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Marantz SA-10 und Marantz PM-10 - Die neue Referenz…

Foto © Marantz

Mit der Marantz Premium 10 Baureihe bestehend aus dem Marantz SA-10 SACD/ DAC sowie dem Stereo Vollverstärker Marantz PM-10 stehe bahnbrechende Audio-Technik auf höchstem Niveau zur Verfügung, die nicht weniger als bestmöglichen Klang liefere, und damit mit Fug und Recht als The New Reference angesehen werden müsse, so der japanische Unterhaltungselektronik-Konzern Marantz.

Kurz gesagt...

Es sei nicht weniger als The New Reference, die man mit dem Marantz SA-10 sowie dem Marantz PM-10 und damit der Marantz Premium 10 Baureihe anbiete, zeigt sich Marantz überzeugt.

Wir meinen...

Die neue Stereo-Kombination der Marantz Premium 10 Reihe bestehend aus Marantz SA-10 und Marantz PM-10 ist ein beeindruckendes System, das mit einer Vielzahl, mehr noch, vielmehr einer Menge an Innovationen und ausgeklügelten Detaillösungen aufwartet, die in Summe ein vielversprechendes Ganzes ergeben und damit wohl zu Recht als The New Reference der Japaner ausgelobt werden.
Hersteller:Marantz
Vertrieb:Marantz Deutschland Division of D&M Germany
Preis:Marantz SA-10 € 6.999,-
Marantz PM-10 € 7.999,-

Von Michael Holzinger (mh)
05.12.2016

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Der japanische Unterhaltungselektronik-Konzern versucht seit Jahr und Tag einen eigentlich recht gewagten Spagat zwischen möglichst breitentauglichen HiFi- und AV-Lösungen im Consumer-Segment einerseits, und ausgewiesenen High-end HiFi-Lösungen auf der anderen Seite. Sich in diesen beiden Marktbereichen erfolgreich über lange Zeit behaupten zu können, ist vor allem deswegen keine leichte Aufgabe, da hier durchaus andere Gesetzmässigkeiten gelten, auf die ein Hersteller zumindest in Teilaspekten selbst nur einen gewissen Einfluss hat. So hängt vieles etwa davon ab, welches Image ein Unternehmen genießt, und da ist vor allem ein starkes Engagement im Consumer-Segment mit dem hier herrschenden Preiskampf eine überaus heikle Angelegenheit.

Marantz aber behauptet sich durch eine offensichtlich sehr kluge Taktik erfolgreich in beiden Segmenten, und legt nunmehr einmal mehr im High-end Segment die Messlatte ein gehöriges Stück höher, und zwar mit einer neuen klassischen Stereo-Kombination, die man erstmals im Rahmen der High End 2016 in München im Mai ankündigte, und zu der man nunmehr konkrete Angaben nachreicht, den neuen Marantz SA-10 SACD Player/ DAC, sowie den Marantz PM-10 Stereo Vollverstärker.

Bei diesen neuen Lösungen handle es sich um die neue Marantz Premium 10 Baureihe, die das komplette Knowhow, das die Techniker von Marantz seit mehr als 70 Jahren erlernten, entworfen und entwickelt haben, in sich vereine. Bewährte Werte bei der Klanggüte und der Präzession bei der Fertigung würden hier mit innovativen Lösungen bei der Ausstattung auf höchstem Niveau kombiniert, sodass die neue Marantz Premium 10 Baureihe nicht weniger sei, als The New Reference, davon zeigt man sich beim japanischen Unternehmen überzeugt.

Um Superlative ist man bei der Beschreibung der neuen Stereo-Kombination sichtlich nicht verlegen, man beschreibt die Fähigkeiten der beiden Produkte also durchaus mit entsprechenden Selbstbewusstsein. So habe man auf bahnbrechende Audiotechnik auf höchstem Niveau gesetzt, um bestmöglichen Klang von verschiedensten Quellen, beginnend bei Audio CD bis hin zu hochauflösenden Inhalten zu reproduzieren, wobei hierbei natürlich allen voran dem Marantz SA-10 eine sehr wichtige Rolle zuteil wird.

