Loewe setzt auf Multimedia-Receiver von MacroSystem Digital Video AG

Als „Hochleistungs“-Receiver bezeichnet Loewe die Produkte des deutschen Unternehmens MacroSystem Digital Video AG, die man ab sofort im Vertriebsprogramm führt und mit dem DVC 1500 sowie DVC 3000 Lösungen für den ambitionierten Heimkino-Nutzer anbieten will.

Von Michael Holzinger (mh)
02.03.2011

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Die nunmehr von Loewe angebotenen Multimedia-Receiver DVC 1500 und DVC 3000 sollen sich nicht nur durch eine integrierte Festplatte zur Aufzeichnung von bis zu acht TV-Sendungen gleichzeitig, die Unterstützung von Radio-Programmen, ein integriertes Laufwerk für Blu-ray und DVD, zahlreiche Anschlussmöglichkeiten und eine einfache Bedienung sowie einen lautlosen Betrieb auszeichnen. Erstmals, so der Hersteller, stünden mit diesen Geräten typische Loewe-Funktionalitäten auch TV-Geräten sowie Beamern anderer Hersteller zur Verfügung.

Sowohl der DVC 1500 als auch der DVC 3000 stammen nicht direkt aus dem Hause Loewe, sondern vom ebenfalls deutschen Unternehmen MacroSystem Digital Video AG. Allerdings hält Loewe seit letztem Jahr rund 80 Prozent an dieser Firma, sodass man deren Produkte nun auch in Österreich erstmals vertreibt.

„Für Loewe bedeutet diese Mehrheitsbeteiligung ein klares Zeichen in Richtung Kompetenzerweiterung in der multimedialen Heimvernetzung“, meint Loewe Austria Geschäftsführer Mag. Hannes Lechner über das Engagement von Loewe. „Wir wollen damit unsere Marktstellung in zwei Richtungen weiter ausbauen. Einerseits gelingt es uns damit erstmals, Käufer anzusprechen, die die gewohnte hochqualitativen Loewe-Funktionalitäten unabhängig von ihrem TV-Gerät genießen möchten. Andererseits bieten wir mit den beiden Geräten unseren bestehenden Kunden ein klares Upgrade in Richtung professionelles Heimkino.“

Beide Systeme verstehen sich als sehr flexible Multimedia-Receiver, deren Basis jeweils zwei digitale Tuner für den Empfang von Kabel oder Satellit in SD oder HDTV darstellen. Damit lassen sich aber auch Radio-Programme empfangen, wobei das System beachtliche 1.000 Timer-Plätze sowie 100 Favoritenlisten anbietet. Es lassen sich nach Herstellerangaben bis zu acht TV-Programme gleichzeitig aufnehmen, wobei dafür beim DVC 1500 eine integrierte Festplatte mit einer Speicherkapazität von 1 TByte, beim DVC 3000 gar 2 TByte zur Verfügung steht. Ausstattungsmerkmale wie ein integrierter Elektronischer Programm-Guide, kurz EPG genannt, aber auch zwei Einschübe für Pay-TV-Karten verstehen sich als Selbstverständlichkeit.

Eine Archivierungs-Funktion sorgt für Überblick und kümmert sich nicht nur um Aufnahmen, sondern ebenso um Film-, Musik- und Foto-Dateien. Derartige Daten können etwa übers Netzwerk auf das System übertragen werden, denn selbstverständlich können beide Produkte mittels Ethernet oder Wireless LAN ins Netzwerk integriert werden. Auch eine eSATA-Schnittstelle für Festplatten, USB-Schnittstellen stehen hier zur Verfügung.

Aufgezeichnete Videos können mittels sehr umfangreichen Editier-Funktion bearbeitet werden. Dabei reicht der Funktionsumfang weit über das einfache Herausschneiden von Werbeblöcken hinaus. Es handelt sich vielmehr um eine nahezu vollständige Video-Editier-Funktion, die selbst für Hobby-Filmer geeignet sein soll, da sie neben Schnitt, Nachvertonung, Betitelung, Farbkorrekturen und Mischung selbst das Hinzufügen von Kommentaren und Hintergrundmusik erlaubt. Eigene Video-Inhalte werden etwa über eine DV-Schnittstelle eingespielt.

Wer herkömmliche Medien wiedergeben will, dem steht beim DVC 1500 ein DVD-Laufwerk, beim DVC 3000 sogar ein Blu-ray-Laufwerk zur Verfügung. Da es sich hierbei um Brenner handelt, können aufgezeichnete Videos, oder auch bearbeitete Videos auf optische Medien gebrannt werden, also entweder DVD oder Blu-ray. Eine Export-Funktion für Medien über die vorhandenen Schnittstellen sowie das Netzwerk ist ebenfalls vorhanden, so der Hersteller.

Wie könnte es anders sein, natürlich ist auch hier 3D ein Thema, wobei laut Loewe in diesem Fall zweidimensionales SD- und HD-Fernsehen auf Wunsch in 3D umgerechnet wird. Der Hersteller setzt hier entweder auf ein Anaglyphbild, bei dem die Bilder überlagert sind und wofür eine im Lieferumfang enthaltene Grün-Magenta-Brille eingesetzt werden muss. Als Alternative kann die Darstellung von 3D auch durch nebeneinander liegende Bilder realisiert werden, wobei man in diesem Fall eine Shutter Brille benötigt. Wir erlauben uns an dieser Stelle allerdings einen dezenten Zweifel anzuführen, ob die damit erzielte Wirkung tatsächlich den Aufwand wert ist.

Viel interessanter ist da schon, dass sich über die Integration ins Netz auch auf Online-Inhalte zugegriffen werden kann, wobei der Hersteller auf den Browser Firefox setzt. Damit kann völlig frei im Web gesurft werden.

Im Prinzip handelt es sich bei beiden Systemen um PC-Systeme, wobei der Kunde aber davon nichts merken soll. Aber nur so lässt sich diese Funktionsvielfalt realisieren, wobei das System komplett ohne Lüfter auskommt und somit einen lautlosen Betrieb erlaubt.

Während auf der Frontseite der Geräte mit Abmessungen von 433 x 111 x 365 mm vor allem ein großzügiges, grafikfähiges und hochauflösendes 4,3 Zoll TFT-Farbdisplay auffällt, ist die Rückseite mit Anschlüssen geradezu überseht. Hier findet man neben etwa einen S-Video In, DVI Out, HMDI, FBAS-In, S/PDIF Out, analog Audio Out und In, DV In und Out, Ethernet, eSATA und USB-Anschlüsse, wobei auch auf der Front hinter einer Blende USB-Anschlüsse zu finden sind.

Nach Angaben der Loewe Austria GmbH werden die Multimedia-Receiver der MacroSystem Digital Video AG ab sofort in den Loewe Galerien und bei Loewe-Händlern erhältlich sein sollen. Die Geräte präsentieren sich in edlem Schwarz mit auf Hochglanz polierten Frontblenden. Der Hersteller gibt für den DVC 1500 einen empfohlenen Verkaufspreis von € 1.800,- an. Der DVC 3000 soll zum Preis von € 3.000,- erhältlich sein.

Michael Holzinger

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