. So haben wir es in unserem Test auch gehandhabt und problemlos sowohl übers Netzwerk als auch Bluetooth Daten übertragen können, dies nur als Hinweis am Rande…

Damit wir auch das nicht vergessen, natürlich ist im Lieferumfang des Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player eine passende Infrarot-Fernbedienung enthalten, über die alle Funktionen komfortabel zugänglich sind.

Ins Detail…

Bei den Eingängen für analoge Quellen steht natürlich eine möglichst unverfälschte Signalverarbeitung im Fokus. Kurze Signalwege und eine akkurate digital geregelte, letztlich aber analoge Lautstärke-Kontrolle sowie eine Schaltung in Class A ohne Gegenkopplung sind hier das Erfolgsrezept. Davon profitiert übrigens auch der bereits erwähnte Kopfhörer-Anschluss des Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player. Dieser darf im konkreten Fall keineswegs als eine Art Bonus-Feature verstanden werden, vielmehr handelt es sich hierbei um einen wirklich tadellosen Kopfhörer-Verstärker, der ausgewiesenen Spezialisten in nichts nachsteht.

Auch beim integrierten Laufwerk ist man natürlich auf bestmögliche Lösungen bedacht und entschied sich für ein Modell aus dem Hause Teac, das auf besonders exaktes Auslesen der Daten hin optimiert wurde. Selbst wenn der Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player das Kürzel „DSD“ im Namen trägt, und dies, wie bereits angedeutet, eine ganz wesentliche Rolle spielt, bei optischen Datenträgern versteht sich diese Lösung allein auf Audio CDs, Super Audio CDs werden nicht unterstützt.

Die koaxialen S/PDIF-Schnittstellen nehmen beim Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player Audio-Daten mit einer Auflösung von bis zu 24 Bit und 192 kHz entgegen, die beiden optischen S/PDIF-Schnittstellen sind, ganz dem Standard entsprechend, für Daten mit bis zu 24 Bit und 96 kHz ausgelegt.

Das volle Spektrum des DAC eröffnet die USB 2.0 Schnittstelle an der Rückseite, denn damit lassen sich direkt vom PC oder Mac Audio-Daten mit bis zu 24 Bit und 384 kHz im Linear PCM-Format, sowie DSD mit DSD 64 bis DSD 128 im DoP-Mode (DSD over PCM), oder aber DSD 64 bis hin zu DSD 256 im Native DSD-Mode übertragen. Natürlich handelt es sich hierbei um ein asynchron arbeitendes USB-Interface, sodass allein der Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player mit dessen Ultra low Jitter, Dual Frequency DPLL-Clock den Takt vorgibt, und nicht der „Rechenknecht“.

Der beim Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player integrierte Streaming-Client entspricht dem Standard UPnP und ist dlna-zertifiziert. Er kann Audio-Daten in allen relevanten Formaten wiedergeben, also bis hin zu Hi-Res Audio mit bis zu 24 Bit und 192 kHz im Linear PCM-Format, sowie DSD mit bis zu DSD 64. Es versteht sich als Selbstverständlichkeit, dass dabei auch das so genannte gapless Playback, also die unterbrechungsfreie Wiedergabe unterstützt wird.

Über TuneIn kann auf Internet Radio zugegriffen werden, sodass man die Auswahl aus abertausenden Internet Radio-Stationen weltweit hat. Bei Musik-Diensten ist man derzeit allein auf TIDAL sowie Qobuz beschränkt, wobei dies wohl für die anvisierte Zielgruppe kein allzu großer Nachteil ist.

Wer tatsächlich weitere Dienste wie etwa Spotify, Deezer und ähnliches nutzen will, der kann ja problemlos auf sein Smartphone oder Tablet vertrauen, denn diese lassen sich beim Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player über dessen Bluetooth Modul einbinden. Hier wird über die Profile AVRCP und A2DP neben SBC und AAC auch aptX unterstützt, sodass man auf eine durchaus adäquate Qualität vertrauen kann.

Und was ist nun mit DSD?

Herausragendes Merkmal der neuesten Generation der Lindemann musicbook:DSD Serie ist, dass nunmehr alle Modelle auf ein so genanntes Resampling setzen, und zwar ein Resampling hin zu DSD, und dies bei allen digitalen Quellen bzw. Eingängen, die bei den jeweiligen Modellen zur Verfügung stehen.

DSD sei das neue Analog, urteilt Lindemann audiotechnik GmbH, und setzt daher derart konsequent auf dieses Format bei der Signalverarbeitung aller Vorstufen der neuen Lindemann musicbook:DSD Serie.

Ganz praktisch bedeutet dies, dass auf Wunsch jedes digitale Signal diesem Resampling unterzogen wird, und zwar in DSDS 128 bzw. DSD 256 im so genanntem PurePath Mode. Dafür setzten die Entwickler auf den Wandlerbaustein AKM AK4490 aus dem Hause Asahi Kasei Microdevices Corporation im so genannten Mono-Mode, der laut Herstellerangaben quasi in einem Bypass-Mode arbeitet, sodass alle PCM-Funktionen ausgeschaltet sind.

