Foto © Micromega HiFi

Micromega M-One - Edle Streaming-Allround-Lösung aus Frankreich

Die französische HiFi-Schmiede Micromega präsentiert mit dem Micromega M-One eine Lösung, die sie als besonderes Design-Kunstwerk bezeichnet, und die als Micromega M-One 100 und Micromega M-One 150 all die Funktionalität in sich vereinen soll, die ein modernes, vernetztes HiFi-System aufbieten kann, angefangen von digitalen Schnittstellen über Streaming-Funktionalität bis hin zu einem mittels Micromega M.A.R.S. optimal arbeitenden Stereo Vollverstärker.

Kurz gesagt...

Er sei mehr als „nur“ ein Stereo Vollverstärker, vielmehr handle es sich beim neuen Micromega M-One um ein „Fenster in die audiophile Musik-Wiedergabe der Zukunft“ basierend auf modernsten Technologien. Das System wird als Micromega M-One 100 und Micromega M-One 150 erhältlich sein.

Wir meinen...

Alles, was ein modernes, leistungsfähiges und flexibles HiFi-System auf audiophilem Niveau bieten muss, soll der neue Micromega M-One aufbieten können, selbst wenn es sich dabei, zumindest auf den ersten Blick, um ein wahres Lifestyle-Device handelt. Beginnend bei analogen Schnittstellen inklusive Phono-Vorstufe, digitale Schnittstellen, der Integration ins Netzwerk, einem integrierten USB-DAC, einer Signalverarbeitung digitaler Daten in Hi-Res-Qualität, der Signal-Optimierung mittels Micromedia M.A.R.S., und einem soliden Verstärker in Class D steht hier alles in einem überaus schicken, individuell gestaltbaren System zur Verfügung.
Hersteller:Micromega HiFi
Vertrieb:Audio Tuning Vertriebs GmbH
Deutschand:Audio Reference GmbH
Preis:voraussichtlich ab € 3.500,-

Von Michael Holzinger (mh)
24.01.2016

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Immer mehr renommierte Hersteller im HiFi-Segment verschreiben sich Lösungen, die möglichst alle Aufgaben, die anspruchsvolle Musik-Liebhaber an eine HiFi-Kette stellen, tunlichst in einem einzigen Gerät vereinen. Dieses muss sich, auch das ist ein klarer Trend, auch unter Design-technischen Aspekten bewähren, also mit einem herausragendem, möglichst eigenständigen Design aufwarten können. Diese Entwicklung ist bereits seit geraumer Zeit zu beobachten, besonders markant trat diese etwa im letzten Jahr im Rahmen der High End 2015 in München zutage. Denn hier präsentierte unter anderem die französische HiFi-Schmiede Micromega ihren Ansatz, um diesem Trend gerecht zu werden, den Micromega M-One.

Die Franzosen widmeten nahezu ihren kompletten Messe-Auftritt im Mai letzten Jahres dieser neuen Lösung, selbst wenn ganz klar kommuniziert wurde, dass es sich um nicht mehr als erste Prototypen handle, schließlich wolle man mit dem Micromega M-One ein für das Unternehmen gänzlich neues Konzept präsentieren, und gönnt sich dementsprechend Zeit für die Realisierung dieser Lösung.

Schon auf den ersten Blick war klar, dass sich das Unternehmen Micromega, das ohnedies schon immer viel Wert auf ein eigenständiges Design-Konzept seiner Lösungen setzte, mit dem Micromega M-One tatsächlich noch einmal ambitioniertere Ziele setzte, allein das Design betreffend. So präsentieren sich die Systeme Micromega M-One Produktreihe als besonders schlanke Lösungen, die nicht viel mit herkömmlichen HiFi-Systemen gemein haben. Vielmehr setzten die Entwickler auf eine sehr flache, sehr reduzierte Bauform, wobei die Geräte scheinbar aus einem Block Aluminium gefertigt werden, bei dem lediglich ein Display an der Front sowie ein weiteres an der vorderen Oberseite ins Auge stechen. Damit ist bereits ein erstes interessantes Merkmal des Micromega M-One möglich, nämlich die klassische Platzierung auf einem Rack bzw. Sideboard oder Lowboard, oder aber auch die Montage an der Wand.

Bedienelemente oder gar Anschlüsse findet man somit auf den ersten Blick keine, ganz bewusst ist hier alles auf eine makellose Optik getrimmt. Die natürlich dennoch vorhandenen Bedienelemente und der Anschluss für einen Kopfhörer sind derart dezent verbaut, das sie kaum wahrzunehmen sind, außer, man benutzt sie.

Zudem wird es den Micromega M-One in verschiedenen Farbvarianten geben. Und auch hier wird klar, dass sich die Franzosen ganz bewusst über gängige Vorstellungen hinwegsetzen, denn neben Schwarz und Silber findet man auch Ausführungen in Geld, Rot oder Blau im Angebot des Unternehmens. Mehr noch, Micromega will hier sogar soweit gehen, dass sich Kunden „ihren“ Micromega M-One ganz nach individuellen Vorgaben fertigen lassen können, wobei dies nicht allein die Lackierung betrifft, sondern darüber hinaus geht. Selbst ein Finish in Leder oder Carbon sei hier möglich, so die französische HiFi-Schmiede in der Beschreibung, die mit dem Versprechen endet, dass alles möglich sei. Man spricht hier kurz von M.C.F. bzw. Micromega Custom Finish.

