#CES2013: : Mit dem Naim DAC-V1 präsentiert die englische HiFi-Schmiede Naim Audio einen speziell für den Einsatz mit PCs konzipierten D/A-Wandler mit 24 Bit und 384 kHz und eine passende Endstufe mit dem dem Naim NAP 100." /> Sempre Audio

Naim DAC-V1 und Naim NAP 100 - Digital made musical...

#CES2013: : Die englische HiFi-Schmiede Naim hat, wenn man es so ausdrücken darf, Desktop-Solutions für sich entdeckt. So präsentiert man erstmals mit dem Naim DAC-V1 einen speziell für den Einsatz mit PCs entwickelten D/A-Wandler, der Signale mit einer Auflösung von bis zu 24 Bit und 384 kHz verarbeiten kann. Die Naim NAP 100 ist die passende Endstufe dazu.

Von Michael Holzinger (mh)
09.01.2013

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Die englische HiFi-Schmiede Naim Audio gilt als Vorreiter im Bereich audiophiler Streaming- und Musik-Server-Lösungen. Vor vielen anderen renommierten Herstellern im High-end Segment erkannte man, in welche Richtung sich der Markt bewegt und setzte als eines der ersten Unternehmen auf die Entwicklung ausgefeilter, auch aus audiophiler Sicht überaus ansprechender Lösungen, die die Welt der IT mit jener hochwertiger HiFi in sich vereinten.

Auch diesmal ist man bei einem neuen Trend in erster Reihe mit dabei. So setzen immer mehr Musikliebhaber nicht allein auf Streaming-Lösungen, sondern direkt auf einen PC oder Mac zur zentralen Musikverwaltung. Dieser Weg bietet den immensen Vorteil, dass man so tatsächlich alle Vorzüge, die ein PC oder Mac nunmal bietet, auch für die Erfassung, die Verwaltung und natürlich auch die Steuerung der Wiedergabe unmittelbar nutzen kann.

Moderne PC-Systeme mit Microsoft Windows 8 und etwa gar mit Touchscreen-Display, aber natürlich auch Lösungen aus der Apple-Welt wie etwa der Apple iMac oder der Apple Mac mini sind zudem so konzipiert, dass man diese nicht allein auf einem Arbeitsplatz einsetzen kann, sondern auf Grund ihres schicken Designs, ihrer kompakten Abmessungen und zumeist weitestgehend lautlosem Betrieb durchaus im HiFi- oder AV-Umfeld im Wohnzimmer nutzt.

Ein großzügiges Display, und sei es „nur“ der Fernseher, der über HDMI verbunden ist, eine Maus und Tastatur sind etwa beim Einrippen von Audio CDs, beim Kauf von Musik-Daten Online, aber natürlich gerade bei der Verwaltung abertausender Musik-Dateien von immensem Vorteil. Und selbst bei der Wiedergabe stellen flexible Playlists, und nicht zuletzt die durchaus schicke Oberfläche entsprechender Tools mit Cover-Artwork Darstellung eine Alternative zu den zumeist recht klein geratenen Displays von Streaming-Clients dar. Und die Steuerung über Smartphones und Tablets ist ja auch in diesem Fall möglich.

Einziges Problem an der Sache ist die Schnittstelle zwischen PC bzw. Mac und dem HiFi-System. Denn sie ist es, die maßgeblich über die Qualität der gesamten Kette entscheidet. Und die in PCs als auch Macs integrierten Audio-Interfaces sind ganz sicher nicht dazu geeignet, aus dem PC bzw. Mac eine audiophile Quelle zu machen. Hier sind Spezialisten gefragt.

Genau hier setzt Naim Audio mit dem neuesten D/A-Wandler an, denn der Naim DAC-V1 ist in erster Linie für den Einsatz mit einem PC oder Mac konzipiert und weist überaus kompakte Abmessungen, aber natürlich im typischen Design der englischen HiFi-Schmiede, auf. Als perfekter Partner empfiehlt sich die ebenfalls nunmehr präsentierte Endstufe Naim NAP 100, die ebenfalls sehr kompakt ausgelegt ist, dennoch über ausreichend Leistung und Souveränität verfügen soll, um selbst anspruchsvolle Lautsprecher-Systeme stets unter Kontrolle zu haben.

Beide Komponenten setzen auf den Formfaktor, den Naim Audio bereits für den „kleinen“ Streaming-Client Naim UnitiServe wählte, sodass dieser, wie die englische HiFi-Schmiede betont, natürlich ebenfalls im Umfeld der beiden neuen Komponenten genutzt werden kann.

