CES 2016: Als neuen D/A-Wandler der Nagra Classic Range präsentiert sich der Nagra Classic DAC, der viele Tugenden des Nagra HD DAC aufweisen soll." /> Sempre Audio
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Nagra Classic DAC - Auf den Spuren der Referenz…

CES 2016: Das Herz verbindet den neuen Nagra Classic DAC mit seinem großen Bruder der absoluten Referenz-Klasse, dem Nagra HD DAC. Doch während das Digital-Board identisch ist mit jenem des besagten Nagra HD DAC setzten die Entwickler beim neuen Nagra Classic DAC auf eine diskrete Transistor-Ausgangsstufe.

Kurz gesagt...

Als neuen D/A-Wandler der Nagra Classic Range präsentiert sich der Nagra Classic DAC, der viele Tugenden des Nagra HD DAC aufweisen soll.

Wir meinen...

Nach dem großen Erfolg des Nagra HD DAC sollte auch die Nagra Classic Range einen ähnlich ambitionierten D/A-Wandler erhalten, den neuen Nagra Classic DAC. Dieser weist ein identisches Digitial-Board auf, soll aber zu einem deutlich günstigeren Preis offeriert werden. Den „Rotstift“, wenn man dies in diesem Zusammenhang überhaupt sagen darf, den setzten die Entwickler bei der Ausgangsstufe an, die beim Nagra Classic DAC als diskrete Transistor-Ausgangsstufe ausgelegt ist.

Von Michael Holzinger (mh)
14.01.2016

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Mit dem Nagra HD DAC bietet das renommierte Schweizer Unternehmen Audio Technology eine überaus exquisite, feine Lösung für die Signalverarbeitung digitaler Daten auf Referenz-Niveau an. Nun will man dessen Tugenden zumindest weitestgehend auch mit einer Lösung der Nagra Classic Range anbieten, und entwickelte daher den neuen Nagra Classic DAC.

Ziel der Entwickler sei es gewesen, so das Unternehmen, ein günstigeres Modell des Nagra HD DAC zu realisieren, dass als optimale Lösung für die besagte Nagra Classic Range fungiere. Dabei sollten aber ebenso hohe Ansprüche an die Signalverarbeitung gestellt werden, sodass man sich dazu entschloss, das exakt gleiche Digital Front-end zu nutzen, wie beim Nagra HD DAC. Demzufolge findet man als Herz des neuen Nagra Classic DAC das identische Digital-Board, die gleichen Anschlüsse für digitale Quellen, und das Gerät weist natürlich die identischen technischen Merkmale auf, wenn es um die Signalverarbeitung geht.

So findet man an der Rückseite des Nagra Classic DAC zwei S/PDIF-Schnittstellen, eine ausgeführt als BNC-Buchse (I2S Nagra Digital Input), eine als Cinch-Anschluss. Zudem steht eine optische S/PDIF-Schnittstelle, also ein so genannter TOS-Link zur Verfügung. Der Nagra Classic DAC wartet zudem mit einer AES/EBU-Schnittstelle auf. Selbst ein USB-Port ist vorhanden, um den Nagra Classic DAC direkt mit einem PC oder Mac verbinden, und diesen als erstklassiges externes Audio-Interface zu nutzen.

Die Signalverarbeitung versteht sich auf Daten im Linear PCM-Format mit bis zu 24 Bit und 384 kHz, kann aber ebenso Daten im DSD-Format verarbeiten, und zwar mit bis zu DSD 5.6.

Der tatsächlich entscheidende Unterschied zwischen dem Nagra HD DAC und dem neuen Nagra Classic DAC ist in der Ausgangsstufe zu suchen. Setzten die Entwickler beim Nagra HD DAC auf eine ausgeklügelte Röhren-Ausgangsstufe, kommt beim kleineren Bruder aus der Nagra Classic Range eine diskret aufgebaute Transistor-Ausgangsstufe zum Einsatz.

Es wäre kein Produkt mit dem Schriftzug Nagra, würden die Entwickler aber nicht auch hier allein auf Bauteile höchster Qualität und engster Toleranzen setzen, der Hersteller bezeichnet dies als matched military grade components.

An Ausgängen steht neben einem Cinchbuchsen-Pärchen auch ein Paar XLR-Buchsen für die symmetrische Signalweiterleitung zur Verfügung.

Auch bei der Stromversorgung ging man keinerlei Kompromisse ein. So verfügt der Nagra Classic DAC nicht nur über ein integriertes Netzteil, er kann auch mittels eines 12 V DC Eingangs mit einer Nagra MPS Full Chassis Power Supply aufgerüstet werden.

Die Front des neuen Nagra Classic DAC präsentiert sich in bewährter Art und Weise in der typischen Design-Sprache des Herstellers. Ein zentral angeordneter Drehgeber, ein dezentes, aber durchaus ausreichend groß dimensioniertes Display sowie ein massiv ausgeführter Drehschalter und ein „Modulometer“ zieren die Front des massiv ausgeführten Gehäuses, das auf speziell für eine optimale Entkopplung ausgelegten Standfüssen ruht.

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