Responsive image Audio

Melco N1Z und Melco N1A als autarke High-end Musik-Server

Foto © Buffalo Inc.

Mit Hilfe der neuesten nunmehr verfügbaren Firmware 3.0 werden die Systeme aus dem Hause Melco Audio, der Melco N1Z und Melco N1A, nun endgültig zu vollständig autark arbeitenden Musik-Servern. Denn damit speichern diese nicht nur Audio-Daten, sie sind auch in der Lage, Audio CDs über eine neue CD-Import-Funktion zu rippen.

Kurz gesagt...

Mit der neuesten Firmware-Version erhalten die Musik-Server Melco N1Z und Melco N1A nun eine CD-Import-Funktion und fungieren somit als komplett eigenständige Musik-Server.

Wir meinen...

Durch die neueste, nunmehr verfügbare Firmware 3.0 können die vom Hersteller auch als Melco Musik-Bibliotheken bezeichneten Speicherlösungen Melco N1Z sowie Melco N1A als komplett autarke Musik-Server fungieren, denn damit steht nun eine neue CD-Import-Funktion zur Verfügung. Die Lösungen können somit Audio CDs direkt importieren, wobei ID-Tags und Cover-Artwork automatisch mittels Abfrage bei Gracenote eingebettet werden.
Hersteller:Buffalo Inc.
Vertrieb:DREI H

Von Michael Holzinger (mh)
24.05.2016

Share this article


Melco Audio ist ein bereits im Jahr 1975 in Japan gegründetes Unternehmen, das sich, man höre und staune, zunächst mit der Entwicklung von Schallplatten-Spielern beschäftigte. Unternehmensgründer Makoto Maki, ein passionierter, audiophiler Musik-Liebhaber, erstaunte die Fachwelt seinerzeit mit aus technologischer Sicht überaus spannenden Konzepten, auch bei den weiteren HiFi-Lösungen des Herstellers, wobei sich sein Unternehmen Maki Engineering Laboratory Company, so der vollständige Name, dann doch in eine gänzlich andere Richtung entwickelte. Seit Jahr und Tag gilt das japanische Unternehmen als nicht weniger als Japans größter Spezialist für Netzwerk-Lösungen, wie etwa Router, Switches und Storage Devices wie NAS-Systeme, und zwar unter einem wohl sehr bekannten Brand, nämlich Buffalo Incorporation.

Auf Grund der Unternehmenshistorie erstaunt es aber wohl kaum, dass man sich nunmehr, da die Welt der IT und Unterhaltungselektronik in vielen Bereichen immer intensiver zusammen spielen, sich gegenseitig ergänzen und sich dadurch völlig neue Möglichkeiten auch im High-end Segment ergeben, wieder der Anfangsjahre besinnt, und als erster IT-Konzern allein für gehobene HiFi-Systeme konzipierte Speicherlösungen entwickelt und produziert, natürlich unter dem Namen altbekannten, und für so manchen in der Branche wohl nach wie vor vertrautem Namen Melco Audio.

Natürlich reicht für viele Aufgaben in einer vernetzten Welt der Unterhaltungselektronik prinzipiell eine herkömmliche NAS-Lösung, wie sie unter anderem auch Buffalo Inc. seit Jahr und Tag in den verschiedensten Ausprägungen anbietet, dies sei an dieser Stelle ausdrücklich betont. Wer aber eine speziell für die Aufgaben eines reinen Musik-Servers hoch spezialisierte Lösung sucht, der wird wohl eher zu einer Lösung wie besagtem Melco N1Z und Melco N1A greifen. Diese sind ausdrücklich allen voran für Musik-Streaming ausgelegt, und dies soll sich in vielerlei Ausstattungsmerkmalen zeigen.

