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Magnat Quantum Signature - Neues Flaggschiff der Magnat Quantum-Serie

High End 2013: Mit allen Erfahrungen der Magnat Quantum-1000-Serie haben sich die Ingenieure von Magnat an die Entwicklung eines neuen Lautsprecher-Systems gemacht, das nicht weniger als ein Meisterwerk sein soll, und damit das würdige neue Flaggschiff der Magnat Quantum-Serie, pünktlich zum 40. Geburtstag des Unternehmens darstellt, die Magnat Quantum Signature.

Kurz gesagt...

Man habe alle Register gezogen, um anlässlich des 40. Geburtstags des Unternehmens ein würdiges Lautsprecher-System zu schaffen, die Magnat Quantum Signature, die als Dreiwege-Bassreflex-System ausgeführt ist, und aus allen Erfahrungen der Entwicklung der Magnat Quantum-1000-Serie basiert.

Wir meinen...

Impossant, so präsentiert sich die Magnat Quantum Signature, die wohl völlig zu Recht als neues Flaggschiff der Quantum-Serie gepriesen wird. Technisch lässt sie kaum Wünsche offen, und auch optisch kann sie überzeugen.

Von Michael Holzinger (mh)
18.05.2013

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Mit dem neuesten Lautsprecher-System Magnat Quantum Signature will die deutsche HiFi-Schmiede Magnat vor allem eines, und zwar verführen. Das neue System soll mit, so Magnat, beeindruckenden Eckdaten Lust auf mehr machen. Dabei soll bereits der erste Blick genügen, denn dieses Lautsprecher-System, davon zeigt man sich von Seiten des Herstellers überzeugt, beeindrucke bereits auf den ersten Blick durch schiere Größe. Dezente Zurückhaltung ist hier also keinesfalls die oberste Prämisse gewesen. Wie es sich für ein Flaggschiff einer Lautsprecher-Serie wie der Magnat Quantum-Reihe geziemt, präsentiert sich die neue Magnat Quantum Signature als imposante Erscheinung.

Aber allein die Optik darf es natürlich nicht sein, vielmehr soll in die Entwicklung der Magnat Quantum Signature all die aus der Magnat Quantum-1000-Serie gewonnene Erfahrung eingeflossen sein, sodass das Ergebnis ein würdiges Lautsprecher-System anlässlich des 40. Geburtstags des Unternehmens darstellt, den Magnat dieser Tage begeht. Und welcher Rahmen wäre ein würdigerer, als die High End 2013 in München, wo die Magnat Quantum Signature ihre Premiere feierte.

Wie gesagt, Zurückhaltung war nicht gefragt, vielmehr wollte man tatsächlich aus dem Vollen schöpfen. So präsentiert sich die Magnat Quantum Signature als bislang größtes Modell der Serie, und wartet mit Abmessungen von 313 x 1410 x 465 mm auf. Dies ist aber keinesfalls die beeindruckendste Größe, wenn es um die prinzipielle Beschreibung dieses Systems geht. Diese Angabe findet sich beim Gewicht, denn die Magnat Quantum Signature bringt beachtliche 73 kg auf die Waage.

Dafür ist natürlich in erster Linie ein wahrlich massiv ausgeführtes Gehäuse verantwortlich, das somit die beste Grundlage für eine tadellose Entfaltung der Lautsprecher-Chassis darstellt. Das Gehäuse ist aus MDF gefertigt und mehrfach hochglanzlackiert. Zahllose Verstrebungen im Inneren und aufgedoppelte Seitenwangen mit nicht konstanter Materialdicke zur Reduzierung von Gehäuseresonanzen sorgen dafür, dass hier ein wirklich grundsolides, massives Umfeld für die Treiber geschaffen wurde, denen übrigens beachtliche 100 Liter an Volumen zur Verfügung stehen. Für zusätzliche Steifheit, aber durchaus auch als optischer Akzent sind massive, mit dem Gehäuse fest verschraubte seitliche Metall-Applikationen angebracht. Natürlich bedarf es in diesem Fall einer soliden Grundlage, und zwar einer etwas nach außen geführten Grundplatte, die wiederum auf Vollmetall-Spikes ruht.

