IFA 2013: Das MHL Consortium nutzt die diesjährige Internationale Funkausstellung in Berlin dazu, die neueste Version des Standards MHL 3.0 zu präsentieren." /> Sempre Audio

MHL Consortium präsentiert MHL 3.0

IFA 2013: Mobile High-Definition Link, oder kurz MHL stellt einen Standard für mobile Devices dar, der die herstellerunabhängige, kabelgebundene Signalübertragung von Audio und Video im Zusammenspiel mit Geräten der Unterhaltungselektronik sicher stellen soll. Dieser Standard wird nunmehr in Berlin in der neuesten Version MHL 3.0 präsentiert.

Von Michael Holzinger (mh)
27.08.2013

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Mobile Devices wie etwa Smartphones und Tablets werden immer leistungsstärker und weisen alle Merkmale auf, um damit etwa auch multimediale Inhalte zu erstellen, darauf abzuspeichern, und nach belieben zu nutzen. Und zwar immer, und überall. Damit dienen sollen sie aber aus der Sicht des Konsumenten aber auch dazu dienen, diese Inhalte etwa auch im Umfeld der Unterhaltungselektronik nutzen zu können, also als Quelle im Wohnzimmer dienen. Musik, Fotos und Videos, die sich im Speicher des mobilen Geräts befinden, sollen sich nicht nur direkt über dieses Gerät verwalten und wiedergeben bzw. anzeigen lassen, sondern ebenso über den Fernseher, das AV- oder HiFi-System.

Dies zu ermöglichen, stehen verschiedenste Ansätze zur Verfügung, ein Großteil davon natürlich drahtlos, also mittels Streaming. Allerdings stellt in vielen Fällen nach wie vor ein Kabel zwar nicht die komfortabelste, aber sicher die zuverlässigste Lösung dar, und hier setzt sich etwa der Standard MHL immer mehr durch.

MHL, oder besser gesagt Mobile High-Definition Link, wurde bereits im Jahr 2009 erstmals angekündigt, und zwar im Zuge der Präsentation durch das so genannte MHL Consortium, das Unternehmen wie Nokia, Toshiba, Sony, Samsung und Silicon Image begründeten. Diese Industrie-Konsortium stellte im Juni 2010 erstmals die finale Version der Spezifikation MHL 1.0 vor, die im Prinzip die Übertragung von Audio, Fotos und Videos in etwa vergleichbar mit HDMI erlaubte, und zumindest auf Seiten der Geräte der Unterhaltungselektronik auch diese Schnittstelle mit all ihren Merkmalen wie einer Signalübertragung bis hin zu Full HD mit 1.080p, Mehrkanal-Audio, HDMI CEC sowie einem DRM-System (Digital Rights Management) aufwies. Seit dem wird dieser Standard ständig verbessert und erweitert, und findet sich auf immer mehr Smartphones und Tablets, zumeist, aber nicht immer, in Form einer Micro USB-Schnittstelle, wenngleich die MHL-Spezifikation selbst hier keine exakten Vorgaben definiert, die Art und Weise der Schnittstelle also dem jeweiligen Hersteller überlassen wird, sodass hier im Zweifelsfall separate, jeweils zum Gerät passende Kabel erforderlich sind.

Nunmehr steht die Einführung der Spezifikation MHL 3.0 unmittelbar bevor, was laut MHL Consortium im Rahmen der Internationalen Funkausstellung 2013 Anfang September in Berlin erfolgen soll.

So wirbt das Konsortium einmal mehr damit, dass mit MHL ein Standard für Smartphones und Tablets zur Verfügung stehe, der es erlauben solle, diese an einen Fernseher oder AV-Receiver, ebenso an Projektoren oder Car-Entertainment-Systeme mit HDMI- oder MHL-Schnittstelle anzuschließen, und Inhalte bis hin zu hochauflösenden Multimedia-Daten zu übertragen. Über MHL wird dabei das mobile Gerät mit Strom versorgt und lässt sich zudem zentral steuern. Zu den Neuerungen des Standards MHL 3.0 soll etwa die Unterstützung von 4K bzw. Ultra HD-Auflösungen sowie eine verbesserte Audio-Qualität zählen. Auch eine simultane High-Speed-Übertragung, Touchscreen-Unterstützung und ein erweiterter Kopierschutz gehören zu den mit MHL 3.0 eingeführten Merkmalen. Speziell für Car-Entertainment-Systemen soll das neue Fernbedienungs-Protokoll RCP zugute kommen, mit dessen Hilfe über das Smartphone oder Tablet Multimedia-Anwendungen im Auto gesteuert werden können.

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