Dazu gehört natürlich zuallererst bereits das spezielle Design der Geräte, die eben nicht wie eine herkömmliche NAS in Erscheinung treten, sondern vielmehr in Form eines „HiFi-tauglichen“ Produkts, das man problemlos in jedes AV- oder HiFi-Rack platzieren kann, da diese Abmessungen von 350 x 65 x 370 mm im Fall des Melco N1Z, und 436 x 70 x 352 mm beim Melco N1A aufweisen. Beide weisen überaus schicke Fronten aus Aluminium auf, der Melco N1Z ist gar komplett aus Aluminium gefertigt. Ein OLED-Display an der Front dient hier nicht nur zur Anzeige IT-basierter Parameter, sondern zeigt neben Netzwerk-Parametern und Systemstatus vor allem auch den aktuell gestreamten Titel an. Über entsprechende Tasten lässt sich zudem direkt in der Menü-Struktur navigieren.

Zudem agieren die Systeme auch in jeder anderen Beziehung wie HiFi-Systeme, die Einrichtung und Installation erfolgt etwa ohne PC, direkt am Gerät, und soll keinerlei Fachwissen erfordern. Selbst der Medien-Server ist bereits vorinstalliert und erfordert keinerlei separate Konfiguration. Auch das Einschalten soll binnen 15 Sekunden erledigt sein, nach nur 5 Sekunden sind die Systeme vollständig heruntergefahren, all das kennt man so von einer üblichen NAS nicht.

Während im Melco N1A selektierte 3,5 Zoll Festplatten ihren Dienst verrichten, kommen im Melco N1Z gar 2,5 Zoll SSD zum Einsatz. Dieser setzt außerdem auf eine speziell ausgeführte Stromversorgung, genauer gesagt verfügt er gar über über zwei Stromversorgungen, eine für externe Schnittstellen, um eine komplette Trennung und damit zu erzielen und jedwede Störung der Daten und deren Handling zu vermeiden.

Bei beiden Lösungen stehen zwei Netzwerk-Anschlüsse in Form von Gigabit-Ethernet-Buchsen zur Verfügung, und zwar eine für die Verbindung zum Netzwerk, die zweite allein für den Anschluss von Streaming-Lösungen. Der Streaming-Client kann somit auf eine separate Datenleitung vertrauen, die völlig unabhängig vom übrigen Netzwerk ausgelegt ist und somit eine stets hohe Performance garantiert.

Darüber hinaus stehen unter anderem USB 3.0 Schnittstellen für den Datenaustausch zur Verfügung, etwa zur zusätzlichen Datensicherung und Erweiterung.

Sowohl der Melco N1Z als auch Melco N1A erlauben prinzipiell den Einsatz verschiedener Medien-Server, ab Werk ist aber bereits mit Twonky MediaServer 7 eine durchaus feine Lösung installiert, die alle relevanten Audio-Daten unterstützt, einschließlich DSD.

Neu ist nun, dass für die beiden Systeme aus dem Hause Melco Audio eine aktualisierte Firmware vorliegt, und zwar die Version 3.0, die erstmals im Rahmen der High End 2016 präsentiert wurde. Damit werden die beiden Systeme Melco N1Z und Melco N1A nun endgültig zu komplett autarken Musik-Servern, die auf einen PC oder Mac vollends verzichten können.

Mit dieser Version 3.0 der Firmware liefern die Entwickler nämlich eine neue CD-Import-Funktion, die im Zusammenspiel mit einem optionalen CD-ROM Laufwerk, das über USB angeschlossen wird, den Import, also das Rippen von Audio CDs gestattet. Natürlich werden hierbei die Daten nicht einfach im WAV- oder FLAC-Format auf die Festplatten des Melco N1Z oder Melco N1A geschaufelt, diese werden beim Import gleich mit entsprechenden Informationen versehen, also den so genannten ID-Tags, also Titelname, Interpret, Album, bis hin zum Cover-Artwork. Grundlage dafür ist die Online-Datenbank Gracenote.

Der Hersteller empfiehlt, das Update direkt über die beiden Systeme Melco N1Z und Melco N1A durchzuführen. Die Installation der neuen Firmware sollte binnen weniger Minuten erledigt sein. Zudem steht auch ein Download für den manuellen Update-Vorgang auf den Support-Seiten des Herstellers zur Verfügung.

Share this article

Related posts