Wie bereits angedeutet, soll es sich beim neuen Marantz SA-10 nicht nur um einen Super Audio CD-Player handeln, der somit ebenso Audio CDs, ja gar Datenträger wie CD-ROMs und DVD-ROMs mit Audio-Daten befüllt, abspielen kann, sondern zudem um eine Lösung, die als vielseitiger D/A-Wandler fungiert. Dieses Merkmal unterscheide ihn ganz klar von seinem Vorgänger, dem Marantz SA-7.

Interessant dabei ist, dass Marantz zu Protokoll gibt, dass der neue Marantz SA-10 zwar neben der Wiedergabe verschiedenster physischer Medien die Aufgabe eines Digital-Analog-Wandlers übernehme, streng genommen aber sowohl für die Verarbeitung der Daten von optischen Datenträgern als auch der verschiedenen digitalen Schnittstellen gar keinen DAC aufweise. Der Marantz SA-10 sei der erste Super Audio CD- und CD-Player sowie USB-Konverter ohne D/A-Wandler. Der Marantz SA-10 brauche schlichtweg keinen DAC, um seinen Aufgaben nachzukommen.

Man nutze vielmehr das so genannte Marantz Musical Mastering, kurz MMM bezeichnet, und konvertiere zunächst alle Daten aufwärts zu DSD256. Diese Marantz Musical Mastering-Konvertierung sei ebenso akribisch wie innovativ, zeigt sich der Hersteller überzeugt, und setze auf zwei Haupttaktgeber, um sicher zu stellen, dass alle digitalen Signale direkt in DSD256 konvertiert werden, wobei zwei Filtereinstellungen zur Verfügung stehen, um den Klang nach den Wünschen der Anwender zu gestalten. Danach wird dieses DSD256 Signal mittels Marantz Musical Mastering Stream für einen analogen Verstärker vorbereitet, und zwar basierend auf einer Technologie, die bis zur Frühgeschichte der Datenstrom-Konvertierung zurück gehe, so der Hersteller, der dies als einen im Prinzip sehr einfachen Umwandlungsvorgang bezeichnet. So sei der Ausgang des MMM-Konvertierungs-Prozesses faktisch bereits ein Analogsignal, da es sich um einen hochfrequenten Datenstrom aus Einzelimpulsen handle. Somit sei bereits die meiste „digitale Arbeit“ erledigt, sodass der Datenstrom nicht mehr als einen sehr hochqualitativen Tiefpass-Filter benötige, um den reinstmöglichen analogen Ausgang bereit zu stellen, wie es Marantz ausdrückt.

Maßgeblich verantwortlich für diesen augenscheinlich komplexen Weg, der aber letztlich eine sehr einfache und überaus elegante Lösung für die Verarbeitung digitaler Daten auf höchstem Niveau darstelle, sei Senior Electronics Engineer Rainer Finck, der, so Marantz, seit zwei Jahrzehnten an Marantz Reference CD-Spielern arbeite, und demzufolge auch von zentraler Bedeutung für das Projekt Marantz SA-10 war.

„Da ich damals in den späten 80ern einer der Techniker von Philips war und an den Datenstrom-Konvertern der Firma arbeitete – der letzte war ein DAC-7 – konnten wir auf dieses Wissen zurückgreifen, um unseren eigenen Datenstrom-Konverter für den SA-10 zu bauen.“ Rainer Finck, Senior Electronics Engineer

Diese ausgeklügelte Signalverarbeitung steht beim neuen Marantz SA-10 Quellen zur Verfügung, die wahlweise über eine optische oder koaxiale S/PDIF-Schnittstelle angeschlossen sind. Ebenso lässt sich ein PC oder Mac direkt mit dem Gerät verbinden, und zwar über eine USB-Schnittstelle, wobei natürlich auf eine asyncrone Datenübertragung gesetzt wird, und Daten mit mit bis zu 32 Bit und 384 kHz im Linear PCM-Format (DXD), als auch DSD mit bis zu DSD 11,2 MHz verarbeitet werden. Ein weiterer USB-Eingang steht für entsprechende Speichermedien zur Verfügung. Alle digitalen Eingänge sind vollständig isoliert, sodass keinerlei Übertragung von Rauschen befürchtet werden muss.