Es erfolgt somit allein eine reine Wandlung ins DSD-Format, ohne weitere Signalbearbeitung, allein eine Filterung wird vorgenommen. Damit soll ein komplett unverfälschtes Signal mit enormer Bandbreite erzielt werden, der Hersteller spricht hierbei von nicht weniger als 100 kHz, die durch die rein analoge Vorstufe aller neuen Lindemann musicbook:DSD Modelle vollends zur Geltung kommt.

In Verbindung mit der bereits erwähnten rein analogen Lautstärke-Regelung mit digitaler Steuerung besteht die Signalverarbeitung letztlich nur aus einer Wandlung des Digital-Signals in DSD 256, der eigentliche Wandler dient nur als Filter, und jede weitere Bearbeitung des Signals erfolgt rein analog.



Dies soll zu einem entscheidenden Klangvorteil führen, von dem sich der Anwender jederzeit selbst überzeugen kann, denn die neuen Modelle der Lindemann musicbook:DSD Serie weisen hierzu ein neues Menü auf, über das drei Modi ausgewählt werden können.

So steht hier eine native Wandlung zur Auswahl, bei der PCM-Signale auch als PCM-Signale verarbeitet werden. Hierbei bleibt alles so wie es ist, wird so verarbeitet, wie es überspitzt formuliert „rein kommt“. Als zweite Option kann eine Wandlung aller Daten als DXD festgelegt werden, sprich mit 352,8 kHz oder 384 kHz, je nach anliegendem Signal, wobei dieser Mode als x2 x4 x8 Mode bezeichnet wird. Die dritte Option ist jene, die Lindemann audiotechnik GmbH ganz klar als Favoriten bewirbt, nämlich die Wandlung aller Daten in DSD 256, und somit vierfach DSD. Kein Wunder, dass dieser Mode die Werkseinstellung bei allen neuen Lindemann musicbook:DSD Modellen ist.

Man hat zwar die Wahl, aber…

Selbstverständlich haben wir mit unterschiedlichsten Quellen, mit verschiedensten Inhalten experimentiert und uns sehr genau und ausführlich die drei zur Verfügung stehenden Modi verglichen. Um es kurz zu machen, wir können Norbert Lindemann nur vollends zustimmen, die vorgegebene Werkseinstellung ist das Optimum, da besteht nach unseren ausführlichen Tests kein Zweifel. Ja, so manch Aufnahme klingt in einem der beiden anderen Modi vielleicht einen Tick klarer, prägnanter, unterm Strich aber ist es unser subjektiver Eindruck, dass die von Norbert Lindemann selbst bevorzugte Signalverarbeitung beim Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player die letztlich „entspannteste“, angenehmste ist. Damit wirkt der Vortag des Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player stets den Deut musikalischer, stets natürlicher als in den beiden anderen Modi.

Hier ist also eifriges Experimentieren durchaus angebracht, zumal die intuitive Bedienung des Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player geradezu einlädt und das Display stets bereitwillig darüber Auskunft gibt, was gerade in dem kleinen schicken Kästchen mit den Signalen passiert.

Komfort wird groß geschrieben

Schon die Bedienung direkt am Gerät macht wirklich Spass. Das Multifunktions-Stellrad erlaubt durch die Kombination aus Drehen und Drücken ein schnelles Navigieren durch die klare Menü-Struktur des Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player. Ebenso erlaubt die bereits erwähnte Infrarot-Fernbedienung des Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player eine komfortable Bedienung.

Speziell beim Thema Streaming, oder aber auch der Musik-Wiedergabe direkt von einem USB-Speichermedien, da kommt natürlich die von Lindemann audiotechnik GmbH für die Lindemann musicbook: Serie entwickelte App zum Einsatz, wobei damit auch alle anderen Funktionen des Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player im Zugriff sind.

Diese Lindemann musicbook: App bietet das Unternehmen natürlich für beide relevanten Plattformen an, sie steht damit für Apple iOS als auch Google Android kostenlos zur Verfügung.

Lindemann audiotechnik GmbH gelang mit der neuesten Generation der Lindemann musicbook: Serie, der nunmehrigen Lindemann musicbook:DSD Serie, ein wirklich bemerkenswerter Schritt nach vorne. Dies ist umso beeindruckender, da ja bereits die erste Generation dieser Baureihe mit wirklich tadellosen Ergebnissen aufwartete.

So mancher mag dem Format DSD insgesamt kritisch gegenüberstehen, etwa wenn es um die entsprechenden Datenträger in Form von SACD geht, oder aber auch entsprechende Musik-Downloads. Dass das Format an sich aber durchaus seine klaren Vorteile mit sich bringt, dies stellt die neue Lindemann musicbook:DSD Serie und allen voran unser Testkandidat, das Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player eindrucksvoll unter Beweis.

