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MYSPHERE 3.1 - Die Wiedergeburt einer Legende

Foto © LB-acoustics Messgeräte GmbH

Hinter dem Unternehmen LB-acoustics Messgeräte GmbH stehen mit Helmut Ryback und Heinz Renner jene Entwickler, die für den legendären AKG K1000 verantwortlich zeichnen. Ihre Erfahrung und Expertise ließen sie nunmehr in ein neues Projekt einfließen, dessen Wurzeln besagter AKG K 1000 sind, der neue MYSPHERE 3.1

Kurz gesagt...

Nicht weniger als „the ultimate headphone“ soll der MYSPHERE 3.1 darstellen, dessen DNA direkt auf dem legendären AKG K 1000 basiert.

Wir meinen...

Nach jahrelanger Entwicklungsarbeit scheinen Helmut Ryback und Heinz Renner ihr Ziel, den ultimativen Kopfhörer zu entwickeln, erreicht zu haben. Zumindest präsentieren die beiden Akustik-Ingenieure nunmehr das Produkt ihres Unternehmen LB-acoustics Messgeräte GmbH nun erstmals der Öffentlichkeit, den MYSPHERE 3.1. Die Wurzeln des MYSPHERE 3.1 reichen zurück ins Jahr 1989, als der legendäre AKG K 1000 auf den Markt kam, für den die beiden Entwickler maßgeblich verantwortlich waren. Der neue MYSPHERE 3.1 baut darauf auf, profitiert aber durch all die weitere Expertise, die sich die Entwickler in den letzten Jahrzehnten aneignen konnten, sowie neueste Messtechnik und modernste Werkstoffe und Fertigungstechnologien.
Hersteller:LB-acoustics Messgeräte GmbH
Vertrieb:LB-acoustics Messgeräte GmbH
Preis:€ 3.500,- bis € 4.500,-

Von Michael Holzinger (mh)
11.10.2017

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Im Jahr 1989 brachte die Traditionsmarke AKG mit dem AKG K 1000 einen außergewöhnlichen Kopfhörer auf den Markt, der sich unmittelbar als Referenz-Lösung etablieren konnte und binnen kürzester Zeit gar zu einem der legendärsten Kopfhörer überhaupt wurde. Dies lag allen voran darin begründet, dass der AKG K 1000 ein Hörerlebnis auf derart hohem Niveau ermöglichte, das man bislang von einem Kopfhörer schlicht nicht kannte. Es war vor allem die Art der Darbietung, die eben nicht einem Kopfhörer glich, sondern vielmehr dem gleichen Erlebnis, als würde man vor einem Paar erstklassiger Lautsprecher-Systeme sitzen.

Massgeblich für die Entwicklung des AKG K 1000 waren Helmut Ryback, der etwa auch den ebenfalls legendären AKG K240 DF entwickelte, sowie Heinz Renner. Die beiden Akustik-Ingenieure waren es, die nach umfangreicher Entwicklungsarbeit das Prinzip des AKG K 1000 erschufen und dabei auf einen ganz speziellen dynamischen und eine im wahrsten Sinne des Wortes offene Konstruktion setzten. So sollte sichergestellt werden, dass einerseits eine akkurate Abbildung über einen weiten Frequenzbereich hinweg garantiert ist, zudem keinerlei negativen Einflüsse durch die Kopfhörer-Konstruktion selbst zu befürchten seien. Nichts sollte den perfekten Klang auch nur irgendwie trüben.

Es ist hinlänglich bekannt, dass das österreichische Traditionsunternehmen AKG in den letzten Jahren die ein oder andere Turbulenz durchlebte und letztlich der Standort in Wien gar geschlossen wurde, AKG nun als Teil von Harman Industries International gar zum koreanischen Konzern Samsung zählt. Es erstaunt somit keineswegs, dass die Masterminds hinter dem AKG K 1000 nunmehr als LB-acoustics Messgeräte GmbH tätig sind, und zwar in bewährter Art und Weise in der österreichischen Bundeshauptstadt Wien.

Ebenso wird es niemand erstaunen, dass die beiden Ingenieure sich hier allen voran der Entwicklung von Kopfhörern widmen, und zwar nicht irgendwelchen Kopfhörern, sondern schlicht dem ultimativen Kopfhörer, dem neuen MYSPHERE 3.1.

Seit der Markteinführung des AKG K 1000 im Jahr 1989 sind ja doch ein paar Jahre ins Land gezogen, die Entwicklung im Akustik-Segment schritt voran, neue Messmethoden, neue Fertigungstechnologien und ebenso neue Materialien stehen zur Verfügung, zudem konnten die beiden Entwickler natürlich auch einiges Mehr an Erfahrung und Expertise sammeln, und all dies soll nunmehr in den besagten MYSPHERE 3.1 einfließen, allerdings solle dessen Wurzeln nach wie vor auf den AKG K 1000 zurück gehen.

Auch der neue MYSPHERE 3.1 setzt somit auf das Prinzip eines völlig offenen Kopfhörers. Rein gar nichts soll hier die Bewegung der Membranen sowie die direkte Schallübertragung zum Ohr des Anwenders negativ beeinflussen können. Im direkten Vergleich zum AKG K 1000 konnte man dies nun aber deutlich eleganter lösen, sodass der neue MYSPHERE 3.1 sich als überaus feiner, zieht man das Konstruktionsprinzip in Betracht, geradezu graziler Kopfhörer präsentiert.