Als weitere „Quelle“ fungiert beim Marantz SA-10 natürlich das integrierte Laufwerk, wobei man ganz ausdrücklich betont, dass es sich hierbei nicht um ein handelsübliches DVD-Laufwerk handelt, selbst wenn der Marantz SA-10, wie bereits erwähnt, neben Super Audio CD und Audio CD auch Datenträger wie CD-ROM und DVD-ROM lesen kann. Vielmehr setzte man auf einen eigens entwickelten CD-Mechanismus, den Marantz SACD-M3, der einzig und allein im Marantz SA-10 zum Einsatz kommt.

„Bereits als die ersten CD-Spieler auf den Markt kamen, war die Abtastung eine unserer Stärken. Mit SACD ist es ebenso. Ohne Frage ist unsere Herangehensweise kostenaufwendiger, aber für ein ganz besonderes Ergebnis nehmen wir dies in Kauf. Hinzu kommt, dass heutzutage nicht mehr viele SACD-Mechanismen auf dem Markt sind. Diese Art von Laufwerken kann nicht günstig hergestellt werden, daher ist sie auf unsere Spitzenprodukte begrenzt.“ Ken Ishiwata, Markenbotschafter von Marantz

Den Abschluss der Signalverarbeitung im Marantz SA-10 bildet, in bewährter Art und Weise, eine Ausgangsstufe bestückt mit Marantz HDAMs. An Ausgängen stehen hier sowohl unsymmetrische Cinchbuchsen, als auch symmetrische XLR-Anschlüsse zur Verfügung. Auch auf eine optische als auch koaxiale S/PDIF-Schnittstelle als digitaler Ausgang hat man beim Marantz SA-10 - trotz der ausgeklügelten Digital-zu-analog-Signalverarbeitung - nicht verzichtet. Die Front des Geräts ziert nicht nur ein zentral angeordnetes Display unterhalb der Laufwerkslade, alle relevanten Bedienelemente für die Wiedergabesteuerung, sondern ebenso ein Kopfhörer-Anschluss in Form einer 6,3 mm Stereo Klinkenbuchse samt zugehörigem Lautstärke-Regler.

Bei all diesem beschrieben Aufwand beim Marantz SA-10 wird es nicht erstaunen, dass die Entwickler beim zugehörigen neuen Stereo Vollverstärker Marantz PM-10 mit gleich großer Akribie zu Werke gingen.

So soll es sich beim neuen Marantz PM-10 nur „äußerlich“ um einen Stereo Vollverstärker handeln, im Inneren komme vielmehr ein Vorverstärker und ein Paar Monoblock-Leistungsverstärker zum Einsatz, wobei man auf einen komplett symmetrischen Aufbau setzt. Der Hersteller sprich hierbei von einer mittels HDAM aufgebauten Vorstufe in Verbindung mit einer Dual-Mono-Endstufenkombination.

Erklärtes Ziel der Entwickler war es, den neuen Marantz PM-10 so zu konzipieren, dass er ein mehr als würdiger Vertreter der Referenz-Klasse sei, der zudem ganz in der Tradition legendärer Lösungen aus dem Hause Marantz stehe. Schließlich begann Marantz bereits in den fünfziger Jahren damit, herausragende Verstärker zu entwickeln, wie etwa den Marantz Audio Consollette Vorverstärker, dem Model 7/8 Vorverstärker/ Leistungsverstärker, bis hin zu dem Project T1 Röhrenverstärker aus den 1990er Jahren.

