Linn Kiko - Schottischer Sexappeal im Kompakt-Format?

Mit Linn Kiko adressiert die schottische HiFi-Schmiede ganz bewusst eine neue Zielgruppe, und zwar all jene, die ein besonders kompaktes, designorientiertes All-in-One System suchen, bei dem dennoch eine hohe Klangqualität im Mittelpunkt steht. Selbstbewusst spricht der Hersteller von einer Linn-typischen Qualität in einem, so Linn, sexy new package...

Von Michael Holzinger (mh)
26.06.2012

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Die schottische HiFi-Schmiede Linn gilt als Vorreiter bei Streaming-Lösungen im gehobenen HiFi-Segment. Das Unternehmen war eines der ersten in diesem Bereich, dass konsequent auf Streaming-Systeme setzte und inzwischen ein breites Angebot für selbst für sehr anspruchsvolle Musik-Liebhaber offerieren kann. Dabei ging Linn sogar soweit, dass die Entwicklung und Fertigung von Audio CD-Playern komplett eingestellt wurde. So genannten Network Music Playern gehört die Zukunft, zeigt man sich bei Linn überzeugt und richtet im Prinzip nahezu die komplette Produkt-Palette, natürlich mit Ausnahme von Schallplatten-Spielern, auf diese Prognose hin aus.

Bislang hatte man mit derartigen Streaming-Lösungen vor allem die ohnedies angestammte Kundenschicht im Fokus, also vor allem HiFi-Freunde mit hohem Qualitätsanspruch, die primär auf der Suche nach „klassischen“ HiFi-Lösungen waren. Nun aber orientiert man sich in Schottland neu, und will künftig weitere Zielgruppen adressieren. Und zwar jene Kunden, die auf der Suche nach besonders einfachen, hochwertigen, gleichzeitig aber sehr designorientierten Lösungen sind, möglichst in Form eines kompakten All-in-One Systems.

Linn Kiko, so die Bezeichnung des neuesten Audio-Systems der schottischen HiFi-Schmiede, soll nicht weniger sein, als die zentrale Schnittstelle für Online, Netzwerk und klassische Zuspieler, und das alles in einem besonders eleganten, sehr kompakten System. So präsentiert sich Linn Kiko als sehr flache Lösung, die mit einem stilvoll geschwungenen Gehäuse aufwartet, und somit schon optisch markant aus dem bisherigen Produktsortiment hervorsticht. Da diese Lösung laut Linn kaum Platz in Anspruch nimmt, kann sie überall platziert werden, wo man hochwertige Musik genießen möchte. Natürlich verfügt diese Lösung als echtes All-in-One auch über die zugehörigen Regal-Lautsprecher-Systeme, die sich ebenfalls als sehr kompakte Lösungen im passenden Design präsentieren. Diese Lautsprecher dürften im konkreten Fall als aktive Lautsprecher-Systeme ausgeführt sein und wohl mit einer Leistung von jeweils 33 Watt aufwarten.

Und wie bereits erwähnt, Design spielt in diesem Fall eine immens wichtige Rolle, sodass Linn das neue All-in-One eigenem Bekunden nach in verschiedensten Farbvarianten offeriert. So kann man sich etwa für eine Ausführung in geradezu klassischem Schwarz und Weiss entscheiden, wobei in diesem Fall die Front als auch die Seitenteile in Schwarz, die geschwungene Ober- und Unterseite in Weiss gehalten ist. Darüber hinaus stehen aber fünf weitere Farbvarianten zur Auswahl, wobei Linn durchaus klingende Bezeichnungen wie etwa funky Blue Monday anführt. In jedem Fall sollte mit dieser Vielfalt für jeden Geschmack die richtige Farbkombination verfügbar sein.

Linn Kiko fungiert zunächst natürlich als so genannter Network Music Player, kann also auf Inhalte im Netzwerk sowie Online-Angebote wie die Musik-Dienste Spotify und Napster zugreifen. Zudem steht natürlich auch Internet Radio zur Verfügung, sodass man allein dadurch auf eine schier unüberschaubar große Anzahl an verschiedensten Angeboten weltweit zugreifen kann. Auch Apple AirPlay dürfte unterstützt werden, so wir die entsprechende Andeutung in der Ankündigung der Schotten richtig interpretieren, zumal eine entsprechende Einbindung ja mit Linn Soundcast realisiert werden kann. Die Basis des Linn Kiko dürfte in etwa einem Linn Majik DSM entsprechen, wobei sich das Unternehmen mit technischen Daten noch sehr, sehr bedeckt hält und vor allem die optischen Reize des Systems sowie die flexiblen Möglichkeiten im Allgemeinen betont und somit deutlich macht, dass man sich mit diesem neuen System eben an eine völlig neue Zielgruppe richtet, die mehr auf das Anwendungsszenario selbst, denn auf technische Daten fokussiert ist.

Daher belässt es Linn derzeit auch bei dem Versprechen, dass Linn Kiko auch die ideale Schnittstelle für weitere herkömmliche Zuspieler sei, etwa einem Fernseher, einem SAT-Receiver, einer Spielkonsole und vieles mehr. Es sollten also ausreichend analoge als auch digitale Schnittstellen zur Verfügung stehen und selbst auf einen Kopfhörer-Anschluss hat man, nach derzeit vorliegenden Informationen, nicht verzichtet. So findet man einen analogen Eingang in Form eines Cinchbuchsen-Prächens, einen koaxialen sowie einen optischen Digital-Eingang, einen HDMI-Ein- sowie einen HDMI-Ausgang sowie ein Paar Lautsprecher-Anschlüsse, ausgeführt als solide Neutrik-Buchsen, wie uns freundlicherweise von einer bestens informierten Quelle zugetragen wurde.

Die Steuerung des All-in-One aus dem Hause Linn soll natürlich in erster Linie mit Hilfe mobiler Devices erfolgen, für die man eine entsprechende App anbieten wird. Offen ist hier, um welche Plattformen es sich dabei handeln wird. Natürlich kann man von einer App für Apple iOS und somit zumindest für Apple iPhone und iPod touch ausgehen, auch eine passende App für Apple iPad ist wohl selbstverständlich, denn beides gibt es ja längst und diese werden wohl entsprechend adaptiert werden. Fraglich hingegen ist, ob Linn auch gleich zum Start dann auch eine passende App für Smartphones und Tablets mit dem Betriebssystem Google Android anbieten wird. Hier muss man sich bei Linn ja bislang noch mit Lösungen von Drittanbietern begnügen.

Weitere technische Daten von offizieller Seite können wir Ihnen hoffentlich ehestmöglich nachreichen, sobald der schottische Hersteller selbst sich etwas genauer darüber auslässt, was Linn Kiko auch aus etwas nüchterner Betrachtungsweise auszeichnen soll. Fest steht jedenfalls, dass Linn Kiko bereits in wenigen Tagen erhältlich sein soll. So spricht der österreichische Vertrieb SONDEKS Vertriebs GmbH etwa von einer Verfügbarkeit Mitte Juli 2012. Der Preis für Linn Kiko dürfte bei rund € 3.000,- liegen, ist aber noch nicht abschließend finalisiert. Auch diesbezüglich muss man sich also noch ein wenig in Geduld üben.

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