Der Bügel ist hier allerdings so geformt, dass er an der Rückseite der Ohrmuscheln ansetzt, sich über den Kopf des Anwenders schmiegt, und somit einen soliden Halt sicherstellt, dabei aber das besagte offene Konstruktionsprinzip nicht im Ansatz stört. Selbst der Mechanismus, der zur Anpassung an die individuelle Kopfform natürlich erforderlich ist, ist beim MYSPHERE 3.1 so gestaltet, dass er kaum zu sehen ist, zudem soll er eine besonders feinfühlige und damit optimale Justierung erlauben.

Durch den Einsatz modernster Materialien sei es zudem gelungen, ein vergleichsweise geringes Gewicht zu erzielen, so bringt der MYSPHERE 3.1 nicht mehr als rund 330 g auf die Waage.

Die empfindlichen Membranen werden hier durch ein mittels zahlloser Messverfahren optimiertes Geflecht geschützt, das ebenso wie das Stoffgewebe an der Innenseite akustisch transparent ist, sodass auch diese keinerlei Auswirkungen auf die Darbietung haben, und die Luft frei zirkulieren kann, die Membran sich also jederzeit völlig frei bewegen kann.

Diese Membran weist eine besondere Geometrie auf und misst 40 x 40 mm. Sie sei geradezu ultraleicht ausgeführt, und zwar mit Hilfe eines glasfaserverstärktem Schaumwerkstoff, der hauchdünn ist und dennoch eine Art Spinnennetz-Struktur aufweist. Angetrieben wird diese mittels leistungsstarker Neodymium N52 Magneten, die radial ausgeführt und voll belüftet sind. Diese sind in der Lage, eine Feldstärke von nicht weniger als 1,5 T aufzubauen. Der dynamische Treiber soll mit all diesen Merkmalen einerseits einen sehr breiten Frequenzbereich akkurat abbilden, zudem aber auch auf die Dynamik betreffend blitzartig reagieren können und damit letztlich jedwedes Detail der Musik zur Geltung bringen.

So gibt das Unternehmen für den MYSPHERE 3.1 eine Impedanz von lediglich 15 Ohm an, und zwar bei einer Empfindlichkeit von 96 dB / 1 mW RMS, was gleichbedeutend sei mit 115 dB SPL/V eff. und zwar am so genannten Ear-drum Reference Point. Damit sei sichergestellt, dass der neue MYSPHERE 3.1 mit wirklich jedweder Quelle zurecht kommt, man gar ein x-beliebiges Smartphone einsetzen könne, selbst wenn dies bei einem Kopfhörer der Referenz-Klasse geradezu paradox erscheint. Der Frequenzgang wird für den MYSPHERE 3.1 mit 20 Hz bis 40 kHz angegeben.

Spannend ist auch, dass der Hersteller ausdrücklich darauf verweist, dass die komplette Innenverkabelung symmetrisch ausgeführt wurde, jedwedes Kabel auf der linken Seite exakt die gleiche Länge aufweist, wie auf der rechten. Auch hier will man alles getan haben, um nicht weniger als perfekte Ergebnisse zu erzielen.

Dazu passt auch, dass der Kunde verschiedenste Optionen bei der Wahl des Anschlusskabels für den neuen MYSPHERE 3.1 haben wird. So steht etwa das „Standard short cable“ zur Verfügung, das eine Länge von 1,2 m aufweist und in einem 3,5 mm Stereo Mini-Klinkenstecker mündet. Ein passender Adapter für 6,3 mm Klinkenbuchsen wird mitgeliefert. Das Gegenstück in Form des „Standard long cable“ weist eine Länge von 3,6 m auf. Zudem steht aber noch das „Standard symmetric cable long“ zur Auswahl, das mit 3,6 ausgelegt ist und auf einen 4-poligen XLR-Anschluss setzt. Optional sollen zudem ein „Symmetric short cable“ mit 1,2 m und 2,5 mm 4-poligem Anschluss, sowie ein „Symmetric short cable“ mit 1,2 m Länge und 4,4 mm TRRRS Connector angeboten werden.

Alle Kabel setzen auf einen Aufbau mit 8 Adern mit einem Durchmesser von jeweils 0,14 mm2 und OFC als Werkstoff (Oxygen-free monocrystalline copper) mit Textilgewebe-Überzug, sodass technische Eckdaten von 0,1 Ohm/ m sowie 0,4 nF/ m erzielt werden.

Abschließend sei gesagt, dass der neue MYSPHERE 3.1 noch nicht verfügbar ist. Die Entwicklung fand über die letzten Jahre hinweg statt, und ist nun im Prinzip vollendet, sodass das Wiener Unternehmen die ersten finalen Muster des MYSPHERE 3.1 präsentieren kann. Dies tut man dieser Tage bereits auf diversen Events und man verspricht, dass in Bälde die ersten Produkte zum Verkauf bereit stünden.

Man kann sich somit bereits auf der Webseite des Unternehmens für einen MYSPHERE 3.1 registrieren, natürlich völlig unverbindlich und ohne Kosten, sodass man zu den ersten zählt, die diesen wohl sicher herausragenden Kopfhörer in Händen halten und ihr Eigen nennen können. Angesichts der jahrelangen Entwicklung, der herausragenden Konstruktion und der exzellenten Eckdaten ist aber wohl klar, dass der MYSPHERE 3.1 nicht nur in der absoluten Referenz-Klasse spielen soll, der Preis wird sich ebenfalls in etwas höheren Regionen bewegen. Derzeit kursieren Preise zwischen € 3.500,- und € 4.500,-

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