McIntosh MB100 Media Bridge - Die komplette Welt der Musik im direkten Zugriff?

Die traditionsreiche HiFi-Schmiede McIntosh Laboratory Corp. will verstärkt auf Lösungen setzen, die neue Zielgruppen ansprechen. Systeme, die alle Tugenden des Unternehmens aufweisen, sich aber an Anwender richten, die deutlich kompaktere, integrierte Lösungen suchen. Dabei spielt natürlich ein Produkt als Schnittstelle zu Online-Inhalten und Daten im Netzwerk eine essentielle Rolle, die bei McIntosh Laboratory Corp. der McIntosh MB100 Media Bridge zuteil werden soll.

Kurz gesagt...

Auch McIntosh Laboratory Corp. kann sich natürlich nicht all den Möglichkeiten rund um Musikwiedergabe übers Netzwerk entziehen, geht aber mit der McIntosh MB100 Media Bridge sogar soweit, Online-Dienste wie Spotify als primäre Quelle zu nennen.

Wir meinen...

Natürlich kann sich auch McIntosh nicht dem Trend verschließen, dass IT, mobile Computing und HiFi immer näher zusammen rücken, vor allem nicht dann, wenn es gilt, neue Kundenschichten zu erreichen, die genau auf diese Konvergenz der Welten setzen. Und dies hat sich McIntosh zum Ziel gesetzt, und stellt dafür unter anderem die neue McIntosh MB100 Media Bridge vor.

Von Michael Holzinger (mh)
30.01.2014

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Der direkten Einbindung von Musik-Streaming in HiFi-Systeme können sich selbst recht traditionell orientierte HiFi-Unternehmen nicht mehr gänzlich entziehen, denn dies ist ja keinesfalls gleichbedeutend damit, bestehende Tugenden aufzugeben. Vielmehr muss es das Ziel sein, all die Möglichkeiten, die sich in diesem Zusammenhang ergeben, als Chance zu sehen, und diese mit den traditionellen Werten zu verbinden. Ein wie auch immer gearteter Streaming-Client, ein so genannter Musik-Server oder ähnliches ist also bei immer mehr etablierten HiFi-Herstellern, ja selbst bei jenen aus dem klassischen High-end Segment, fester Bestandteil des Produkt-Portfolio.

Insofern ist es also keineswegs erstaunlich, dass auch die US-amerikanische HiFi-Schmiede McIntosh Laboratory Corp. auf dieses Segment setzt, und zwar in Form der neuen, erstmals in Las Vegas im Rahmen der CES 2014 vorgestellten McIntosh MB100 Media Bridge.

McIntosh sieht diese Lösung als Teil einer neuen Strategie, deren erklärtes Ziel es ist, neue Zielgruppen, neue Märkte für das Unternehmen zu erschließen. Bewusst spricht das Unternehmen daher in diesem Zusammenhang keineswegs von High-end Lösungen, auch wenn man natürlich ausdrücklich deren Qualitäten hervorhebt und unterstreicht, dass auch diese neuen Produkte getreu der Firmenphilosophie unter hohen Qualitätsmaßstäben entwickelt, und ausschließlich in Handarbeit im Werk in Bingham im US-Bundesstaat New York gefertigt werden. Vielmehr versteht man diese neuen Lösungen, zu denen neben der McIntish MB100 Media Bridge auch die ebenfalls im Rahmen der CES 2014 präsentierte All-in-One Lösung McIntosh MXA70 Integrated Audio System sowie der Kopfhörer-Verstärker mit integriertem DAC McIntosh MHA100 Headphone Amplifier zählen, als echte Consumer Lifestyle-Produkte. Ausdrücklich verweist das Unternehmen in diesem Zusammenhang auch auf die bereits vor geraumer Zeit präsentierte Lösung McIntosh McAire, die nach Angaben des Herstellers derart erfolgreich am Markt platziert werden konnte, dass der nunmehr erfolgte Ausbau dieses Segments die einzige Konsequenz daraus sein kann, da ein immenser Bedarf bei design- als auch qualitätsorientierten Kunden besteht.