Der neue Marantz PM-10 setzt auf Schaltverstärker, genauer gesagt auf zwei Schaltverstärkermodule pro Kanal im Bridged-Modus, um eine Leistung von immerhin 200 Watt an Lautsprecher-Systemen mit einer Impedanz von 8 Ohm zu entfalten. Weisen diese eine Impedanz von lediglich 4 Ohm auf, so kann der neue Marantz PM-10 gar beachtliche 400 Watt liefern. So soll sichergestellt sein, dass dieser Verstärker nahezu jedes Lautsprecher-System problemlos jederzeit unter Kontrolle hat und selbst bei anspruchsvoller Musik über ausreichend Dynamik-Reserven verfüge.

Wie bereits erwähnt, ist der neue Marantz PM-10 vollständig symmetrisch aufgebaut. Neben zwei symmetrischen Eingängen weist er dennoch auch unsymmetrische Anschlüsse auf, wobei diese für den symmetrischen Betrieb konvertiert werden, und zwar noch bevor die Signale die Verstärker durchlaufen, um stets eine absolute Reinheit der Signale und eine bestmögliche Unterdrückung von Interferenzen zu gewährleisten.

Neben besagten zwei symmetrischen Eingängen sowie insgesamt vier unsymmetrischen Eingängen plus einem unsymmetrischen Ausgang steht beim neuen Marantz PM-10 eine integrierte Phono-Vorstufe zur Verfügung, die diskret aufgebaut, und sowohl für MM- als auch MC-Tonabnehmer-Systeme ausgelegt ist.

Spannend ist auch, dass der Marantz PM-10 über einen so genannten Power Amp In verfügt, also einen Direkt-Eingang für den Leistungsverstärker. Ebenso, dass der Marantz PM-10 einen so genannten Purest Mode aufweist, bei dem alle nicht benötigten Schaltkreise deaktiviert werden, um Störungen auf das absolute Minimum zu reduzieren.

Überhaupt habe man alles daran gesetzt, um Störungen an jeder nur erdenklichen Stelle gleich im Ansatz zu unterbinden. Dazu gehört der bereits erwähnte symmetrische Aufbau vom Eingang bis hin zu den Lautsprechern für massefreies Signalmanagement ebenso wie die komplette Trennung von Vor- und Dual-Mono-Endstufe, aber auch separate Netzteile für Vorverstärker und Lautstärke-Regelung, sowie für die einzelnen Endstufen-Kanäle. Ebenso kommen besonders starke Kupfer-Platinen für die Ausgangsstufe und die Hauptnetzteile zum Einsatz, und eine hochwertige mechanische Konstruktion mit Doppelschicht-Chassis, eine separate Abtrennung der Phono-Vorstufe in einem eigenen Gehäuse, ein fünf Millimeter starkes Aluminium-Topcover, eine massive Aluminium-Front, kupferbeschichtete Chassis, und nicht zuletzt Lautsprecher-Anschlüsse des Typs Marantz SPKT-100+ aus hochreinem Kupfer, die in diesem Fall gar doppelt ausgeführt sind also eine A, B, bzw. A+B-Konfiguration, über einen Wahlschalter auch Bi-amping bei Lautsprecher-Systemen erlauben.

Die neue Stereo-Kombination der Marantz Premium 10 Reihe bestehend aus Marantz SA-10 und Marantz PM-10 ist somit tatsächlich ein beeindruckendes System, das mit einer Vielzahl, mehr noch, vielmehr einer Menge an Innovationen und ausgeklügelten Detaillösungen aufwartet, die in Summe ein vielversprechendes Ganzes ergeben. Dass dies alles seinen Preis hat, ist wohl nachzuvollziehen. So muss man für den Marantz SA-10 SACD-Player/ DAC € 6.999,- budgetieren. Der Stereo Vollverstärker Marantz PM-10 wird zum empfohlenen Verkaufspreis von € 7.999,- angeboten.

Beide Systeme sollen im Februar 2017 im Fachhandel zu finden sein. In bewährter Art und Weise wird man dabei die Wahl zwischen einer Ausführung in Gold und einer Variante in Schwarz haben.

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