Hier hat man tatsächlich den direkten Vergleich, stehen alle Möglichkeiten zur Verfügung, um tatsächlich auf Knopfdruck den für verschiedenste Inhalte optimalen Weg der Signalverarbeitung zu wählen. Allein diese Option spricht klar für den Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player.

Darüber hinaus begeistert der Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player natürlich mit seinen überaus kompakten Abmessungen sowie seinem eleganten Design. Selbst wenn man sich allein für diese Lösung aus dem Hause Lindemann audiotechnik GmbH entscheidet, und somit nicht auf eine der verfügbaren Endstufen in Class D setzt, stellt der Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player eine Zierde für jede HiFi-Kette dar. So empfiehlt sich der Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player etwa allen voran für den Einsatz mit Aktiv-Lautsprecher-Systemen, wie wir dies etwa bei unserem Test vollzogen. Unsere Spielpartner waren nämlich allein ein Paar feinste Aktiv-Lautsprecher-Systeme aus dem Hause Dynaudio S/A, und zwar die Dynaudio Focus 30 XD, die geradezu perfekt mit dem Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player harmonierten. Uns stand damit eine wahrlich mit dem Begriff High-end zu klassifizierende HiFi-Kette zur Verfügung, die aus nicht mehr als einem schicken, schlanken Quellgerät und zwei Lautsprecher-Systemen bestand, wobei zudem allein der Master der beiden Speaker mittels Kabel eingebunden, der zweite Speaker über Funk angesteuert wurde. Weniger an Aufwand für Hardware ist also kaum möglich.

Und genau da liegt wohl der Schlüssel zum Erfolg für Lösungen wie dem Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player. Kompakt, stylish, überaus vielseitig, und doch durch und durch High-end HiFi für audiophile Musik-Liebhaber. Genau so, und nicht anders erreicht man neue Zielgruppen, die auf Qualität und Funktionalität Wert legen, und dafür durchaus ein wenig tiefer in die Tasche greifen.

Es mag zunächst anmaßend klingen, wenn Lindemann audiotechnik GmbH davon spricht, mit den Lösungen der Lindemann musicbook:DSD Serie nicht weniger als „The universal music source“ anzubieten. Wie unser ausführlicher Test des Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player und damit des Flaggschiffs besagter Serie aber zeigt, trifft es diese Charakterisierung genau auf den Punkt.

Tja, und damit man uns nicht vorhalten kann, uns nicht detailreicher über den Klang des Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player zu äußern: man könnte natürlich nun wortreich ausführen, wie unsere Eindrücke während der ausgiebigen Hörsessions im Detail waren, aber wir belassen es einfach dabei auf unsere diesbezügliche Wertung zu verweisen: 10 von 10 möglichen Punkten ist wohl eine mehr als klare Ansage, die wir keinesfalls leichtfertig vergeben, und die ganz klar zum Ausdruck bringt, dass es diesbezüglich beim Lindemann musicbook:25 DSD Network Music Player nicht den kleinsten Anlass zur Kritik gab. Perfekt, was bedarf es da weiterer Worte?

Auf den Punkt gebracht

Analoge und digitale Quellen können hier ebenso eingebunden werden wie Smartphone und Tablet über Bluetooth, können Musik-Daten direkt von USB-Speichermedien abgespielt werden wie vom PC oder Mac, und neben Inhalten aus dem eigenen Netzwerk stehen ebenso Online-Dienste zur Verfügung. Wer will, der kann auch einfach eine Audio CD im wahrsten Sinne des Wortes einschieben. Dass dies alles auf höchstem Niveau dargeboten wird, mit einer simplen, geradezu intuitiven Bedienung Hand in Hand geht, und überaus schick verpackt auf kleinstem Raum möglich ist, spricht natürlich ebenso für die Lösung aus dem Hause Lindemann audiotechnik GmbH und führt dazu, dass wir eine klare Empfehlung der Redaktion aussprechen können.

9,0 (Herausragend)

The Good

  • Überaus elegantes Design
  • sehr kompakte Abmessungen
  • ausreichend analoge und digitale Schnittstellen
  • direkte Anbindung zu PC und Mac
  • direkte Integration mobiler Devices
  • flexibler Eingriff in Signalverarbeitung möglich
  • herausragende Klangqualität
  • intuitive Bedienung

The Bad

  • USB-Port für Speichermedien leider nur an der Front zu finden
10 Klang
9 Bedienung
9 Design
8 Preis/Leistung

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Testumfeld:

sempre-audio.at Editors Choice Award

Dynaudio Focus 30 XD Musical Fidelity M8PRE Musical Fidelity M8-500s EAT C-Sharp Turntable Pro-Ject Phono Box RS KEF Blade

Photo highlights

Angespielt:

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Beth Ditto - Fake Sugar

„
The Beatles - Sgt Peppers Lonely hearts Club Band

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Hermann Posch - Cold River Blues

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Mark Knopfler - Shangri-La

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The Paperboys - Live at Stockfisch Studio

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Allan Taylor - All is one

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