So präsentiert sich der Naim DAC-V1 mit einem solide ausgeführten, in typischem Schwarz gehaltenen, pulverbeschichteten Metallgehäuse mit Abmessungen von 207 x 87 314 mm und bringt es auf eine Masse von 4,3 kg. Die Front nimmt ein großzügig ausgelegtes Display ein, das wie gewohnt in Grün erstrahlt. Rechts davon finden sich sechs Taster, links ein ebenfalls durchaus großzügig ausgelegter Drehgeber sowie, darunter, ein Kopfhörer-Ausgang in Form einer 3,5 mm Stereo Mini-Klinkenbuchse, wobei sich dahinter ein besonders hochwertiger Verstärker in Class A verbirgt.

An der Rückseite steht zunächst ein USB-Port für PCs und Macs zur Verfügung, aber ebenso zwei optische TOS-Link, zwei koaxiale S/PDIF-Schnittstellen sowie ein BNC-Eingang. Somit können zahlreiche digitale Quellen von den Vorzügen des Naim DAC-V1 profitieren, etwa ein TV-Gerät, ein SAT-Receiver, eine Settop-Box, ein günstiger Streaming-Client oder ein etwas betagter Audio CD-Player, dem der Wandler neuen Glanz verleiht.

Selbstverständlich setzt Naim Audio beim neuen Naim DAC-V1 auf eine asynchrone USB-Schnittstelle, sodass nicht der PC oder Mac, sondern die hochpräzise Master-Clock des externen Wandlers den Takt für die Signalverarbeitung vorgibt.

Der Naim DAC-V1 kann Audio-Signale mit einer Auflösung von immerhin bis zu 24 Bit und 384 kHz verarbeiten, sodass man mit dieser Lösung perfekt für hochauflösende Audio-Daten gerüstet ist, trotz seiner kleinen Abmessungen. Über S/PDIF werden Audio-Daten mit einer Auflösung von bis zu 24 Bit und 192 kHz unterstützt. Die Signal-Wandlung erfolgt über einen Burr-Brown Wandler des Typs PCM1791A DAC, wie er etwa auch beim Naim NDX oder Naim SuperUniti zum Einsatz kommt. Die Entwickler setzen auf Naim-eigene Digital-Filter mit 16fach Oversampling.

Der D/A-Wandler von Naim kann aber noch mehr, denn er verfügt über eine integrierte, diskret aufgebaute Vorstufe mit einer digital gesteuerten, aber analogen Lautstärke-Regelung. Das Gerät verfügt über eine hochwertige Stromversorgung mit 210 VA Trafo und separaten Wicklungen für die analoge und digitale Sektion sowie die Wandler. Neben einem DIN-Ausgang steht an der Rückseite ein Cinchbuchsen-Pärchen zur Verfügung, wobei man die Wahl zwischen fixem und geregeltem Pegel hat.

Als idealer Spielpartner ist, wie bereits erwähnt, die neue Endstufe Naim NAP 100 konzipiert. Auch diese präsentiert sich mit Abmessungen von 207 x 87 x 314 mm und wiegt 5,1 kg. Das schwarze, pulverbeschichtete Metallgehäuse weist auf der Front nicht mehr auf, als das typische Logo der englischen HiFi-Schmiede, und auch an der Rückseite stehen nur wenige Anschlüsse zur Verfügung. Mit einer DIN-Buchse, einem Cinchbuchsen-Pärchen als Eingänge sowie Lautsprecher-Anschlüssen ist aber alles da, was nötig ist.

Die Naim NAP 100 liefert pro Kanal eine Leistung von immerhin 50 Watt an 8 Ohm bzw. 100 Watt an Lautsprecher-Systemen mit einer Impedanz von 4 Ohm. Die Naim NAP 100 weist nach Angaben des Herstellers einen diskreten Dual-Mono Aufbau auf und kann auf eine solide Stromversorgung mit Ringkern-Transformator vertrauen. Das hier eingesetzte Konzept entstammt laut Naim Audio der All-in-One Lösung Naim SuperUniti, keine schlechte Referenz also, aber wer hätte auch anderes erwartet.

Die beiden neuen Desktop-Solutions aus dem Hause Naim Audio werden selbstverständlich in Salisbury gefertigt und werden hierzulande voraussichtlich ab März 2013 im Fachhandel erhältlich sein. Dies gab der Vertrieb music-line Vertriebs GmbH in einer Aussendung bekannt. Demnach wird der Naim DAC-V1 zu einem empfohlenen Verkaufspreis von € 1.748,- und der Naim NAP 100 zum Preis von € 948,- angeboten.

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