Dass es sich beim Micromega M-One aber nicht allein um ein Lifetstyle-Device, sondern um ein überaus ambitioniertes HiFi-System handelt, macht bereits ein Blick auf das Anschlussfeld an dessen Rückseite klar, denn hier steht tatsächlich alles zur Verfügung, was ein modernes Produkt selbst für anspruchsvolle HiFi-Enthusiasten bereit halten muss.

So findet man etwa analoge Anschlüsse ebenso wie digitale, und zwar in allen relevanten Ausprägungen, und natürlich auch alle Optionen für die Kontaktaufnahme ins Netzwerk. So gehört zu den analogen Eingängen (unsymmetrisch als auch symmetrisch) auch ein Phono-Eingang für den Anschluss von Schallplatten-Spielern, und zwar sowohl für MM- als auch MC-Tonabnehmer-Systeme. Bei den digitalen Schnittstellen stehen neben optischen und koaxialen S/PDIF-Schnittstellen auch ein AES/EBU-Eingang und selbst IS2-Schnittstellen, ausgeführt als HDMI-Ports zur Verfügung. Über einen USB-Port lässt sich der Micromega M-One direkt mit einem PC oder Mac verbinden, sodass er als erstklassiges externes Audio-Interface genutzt werden kann, um Audio-Daten mit bis zu 32 Bit und 384 kHz, ja gar 768 kHz als Linear PCM, aber ebenso DSD-Daten zu verarbeiten.

Die Integration ins Netzwerk erfolgt im einfachsten Fall über das integrierte WiFi Modul, wobei der Micromega M-One gar auf WPS setzt, also mittels WiFi Protected Setuo mit einem einzigen Knopfdruck ins drahtlose Netzwerk eingebunden werden kann. Die Integration ins Netzwerk lässt sich aber ebenso über einen Netzwerk-Anschluss mittels Kabel erledigen. Damit fungiert der Micromega M-One im Netzwerk als UPnP-Streaming-Client, der natürlich Hi-Res Audio-Daten verarbeiten kann, und zwar in allen relevanten Datenformaten.

Zudem setzten die Entwickler von Micromega auf eine möglichst einfache Anbindung an Devices aus dem Hause Apple, sodass der Micromega M-One Apple AirPlay-zertifiziert ist.

Selbst eine derartige audiophile HiFi-Lösung wie der Micromega M-One kann heutzutage nicht mehr auf eine direkte Integration mobiler Devices wie Smartphones und Tablets verzichten, also wird auch der Micromega M-One über ein Bluetooth Modul verfügen, das diese Aufgabe übernimmt. Natürlich wird hier auch der Codec apt-X unterstützt, sodass bei entsprechend ausgestatteten mobilen Devices eine Signalübertragung mit „CD-Qualität“ garantiert ist.

Eine ganz bemerkenswerte Besonderheit des neuen Micromega M-One besteht darin, dass er auf eine DSP-basierte Signalverarbeitung setzt, die eine besonders flexible, tiefgreifende Optimierung anhand der individuellen Gegebenheiten des Raums erlauben soll. Der Hersteller spricht hierbei von M.A.R.S. oder Micromega Acoustic Room System. Dieses M.A.R.S. soll sich nicht allein auf einen einfach gestrickten Equalizer beschränken, sondern eine komplexes System darstellen, das tunlichst alle Aspekte des Raumes berücksichtigt, und zwar auf Basis einer Raumeinmessung mittels Meßmikrofon. Zudem steht beim Micromega M-One ein von den Entwickler von Micromega entwickeltes Binaural-System für die Wiedergabe über Kopfhörer zur Verfügung, um auch hier stets optimale Ergebnisse zu erzielen.

Neben den natürlich an der Rückseite zu findenden Anschlüssen für Lautsprecher-Systeme stehen weitere Ausgänge zur Verfügung, etwa ein separater Anschluss für einen Subwoofer und ein Preamp Out.

Nach derzeit vorliegenden Informationen wird der neue Micromega M-One wohl auch in diesem Jahr ein Schwerpunkt auf der High End 2016 in München der französischen HiFi-Schmiede darstellen, allerdings bereits in einem sehr fortgeschrittenem Status. Schließlich soll der neue Micromega M-One im Sommer 2016 auf den Markt kommen, und zwar in zwei Ausprägungen.

So wird Micromega zunächst den Micromega M-One 100 anbieten, der die Basis-Version dieser Lösung darstellt. Hier stehen bereits alle relevanten Merkmale zur Verfügung, allerdings ist hier die Klangoptimierung mittels Micromega M.A.R.S. ab Werk nicht integriert, lässt sich aber optional nachrüsten. Der Micromega M-One 150 wird diese bereits ab Werk mit bringen, zumindest in einer flexiblen Basis-Ausstattung als M.A.R.S. EQ 1 und inklusive M.A.R.S. Binaural für die Wiedergabe über Kopfhörer. Aber auch hier wird es optionale Erweiterungen geben, dies zumindest legen die derzeit vorliegenden Informationen des französischen Herstellers nahe.

Der empfohlene Verkaufspreis für den neuen Micromega M-One wird wohl bei € 3.500,- beginnen, alle weiteren Details werden spätestens im Rahmen der High End 2016 bekannt gegeben.

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