Wie einleitend angeführt, ist es also in keinster Weise erstaunlich, dass das US-amerikanische Unternehmen eine Lösung präsentiert, die sich der Verbindung von IT und HiFi widmet, also ein Produkt präsentiert, dass sich der Wiedergabe digitaler Musik-Daten verschrieben hat, insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass man damit neue Kundenschichten gewinnen will. Bemerkenswert ist aber dennoch, dass ausgerechnet eine traditionsreiche High-end Schmiede allen voran die Einbindung eines Streaming-Dienstes wie etwa Spotify als wesentlichstes Merkmal einer neuen Streaming-Lösung anführt. Dienste wie eben Spotify erfreuen sich zwar überaus großen Interesses, werden aber auf Grund ihrer lediglich in komprimierter Form angebotenen Musik-Streams ganz klar dem Consumer-Segment zugeordnet. Derartige Dienste werden allen voran auf mobilen Devices genutzt, sind bislang hauptsächlich im Einstiegssegment der Unterhaltungselektronik zu finden, dienen maximal in höher wertigen Systemen als nette Ergänzung. McIntosh allerdings setzt diesen Dienst, gemeinsam mit Pandora oder SirusXM an die Spitze der Argumente, die für die neue McIntosh MB100 Media Bridge sprechen sollen.

Ziel sei es, dem Kunden die gesamte Welt der Musik in all ihrer Vielfalt auf „Finger-tipp“ zur Verfügung zu stellen. Dabei spielen derartige Dienste aus Sicht der Entwickler eine immens wesentliche Rolle, wobei man natürlich auch auf weitere, bislang nicht näher spezifizierte Angebote zugreifen können soll. Zudem ist auch die Einbindung eigener Inhalte möglich, und auch eine direkte Verbindung zu mobilen Devices wie Smartphones und Tablets soll geboten werden.

Zentrales Element dabei ist TuneBridge, die eine Verbindung all dieser Möglichkeiten darstellen soll, und eine möglichst intuitive, einfache und vielseitige Nutzung erlaubt. So gibt das Unternehmen an, dass man etwa zu einem Musik-Titel, den man mit dem Dienst Pandora hörte, sofort das Original-Album finden könne, und dies ebenfalls einbinden kann. Hier sollen also all die Möglichkeiten, die im Umfeld derartiger Streaming-Lösungen geboten werden, in einer Plattform zusammen gefasst werden, wobei die Steuerung über Smartphones und Tablets mit entsprechenden Apps, jedem Web-Browser über ein entsprechendes Interface, oder direkt am Gerät über ein an der Front angebrachtes Display vorgenommen werden kann. Selbst der Anschluss an ein TV-Gerät soll möglich sein, um das Benutzer-Interface optimal darstellen zu können.

Interessant ist auch, dass McIntosh für die neue McIntosh MB100 Media Bridge die Integration von Cloud-Diensten für Backups vorsieht, und eine plattformübergreifende Synchronisation verspricht, ohne jedoch dabei bislang allzu sehr ins Detail zu gehen, was man sich darunter konkret vorstellen könne.

Fakt ist, dass die neue McIntosh MB100 Media Bridge mit ausreichend Performance ausgestattet sein soll, um alle erdenklichen Dienste und Möglichkeiten intuitiv nutzen zu können. So ist dieses System nach Angaben des Herstellers mit einer 64 GB SSD ausgestattet, auf der sich das Betriebssystem findet. Eine Festplatte mit 1 TByte steht für eigene Daten zur Verfügung. Weitere Details zur neuen McIntosh MB100 Media Bridge wird man wohl erst Mitte Mai 2014 in München erfahren. Dann dürfte auch der Preis und die Verfügbarkeit hierzulande bekannt sein.

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