Die Magnat Quantum Signature ist als Dreiwege-Bassreflex-System ausgeführt, wobei schon allein für den untersten Frequenzbereich drei großzügig ausgelegte 200 mm Tiefton-Chassis verantwortlich sind. Diese sind mit einer hochfesten Aluminium-Keramik-Membran ausgestattet und verfügen über einen resonanzarmen Alu-Druckguss-Korb. Das Antriebssystem weist mehrfach ausgeführte Entlüftungen und eine Schwingspule aus nichtleitendem Kaptan auf, um mechanische als auch elektrische Verluste zu minimieren und geringste Verzerrungen bei maximaler Pegelausbeute zu erzielen, so Magnat.

Zwei der drei Tiefton-Treiber werden durch ein nach hinten ausgeführtes Bassreflex-System unterstützt, die mit einer Spezialbeschichtung und einer so genannten Airflex-Bassreflex-Öffnung ausgestattet sind.

Im Mittelton-Bereich kommen zwei 170 mm Treiber mit so genanntem Controlled Flexing Cone zum Einsatz. Dahinter verbirgt sich eine spezielle Membran-Geometrie, die eine stets kontrollierte Abstrahlung von Biegewellen im Mittelton-Bereich und somit eine verbesserte Breitbandigkeit erzielen soll. Auch dieses Treiber weisen eine Aluminium-Keramik-Membran sowie eine ausgeklügelte Belüftung des Antriebs auf.

Als Hochtöner setzten die Entwickler auf einen 30 mm Treiber mit besonders leichter Membran aus teilkristallinem Polymer, und zwar PTFE, das einen maximalen Wirkungsgrad erlauben soll. Für besonders wenig Klirr soll hier ein mittels Kupferkappe optimiertes Antriebssystem sorgen. Eine perfekte Schallführung versuchen die Ingenieure von Magnat über eine massive, computeroptimierte Aluminiumfrontplatte zu erzielen. Eine großzügige Magnet-Entlüftung sowie eine besonders breite Sicke zur verbesserten Abstrahlung von Frequenzen oberhalb von 20 kHz zählen ebenfalls zu den Merkmalen dieses Treibers.

Die Chassis der Magnat Quantum Signature sind übrigens in einer so genannten D´Appolito-Anordnung platziert.

Ebenso viel Sorgfalt wie bei den Treiber selbst ließen die Entwickler offensichtlich auch bei deren Ansteuerung walten, und setzten etwa auf zwei Frequenzweichen mit 24 dB LKR-Topologie und ausgestattet mit feinsten Bauteilen. Diese Auftrennung soll dafür sorgen, dass im Bedarfsfall ein optimaler Bi-Wiring-Betrieb möglich ist. Die Platinen der Frequenzweichen sind zudem mechanisch vom Gehäuse entkoppelt angebracht. Sie greifen bei 200 Hz und 2.900 Hz ins Geschehen ein. Die Innenverkabelung wurde mit hochwertigen Kabel des Schwester-Konzerns Oehlbach erledigt.

Die Magnat Quantum Signature ist nach Angaben des Unternehmens mnit einer Impedanz von 4 bzw. 8 Ohm für Verstärker mit einer Leistung von 400 Watt sowie Spitzen bis zu 700 Watt ausgelegt. Sie soll einen Frequenzbereich zwischen 16 und beachtlichen 75.000 Hz abdecken. Sie weist einen Wirkungsgrad von immerhin 94 dB auf und wird vorerst in der Ausführung Piano Schwarz angeboten. Im Lieferumfang ist natürlich ein passender Lautsprecher-Grill mit schwarzer Bespannung enthalten. Zudem findet man hier hochwertig ausgeführte Kabelbrücken, um die Lautsprecher-Klemmen am Anschluss-Feld zu verbinden, sofern man nicht auf Bi-Wiring bzw. Bi-Amping setzt.

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